Bundesliga, 16. SpieltagDer FC Bayern setzt sich ab
Seite 6/9:

Bremen – Wolfsburg

Werder Bremen – VfL Wolfsburg 4:1 (2:0)

Bremens Marko Arnautovic freut sich

Bremens Marko Arnautovic freut sich

Werder Bremen hat den VfL Wolfsburg noch tiefer in die Krise geschossen. Im Nord-Duell sorgten Treffer von Sokratis (18. Minute), Torjäger Claudio Pizarro (45.), Markus Rosenberg (55.) und Marco Arnautovic (71.) für die Wiedergutmachung nach der 1:4-Klatsche vor einer Woche in München. Wolfsburg kassierte indes die dritte Niederlage in Serie. Das Ehrentor von Marcel Schäfer (86.) war zu wenig für den  harmlosen deutschen Meister von 2009, der als Tabellen-14. immer tiefer in den Keller rutscht.

Trotz der Ausfälle von Marko Marin, Mehmet Ekici und Aaron Hunt machte Werder gegen die auswärtsschwächste Mannschaft der Bundesliga von Beginn an Druck und bestimmte das Spiel. Indes liefen die Bremer in der Anfangsviertelstunde zu oft ins Abseits. Gäste-Trainer Felix Magath hatte versucht, mit der Hereinnahme eines weiteren Innenverteidigers, dem erst 19 Jahre alten Bjarne Thoelke, die Defensive zu stärken. Dies gelang auch zunächst. Erst mit zunehmender Spieldauer fiel der VfL in sich zusammen.

Eine Standardsituation brachte Werder in die Erfolgsspur. Nach einem Freistoß konnte VfL-Keeper Diego Benaglio einen Pizarro-Kopfball noch parieren. Gegen den Nachschuss von Sokratis,
der sein erstes Bundesligator für Bremen schoss, war der Schweizer aber machtlos. Wegen seiner fünften Gelben Karte ist Sokratis allerdings im Hinrundenfinale in einer Woche auf Schalke gesperrt.

Bis auf wenige zaghafte Angriffe der Wolfsburger spielte fortan nur noch Werder. Das zwölfte Saisontor Pizarros kurz vor der Pause fiel unter aktiver Mithilfe der VfL-Abwehr. Nationalspieler Christian Träsch und Alexander Madlung zeigten dabei keine Gegenwehr. So konnte sich Pizarro nach einem Einwurf an der Grundlinie entlang durchtanken und zum 2:0 vollenden.

Zur Halbzeit versuchte Magath gegen seinem ehemaligen Verein noch einmal alles und setzte mit den Einwechslungen des 20 Jahre alten Sebastian Polter sowie des Kapitäns des VfL-Regionalligateams, Sebastian Schindzielorz, ein Zeichen. Vergeblich.

Zehn Minuten nach dem Wechsel erhöhte Rosenberg zum 3:0. Kurz darauf vergab Kapitän Clemens Fritz gar das 4:0. Dies besorgte 20 Minuten vor dem Ende der eingewechselte Arnautovic, der völlig frei vor dem leeren Tor acht Minuten vor dem Ende noch das 5:0 auf dem Fuß hatte. Zu dem Zeitpunkt hatte die VfL-Defensive die Arbeit längst eingestellt.

Werder Bremen: Wiese - Sokratis (60. Arnautovic), Wolf (71. Prödl), Naldo, Schmitz - Bargfrede - Fritz, Trinks, Ignjovski - Pizarro (73. Wagner), Rosenberg

VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Chris, Thoelke, Schäfer - Josué (46. Schindzielorz), Madlung - Salihamidzic (46. Polter), Orozco (77. Jönsson), Dejagah - Mandzukic

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 39 124

Tore: 1:0 Sokratis (18.), 2:0 Pizarro (45.), 3:0 Rosenberg (55.), 4:0 Arnautovic (71.), 4:1 Schäfer (86.)

Gelbe Karten: Sokratis (5) / Chris (3), Josué (4), Träsch (3)

Beste Spieler: Pizarro, Naldo, Fritz / Orozco

Leserkommentare
  1. Entfernt. Wir freuen uns über höflich formulierte Kritik. Danke. Die Redaktion/sc

    • keibe
    • 10.12.2011 um 23:43 Uhr

    aber in diesem Ambiente zählt letztendlich nur "Tor, Tor, Tor".

