EM-SiegDänemark ist Handball-Europameister

Serbiens Handballer haben gegen ein stark aufspielendes dänisches Team das Finale bei ihrer Heim-EM verloren. Auf den dritten Platz schafften es die Kroaten. von dpa

Dänemark ist Handball-Europameister

Dänemarks Rasmus Lauge Schmidt feiert den Titelgewinn seines Teams beim Finale der Europameisterschaft in Belgrad, Serbien.  |  © Attila Kisbenedek/AFP/Getty Images

Serbien – Dänemark 19:21 (7:9)

Dänemarks Handballer haben Serbien den großen Erfolg von drei Final-Siegen an einem Tag versagt und fahren als Europameister zu den Olympischen Spielen nach London . Der WM-Zweite gewann vor 20.000 Zuschauern in Belgrad das Endspiel gegen den Gastgeber mit 21:19. Für die Dänen war es als Nachfolger von Frankreich der zweite EM-Titel nach 2008.

Doch auch Serbiens Sportfans hatten Grund zum Feiern: EM-Silber war der größte Erfolg der Handballer seit dem WM-Titel für Jugoslawien 1986. Zuvor hatten heute bereits Tennis-Spieler Novak Djokovic bei den Australian Open und die Wasserballer bei der EM in Eindhoven ihre Endspiele gewonnen.

Kroatien hatte sich die Bronzemedaille durch einen ungefährdeten 31:27 (13:12)-Erfolg im kleinen Finale gegen Spanien geholt. Das Bundesliga-Trio Blazenko Lackovic (Hamburg/8), Ivan Cupic (Rhein-Neckar Löwen/7/3) und Igor Vori (5) warfen die meisten Tore für die Kroaten. Für den WM-Dritten Spanien traf Daniel Sarmiento (7) am besten. Die deutsche Mannschaft hatte die EM als Siebter beendet .

Im Endspiel dann ging es für die serbischen Handballer nicht nur um Gold und Ehre, sondern auch um die Altersversorgung. Schon durch den Einzug ins Finale hatten sich das Team um Kapitän Momir Ilic eine Rente verdient, die sie mit einem Erfolg gegen Dänemark aufstocken wollten. "Jetzt ist nur noch die Frage, wie hoch sie wird. Wenn es Gold wird, ist es mehr", berichtete der Rückraumspieler vom deutschen Rekordmeister THW Kiel. Wenn die Spieler 40 Jahre alt sind, wird die Pension ausgezahlt.

Von Anpfiff an aber waren es die Dänen, die das Finale dominierten und beim 8:5 (23.) erstmals mit drei Toren vorn lagen. Dabei konnten sich die Serben bei ihrem Weltklasse-Torhüter Darko Stanic bedanken, dass der Rückstand zur Pause nur 7:9 betrug. Mit großer Moral stemmten sich die Gastgeber auch nach dem 12:16 (47.) gegen die drohende Niederlage. Am Ende jedoch erfolglos.   


Serbien: Marjanac, Stanic - Sesum, Vujin 2/1, Nikcevic 2, Manojlovic 1, Toskic 2, Ilic 2/1, Markovic, Prodanovic 4, Stojkovic 2, Beljanski 1, Vuckovic 3, Cutura, Stankovic, Nenadic

Dänemark: Landin, Cleverly - Mogensen, Mads Christiansen, Lauge 2, Lars Christiansen, Markussen 2, Eggert 3/1, Spellerberg 1, Svan Hansen, Lindberg 2, Rene Toft Hansen 1, Søndergaard 1, Henrik Toft Hansen, Mikkel Hansen 9, Nielsen

Schiedsrichter: Abrahamsen/Kristiansen ( Norwegen )

Zuschauer: 20.000

Strafminuten: 8 / 6

Disqualifikation: Manojlovic (3. Zeitstrafe)

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Leserkommentare
    • kinnas
    • 31. Januar 2012 14:41 Uhr

    haben sich ins Turnier geworfen. Wurden immer stärken, vor allem ihr Konter-Handball ist sonst unerreicht.

    Im Finale vielen sehr wenige Tore und überraschenderweise gewann Dänemark das Spiel in der Verteidigung.

    Ilic war schwach, das habe ich nicht erwartet, Hansen dafür ganz klar Mann des Spiels!!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Dänemark | Rhein-Neckar | Serbien | Jugoslawien | Kroatien | Norwegen
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