Radsport: Ullrich wegen Dopings schuldig gesprochen
Der Internationale Sportgerichtshof hat Ex-Radprofi Jan Ullrich wegen Dopings alle Ergebnisse seit Mai 2005 aberkannt. Zudem wird er für Wettkämpfe gesperrt.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Radrennfahrer Jan Ullrich wegen des Vorwurfs auf Doping schuldig gesprochen. Wie die Richter mitteilten, sei eine Verstrickung Ullrichs in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes bewiesen. Ullrich werden alle seine Ergebnisse seit dem 1. Mai 2005 aberkannt. Dazu gehört auch sein dritter Platz bei der Tour de France 2005. Einen Antrag des Rad-Weltverbands UCI, Ullrich lebenslang für alle Aktivitäten im Radsport zu sperren, wies der CAS ab, sperrte den früheren Telekom-Star aber für zwei Jahre.
Der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger (1997) sei kein Wiederholungstäter, argumentierte das Gericht. Der heute 38-Jährige hat Doping bislang stets bestritten und seine aktive Karriere bereits im Februar 2007 beendet.
Nach Ansicht des CAS ist eine Zusammenarbeit Ullrichs mit Fuentes spätestens ab dem 1. Mai 2005 klar. Daher würden alle Ergebnisse von dem Tag an aus den Ergebnislisten gestrichen. Dies betrifft auch Ullrichs Sieg bei der Tour de Suisse 2006.
Ullrich selbst hatte zuvor angekündigt, eine Verurteilung als Vergangenheitsbewältigung zu nutzen. Er wolle mit dem Prozess einen Schlussstrich unter seine wechselvolle Profikarriere setzen. Spätestens bis Freitag will sich Ullrich zum CAS-Verdikt äußern. "Die Anwälte prüfen das Urteil", sagte sein Manager Falk Nier.
Urteil mit "abschreckender Signalwirkung"
Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, begrüßte das Urteil: "Jetzt herrscht Klarheit. Das CAS-Urteil ist deutlich." Es sei bedauerlich, dass Ullrich nicht vorher die Chance ergriffen habe, um von sich aus Klarheit zu schaffen. "Wir hoffen auch in seinem eigenen Interesse, dass er zumindest jetzt einsichtig ist und sich entsprechend erklärt." Dieses Urteil habe eine "abschreckende Signalwirkung".
Erst am Montag war der mehrfache Sieger der Tour de France, Alberto Contador, zu einer Sperre von zwei Jahren verurteilt worden. Der 29-jährige spanische Radprofi war überführt worden, 2010 das als Kälbermastmittel verwendete Clenbuterol eingenommen zu haben. Contador hatte für die positive Analyse ein verunreinigtes Steak verantwortlich gemacht und Doping stets bestritten.
Ullrichs langjähriger Telekom-Teamkollege Rolf Aldag sagte: "Das CAS-Urteil war ja nicht so spannend. Viel interessanter wird, wie sich Jan dazu äußert." Es sei natürlich albern, dass solch ein Urteil erst sechs Jahre nach seinem letzten Rennen ergehe.
Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Udo Sprenger, kommentierte nüchtern: "Wir konzentrieren unsere Kräfte nun voll auf die Zukunft des deutschen Radsports und die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele."








Endlich fängt der CAS mal an, diesem ganzen Sumpf trocken zu legen. Da hat der Jan nun ausgerechnet gestern für eine Shampoofirma angefangen zu werben. Tja, bei "Doping für die Haare" ist es wohl nicht geblieben! Gute Tat, CAS!
Man "verdient" ganz einfach prächtig am Doping. Und die Tour de France hatte stets prächtige Einschaltquoten im TV.
Machen wir uns nichts vor: Sport ist ein Geschäft - und in dem wird auf Funktionärs- und Sponsorenebene mit härtesten Bandagen gekämpft. "Teams" und "Clubs" sind heute keine Vereine, sondern Spielzeug von Milliardären und Konzernen(TSG Hoffenheim, Chelsea London, Red Bull Salzburg, Manchester United) - im Radsport tragen die "teams" bereits die Namen ihrer "Sponsoren" - d.h. sie sind de facton deren Eigentum.
Und wie es nun einmal so ist, tauchen spätestens dann, wenn sportlicher Wettbewerb zum knallharten Geschäft wird, massiv unlautere Methoden auf.
Was können wir nun machen? Einfach zu keiner Sportveranstaltung gehen und auch keinen "Sport" im TV gucken.
