Fußball-Bundesliga Hoffenheim entlässt Trainer Stanislawski

Folge der Pokal-Pleite: Nach nur sieben Monaten hat sich 1899 Hoffenheim von seinem Trainer Holger Stanislawski getrennt. Ein Nachfolger ist bereits im Gespräch.

Holger Stanislawski beim Pokalspiel gegen Fürth

Holger Stanislawski beim Pokalspiel gegen Fürth

Holger Stanislawski ist nicht mehr Trainer von 1899 Hoffenheim. Einen Tag nach dem Pokal-Aus gegen Zweitligist Greuther Fürth gab der Fußball-Bundesligist die Trennung von Stanislawski bekannt.

"Wir schätzen Holger Stanislawski als Menschen und als fachkundigen Trainer. Doch nach einem langen, konstruktiven Gespräch mit ihm sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es besser ist, die Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten zu beenden", teilte Manager Ernst Tanner mit. "Die jüngsten sportlichen Entwicklungen waren hierfür sicherlich ausschlaggebend."

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Die Hoffenheimer waren am Mittwochabend mit 0:1 gegen Fürth im DFB-Pokal-Viertelfinale ausgeschieden. Zuvor hatte Mäzen Dietmar Hopp Stanislawski bereits öffentlich kritisiert: "Ich sehe keine Linie im Spiel der Mannschaft." In der Liga hatte sein Team aus den letzten zehn Spielen nur einen Sieg geholt und die letzten fünf Heimspiele nicht mehr gewonnen.

Der langjährige Coach des FC St. Pauli betreute 1899 erst seit Beginn dieser Spielzeit und hatte ursprünglich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Stanislawski sollte dem Verein vor allem ein frischeres Image verpassen.

Stanislawski musste als fünfter Trainer in der laufenden Bundesliga-Saison seinen Posten vorzeitig räumen. Als Nachfolger ist der frühere Hertha-Trainer Markus Babbel im Gespräch.

 
Leser-Kommentare
  1. Dieses Projekt war von Anfang an ausgemachter Mist. Stani nach Hoffenheim wäre ungefähr so sinnvoll wie Dietmar Hopp als Präsident des FC. St. Pauli. Mönchengladbach fände ich in der nächsten Saison ein passendes Team. Zwei große nicht mehr da und kein blutleeres Dorfteam ohne Aura. Stani, komm nach Hause!

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  2. Schade auch, dass Köln grad keinen Trainer sucht. :)
    Alles Gute Stani!

  3. Bastard aus all den schlechten üblicherweise zugeschriebenen Attributen von Golfsburg und dem HSV.
    Hinüber ist das gute Konzept, die Euphorie des schönen Fußballs und Super-Aufsteigers.

    • Rhuo
    • 09.02.2012 um 13:21 Uhr

    Wann scheitert endlich dieses "Projekt"? Anscheinend passt nur ein Ragnick zu diesem Verein. Selbst dieser wurde von Hopp, Tanner und co. verheizt.

  4. ist dann ja wohl beendet. Schade. Fand den Ansatz, auf Konstanz und Professionalität zu setzen -so hieß es ja vor ein paar Jahren noch- interessant. Jetzt ist H. ein typisches Team des Bundesligamittelfelds - mit den typischen Trainerwechseln bei jedem Anzeichen einer Krise.

    • deDude
    • 09.02.2012 um 13:46 Uhr

    ... oder "Stanni bleib auf St. Pauli".

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    • TDU
    • 09.02.2012 um 14:01 Uhr

    Wenn man sich erinnert als die ein halbe Saison groß waren . Uli Hoeness hat zu Untergang Fussballabendlandes befürchtet. Und amerikanische Hire and Fire ist immer noch die Ausnahme. Stanislawski war da völlig fehl am Platz mit seiner Bodenständigkeit und dem Bedürfnis mit der Mannschaft "eins" zu sein.

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    Aber wenn er mit der Mannschaft hätte eins sein wollen, wäre die öffentliche Kritik an der Mannschaft und seinen eigenen Trainingsleistungen besser unterblieben.
    Er kann ja in Ruhe eine Auszeit nehmen - H. Hopp bezahlt ja noch.

    Aber wenn er mit der Mannschaft hätte eins sein wollen, wäre die öffentliche Kritik an der Mannschaft und seinen eigenen Trainingsleistungen besser unterblieben.
    Er kann ja in Ruhe eine Auszeit nehmen - H. Hopp bezahlt ja noch.

  5. werden in geldvereinen nicht groß.

    stanislawski war das herz von st. pauli, hat seine ganze seele und sein leben für den sport / fußball / verein gegeben.

    so ein "mensch" kann bei retorten vereinen oder machtvereinen nicht bestehen.

    bestes beispiel war otto rehagel. das herz von werder bremen ging nach münchen.

    ein trainer kann soviel konzepte haben wie er will, wenn die grundchemie zwischen trainer und verein nicht stimmt, werden beide nicht glücklich.

    aber eine niederlage im pokal haben schon vereine wie bayern (genau gegen den gleichen vorgängerverein von fürth in runde 1) einstecken müssen. der pokal hat seine eigene gesetze (sorry für die phrase), da finde ich solche entscheidungen noch peinlicher.

    wenn der pokal so wichtig für hoffenheim gewesen ist, hätten sie stani schon am wochenende entlassen müssen.

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    -1 Punkt aus den letzten 10 Spielen.
    -Das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte gegen einen Zweitligisten ohne eine einzige Torchance zu haben verloren.
    - Null spielerische und taktische Entwicklung in den letzten 7 Monaten.

    Da darf man dann irgendwann auch mal Fragen an den Herztrainer stellen und daraus Konsequenzen ziehen.

    Aber immerhin kommen jetzt langsam die Talente aus der eigenen Jugend hoch.

    -1 Punkt aus den letzten 10 Spielen.
    -Das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte gegen einen Zweitligisten ohne eine einzige Torchance zu haben verloren.
    - Null spielerische und taktische Entwicklung in den letzten 7 Monaten.

    Da darf man dann irgendwann auch mal Fragen an den Herztrainer stellen und daraus Konsequenzen ziehen.

    Aber immerhin kommen jetzt langsam die Talente aus der eigenen Jugend hoch.

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