Taktisch klugWas bedeuten 4-4-2, 4-3-3 und 4-2-3-1?

Endlich eine Erklärung des Fußball-Zahlensalats: Im zweiten Teil unserer Video-Serie erklärt der Trainer Oliver Fritsch die Grundlagen des Spielsystems. von 

Der Bundestrainer Joachim Löw schwört auf das 4-2-3-1, Jürgen Klopp ebenso. Die Spanier spielen ein 4-3-3, in  England wird meist das 4-4-2  praktiziert. Was aber bedeuten diese Zahlenreihen? Und warum können sie über Sieg und Niederlage entscheiden?

Um diese und andere Fachfragen zu erklären, haben wir die Video-Serie Taktisch klug – Oliver Fritsch erklärt das ABC des Fußballs. Wie bewegt sich eine Viererkette? Welche Unterschiede gibt es zwischen Mann- und Raumdeckung? Und was ist modernes Verteidigen? Diese Fragen versuchen wir so zu beantworten, dass es verständlich ist.

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Taktisch klug richtet sich nicht in erster Linie an Fußballnerds und Taktikgurus, die wissen eh schon alles und das auch noch besser. In der Video-Serie wollen wir Grundwissen vermitteln. Wenn Sie eine Anregung haben oder von einer Frage gequält werden, die Sie schon immer stellen wollten, aber es nicht wagten, geben Sie uns bitte einen Hinweis. Oliver Fritsch hat übrigens die C-Lizenz und war bis vor Kurzem Trainer der SV Blankenese in der Landesliga Hammonia ( Hamburg ), das ist Sechste Liga.

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Leserkommentare
  1. Sehr aufschlussreich für einen Fußball-Laien wie mich.

    • wawerka
    • 12. Januar 2012 15:53 Uhr

    ..die Videoreihe ist wirklich schön, unterhaltsam und lehrreich.

    Aber eine Bitte: Sprechen Sie doch mal mit demjenigen, der Sie da aufnimmt, ob er nicht ein Ansteckmikro für Sie übrig hat. Es klingt akustisch nämlich immer so, als würde das Ganze in Ihrem Badezimmer aufgenommen ;-)

    (Sollte der leicht trashige Eindruck allerdings gewünscht sein, will ich natürlich nichts gesagt haben)

    Herzlichst

    Wawerka (Korinthenkacker)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • jokus1
    • 15. Januar 2012 15:08 Uhr

    ...also ich finde den Beitrag ausgezeichnet und das mit dem Ton sehr gut (von einem Hessen für Nichthessen).
    ;-) LG

  2. Ein kleiner Tipp für diejenigen, die sich an etwas ausgefeiltere Analysen wagen wollen sei folgende Seite empfohlen:

    http://spielverlagerung.de/

    Zum Thema:

    Es ist schon interessant zu sehen, wie schnell sich doch die Systeme ändern. Vom "state-of-the-art" zum Auslaufmodell ist es oft nur ein kurzer Weg. So wurde 442 z.B. über Jahre in den meisten Vereinen, und auch bei DFB im Jugendbereich durchweg gelehrt. Und jetzt, da die Kids in den Profibereich nachrücken, ist es schon überholt.
    Ich würde gerne die Meinung von Herrn Fritsch hören, warum es sich überlebt hat.
    Meine Vermutung:

    Es ist einfach zu statisch. Es erlaubt nicht die schnelle Verschiebung, die ein umschalten von Abwehr auf Angriff (u.u) erfordert. Außerdem schafft es das System nicht, Überzahl im Mittelfeld zu schaffen, um effektiv pressen und variantereich kombinieren zu können.

    Noch ne kleine Randnotiz zum Video: Es tut einfach weh, wenn man die Nummer 10 als Stürmer deklariert.

    • jokus1
    • 15. Januar 2012 15:08 Uhr

    ...also ich finde den Beitrag ausgezeichnet und das mit dem Ton sehr gut (von einem Hessen für Nichthessen).
    ;-) LG

    Antwort auf "Lieber Herr Fritsch..."
  3. "Der Bundestrainer Joachim Löw schwört auf das 4-2-3-1, Jürgen Klopp ebenso. Die Spanier spielen ein 4-3-3, in England wird meist das 4-4-2 praktiziert. Was aber bedeuten diese Zahlenreihen? Und warum können sie über Sieg und Niederlage entscheiden?"

    Tja, die Quersumme der aneinandergereihten Ziffern beträgt immer 10. Und das trifft gleichzeitig den Kern des Themas. Genau das scheint bisher nicht aufgefallen zu sein oder gestört zu haben. Dabei liegt es doch auf der Hand.

