Europa-LeagueSchlaudraff erlöst Hannover

Hannover 96 gewinnt gegen den Daum-Club Brügge. Schalke spielt unentschieden in Pilsen. Damit haben beide Mannschaften Chancen auf das Achtelfinale.

Jermaine Jones vom FC Schalke 04 kämpft gegen Marek Bakos von Viktoria Pilsen

Jermaine Jones vom FC Schalke 04 kämpft gegen Marek Bakos von Viktoria Pilsen

Viktoria Pilsen - FC Schalke 04 1:1 (1:0)

Dank Klaas-Jan Huntelaar kann der FC Schalke 04 weiter auf den Einzug ins Achtelfinale der Europa League hoffen. Fünf Tage nach dem blamablen 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach zeigte sich der Revierclub beim glücklichen 1:1 (0:1) bei Viktoria Pilsen spielerisch zwar wenig verbessert. Durch den späten Ausgleich des Niederländers Huntelaar in der 75. Minute verschaffte sich das Team von Fußball-Trainer Huub Stevens aber in der ersten K.-o.-Runde eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Donnerstag. Vladimir Darida (22.) hatte den tschechischen Meister verdient in Führung gebracht.

Pilsen, der derzeitige Dritte der tschechischen Liga, präsentierte sich von Beginn an wacher und kam nach 94 Sekunden zur ersten Chance. Nationalverteidiger Benedikt Höwedes zeigte mit seinen schnellen Vorstößen mehrfach, weswegen der VfL Wolfsburg ihn im Sommer für etwa eine Million Ablöse verpflichten wird.

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Nach dem rasanten Beginn zog sich das Heimteam zwar weit in die eigene Hälfte zurück, mit dem angebotenen Platz wusste Schalke jedoch wenig anzufangen. Die Angriffe waren zaghaft und berechenbar. Die einzigen beiden Möglichkeiten durch Huntelaar per Weitschuss (9. Minute) und feiner Direktabnahme (17.) entschärfte Pilsens Torwart Marek Čech.

Marica legte unfreiwillig vor

Während die Offensivabteilung in den ersten 45 Minuten kollektiv enttäuschte, zeigte der zuletzt schmerzlich vermisste Jermaine Jones seinen großen Wert für die Königsblauen. Der in der Liga bis 1. März gesperrte Abräumer eroberte immer wieder die Bälle im Mittelfeld. Nach 22 Minuten war aber auch Jones machtlos. Bei der Flanke von Pavel Horváth im Anschluss an eine kurze Ecke rückte die Schalker Verteidigung zu langsam aus dem Strafraum. Darida zog aus 19 Metern ab und ließ Keeper Lars Unnerstall keine Chance.

Für den Ausgleichstreffer spielte der eingewechselte Jefferson Farfan den Ball Richtung Tor. Ciprian Marica legte unfreiwillig für Huntelaar auf, der aus vier Metern einschob. "Unser Ziel ist es, ins Endspiel zu kommen", hatte Sportdirektor Horst Heldt den eigenen Anspruch formuliert.

Viktoria Pilsen: Cech - Rajtoral, Prochazka, Cisovsky, Limbersky - Darida, Horváth - Petržela (66. Duris), Kolar (89. Wagner), Pilar - Bakos (80. Berger)
FC Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Höger, Jones - Obasi (62. Farfán), Raúl (69. Marica), Draxler - Huntelaar
Schiedsrichter: Lannoy (Frankreich)
Zuschauer: 11.435
Tore: 1:0 Darida (22.), 1:1 Huntelaar (75.)
Gelbe Karten: Horváth / Fuchs, Obasi
Beste Spieler: Pilar, Horváth / Draxler, Matip

Leserkommentare
    • Dirac
    • 17.02.2012 um 0:38 Uhr

    Nationalverteidiger Benedikt Höwedes zeigte mit seinen schnellen Vorstößen mehrfach, weswegen der VfL Wolfsburg ihn im Sommer für etwa eine Million Ablöse verpflichten wird.

  1. Arbeitet der jetzt für die Staatsanwaltschaft und steht die Festnahme von Hr. Maschmeyer bevor? Gibt es bei den Schröders jetzt auch beweise für Korruption? War Wulff erst der Anfang?

    Sicher braucht Hannover Erlösung - aber von einem Fußballer?

    Liebe Redaktion, ich bin verwirrt!

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    Sie lesen nicht viele Sportartikel oder? Den Begriff Redewendungen kennen Sie?

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  2. Mit einer starken Leistung, die an die "Sevilla-Spiele", wie auch an den Auswärtssieg in Kopenhagen erinnerte, drehten die 96er den Rückstand. Trotz zweier äußerst fragwürdiger Schiedsrichterentscheidung ließ sich das Team mit schnellem Offensivspiel nicht aus dem Konzept bringen. Brügges äußerst kompakte Abwehr verrichtete Schwerstarbeit; auch blieben die belgischen Angreifer brandgefährlich. Ich denke, auch das Rückspiel wird nur knapp ausgehen. Dank an beide Mannschaften für einen schönen Fußballabend.

    Eine Leserempfehlung
  3. ... Hannover hat gestern spitzen Unterhaltung geboten und dieser Schlaudraff ist unglaublich dreist. Wer das Spiel gesehen hat, weiß wie viel cojones es braucht, um in dieser Situation einen derart riskanten Heber zu wagen. Es wurde mehrmal gesagt gestern, aber der Torhüter hätte theoretisch nicht einmal die Hände benutzen müssen, um den Ball zu halten.

    Und um ehrlich zu sein, sehe ich das nicht so kritisch wie Slomka mit dem Auswärtssieg. Hätten die 96iger nur jede 4. Großchance reingemacht oder hätte zumindest der Linienrichter eine seiner beiden essentiellen Entscheidungen anders getroffen, hätte Hannover höher gewonnen.

    2 Leserempfehlungen
  4. 5. Gähn.

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