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Podolski, und ich prophezeie Ihnen ohne Missgunst auch ein hohes Einkommen in Ihrer Eigenschaft, sich in 10 Jahren als künftiger Trainer bei Mannschaften zu bewähren, deren Mitglieder dann auch nur einen Hauch Ihrer heutigen Rhetorik drauf haben.

  2. Entschuldigung, aber wer dieses Spiel gesehen hat (Werder-Wolfsburg) kommt zu der Auffassung, dass neben Pizarro eindeutig auch Rosenberg glänzte und verschiedene Treffer vorbereitete.

    • Voce
    • 11.12.2011 um 11:38 Uhr

    nicht mehr gerecht. Doch es sieht fast so aus, als wenn aus dem "Infelix" Magath , trotz vieler Millionen aus dem VW Konzern, bald sogar ein Rudi Ratlos werden könnte. Oder ist er es nichtvielleicht bereits schon ? Denn schon seit Wochen ist sein Bemühen in Wolfsburg eine passable Mannschaft zu formen ohne Erfolg beschieden und es sind auch keine Anzeichen erkennbar, dass sich das in Kürze ändern könnte.

    Vielleicht sollte er, statt nach Niederlagen immer wieder neue Strafmaßnahmen zu erfinden, um dann anschliessend noch auf seinen 30 -köpfigen Spielerstamm zurückzugreifen und die Mannschaft erneut umzukrempeln , einfach mal eine Stammformation festlegen und ihr Gelegenheit geben, sich einzuspielen. Schlechter kann das ja gar nicht mehr werden.

  3. @Voce: Noch viel wichtiger für Wolfsburg finde ich, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intern aufgearbeitet wird. Die sollten sich einen Mediator holen, um dieses Missverhältnis aufzuarbeiten. Hat Wolfsburg einen Psychologen? Die werden ihn brauchen. Erfreulich finde ich, dass Magath selbst erkannt hat, dass er andere Maßnahmen einführen muss. Warum geht die Mannschaft sonst zum Kegeln/ Bowling.

  4. Was für eine vernichtende Niederlage für die Mannen von Felix Magath! Ein 4:1 gegen Werder Bremen, was besonders dadurch so vernichtend wird, dass die Wolfsburger zu keiner Phase des Spiels auch nur annähernd ebenbürtig waren. Man könnte der Mannschaft fast schon Lustlosigkeit und Berufsverweigerung vorwerfen. Die Konsequenzen scheinen klar, der Kader wird mal wieder vollkommen umstrukturiert. Felix Magath ist schließlich bekannt für Massenverpflichtungen und hat diese auch bereits für die kommende Transferperiode angekündigt. Aber führt diese Transferpolitik tatsächlich zu Erfolg?

    Das krasse Gegenbeispiel ist wohl die Borussia aus M'Gladbach, die mit Favre einen Trainer verpflichtet hat, der auf dem Kader der vergangenen Saison setzt und lieber am Spielsystem herumbastelt. So konnte einem Team, das schon etwas länger zusammenspielt, die ganz individuelle Note Favres verliehen werden. Das Resultat bestaunen wir derzeit in der Bundesliga. In der letzten Spielzeit wäre Gladbach noch fast abgestiegen und heute mischen sie munter im oberen Tabellenbereich mit.

    Vielleicht sollte Magath grundsätzlich an seiner Philosophie etwas ändern. Erfolg benötigt nicht nur im Fußball Kontinuität.

    • Creo
    • 14.12.2011 um 18:03 Uhr

    Lahm hat glaube ich mit "seinem" Buch, Magath echte Probleme bereitet. Ich habe es nicht gelesen aber hörte davon, dass Lahm die Trainigsmethode von Magath in ihrer Gänze entzaubert hat. Macht mit großem Kader viel Druck auf den Einzelnen, nur wer sich quält und das auch zeigt hat Chancen auf die erste 11. Persönliche Bindung/Verhältniss: Fehlanzeige! Funktioniert halt immer nur 2 Jahre bis keiner mehr will und/oder kann.. bzw. es einer verstanden hat!
    Jetzt wo der Lahm es rausposaunt hat funktioniert das gar nich mehr und ich wage zu behaupten Magath wußte das schnell nach dem Erscheinen des Buches.. Scheinbar hat er seine Methode schon modifizeirt und das wird er weiter machen bis zum sportlichen Erfolg oder Rauswurf.. dann noch am selben Tag wieder nach Schalke?!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service