Mit der Lizenz zum Shoppen: Felix Magath © AFP/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Mönchengladbach – Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr)
TSG Hoffenheim – Hannover 96
FC Schalke 04 – VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg – 1. FC Köln
SC Freiburg – FC Augsburg
1. FC Nürnberg – Hertha BSC Berlin (alle Samstag, 15.30)
1. FC Kaiserslautern – Werder Bremen (Samstag, 18.30)
Hamburger SV – Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30)
Bayer Leverkusen – FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Gladbach gegen Bayern. Die Stimmung bei den Borussen schwankt. Nach einer starken Hinrunde, die im August mit einem sensationellen Sieg in München begann, rufen die Fanfaren des Ruhms nach weiteren Großtaten der Favre-Elf. Doch sie werden von Verlustängsten übertönt. Wichtige Spieler verlassen den Verein. Zum einen das Talent Roman Neustädter (Schalke), zum andern und nicht zuletzt Marco Reus. Dessen Wechsel nach Dortmund schmerzt nämlich nicht nur die Verlassenen, die Gladbacher, sondern mehr noch ihre Gegner, die Bayern, die Verschmähten. Deren Werben ignorierte Reus. Der Jungnationalspieler setzte damit zwei Naturgesetze außer Kraft. Erstens: Dass Fußballer nur nach den Penunzen entscheiden. Zweitens: Dass die Bayern alles kriegen, was sie wollen. Die Nachricht erreichte Uli Hoeneß zum 60. Geburtstag . Reus gratulierte etwas unfein. Verfolgen Sie den Auftakt der Rückrunde ab 20.30 Uhr im ZEIT-ONLINE-Live-Blog.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Freiburg gegen Augsburg . Bis vor kurzem galt für den SC Freiburg das manufactumeske Leitbild: Es gibt sie noch, die guten Vereine. Nun hat der Lieblingsverein des Nationalschriftstellers Günter Grass seine Ideale verraten, hat erstmals in seiner Bundesligageschichte einen Trainer entlassen. Marcus Sorg wurde gestrichen und durch Christian Streich ersetzt. Auch von Spielern trennte man sich. Etwa vom Kapitän Heiko Butscher, der Integrationsfigur. Er ist nicht mehr gut genug. Von einem anderen, weil er im Hotel Shampoo geklaut haben soll . Immerhin führt der Tabellenletzte die ZEIT-ONLINE-Effizienzwertung an. Durch den Verkauf des Knipsers Papiss Demba Cissé nach Newcastle könnten Freiburger Tore jetzt sogar noch billiger werden. Insofern noch welche fallen.

Wer steht im Blickpunkt?

Felix Magath gibt den Lappen ab, für einen Monat, das hat ein Gericht entschieden . Ausgerechnet der Trainer des FC Volkswagen ist nun auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die Lizenz zum Shoppen hat man ihm gelassen. Acht neue Spieler hat Magath in der Winterpause gekauft, für knapp dreißig Millionen Euro – und das Transferfenster ist noch immer sperrangelweit offen. Noch vertraut ihm die Vereinsführung, doch wenn sich der Erfolg in Wolfsburg nicht irgendwann einstellt, ist nicht auszuschließen, dass die VW-Bosse Martin Winterkorn und Francisco Javier Garcia Sanz Magath zum Idiotentest schicken, um seinen Kaufrausch in den Griff zu bekommen. Den Führerschein hat er übrigens verloren, weil er nicht genug Abstand hielt. Das wenigstens kann man ihm tabellarisch nicht nachsagen.