Bundesliga: 23. Spieltag: Ribéry beendet Krise des FC Bayern
Die Bayern gewinnen gegen Schalke, Dortmund stellt den Vereinsrekord ein, in Berlin verpufft der Rehhagel-Effekt, Köln und Bremen gehen leer aus, Kaiserslautern und Freiburg verlieren hoch. Die Spielberichte
FC Bayern München - Schalke 04 2:0 (1:0)
© Alex Grimm/Getty Images

Franck Ribéry hebt den Ball gefühlvoll über Schalkes Torwart Timo Hildebrand.
Die Bayern können's noch – allen voran Franck Ribéry: Mit neuem Wir-Gefühl und dem kleinen Franzosen in Galaform hat der deutsche Fußball-Rekordmeister den ersten Schritt aus der Krise geschafft. Beim eindrucksvollen Heimsieg gegen FC Schalke 04 spielten die Münchner wie in besten Zeiten und bleiben Tabellenführer Dortmund auf den Fersen.
Mann des Tages vor 69.000 Zuschauern war Superstar Ribéry, der das intensive und temporeiche Spitzenspiel mit seinen Saisontoren neun und zehn im Alleingang entschied. Die heimstarken Bayern rückten auf Platz zwei vor. Schalke war der Kräfteverschleiß durch die Europa League deutlich anzumerken. Die Gelsenkirchener gezeichneten verpassten im Titel-Vierkampf vorerst den Anschluss nach oben.
Das Bemühen der Bayern, wieder als Mannschaft aufzutreten, war von Beginn an zu merken. Schnell, aggressiv, engagiert und vor allem variabel in der Offensive – die Münchener zeigten alles, was sie zuletzt vermissen ließen. Besonders der Angriff mit Ribéry, Thomas Müller und Arjen Robben zeigte sich so spielfreudig wie lange nicht mehr.
Schon in der sechsten Minute verhinderte Schalkes neue Nummer eins, Timo Hildebrand, mit zwei Paraden gegen Müller und Robben die Bayern-Führung. Eine Minute entschärfte er einen tückischen Schuss von Robben. Es war der Auftakt zu einer starken Bayern-Vorstellung.
Die Schalker hielten nur in der Anfangsphase mit, als noch die Kraft reichte. Immerhin hatten sie vor der Pause zwei gute Möglichkeiten durch Christoph Metzelders Kopfball (35.) unmittelbar vor der Bayern-Führung und einen Gewaltschuss von Christian Fuchs (44.).
Doch die Gastgeber ließen sich diesmal nicht beeindrucken. Die Bayern dominierten mehr und mehr – und kamen zur verdienten Führung: Luiz Gustavo eroberte sich durch robusten Einsatz den Ball gegen Marco Höger und spielte ihn nach vorn auf Ribéry. Der Franzose hob den Ball über den unnötig herauslaufenden Hildebrand und schob sie ins leere Tor. Anschließend lief er zu seinem Trainer Heynckes und klatschte ihn demonstrativ ab. Noch in den Tagen zuvor hatte es wegen seines verweigerten Handschlags bei seiner Auswechslung in Basel Diskussionen gegeben.
Nach dem Wechsel spielten beide Teams nach vorne – mit dem besseren Ende für die Münchener. Sekunden nach Wiederanpfiff traf Bayerns Nationalspieler Holger Badstuber nach einem Eckball nur die Latte. Knapp eine halbe Minute später vergab Joel Matip freistehend gegen seinen ehemaligen Schalker Teamkollegen und Nationaltorwart Manuel Neuer. Münchens Torjäger Mario Gomez (48.) ließ dann die beste Münchener Chance aus, Robben setzte eine Minute später einen Kopfball über die Latte.
Ribéry war an fast allen gefährlichen Aktionen seines Teams beteiligt. Fast schon logisch, dass er auch das 2:0 mit einem abgefälschten Schuss erzielte. Damit traf er bereits zum fünften Mal in der Bundesliga in einem Spiel doppelt.
Danach ergaben sich die Schalker ihrem Schicksal. Im Angriff brachten sie nichts zustande. Bezeichnend: Hildebrand war bester Mann der Gäste. Von Klaas-Jan Huntelaar und Raúl war nichts zu sehen. Die Bayern vergaben noch leichtfertig Chancen für einen noch höheren Sieg.
