Bundesliga, 16. SpieltagDer FC Bayern setzt sich ab
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Dortmund – Lautern

Borussia Dortmund – 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:0)

Illay Gündogan und Pierre de Wit kämpfen um den Ball

Illay Gündogan und Pierre de Wit kämpfen um den Ball

Dem Abschied aus Europa folgte der Rückschlag in der Bundesliga: Borussia Dortmund hat eine bessere Position im Kampf um die Herbstmeisterschaft leichtfertig verspielt. Fünf Tage nach dem
Champions-League-Aus musste der deutsche Meister beim Unentschieden gegen den 1.FC Kaiserslautern die nächste Enttäuschung hinnehmen. Shinji Kagawa hatte das Team von Trainer Jürgen Klopp zwar in der 27. Minute in Führung gebracht, doch Olcay Sahan (60.) rettete den Pfälzern unverhofft einen Punkt.

Der seit zehn Spielen ungeschlagene BVB, der erneut fahrlässig seine Torchancen ausließ, geht damit als Zweiter hinter Spitzenreiter Bayern München in den letzten Spieltag vor der Winterpause. Für die Pfälzer war der Punktgewinn ein Lichtblick im Abstiegskampf, auch wenn sie nun schon seit sechs Partien auf einen Sieg warten.

Neben den verletzten Sven Bender, Sebastian Kehl, Neven Subotic und Moritz Leitner und dem erkrankten Lucas Barrios fehlte beim BVB zunächst auch Nationalspieler Mario Götze. Der Jungstar wurde von Coach Klopp wegen Adduktorenproblemen bis zur 66. Minute geschont. Den ersten Warnschuss setzten die Gäste: Florian Dicks Freistoß lenkte Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller über das Tor (11.).

Dann legte die Borussia etwas zu, auch wenn aus dem Not-Mittelfeld mit Ilkay Gündogan und Antonio da Silva nur wenig Impulse kamen. Robert Lewandowskis Seitfallzieher touchierte die Latte (14.). Eine Minute später forderten die Hausherren nach einem Kontakt zwischen FCK-Abwehrspieler Mathias Abel und Kagawa Elfmeter, doch die Pfeife von Referee Deniz Aytekin blieb stumm. "Den kann man geben", sagte BVB–Sportdirektor Michael Zorc. Kagawa sorgte dann für etwas Befreiung, als er auf Vorlage von Kevin Großkreutz aus 15 Metern vollstreckte - das vierte Saisontor des Japaners.

Die bis dahin durchaus ebenbürtigen Lauterer steckten aber nicht auf. Trotz ihrer schwachen Auswärtsbilanz mit nur einem Sieg in der Hinrunde spielten die Pfälzer weiter mutig mit. Einmal mehr zeigte sich aber auch die große Schwäche des FCK beim Abschluss – die Offensive der Gäste ist in dieser Saison die ungefährlichste der Liga. So setzte BVB-Verteidiger Mats Hummels den letzten Höhepunkt in Hälfte eins, als Sahan seinen Kopfball auf der Linie klärte.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Den Gastgebern fehlte die gewohnte Wucht, die Lauterer spielten munter mit. Und plötzlich stand es 1:1. Christian Tifferts weite Flanke klärte Lukasz Piszczek per Kopf nur unzureichend, Sahan nahm den Ball direkt und die Kugel senkte sich über Weidenfeller ins Netz. Klopp reagierte und brachte Götze ins Spiel. Die Dortmunder nahmen nun wieder das Heft in die Hand. Hummels traf per Kopf den Pfosten (71.), Lewandowski scheiterte völlig frei aus fünf Metern am starken FCK-Torwart Kevin Trapp (72.).

Und es ging munter weiter. Weidenfeller musste gegen Itay Shechter retten, auf der Gegenseite verpasste erneut Lewandowski, ehe Götze den Ball aus 21 Metern an die Latte jagte. So blieb es beim Remis.

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Felipe Santana, Hummels, Schmelzer (78. Owomoyela) - Gündogan, da Silva (73. Perisic) - Blaszczykowski (66. Götze), Kagawa, Großkreutz - Lewandowski

1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Rodnei, Abel, Bugera - Tiffert, de Wit (83. Petsos) - Sahan, Kirch (51. Shechter), Fortounis - Kouemaha (78. Nemec)

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 80 720 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Kagawa (27.), 1:1 Sahan (60.)

Gelbe Karten: Gündogan (1) / Dick (7), Kouemaha (3)

Beste Spieler: Felipe Santana, Hummels / Trapp, Sahan

Leserkommentare
  1. Entfernt. Wir freuen uns über höflich formulierte Kritik. Danke. Die Redaktion/sc

    • keibe
    • 10.12.2011 um 23:43 Uhr

    aber in diesem Ambiente zählt letztendlich nur "Tor, Tor, Tor".

