Europa League : Dreifachtorschütze Huntelaar bringt Schalke ins Achtelfinale

Schalke 04 muss beim Zittersieg gegen Pilsen in die Verlängerung. Hannover gewinnt souverän in Brügge. Die Spielberichte
Schalke-Torschütze Klaas-Jan Huntelaar © Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

FC Schalke 04 – Viktoria Pilsen 3:1 (1:1,1:0)

Klaas Jan Huntelaar hat mit seinen Treffern in der Verlängerung den FC Schalke 04 vor einer Blamage in der Europa League bewahrt: Der Club erreichte mit einem wackeligen Sieg über Viktoria Pilsen das Achtelfinale im Europacup. Eine Woche nach dem 1:1 bei den Tschechen gewannen die Gelsenkirchener am Donnerstag erst nach Verlängerung. Huntelaar traf in der 106. und 120. Minute und hat nun 13 Europacup-Treffer für Schalke erzielt. Der Niederländer hatte schon nach acht Minuten den Führungstreffer geschossen. 

Trainer Huub Stevens hatte seine Mannschaft fast in der gleichen Aufstellung wie beim Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg hatte Stevens auf den Platz geschickt. Lediglich der am vergangenen Samstag durch Gelb gesperrte Kapitän Benedikt Höwedes war für Atsuto Uchida dabei, Timo Hildebrand stand für den verletzten Lars Unnerstall im Tor. Glänzen konnten die Schalker diesmal aber nicht.

Im Gegenteil: Die Tschechen, bei denen der gesperrte Kapitän und Spielmacher Pavel Horvath fehlte, kamen besser ins Spiel. Schalke agierte nach der Pause zwar druckvoller, doch letztendlich ohne zwingende Chancen. Nach dem Spanier Raul (70.) vergab auch Huntelaar eine gute Möglichkeit kurz vor Schluss der regulären Spielzeit – es wäre die Entscheidung gewesen.

Pilsen nur noch mit zehn Spielern

Obwohl der tschechische Meister Pilsen wegen einer Roten Karte gegen Stürmer Marek Bakos nach einer Stunde mit zehn Mann spielen musste, traf Verteidiger Frantisek Rajtoral in der 88. Minute noch den Ausgleich. Das Spiel ging in die Verlängerung. Nun übernahm Schalke wieder das Kommando, schaffte trotz guter Chancen zunächst aber kein Tor – bis Huntelaar gleich zweimal traf.

Schalke tritt nun im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale am 8. März bei Twente Enschede an. Jefferson Farfan wird dann fehlen. Das Rückspiel findet eine Woche später statt.

FC Schalke 04: Hildebrand - Höwedes, Papadopoulos, Metzelder, Fuchs - Matip, Höger - Farfán (73. Obasi), Raúl (120. Marica), Draxler (80. Baumjohann) - Huntelaar

Viktoria Pilsen: Marek Cech - Rajtoral, Cisovsky, Sevinsky, Limbersky - Prochazka, Darida - Petrzela (65. Duris), Kolar (80. Hora), Pilar (98. Berger) - Bakos

Schiedsrichter: Kelly (Irland)

Zuschauer: 54.142 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Huntelaar (8.), 1:1 Rajtoral (88.), 2:1 Huntelaar (106.), 3:1 Huntelaar (120.+1)

Gelbe Karten: Farfán, Höger, Matip / Berger, Limbersky, Pilar, Rajtoral, Sevinsky

Rote Karten: - / Bakos (60./Tätlichkeit)

Beste Spieler: Huntelaar, Höwedes / Pilar, Petrzela

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Kommentare

7 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Schon wieder Fehler im Text :(

"Trainer Huub Stevens hatte seine Mannschaft fast in der gleichen Aufstellung wie beim Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg hatte Stevens auf den Platz geschickt."

Die letzte 5 Artikel, welche ich auf Zeit-online gelesen habe hatte jeweils mindestens einen krassen Schnitzer drin! Was da los? Neues Personal? Einsparungen?

Leute strengt euch bitte ein bischen mehr an mit dem Korrekturlesen.

Gratulation an Schalke!

In Ihrem eigenen sind sogar mehr Fehler

@kinnas: Wenn Sie schon auf Fehler der Redaktuere aufmerksam machen müssen, machen Sie es selbst bitte richtig. Ihre Auslassung über die Rechtschreibung des Autors enthält genau 7 Fehler inklusive der falschen Schreibweise von ZEIT ONLINE sind es sogar 8!). Ihr Kommentar müsste richtig geschrieben lauten:

"Die letzten 5 Artikel, welche ich auf ZEIT ONLINE gelesen habe, hatten (besser: enthielten) jeweils mindestens einen krassen Schnitzer drin (falscher Ausdruck - "drin" bitte hier ganz streichen)! Was ist da los? Neues Personal? Einsparungen?

Leute, strengt euch bitte ein bisschen mehr an mit dem Korrekturlesen."

So, setzen. Sie sollten beim nächsten Mal selbst auf eine korrekte Rechtschreibung achten. Bevor Sie meckern.

Eine gewisse Genugtuung

empfinde ich (neben der riesigen Freude), weil 96 jetzt im Achtelfinale ist und sie gute Chancen haben, bis ins Viertelfinale vorzustoßen (auch wenn Lüttich schwieriger zu schlagen sein wird als Brügge). Ich muss immer an die Bekannten denken, die mir Ende der letzten Saison mehrfach erklärten, 96 habe jetzt zwar eine gute Saison gespielt, aber eigentlich hätten sie da oben in der Tabelle nichts zu suchen, man müsse schließlich an die Fünfjahreswertung denken.
Ich finde, sie schlagen sich international bisher wirklich gut und anders als Dortmund haben sie die Gruppenphase überstanden - klar, Dortmund musste CL spielen und das ist deutlich schwieriger, aber auch Dortmund hatte gute Chancen, wenigstens in der EL weiterspielen zu können und sie haben sie leider nicht genutzt.
Ich bin recht optimistisch im Hinblick auf Lüttich; zwar ist Schlaudraff im Hinspiel gesperrt, aber Abdellaoue und Diouf sind fit und im Rückspiel wird auch Schlaudraff wieder eingreifen dürfen. Drücken wir ihnen alle Daumen, die wir haben! Achja, Schalke auch.

Hannover!

Stimmt, als Hannoveraner muss man sich einiges anhören... aber die Mannschaft ist deutlich gewachsen, gestaltet immer wieder selber das Spiel (gegen Stuttgart war es eine reine Freude) und steht völlig verdient und ohne dass es irgendwann mal knapp gewesen wäre im Achtelfinale der Europaleague. Was habe ich Ya Konan belächelt, als er Anfang letzter Saison von sowas sprach...