Bayern München: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Luiz Gustavo, Alaba - Robben, Müller (89. Timoschtschuk), Ribéry - Gomez (72. Olic)
FC Schalke 04: Hildebrand - Höwedes, Papadopoulos, Metzelder (84. Uchida), Fuchs - Matip (65. Holtby), Höger - Farfán, Raúl, Draxler (57. Obasi) - Huntelaar
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Ribéry (36.), 2:0 Ribéry (55.)
Gelbe Karten: Ribéry (4) / Fuchs (4), Höger (3)
Beste Spieler: Badstuber, Ribéry / Papadopoulos, Hildebrand






Auch wenns mal nicht so läuft, am Ende sollte es für die Championsleage(-Quali) doch reichen. Die Meisterschaft ist für Gladbach ohnehin nur mit schwächelnden Dortmundern zu haben; und das wird kaum so kommen.
dürfte eher unzutreffend sein. Hertha spielte nicht "mit" Rehhagel schlechter, sondern wohl eher "unter" Rehhagel. Gleichwohl dürften in "König Otto" und damit in die Zukunft der Hertha optimistische Erwartungen zu setzen sein.
ist es unrealistisch, den Trainer zu behalten und stattdessen die Mannschaft zu entlassen. Aber hat es denn wenigstens schon mal einer versucht?
Da wurde zwar nicht die ganze Mannschaft entlassen, sondern nur die "Rädelsführer" einer Revolte gegen den Trainer.
Das geschah beim 1. FC Nürnberg im Jahr 1984, der Trainer war Heinz Höher und einer der entlassenen Spieler hieß Rudi Kargus.
Das erste Mal versuchte er es auf Schalke und z.Zt. in Wolfsburg ;-)
Da wurde zwar nicht die ganze Mannschaft entlassen, sondern nur die "Rädelsführer" einer Revolte gegen den Trainer.
Das geschah beim 1. FC Nürnberg im Jahr 1984, der Trainer war Heinz Höher und einer der entlassenen Spieler hieß Rudi Kargus.
Das erste Mal versuchte er es auf Schalke und z.Zt. in Wolfsburg ;-)
Da wurde zwar nicht die ganze Mannschaft entlassen, sondern nur die "Rädelsführer" einer Revolte gegen den Trainer.
Das geschah beim 1. FC Nürnberg im Jahr 1984, der Trainer war Heinz Höher und einer der entlassenen Spieler hieß Rudi Kargus.
Schon mutig von Hertha BSC und Rehhagel, sich aufeinander einzulassen.
Wenn es funktioniert, haben die Beteiligten alles richtig gemacht. Wenn nicht, dann...
Die Stürmerstars stammen immer noch teilweise aus der schweizer Liga.Die Bundesliga gehört zu den stärksten Ligen der Welt. Die Mannschaft braucht zwei neue Mitelfeldspieler und drei neue Stürmer mit einer Qualität wie bei Ajax Amsterdam . Schade das man die fünf Leute dort nicht ausleihen kann . Oder vielleicht doch?
Schein mir, als ginge Hertha kampflos unter. Rehhagel wird bis kurz vor zweite Liga bleiben, und kurz vor dem Abstieg freiwillig gehen. Ein Rehagel wird nicht gefeuert, einen Abstieg will er auch nicht in der Vita. Hertha hat die höchste Lattentrefferquote der ganzen Bundesliga. Ein Verbleib in der ersten Liga scheint unmöglich , und ganz ehrlich, ich kann die Gurkentruppe auch nicht mehr sehen, es macht kaum noch Laune, deren Spiele zu schauen. Wenn schon gegen Augsburg verloren wird, dann ist ja wohl nix mehr dazu zu sagen.
Ein Mann wird ausgetauscht und schluppdiwupps läuft's - meint man heutzutage gerne.
Ja, es gibt soche Effekte, getragen von Euphorie, innerer Aufbruchstimmung. Klappt aber nicht immer und die Nachhaltigheit lässt dann auch oft zu wünschen übrig, es verpufft dann oft auch schnell wieder.
Mag ja sein, dass auch Rehhagel es nicht schafft, Hertha nach vorn zu bringen, aber gut' Ding will Weile haben, muss reifen. Also nun wartet mal ein paar Spiele ab, gebt ihm Zeit.
Und letztlich stimmt ja sein alter Spruch: 'Was zählt ist auf'm Platz.' Aber da steht nicht er mit seinen 73 Lenzen, da rennen - oder auch nicht - elf jüngere Kollegen. Vielleicht bringt er sie ja allmählich doch in die Spur.
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