American FootballNew York Giants gewinnen Super Bowl

Mit einem "Touchdown" in letzter Minute gelang den New York Giants der Sieg im Meisterschafts-Finale. Verlierer waren die Patriots mit dem Deutschen Sebastian Vollmer. von dpa

Beim Super Bowl hat Sebastian Vollmer mit seiner Mannschaft New England Patriots in letzter Minute verloren. Damit verpasste es der 27-Jährige, als erster Deutscher die US-Meisterschaft der National Football-League (NFL) zu gewinnen. Im packenden Finale von Indianapolis unterlagen die Patriots am Sonntagabend den New York Giants mit 17:21.

"Das größte Gefühl im Profisport ist der Sieg im Super Bowl", sagte Giants-Trainer Tom Coughlin. Der 65-Jährige ist nun der älteste Coach, der den NFL-Titel gewonnen hat.

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New England hatte bereits 2008 das Endspiel gegen die Giants mit 14:17 verloren. Vollmer ist erst der zweite deutsche Super-Bowl-Teilnehmer: 1983 und 1985 spielte der Berliner Uwe von Schamann mit den Miami Dolphins im Football-Endspiel, beide Male musste er sich geschlagen geben.

"Man fühlt sich nicht gut, wenn man dieses Spiel verliert", bekannte Patriots-Trainer Bill Belichick. "Ich kann keinem meiner Spieler etwas vorwerfen. Sie haben alles gegeben." 

Touchdownin letzter Minute

Nach einem schwachen Start und 0:9-Rückstand drehte New England das ausgeglichene Spiel bis zur 34. Minute in eine 17:9-Führung. New York kam jedoch durch zwei verwandelte Field Goals auf 15:17 heran. Eine Minute vor Schluss gelang Runningback Ahmad Bradshaw der siegbringende Touchdown . Giants-Spielmacher Eli Manning wurde zum besten Akteur der Partie gewählt. "Das fühlt sich einfach großartig an", sagte Manning.

Seine Teamkameraden tanzten nach Spielende im Konfettiregen und bejubelten den schwer erkämpften Triumph. Erst mit zwei Siegen zum Ende der regulären Saison hatten sich die Giants für die Playoffs qualifiziert. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg kündigte umgehend eine große Siegesparade für Dienstag an.

"Wir haben bis zum Schluss gekämpft"

Patriots-Spielmacher Tom Brady dagegen ging wie schon vor vier Jahren leer aus. Der Star- Quarterback hätte zum vierten Mal den Super Bowl gewinnen können und damit zu den Rekordhaltern Joe Montana und Terry Bradshaw aufgeschlossen. "Jeder in der Kabine wünscht sich, dass er etwas mehr hätte tun können, dann wäre es vielleicht anders ausgegangen", sagte Brady.

Seine Frau, das Supermodel Gisele Bündchen , hatte zuvor alle Freunde per E-Mail aufgefordert, für ihren Mann zu beten – vergebens. "Es war ein sehr enges Spiel, wir haben bis zum Schluss gekämpft. Darauf bin ich stolz", sagte Brady.

In der Halbzeitpause hatte Popstar Madonna den 68.000 Fans eine opulente Show geboten. Zuvor war erwartet worden, dass bis zu 173 Millionen Amerikaner beim TV-Ereignis des Jahres einschalten würden. Wie in jedem Jahr hatten zahlreiche Groß-Unternehmen Millionen für Werbespots investiert.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke. Die Redaktion/ag

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    Da du ihn offenbar bemerkt hast und dich sogar genötigt fühlst, uns darüber zu berichten, so muss man doch annehmen, dass er dich doch irgendwie interessiert hat.

  2. da ich vielleicht wegen des Vollmonds nicht schlafen konnte. Mal sehen, was da so dran ist.
    Das sollte man sich bei SAT1 nicht antun, hab dann auch nach einer Viertelstunde ausgemacht.
    Jede Spielunterbrechung war mit langweiliger Internetexplorer und SAT1 Eigenwerbung zugepflastert, so dass man dann gar nicht mehr wusste, was passiert war. Die Sachverständigen hatten kaum Zeit etwas zu erklären oder die Aufstellung zu besprechen.
    Hat sich erledigt, werde ich mir auf diesem Sender garantiert nicht mehr anschauen.
    Wie kann man auf die Idee kommen, dass jemand bis tief in die Nacht aufbleibt, um sich ein durch Schrottwebung zerstückeltes amerikanisches Sportereignis auzuschauen. Da schalten nur Hardcorefans nicht ab und davon gibt es in Deutschland meinses Wissens nicht so viele.

