Bundesliga, 16. SpieltagDer FC Bayern setzt sich ab
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Augsburg – Gladbach

FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Borussia Möchengladbach hat nach einer verdienten Auswärtspleite beim bisherigen Tabellenletzten FC Augsburg den Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Abwehrspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker sorgte mit einem abgefälschten Freistoß in der 51. Minute für den Erfolg des Aufsteigers, der sich mit dem zweiten Heimsieg nacheinander auf den vorletzten Platz vorkämpfte. Die Gladbacher enttäuschten gerade offensiv.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay, der 2008 in Gladbach nach nur sieben Spieltagen nach dem Aufstieg entlassen worden war, konnte beim Erfolg gegen seinen ehemaligen Club schon vor dem Anpfiff aufatmen: Der von einer Grippe geschwächte Sascha Mölders konnte im Angriff auflaufen – und am Tor des Tages war der Mittelstürmer maßgeblich beteiligt.

Bei Gladbach fehlte dagegen weiterhin Reus, was dem Offensivspiel der Gäste Tempo und Torgefahr raubte. Nur Raul Bobadilla strahlte ansatzweise etwas Gefahr aus. Der Stürmer hatte auch die erste Schusschance (3.), bediente zudem präzise Mike Hanke, der aus 17 Metern das Tor verfehlte.

Der Tabellenletzte agierte mit der Hereinnahme von Torsten Oehrl offensiver als zuletzt, jedoch fehlte dem FCA in der vom Kampf dominierten Partie oft die Präzision und Durchschlagskraft vor dem
Tor. Nach einem gefährlichen Kopfball von Oehrl (30.) hatte Tobias Werner noch in der selben Minute das 1:0 auf dem Fuß: Nach einem Rückpass von Tony Jantschke rutschte Borussen-Schlussmann Marc-André ter Stegen weg, der Ball versprang – und der überraschte Werner vergab die unverhoffte Riesenchance, schoss ter Stegen an.

Entschlossen kam der FCA aus der Kabine. Mölders holte gegen Dante einen Freistoß in zentraler Position heraus, der zum verdienten 1:0 führte: Werner tippte an, Callsen-Bracker zog ab – und Bobadilla fälschte unhaltbar für ter Stegen ins eigene Tor ab.

Eine entschlossene Reaktion der Gladbacher gab es nicht. Die kam nur kurz nach der Einwechslung von Igor de Camargo (65.) und Mathew Leckie (70.), der gleich einmal mit einem Schuss Mohamed Amsif im Augsburger Gehäuse prüfte (73.). Ansonsten ließ die FCA-Deckung um den sehr starken Gibril Sankoh kaum etwas zu. Nach vorne fehlte den Augsburgern die Präzision und Entschlossenheit, um das entscheidende zweite Tor nachzulegen.

FC Augsburg: Amsif - Verhaegh, Callsen-Bracker, Sankoh, de Jong - Hosogai, Davids - Baier (85. Brinkmann), Oehrl (90.+1 Sinkala), Werner (78. Hain) - Mölders

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Marx (76. Otsu), Neustädter - Herrmann (70. Leckie), Arango - Hanke, Bobadilla (65. de Camargo)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 30 660 (ausverkauft)

Tor: 1:0 Callsen-Bracker (51.)

Gelbe Karten: Callsen-Bracker (5), Hosogai (3), Mölders (1) / Marx (2), de Camargo (2)

Beste Spieler: Sankoh, Callsen-Bracker / Dante, Stranzl

Leserkommentare
  1. Entfernt. Wir freuen uns über höflich formulierte Kritik. Danke. Die Redaktion/sc

    • keibe
    • 10. Dezember 2011 23:43 Uhr

    aber in diesem Ambiente zählt letztendlich nur "Tor, Tor, Tor".

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Podolski, und ich prophezeie Ihnen ohne Missgunst auch ein hohes Einkommen in Ihrer Eigenschaft, sich in 10 Jahren als künftiger Trainer bei Mannschaften zu bewähren, deren Mitglieder dann auch nur einen Hauch Ihrer heutigen Rhetorik drauf haben.

