Bundesliga-RückschauShinji Kagawa, das Sonntagsvergnügen der Liga

Auch Dortmund kann hoch gewinnen, Krassimir Balakow resigniert bereits, und Rudi Völler schaut die Muppet-Show. Das war der 27. Spieltag.

Dortmunds Kunstschütze Shinji Kagawa

Dortmunds Kunstschütze Shinji Kagawa

Wer spielte wie gegen wen?

1. FC Köln - Borussia Dortmund 1:6
VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 1:0
FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 2:0
FSV Mainz 05 - Hertha BSC 1:3
FC Bayern München - Hannover 96 2:1
Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim 1:2
SC Freiburg - 1. FC Kaiserslautern 2:0
SV Werder Bremen - FC Augsburg 1:1
VfL Wolfsburg - Hamburger SV 2:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

In der 84. Minute hatte der Spaßfußballer Lukas Podolski endgültig die Lust an seinem Lieblingssport verloren. Er stand im Anstoßkreis und kickte den Ball teilnahmslos in die Kölner Hälfte zurück. Mit dem Spiel seines Teams wollte er nichts mehr zu tun haben.Die Dortmunder hatten soeben das 6:1 geschossen, in Podolskis Stadion, im Stadion des FC. Zuvor liefen die Spieler des Deutschen Meisters mal wieder hochtourig. Trotz eines zaghaften Startes inklusive Rückstand und einigen Stotterern im Angriff, machte der BVB noch vor der Pause das 1:1. In Halbzeit zwei trafen sie dafür gleich fünfmal. Die letzten drei Tore fielen innerhalb von fünf Minuten und beinhalteten das Einmaleins des Traumfußballs: Volleyschüsse, Hackenzuspiele, fixe Kombinationen. Nur Podolskis Stürmer-Herz blutete.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Noch nie hatte Werder Bremen eine jüngere Bundesligamannschaft auf das Feld geschickt. 22,7 Jahre jung war die Mannschaft von Thomas Schaaf, dennoch war von jugendlichem Elan nicht viel zu spüren. Die Bremer Bubis wirkten stattdessen gegen die Spiel bestimmenden Augsburger gehemmt. Werder griff ziellos an. Ein Plan war in ihrem Aufbauspiel nicht zu erkennen. Dennoch hätten die Bremer das schwache Spiel beinahe gewonnen. Doch dann gab es die kurioseste Szene des Spieltages: In der Nachspielzeit machte Augsburgs Torwart Simon einen Frühjahrsausflug an den Bremer Sechzehnmeterraum. Dort bekam er den Ball und wurde gefoult. Den Freistoß drückten die Augsburger in der 93. Minute knapp über die Linie.

Wer stand im Blickpunkt?

Krassimir Balakow war ein eleganter Fußballer. Auch als Trainer bevorzugt er den feinen Zwirn, trug bei seinem Bundesliga-Debüt in Freiburg Anzug und ein schniekes Hemd. Sein Vorgänger Marco Kurz war schon als Spieler Malocher, als Trainer trug er Kapuzenpullis. Nach seiner Entlassung verbesserte sich zwar das äußere Erscheinungsbild an der Lauterer Seitenauslinie. Die sportliche Misere aber ist geblieben. Die Pfälzer warten seit nunmehr 17 Spielen auf einen Sieg. Das 0:2 von Freiburg ist ein weiterer Schritt in Richtung Zweite Liga. Das scheint Balakow zu wissen. Der Bulgare verkniff sich die üblichen Durchhalteparolen und sagte stattdessen: "Wenn es nicht reichen sollte, werden wir den Neuaufbau angehen." Das hörte sich 48 Stunden nach seiner Präsentation bereits nach Resignation an.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Spiel jedes Spieltags live. Der Journalist und Dortmund-Fan Lenz Jacobsen hat für uns das Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund live im Stadion verfolgt. Hier fünf seiner Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Dieser Lukas Podolski oder wie der heißt, aus dem könnte echt was werden. #FC #BVB#
zeitonlinesport Andere gehen Sonntags ins Museum, mir reicht dieser Kunstschuss von Kagawa. #Führung #FC #BVB (lj)
zeitonlinesport ohgott, da will man gerade das 4:1 twittern, da machen die schon das nächste! geht zu schnell für mich, und das ist wunderbar. #5:1 #FC #BVB
zeitonlinesport ist das okay für euch, wenn ich ab jetzt nurnoch zu jedem zweiten bvb-tor was schreibe? bin nicht so der Schnelltipper. #FC #BVB
zeitonlinesport "Stole, glaubst du dass jeder im Verein den Ernst der Lage begriffen hat?" Antwort: "Nein." ein paar Sekunden betretenes Schweigen. #PK #FC

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Leserkommentare
  1. mit dem feinen Unterschied, dass der Uli meistens die Fakten auf seiner Seite hat, beim Rudi sprechen sie meistens gegen ihn.

    Daher mal im Völler-Stil die Frage: "Warum hat Leverkusen diesen Clown geholt? Nur weil er mal einen Übersteiger unfallfrei hingekriegt hat? Das ist alles so lächerlich geworden..."

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  2. ... heißt eigentlich Jan Åge Fjørtoft. In Deutschland wird er auch gerne Jan Aage (oder auch mit Bindestrich Jan-Aage) Fjörtoft geschrieben. Wollen Sie dem wirklich noch eine weitere Schreibweise hinzufügen?

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    Redaktion

    Deswegen haben wir ihren Vorschlag übernommen. Vielen Dank für den Hinweis.

    Beste Grüße
    Christian Spiller

    Redaktion

    Deswegen haben wir ihren Vorschlag übernommen. Vielen Dank für den Hinweis.

    Beste Grüße
    Christian Spiller

  3. Redaktion

    Deswegen haben wir ihren Vorschlag übernommen. Vielen Dank für den Hinweis.

    Beste Grüße
    Christian Spiller

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  4. Kritik von Rudi Völler ist auch immer gleich persönliche Beleidigung, einfach unmöglich dieser Mann.
    Ist ja nicht ausgeschlossen, dass Rolfes mit dem Arm "vor dem Mann" kommen wollte, dass der Ellbogenschlag tatsächlich unabsichtlich war. Trotzdem, so darf man nicht in Zweikämpfe gehen, dafür gab es in dieser Saison schon zu viele schwere Gesichtsverletzungen. Jeder anderer Spieler würde für diese Aktion nachträglich gesperrt werden.

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    • Voce
    • 27.03.2012 um 19:52 Uhr

    Das Ausflippen des Rudi Völler hat einmal mehr gezeigt, dass er nun einmal kein Franz Beckenbauer ist. Denn Letzterem gelingt es selbst bei größter Unsachlichkeit immer wieder gekonnt und lässig den Anschein zu erwecken, noch sachlich zu sein.

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