    Was aber bedeuten diese Zahlenreihen? Die Frage ist mehr als berechtigt. Denn sie befaßt sich mit einer unausgesprochenen Problematik. Und das besteht in einer dem Laien vielleicht unverständlich erscheinenden Ignoranz. Den Kundigen hingegen scheint es offenbar gar nicht als
    Problem zu gelten:

    Der Torwart wird gar nicht in die Aufstellung miteinbezogen. Es ist so, als habe er gar keine Bedeutung in dem Spiel. Ja er existiert scheinbar gar nicht. Dabei entscheiden gerade auch Torhüter immer wieder Spiele.

    Jeder kundige Zuschauer weiß das. Warum versuchen offenbar die Theorie-Strategen fortwährend und seit Anbeginn, den Eindruck zu erwecken, daß eine Fußballmannschaft aus
    lediglich 10 Personen bestünde, während dann tatsächlich nachher aber 11 bzw. 22 auf dem Platz auflaufen?

  4. Ist das lediglich Ausdruck einer stillschweigenden und einvernehmlichen Bequemlichkeit und Fahrlässigkeit. Oder vielleicht doch eher mehr oder minder unbewußtes und unterschwelliges Verhalten der Abschätzigkeit gegenüber derjenigen Person, die beauftragt ist, das Tor "sauber" zu
    halten?

    Aber bitte, wenn der Torwart in der Theorie schon ausgegrenzt wird, wie würde sich das denn wohl in der Praxis bemerkbar machen? Dann sollen sie doch mal die Mannschaften mit jeweils 10 Spielern auflaufen lassen. Dann
    werden sie's schon merken, daß die Sache nicht so läuft wie üblich. Einige mögen vermutlich eine gewisse Zeit grübeln müssen, bis ihnen bewußt wird, woran das wohl liegen könnte. Bis ihnen dämmert, daß es um diese Person da
    gehen könnte, die nur irgendwie virtuell in den Strategie-Szenarien vorhanden ist, der aber keine Ziffer in den Überlegungen zuordbar scheint.

    Wäre es denn wirklich solch ein Problem, der Ziffernfolge eine weitere 1 hinzuzufügen? Es möge nun bitte niemand einwenden, daß es bisher an Beschwerden entsprechender Art mangele und man ansonsten mit dieser Regelung immer gut gefahren sei, es daher auch keiner Änderung bedürfe.
    Etwa nach dem Motto: Das haben wir schon immer so gemacht, das haben wir noch nie so gemacht, und überhaupt - da könnte ja jeder kommen ...

  5. Was aber geschähe wohl, wenn jemand mit einer virtuellen Identität versuchte, eine jahrzehntelang eingeübte und gängige Praxis als im Grunde genommen falsch oder gar kontraproduktiv darzustellen. In einer solchen Situation mag es eher eine Tendenz zum Schweigen und "weiter so wie
    bisher" geben, auch wenn der Intellekt womöglich etwas anderes gebietet.

    Unter solchen Umständen kann ein Anstoß von außen hilfreich sein. Deshalb: Heraus aus der Virtualität und hinein in die Realität. Die Torleute haben es verdient. Für die zusätzliche 1, und ein Plädoyer für die Quersumme 11.

    • jwtk
    • 05. April 2012 12:54 Uhr

    Die Idee, die Grundlagen der Fußball-Taktik zu erklären, finde ich gut! Schade, dass sich dies in einer knappen Beschreibung der Einzelfunktionen erschöpft. Und die "neueren" Aufstellungen (4-3-3, 4-3-2-1) werden leider nicht weiter erklärt.
    Ich bin sowieso der Meinung: Die Viererkette hat den Fußball gedanklich revolutioniert - alles, was an Differenzierungen in der Folge vorgenommen wurde, ist eher kosmetischer Natur. Angesichts der Bedeutung der individuellen Fähigkeiten der Spieler einer Mannschaft und der vielen anderen Faktoren (etwa Trainingsarbeit) wird niemand ein Spiel gewinnen, nur weil er statt auf 4-4-2 auf 4-3-3 gesetzt hat.
    Dazu kommt: Anders als beim Tischkicker ist eine Mannschaft mit 11 Kickern ein dynamisches Gebilde. D.h.: Je nach Interpretation der Spielposition sind ein 4-4-2 und ein 4-2-3-1 nahezu identisch...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Joachim Löw | Jürgen Klopp | Bundestrainer | Trainer | England | Hamburg
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