Wie sprach noch weiland Peter Lustig? "Einfach mal abschalten!"
Man "verdient" ganz einfach prächtig am Doping. Und die Tour de France hatte stets prächtige Einschaltquoten im TV.
Machen wir uns nichts vor: Sport ist ein Geschäft - und in dem wird auf Funktionärs- und Sponsorenebene mit härtesten Bandagen gekämpft. "Teams" und "Clubs" sind heute keine Vereine, sondern Spielzeug von Milliardären und Konzernen(TSG Hoffenheim, Chelsea London, Red Bull Salzburg, Manchester United) - im Radsport tragen die "teams" bereits die Namen ihrer "Sponsoren" - d.h. sie sind de facton deren Eigentum.
Und wie es nun einmal so ist, tauchen spätestens dann, wenn sportlicher Wettbewerb zum knallharten Geschäft wird, massiv unlautere Methoden auf.
Was können wir nun machen? Einfach zu keiner Sportveranstaltung gehen und auch keinen "Sport" im TV gucken.
Wie sprach noch weiland Peter Lustig? "Einfach mal abschalten!"
Muss Herr Ullrich denn nun den, mit unlauteren Mitteln zusammengestrampelten, Reichtum, wenigstens zum Teil, wieder zurückgeben?
Oder ist dies wieder einmal ein tolles Beispiel dafür, dass sich Lug und Betrug im Sport selbst dann auszahlen, wenn man erwischt wird?
Ganz tolles Beispiel für die Jugend.
graphicdog
P.S. Im Übrigen wäre ich dafür, das Doping in manchen Sportarten zu erlauben. Man könnte dann, wie in der Formel 1, eine doppelte Siegerehrung und Gesammtwertung einführen. Erst der Fahrer auf dem Treppchen, dann ein Vertreter der entsprechenden Pharmafirma. :-)
Der ganze Radsport ist nur Lug und Betrug. Alle wissen es. Daran ändert auch das Bauernopfer Ullrich nichts.
Der ganze Radsport ist nur Lug und Betrug. Alle wissen es. Daran ändert auch das Bauernopfer Ullrich nichts.
dass Herr Armstrong von den Vorwürfen freigesprochen wurde. Da drängt sich der Verdacht auf, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird...
Also wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin, sagen wir mal 150km, fahre ich an einem guten Tag 25 km/h. Wenn nun diese Leute einen Schnitt von über 40 km/h über Wochen fahren,
gibt mir das zu denken. Für mich (ganz persönlich) drängt sich der Schluss auf, dass ALLE in diesem Bereich nachhelfen.
Der Unterschied liegt nur im Erwischt werden oder nicht.
Meinen Sie damit, dass intensives Training und enstprechende Lebensweise nicht zu einem höheren Schnitt führen könnten also quasi nutzlos sind?. Dann hätte ich Verständnis fürs Dopen, es sei denn, man würde fürs Radeln bezahlt.
Glauben sie mir man kann in der Tat 200km in einer Gruppe mit einem Schnitt von 40km/h überstehen bei professionellem Training
Meinen Sie damit, dass intensives Training und enstprechende Lebensweise nicht zu einem höheren Schnitt führen könnten also quasi nutzlos sind?. Dann hätte ich Verständnis fürs Dopen, es sei denn, man würde fürs Radeln bezahlt.
Glauben sie mir man kann in der Tat 200km in einer Gruppe mit einem Schnitt von 40km/h überstehen bei professionellem Training
Welche Sensation! Irgendwann werden diese progressiven investigativen Journalisten noch herausfinden das Lance Armstrong gedopt hat.
Dann werden wir es lesen: Lance Armstrong hat gedopt!
Oder Im Radsport wird gedopt!!
Unglaublich unglaublich!
Da kann man nichts gegen machen ausser zu wiederholen das gedopt wird und das das ganz schlimm ist
Bitte beiteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/se
Das hat doch die L'Equipe längst nachgewiesen, als eingefrorene B-Proben der Tour 1999 von Armstrong mit neueren Methoden überprüft wurden, konnte EPO nachgewiesen werden. Nur wollte die UCI davon nichts wissen.
Das hat doch die L'Equipe längst nachgewiesen, als eingefrorene B-Proben der Tour 1999 von Armstrong mit neueren Methoden überprüft wurden, konnte EPO nachgewiesen werden. Nur wollte die UCI davon nichts wissen.
