Bundesliga-RückschauRibéry macht jeden Gangsta-Rapper neidisch

Der Franzose gewinnt das Spitzenspiel fast allein, Otto Rehhagel leidet und Borussia Dortmund ist alles piepegal. Das Wichtigste vom 23. Spieltag

Franck Ribéry jubelt mit seinen Kumpels.

Franck Ribéry jubelt mit seinen Kumpels.

Wer  spielte wie gegen wen?

FC Bayern München – Schalke 04 2:0
Borussia Dortmund – Hannover 96 3:1
FC Augsburg – Hertha BSC 3:0
Werder Bremen – 1. FC Nürnberg 0:1
1. FC Köln – Bayer Leverkusen 0:2
VfL Wolfsburg – 1899 Hoffenheim 1:2
VfB Stuttgart – SC Freiburg 4:1
FSV Mainz 05 – 1. FC Kaiserslautern 4:0
Borussia Mönchengladbach – Hamburger SV 1:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayerns Vorstandsboss Karlheinz Rummenigge hatte sich seine Münchner nach der Champions-League-Niederlage in Basel "böser" gewünscht. Gegen Schalke spielten die Bayern vor allem: besser. Beweglich, schwungvoll im Angriff und auch – das wird Rummenigge freuen – aggressiv besiegten sie die Gelsenkirchener mit 2:0. Vor allem der zweifache Torschütze Franck Ribéry wollte sich dem Wunsch seines Bosses nicht verwehren. Nach seinem ersten Tor rannte der vielleicht beste Flügelspieler der Welt los, fletschte die Zähne und schnitt grimmige Grimassen, die den fiesesten Gangsta-Rapper neidisch machen. In diesem Jubellauf ließ Ribéry all die Wut raus, die sich in den vergangenen Tagen, ja Wochen, angestaut hatte. Zugleich aber bewies er gute Kinderstube. Bevor er sich von seinen Kumpels auf der Tribüne herzen ließ, vergaß er nicht, seinen Coach Jupp Heynckes abzuklatschen, dem er in Basel das Shakehands verweigert hatte. Vor dem Spiel hatten der Trainer und sein Star laut Heynckes ein "sehr gutes Gespräch gehabt". Das habe den Franzosen "befruchtet". Na dann.

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Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Vor einer Woche hatten die Bremer das Nordderby in Hamburg gewonnen und dabei eine ansehnliche Leistung geboten. Die Fortsetzung gegen Nürnberg blieb jedoch aus. Werder fehlte gegen die gut verteidigenden Franken die Frische und vor allem Ideen. Kamen die Bremer doch mal vor das Tor, wurde hektisch abgeschlossen. Die Elf von Dieter Hecking stellte sich geschickter an. Sie erzielte mit einer ihrer wenigen Chancen das Tor, das zum Sieg reichen sollte.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Spiel jedes Spieltages live. Der ZEIT-ONLINE-Redakteur Christian Spiller hat für uns das Spiel FC Bayern München gegen Schalke 04 am Tresen einer Berliner Kneipe im TV verfolgt. Hier fünf seiner Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonline Zwei Minuten rum, 0:0, Heynckes immer noch Bayern-Trainer.
zeitonline Ein Robben geht nicht zum Ball, Herr Reif. Seit wann kommt der Stock zum Hund?
zeitonline Ribéry heute in prächtiger Spiel-, Tanz- und Handschlaglaune.
zeitonline Mario Gomez ist und bleibt das größte Fußball-Rätsel unserer Zeit.
zeitonline Trotzdem wirkt Jupp Heynckes so, als würde er lieber seinen Rotwein auf Teneriffa trinken als das Triple mit den Bayern holen zu müssen.

Leserkommentare
    • SteB
    • 27.02.2012 um 11:14 Uhr

    Sie haben 1:1 unentschieden gegen den HSV gespielt.

  1. Redaktion
    2. Danke

    Lieber SteB,

    oje, natürlich. Wir haben korrigiert. Danke fürs Aufpassen!

