Vollbringt Wunder: Otto Rehhagel © Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

TSG Hoffenheim – FSV Mainz 05 1:1
Hamburger SV – Werder Bremen 1:3
Bayer Leverkusen – FC Augsburg 4:1
1. FC Kaiserslautern – Borussia Mönchengladbach 1:2
Hertha BSC – Borussia Dortmund 0:1
1. FC Nürnberg – 1. FC Köln 2:1
SC Freiburg – FC Bayern München 0:0
FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 4:0
Hannover 96 – VfB Stuttgart 4:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Ein wenig überraschend das Nordderby. So viel Drive, wie sie auf den Rasen gelegt haben, ist man vom HSV und von Werder nicht mehr gewohnt. Trafen sie vor wenigen Jahren aufeinander, galt das als Höhepunkt. Man denke an das legendäre Papierkugeldrama im Jahr 2009. Doch weil sie sich viel zu teure Spieler leisteten, die ihrem Preis nicht gerecht wurden, ging es mit beiden Vereinen bergab, teilweise bis in die Abstiegsregion. Nach Verjüngungskuren zeigt der Trend wieder nach oben. Bei den Bremern gefallen Talente wie Hartherz, Junuzovi ć , Trybull, Affolter oder Ignjovski. Beim HSV überzeugt Frank Arnesens anfangs belächelte Fraktion aus dem Chelsea-Internat zunehmend. Diese neue Dynamik ist beim hitzigen Bremer Auswärtssieg gut zu erkennen. Es geht auf und ab, ab und auf, Hamburg macht das Spiel, Bremen kontert. Überzeugen kann, seit Langem wieder mal, Marko Marin, vor allem mit seinen Dribblings und seinem Tor, weniger mit seiner Schauspieleinlage nach einem Becherwurf. Auch die Verlierer verdienen sich Lob, bloß fehlt ihnen in den entscheidenden Momenten das Glück, etwa in der Szene vor dem 1:3, als sich die Verteidiger Westermann und Rajkovi ć über den Haufen rennen. Doch solche Szenen wie aus der Klamottenkiste sollten beim neuen HSV bald der Vergangenheit angehören.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Freiburg gegen Bayern – kein Treffer am Tag der vielen Tore. Sieben Stück schossen die Bayern noch im Hinspiel. Obwohl sich sein Trainer Jupp Heynckes mit seinen Einwechslungen fast wund rotiert, verbreitet der ehemalige Meister kaum Gefahr beim Tabellenletzten. Sollten das Parallelen sein zur Ära Louis van Gaal , unter dem die Bayern eine Zeit lang alles dominierten, irgendwann aber zu ausrechenbar, statisch und erfolglos wurden? "Es schrillen die Alarmglocken", sagt der Manager Christian Nerlinger. Auch der Präsident wird nervös, das verrät Uli Hoeneß' Schiedsrichterkritik unter der Woche ("im Zweifel pfeifen sie gegen Bayern"), die aber nicht verfängt. Man braucht wahrscheinlich nicht mal Statistiker, die nachzählen , um zu wissen, dass die Bayern in dieser Saison von falschen Pfiffen eher profitiert haben als dass sie, wie behauptet, Leidtragende waren.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Spiel jedes Spieltages live. Der ZEIT-ONLINE-Mitarbeiter Eike Kühl hat für uns das Spiel Hertha BSC gegen Borussia Dortmund live im Olympiastadion verfolgt. Hier fünf seiner Tweets. Alle Beiträge können Siehiernachlesen.

zeitonlinesport Hallo und willkommen aus dem Olympiastadion Berlin , der Heimat des fußballerischen Elferrats der Liga.
zeitonlinesport "Der Kreis schließt sich", heißt es. Besser nicht: Rehhagel ist damals, 1965, als Spieler mit der Hertha zwangsabgestiegen.
zeitonlinesport Neven Suboti ć wird im Aufbauspiel nach Metern bezahlt: Hauptsache weit nach vorne.
zeitonlinesport Ah, endlich warm. Ich bleibe einfach so lange auf der PK sitzen, bis die BVG wieder fährt.
zeitonlinesport Was wäre eigentlich mit Jürgen Klopp als Bundespräsident? Sucht man in der Regierung nicht einen schwarz-gelben Kandidaten?