Tour de France: Rund 3800km und viele, viele Höhenmeter in 22 Tagen.
Das ganze immer mit Kette rechts - das geht nicht ohne Doping.
Das soll keine Entschuldigung für Ullrich sein, aber hier ist das ganze System schief.
Warum kann die Tour nicht beispielsweise 32 Tage dauern, damit die Fahrer eine entsprechende Regenerationszeit haben?
Oder lieber weitere Doping-Rekorde?
http://sport.t-online.de/...
Seit 1903 wurde die Tour gefahren und das mit Fahrrädern, die gegen die heutigen HighTec- Räder wie Kohlenloren ausnehmen! Die haben sich früher mit Rindsboullion und Weissbrot gedopt und das sei ihnen gegönnt!
Manchmal muss man eben das Limit akzeptieren !
GoG
ist allerdings eine unrühmliche "Ausnahme". Viele Mitte der 90er und Anfang der 2000er aufgestellte Aufstiegsrekorde wie zu Alpe d'Huez, Ventoux, Tourmalet werden zum Glück unangetastet bleiben.
Ich denke, dass es bei der Tour de France durchaus auch ehrliche Teilnehmer gibt, die aber nicht im Rampenlicht stehen, weil es eben Betrüger wie "uns Ulle" gibt, die mit allen Tricks und Mitteln unehrlich zu einem Titel fahren wollen.
Umso wichtiger ist es, dass deren Machenschaften aufgedeckt und gnadenlos geahndet werden. Da für eine Verurteilung aber immer Beweise notwendig sind, sagt sich das leichter als dass man es tut.
Umso positiver finde ich es jetzt, dass man Jan Ullrich seinen Betrug endlich nachweisen konnte und es auch für ihn Konsequenzen hat. Ich glaube z. B. nicht, dass eine Firma Werbung mit einem Betrüger machen will.
Die Verurteilung von Jan Ullrich ist ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist und steht im Einklang mit der Verurteilung von Alberto Contador, einem anderen schweren Betrüger.
Jan Ullrichs Verhalten finde ich geradezu abstoßend, weil er nicht nur betrogen, sondern sich auch noch beschwert und als Opfer geriert hat, als man es ihm vorgeworfen hat.
Das Urteil ist, wie gesagt, der richtige Weg. Aber dieser muss jetzt gegangen werden. Dann werden auch mal die ehrlichen Sportler eine Chance haben.
Vielleicht wird die Tour de France dann wirklich länger dauern, wie sie angedacht haben.
Allerdings denke ich, dass die jetzige Konstellation für gut trainierte Fahrer machbar ist, wenn sie auch sicher mehr Zeit für jede Etappe in Anspruch nehmen werden. Die Tour ist ein Hammer und nur die Besten sollten gewinnen, nicht die gedopten.
Seit 1903 wurde die Tour gefahren und das mit Fahrrädern, die gegen die heutigen HighTec- Räder wie Kohlenloren ausnehmen! Die haben sich früher mit Rindsboullion und Weissbrot gedopt und das sei ihnen gegönnt!
Manchmal muss man eben das Limit akzeptieren !
GoG
ist allerdings eine unrühmliche "Ausnahme". Viele Mitte der 90er und Anfang der 2000er aufgestellte Aufstiegsrekorde wie zu Alpe d'Huez, Ventoux, Tourmalet werden zum Glück unangetastet bleiben.
Ich denke, dass es bei der Tour de France durchaus auch ehrliche Teilnehmer gibt, die aber nicht im Rampenlicht stehen, weil es eben Betrüger wie "uns Ulle" gibt, die mit allen Tricks und Mitteln unehrlich zu einem Titel fahren wollen.
Umso wichtiger ist es, dass deren Machenschaften aufgedeckt und gnadenlos geahndet werden. Da für eine Verurteilung aber immer Beweise notwendig sind, sagt sich das leichter als dass man es tut.
Umso positiver finde ich es jetzt, dass man Jan Ullrich seinen Betrug endlich nachweisen konnte und es auch für ihn Konsequenzen hat. Ich glaube z. B. nicht, dass eine Firma Werbung mit einem Betrüger machen will.
Die Verurteilung von Jan Ullrich ist ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist und steht im Einklang mit der Verurteilung von Alberto Contador, einem anderen schweren Betrüger.
Jan Ullrichs Verhalten finde ich geradezu abstoßend, weil er nicht nur betrogen, sondern sich auch noch beschwert und als Opfer geriert hat, als man es ihm vorgeworfen hat.