    Grüße aus der Redaktion
    Christian Spiller

    • KG
    • 27.02.2012 um 12:52 Uhr

    wie schnell man sich auf die Position von Gladbach eingestellt hat. Letzte Saison war man froh über jedes Spiel, in dem man dem Gegner nicht die 3 Punkte überließ. Jetzt wird ein Unentschieden gegen den HSV auf der Emotionsebene schon als Niederlage wahrgenommen - so erkläre zumindest ich mir diesen kleinen Fehler ;-)

    Eine Leserempfehlung
    • ofos
    • 27.02.2012 um 13:46 Uhr

    Es ist schon erstaunlich, wie schnell den Bayern eine Krise angedichtet wird, und wie schnell sie wieder vorbei ist. Ein Sieg macht jedenfalls noch keine Konstanz. Und die ist bitter nötig, wenn man Dortmund doch noch einholen will. Da reicht es jedenfalls nicht, wenn Ribéry mal einen guten Tag hat. Wenn sie im Pokalhalbfinale gegen Mönchengladbach rausfliegen, wird das wieder offensichtlich werden. Und die Prognose, daß sie rausfliegen, wag ich einfach mal. Schalke zu schlagen, ist keine Kunst. Die Mannschaft wird völlig überschätzt und ist ebenso wie die Bayern von der Tagesform einiger Einzelspieler abhängig. Aber gegen Mannschaften mit einer schnellen und aggressiven Spielweise wie die beiden Borussias hat sich Bayern schon in der letzten Saison schwer getan, und in dieser ist es nicht anders. Die beiden werden jedenfalls Meistertitel und Pokalsieg unter sich ausmachen.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...mit Dortmund, Gladbach und (dem qualitativ nur etwas schlechter besetzten Hannover) spielen bereits drei Mannschaften in der Bundesliga auf hohem Niveau den Fußball des 21. Jahrhunderts. Gegen alle drei Mannschaften gehen die Bayern mittlerweile mit schöner Regelmäßigkeit unter.
    Und daran wird sich auch nichts ändern, so lange Bayern auf Clowns wie Arjen Robben setzt, ein Relikt der holländischen Hochzeit, der immer noch denkt, er könne jedes Spiel allein entscheiden. Wirklich lustig ist eigentlich nur, dass die in München immer noch den denken, sie hätten auch nur den Hauch einer Chance ins Champions League-Finale zu kommen.

    Bin übrigens ein Freund des HSV und hoffe, dass mit Fink dieser Fußball eines Tages auch im Norden ankommen wird...

    ...mit Dortmund, Gladbach und (dem qualitativ nur etwas schlechter besetzten Hannover) spielen bereits drei Mannschaften in der Bundesliga auf hohem Niveau den Fußball des 21. Jahrhunderts. Gegen alle drei Mannschaften gehen die Bayern mittlerweile mit schöner Regelmäßigkeit unter.
    Und daran wird sich auch nichts ändern, so lange Bayern auf Clowns wie Arjen Robben setzt, ein Relikt der holländischen Hochzeit, der immer noch denkt, er könne jedes Spiel allein entscheiden. Wirklich lustig ist eigentlich nur, dass die in München immer noch den denken, sie hätten auch nur den Hauch einer Chance ins Champions League-Finale zu kommen.

    Bin übrigens ein Freund des HSV und hoffe, dass mit Fink dieser Fußball eines Tages auch im Norden ankommen wird...

  2. ...mit Dortmund, Gladbach und (dem qualitativ nur etwas schlechter besetzten Hannover) spielen bereits drei Mannschaften in der Bundesliga auf hohem Niveau den Fußball des 21. Jahrhunderts. Gegen alle drei Mannschaften gehen die Bayern mittlerweile mit schöner Regelmäßigkeit unter.
    Und daran wird sich auch nichts ändern, so lange Bayern auf Clowns wie Arjen Robben setzt, ein Relikt der holländischen Hochzeit, der immer noch denkt, er könne jedes Spiel allein entscheiden. Wirklich lustig ist eigentlich nur, dass die in München immer noch den denken, sie hätten auch nur den Hauch einer Chance ins Champions League-Finale zu kommen.

    Bin übrigens ein Freund des HSV und hoffe, dass mit Fink dieser Fußball eines Tages auch im Norden ankommen wird...

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