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    da finden sich aber dank Netz und guter Übertragungsraten andere Wege, wenn man tatsächlich ein Fan ist und live dabei sein möchte, als sich dauererklärende und mäßig begeisterte, deutsche Kommentare anzutun.

    ...gestern war die mieseste Sportübertragung an die ich mich erinnern kann. Abgesehen von dem Anti-Kommentator Frank Buschmann, dessen knowledge scheinbar bei den Regelkenntnissen aufhört, war die Verseuchung durch Werbung in jeder (!!!) noch so kurzen Unterbrechung absolut zerstörerisch für jeden Genuss des Spiels.
    Buschmann wird wohl mit seinen 50 "Bis gleich" einen neuen Kommentatorenrekord aufgestellt haben.
    Jan Stecker tat mir richtig leid, denn er wollte einfach nur den geilen Super Bowl moderieren, bekam aber keinen Redefluss.
    Sorry Sat.1. Das war gestern eine mega Enttäuschung.

  3. da finden sich aber dank Netz und guter Übertragungsraten andere Wege, wenn man tatsächlich ein Fan ist und live dabei sein möchte, als sich dauererklärende und mäßig begeisterte, deutsche Kommentare anzutun.

  4. 4. Das...

    ...gestern war die mieseste Sportübertragung an die ich mich erinnern kann. Abgesehen von dem Anti-Kommentator Frank Buschmann, dessen knowledge scheinbar bei den Regelkenntnissen aufhört, war die Verseuchung durch Werbung in jeder (!!!) noch so kurzen Unterbrechung absolut zerstörerisch für jeden Genuss des Spiels.
    Buschmann wird wohl mit seinen 50 "Bis gleich" einen neuen Kommentatorenrekord aufgestellt haben.
    Jan Stecker tat mir richtig leid, denn er wollte einfach nur den geilen Super Bowl moderieren, bekam aber keinen Redefluss.
    Sorry Sat.1. Das war gestern eine mega Enttäuschung.

  5. Da du ihn offenbar bemerkt hast und dich sogar genötigt fühlst, uns darüber zu berichten, so muss man doch annehmen, dass er dich doch irgendwie interessiert hat.

    Antwort auf "[...]"
  6. gabs das alles auf Sport1+ zu sehen. Ein packendes Spiel bis zum Ende.
    Nur Madonna und Lenny Kravitz waren zum Gähnen. Die vielgerühmte Halbzeitshow hat mich dieses Jahr dann doch mal dazu gebracht umzuschalten.. :P

    • Buxbaum
    • 06. Februar 2012 12:16 Uhr

    Für einen Halblaien wie mich war das schon in Ordnung. Buschmann ging nicht zu sehr ins Detail, was auf Sat1 auch gar keinen Sinn macht, da die meisten Hardcore-Fans sowieso amerikanische Streams schauen. Die ständigen Unterbrechungen waren aber mehr als nervend und gaben den Kommentatoren keine Zeit das Geschehen ausreichend zu diskutieren.

  7. Sat 1 hatte die Möglichkeit den American Football den Deutschen näher zu bringen. Ich bin mit der Spielart und dem Grundprinzip zwar vertraut, aber ich habe bei vielen Situationen mich oft gefragt was gerade passiert ist und mir Erklärung gewünscht. Wie bereits gesagt, die Hardcore Fans schauen das nicht auf Sat 1 und ich denke die Mehrheit der Sat 1 Zuschauer von heute Nacht schaut nur einmal Football im Jahr.

    Daher hätte ich mir mehr Erklärung und Analyse gewünscht und hielt sie für notwendig.

    Aber die Werbung war extrem nervig. Nicht nur, dass diese furchtbaren Sat 1 Werbejingles locker 20 % der Zeit eingenommen haben (wirtschaftlich net so schlau!), die Atmosphäre wurde auch gekillt und den Kommentatoren die notwendige Zeit zum Erklären genommen.

    Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen einmal Gedanken drüber machen, ob man nicht auf ein paar Werbeeinnahmen verzichten und durch das näher bringen des Sports langfristig mehr Zuschauer zu binden.

    Zum Spiel: Verdienter Sieg für NY!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Sebastian Vollmer | Tom Brady | England | Football | Gisele Bündchen | Michael Bloomberg
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