Das Urteil ist, wie gesagt, der richtige Weg. Aber dieser muss jetzt gegangen werden. Dann werden auch mal die ehrlichen Sportler eine Chance haben.
Vielleicht wird die Tour de France dann wirklich länger dauern, wie sie angedacht haben.
Allerdings denke ich, dass die jetzige Konstellation für gut trainierte Fahrer machbar ist, wenn sie auch sicher mehr Zeit für jede Etappe in Anspruch nehmen werden. Die Tour ist ein Hammer und nur die Besten sollten gewinnen, nicht die gedopten.
Man "verdient" ganz einfach prächtig am Doping. Und die Tour de France hatte stets prächtige Einschaltquoten im TV.
Machen wir uns nichts vor: Sport ist ein Geschäft - und in dem wird auf Funktionärs- und Sponsorenebene mit härtesten Bandagen gekämpft. "Teams" und "Clubs" sind heute keine Vereine, sondern Spielzeug von Milliardären und Konzernen(TSG Hoffenheim, Chelsea London, Red Bull Salzburg, Manchester United) - im Radsport tragen die "teams" bereits die Namen ihrer "Sponsoren" - d.h. sie sind de facton deren Eigentum.
Und wie es nun einmal so ist, tauchen spätestens dann, wenn sportlicher Wettbewerb zum knallharten Geschäft wird, massiv unlautere Methoden auf.
Was können wir nun machen? Einfach zu keiner Sportveranstaltung gehen und auch keinen "Sport" im TV gucken.
Wie sprach noch weiland Peter Lustig? "Einfach mal abschalten!"
Seit 1903 wurde die Tour gefahren und das mit Fahrrädern, die gegen die heutigen HighTec- Räder wie Kohlenloren ausnehmen! Die haben sich früher mit Rindsboullion und Weissbrot gedopt und das sei ihnen gegönnt!
Manchmal muss man eben das Limit akzeptieren !
GoG
Leider stimmt diese romantische Betrachtung nicht ganz.
Ich habe irgendwo gelesen, dass schon ganz früh in der Tourgeschichte mit Amphetaminen gedopt wurde. Anfangs allerdings ganz egal, da "Speed" noch nicht verboten war und es noch eine Dopingliste gab. Manche Menschen sind wohl so angelegt, dass sie, selbst wenn es nicht um viel Geld geht, betrügen, nur um zu gewinnen.
Man sieht das auch daran, dass immer mehr Freizeitsportler dopen.
graphicdog
Das ist ein generelles Problem des bezahlten Sports (Radsport),ein nicht anerkennen der Limits.
Immer spektakulärere Strecken ,höher schneller weiter,die Fahrer sagten öfters in der Vergangenheit über bestimmte Strecken/Etappen das wär unmenschlich...,dann sagen die Organisatoren dem wäre nicht so..,worauf läuft es hinaus.
Jeder entscheidet letztendlich über sich selbst über seinen weg..,die einen so die anderen so,in den heutigen Zeiten ist der Sportler das letzte Glied in einer großen Marketingshow.
Wen man nicht bereit ist diese Zustände anzuerkennen,wird sich nie irgendetwas ändern..
Leider stimmt diese romantische Betrachtung nicht ganz.
Ich habe irgendwo gelesen, dass schon ganz früh in der Tourgeschichte mit Amphetaminen gedopt wurde. Anfangs allerdings ganz egal, da "Speed" noch nicht verboten war und es noch eine Dopingliste gab. Manche Menschen sind wohl so angelegt, dass sie, selbst wenn es nicht um viel Geld geht, betrügen, nur um zu gewinnen.
Man sieht das auch daran, dass immer mehr Freizeitsportler dopen.
graphicdog
Das ist ein generelles Problem des bezahlten Sports (Radsport),ein nicht anerkennen der Limits.
Immer spektakulärere Strecken ,höher schneller weiter,die Fahrer sagten öfters in der Vergangenheit über bestimmte Strecken/Etappen das wär unmenschlich...,dann sagen die Organisatoren dem wäre nicht so..,worauf läuft es hinaus.
Jeder entscheidet letztendlich über sich selbst über seinen weg..,die einen so die anderen so,in den heutigen Zeiten ist der Sportler das letzte Glied in einer großen Marketingshow.
Wen man nicht bereit ist diese Zustände anzuerkennen,wird sich nie irgendetwas ändern..
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