FußballBeckham-Wechsel nach Paris geplatzt

Fußballer David Beckham wechselt doch nicht zum Fußballclub Paris Saint-Germain. Dabei hätte er das höchste Gehalt in der ersten Liga bekommen. von dpa

David Beckham bleibt bei Galaxy in Los Angeles.

David Beckham bleibt bei Galaxy in Los Angeles.  |  © William West/AFP/Getty Images

Der vor wenigen Tagen noch sicher geglaubte Wechsel des englischen Fußball-Superstars David Beckham von Los Angeles Galaxy zum FC Paris Saint-Germain (PSG) ist geplatzt. "Ja, es ist zu Ende: Er (Beckham) kommt nicht zu PSG", sagte Sportdirektor Leonardo am Dienstag am Rande des Trainingslagers des französischen Traditionsclubs in Doha , Katar . Der 36-jährige Beckham habe Paris "aus familiären Gründen" abgesagt, erklärte der Brasilianer.

Leonardo dementierte Medienspekulationen, wonach die Verpflichtung des neuen Trainers, des Italieners Carlo Ancelotti , Beckham vom Wechsel nach Paris abgehalten habe. "Das ist schade. David hatte Lust, nach Paris zu kommen. Aber das Wohl seiner Familie in Los Angeles, der Wunsch, nicht plötzlich alles zu ändern, hat den Ausschlag gegeben." Ancelotti habe mit der Entscheidung nichts zu tun gehabt.

Nach Angaben französischer und britischer Medien will Beckham schon in den nächsten Tagen seinen am 31. Dezember ausgelaufenen Vertrag mit US-Meister LA Galaxy um ein weiteres Jahr verlängern. "Die Beckhams lieben ihr Leben in Los Angeles", hatte ein enger Vertrauter der Sportzeitung L'Équipe gesagt. Beckham und seine Ehefrau, Ex-Spice-Girl Victoria, haben vier Kinder. "Die Familie steht für David im Vordergrund", sagte der Vertraute.

Ärger ums Gehalt

Nachdem PSG im Juni von einer Investorengruppe aus dem reichen Öl- und Wüstenstaat (Qatar Sports Investment/QSI) übernommen worden war, sollte Beckham an der Seine beim französischen Herbstmeister mit 800.000 Euro im Monat das höchste jemals in der Ligue 1 bezahlte Salär beziehen. Bei einer Onlineumfrage der Zeitung Le Figaro meinten mehr als 80 Prozent der Leser, sie seien angesichts des möglichen Beckham-Gehaltes "schockiert". Auch in der Politik hatte es viel Kritik gegeben.

Französische Medien hatten jüngst spekuliert, nicht nur die Kritik, sondern vor allem die Entlassung von Coach Antoine Kombouaré und die Verpflichtung von Ancelotti kurz vor Silvester hätten bei Beckham Zweifel geweckt. Mit Ancelotti als Coach, so hieß es, würden mehr Stars zu PSG kommen und der frühere englische Nationalkapitän deshalb weniger Spielzeit bekommen. Beckhams Traum sei es aber, das britische Gastgeberteam bei den Olympischen Spielen in London anzuführen, wofür er sich mit Einsätzen in Paris empfehlen wollte.

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Leserkommentare
    • Mkdrs
    • 01. Februar 2013 17:14 Uhr

    ...ja jetzt doch noch geklappt. ;)

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  • Quelle ZEIT ONLINE dpa
  • Schlagworte David Beckham | Carlo Ancelotti | Medien | Entlassung | Figaro | Gehalt
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