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Podolski, und ich prophezeie Ihnen ohne Missgunst auch ein hohes Einkommen in Ihrer Eigenschaft, sich in 10 Jahren als künftiger Trainer bei Mannschaften zu bewähren, deren Mitglieder dann auch nur einen Hauch Ihrer heutigen Rhetorik drauf haben.

  2. Entschuldigung, aber wer dieses Spiel gesehen hat (Werder-Wolfsburg) kommt zu der Auffassung, dass neben Pizarro eindeutig auch Rosenberg glänzte und verschiedene Treffer vorbereitete.

    • Voce
    • 11.12.2011 um 11:38 Uhr

    nicht mehr gerecht. Doch es sieht fast so aus, als wenn aus dem "Infelix" Magath , trotz vieler Millionen aus dem VW Konzern, bald sogar ein Rudi Ratlos werden könnte. Oder ist er es nichtvielleicht bereits schon ? Denn schon seit Wochen ist sein Bemühen in Wolfsburg eine passable Mannschaft zu formen ohne Erfolg beschieden und es sind auch keine Anzeichen erkennbar, dass sich das in Kürze ändern könnte.

    Vielleicht sollte er, statt nach Niederlagen immer wieder neue Strafmaßnahmen zu erfinden, um dann anschliessend noch auf seinen 30 -köpfigen Spielerstamm zurückzugreifen und die Mannschaft erneut umzukrempeln , einfach mal eine Stammformation festlegen und ihr Gelegenheit geben, sich einzuspielen. Schlechter kann das ja gar nicht mehr werden.

  3. @Voce: Noch viel wichtiger für Wolfsburg finde ich, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intern aufgearbeitet wird. Die sollten sich einen Mediator holen, um dieses Missverhältnis aufzuarbeiten. Hat Wolfsburg einen Psychologen? Die werden ihn brauchen. Erfreulich finde ich, dass Magath selbst erkannt hat, dass er andere Maßnahmen einführen muss. Warum geht die Mannschaft sonst zum Kegeln/ Bowling.

  4. Was für eine vernichtende Niederlage für die Mannen von Felix Magath! Ein 4:1 gegen Werder Bremen, was besonders dadurch so vernichtend wird, dass die Wolfsburger zu keiner Phase des Spiels auch nur annähernd ebenbürtig waren. Man könnte der Mannschaft fast schon Lustlosigkeit und Berufsverweigerung vorwerfen. Die Konsequenzen scheinen klar, der Kader wird mal wieder vollkommen umstrukturiert. Felix Magath ist schließlich bekannt für Massenverpflichtungen und hat diese auch bereits für die kommende Transferperiode angekündigt. Aber führt diese Transferpolitik tatsächlich zu Erfolg?

    Das krasse Gegenbeispiel ist wohl die Borussia aus M'Gladbach, die mit Favre einen Trainer verpflichtet hat, der auf dem Kader der vergangenen Saison setzt und lieber am Spielsystem herumbastelt. So konnte einem Team, das schon etwas länger zusammenspielt, die ganz individuelle Note Favres verliehen werden. Das Resultat bestaunen wir derzeit in der Bundesliga. In der letzten Spielzeit wäre Gladbach noch fast abgestiegen und heute mischen sie munter im oberen Tabellenbereich mit.

    Vielleicht sollte Magath grundsätzlich an seiner Philosophie etwas ändern. Erfolg benötigt nicht nur im Fußball Kontinuität.

    • Creo
    • 14.12.2011 um 18:03 Uhr

    Lahm hat glaube ich mit "seinem" Buch, Magath echte Probleme bereitet. Ich habe es nicht gelesen aber hörte davon, dass Lahm die Trainigsmethode von Magath in ihrer Gänze entzaubert hat. Macht mit großem Kader viel Druck auf den Einzelnen, nur wer sich quält und das auch zeigt hat Chancen auf die erste 11. Persönliche Bindung/Verhältniss: Fehlanzeige! Funktioniert halt immer nur 2 Jahre bis keiner mehr will und/oder kann.. bzw. es einer verstanden hat!
    Jetzt wo der Lahm es rausposaunt hat funktioniert das gar nich mehr und ich wage zu behaupten Magath wußte das schnell nach dem Erscheinen des Buches.. Scheinbar hat er seine Methode schon modifizeirt und das wird er weiter machen bis zum sportlichen Erfolg oder Rauswurf.. dann noch am selben Tag wieder nach Schalke?!

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