  2. Entschuldigung, aber wer dieses Spiel gesehen hat (Werder-Wolfsburg) kommt zu der Auffassung, dass neben Pizarro eindeutig auch Rosenberg glänzte und verschiedene Treffer vorbereitete.

    • Voce
    • 11. Dezember 2011 11:38 Uhr

    nicht mehr gerecht. Doch es sieht fast so aus, als wenn aus dem "Infelix" Magath , trotz vieler Millionen aus dem VW Konzern, bald sogar ein Rudi Ratlos werden könnte. Oder ist er es nichtvielleicht bereits schon ? Denn schon seit Wochen ist sein Bemühen in Wolfsburg eine passable Mannschaft zu formen ohne Erfolg beschieden und es sind auch keine Anzeichen erkennbar, dass sich das in Kürze ändern könnte.

    Vielleicht sollte er, statt nach Niederlagen immer wieder neue Strafmaßnahmen zu erfinden, um dann anschliessend noch auf seinen 30 -köpfigen Spielerstamm zurückzugreifen und die Mannschaft erneut umzukrempeln , einfach mal eine Stammformation festlegen und ihr Gelegenheit geben, sich einzuspielen. Schlechter kann das ja gar nicht mehr werden.

  3. @Voce: Noch viel wichtiger für Wolfsburg finde ich, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intern aufgearbeitet wird. Die sollten sich einen Mediator holen, um dieses Missverhältnis aufzuarbeiten. Hat Wolfsburg einen Psychologen? Die werden ihn brauchen. Erfreulich finde ich, dass Magath selbst erkannt hat, dass er andere Maßnahmen einführen muss. Warum geht die Mannschaft sonst zum Kegeln/ Bowling.

  4. Was für eine vernichtende Niederlage für die Mannen von Felix Magath! Ein 4:1 gegen Werder Bremen, was besonders dadurch so vernichtend wird, dass die Wolfsburger zu keiner Phase des Spiels auch nur annähernd ebenbürtig waren. Man könnte der Mannschaft fast schon Lustlosigkeit und Berufsverweigerung vorwerfen. Die Konsequenzen scheinen klar, der Kader wird mal wieder vollkommen umstrukturiert. Felix Magath ist schließlich bekannt für Massenverpflichtungen und hat diese auch bereits für die kommende Transferperiode angekündigt. Aber führt diese Transferpolitik tatsächlich zu Erfolg?

    Das krasse Gegenbeispiel ist wohl die Borussia aus M'Gladbach, die mit Favre einen Trainer verpflichtet hat, der auf dem Kader der vergangenen Saison setzt und lieber am Spielsystem herumbastelt. So konnte einem Team, das schon etwas länger zusammenspielt, die ganz individuelle Note Favres verliehen werden. Das Resultat bestaunen wir derzeit in der Bundesliga. In der letzten Spielzeit wäre Gladbach noch fast abgestiegen und heute mischen sie munter im oberen Tabellenbereich mit.

    Vielleicht sollte Magath grundsätzlich an seiner Philosophie etwas ändern. Erfolg benötigt nicht nur im Fußball Kontinuität.

    • Creo
    • 14. Dezember 2011 18:03 Uhr

    Lahm hat glaube ich mit "seinem" Buch, Magath echte Probleme bereitet. Ich habe es nicht gelesen aber hörte davon, dass Lahm die Trainigsmethode von Magath in ihrer Gänze entzaubert hat. Macht mit großem Kader viel Druck auf den Einzelnen, nur wer sich quält und das auch zeigt hat Chancen auf die erste 11. Persönliche Bindung/Verhältniss: Fehlanzeige! Funktioniert halt immer nur 2 Jahre bis keiner mehr will und/oder kann.. bzw. es einer verstanden hat!
    Jetzt wo der Lahm es rausposaunt hat funktioniert das gar nich mehr und ich wage zu behaupten Magath wußte das schnell nach dem Erscheinen des Buches.. Scheinbar hat er seine Methode schon modifizeirt und das wird er weiter machen bis zum sportlichen Erfolg oder Rauswurf.. dann noch am selben Tag wieder nach Schalke?!

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