BundesligaDortmund demontiert Köln
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FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen


 

Klaas-Jan Huntelaar jubelt nach dem 1:0.

Klaas-Jan Huntelaar jubelt nach dem 1:0.

FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)

Der FC Schalke 04 hat die Patzer der Konkurrenz genutzt und ist dank Klaas-Jan Huntelaar auf den dritten Tabellenplatz der Bundesliga gestürmt. Mit dem verdienten Sieg am Samstagabend gegen den Verfolger Bayer Leverkusen überholte die Mannschaft von Huub Stevens Borussia Mönchengladbach und liegt nun wieder auf dem Rang, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt.

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Vier Tage vor dem ersten Europa-League-Viertelfinale gegen Athletic Bilbao sicherte Huntelaar den Königsblauen mit seinen Saisontoren Nummer 21 und 22 (18./86. Minute) in der ausverkauften Arena den wichtigen Erfolg. Schalke (53 Punkte) hat nun bereits ein 13-Zähler-Polster auf die Elf von Robin Dutt, die in dieser Form sogar um die Europa-League-Teilnahme bangen muss.

Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung antreten. Bei Schalke fehlten aber weiterhin der Kapitän Benedikt Höwedes und Christoph Metzelder. Bayer musste im Topspiel des 27. Spieltages auf Michael Ballack und Lars Bender verzichten. Bereits nach einer knappen halben Stunde musste auch Danny da Costa verletzt passen.

Schalkes Angstgegner, der von den zurückliegenden 13 Spielen in Gelsenkirchen nur eins verloren (4:7 im Februar 2006) hatte, begann eher vorsichtig. Schalke wollte nach den Patzern der Konkurrenz aus Mönchengladbach (1:2 gegen Hoffenheim), Bremen (1:1 gegen Augsburg) und Hannover (1:2 beim FC Bayern) auch den direkten Verfolger Leverkusen endgültig abschütteln. Und begann entsprechend engagiert: Nach zehn Minuten gab Lewis Holtby aus rund 20 Metern den ersten Warnschuss auf das Tor von Bernd Leno ab. Nicht einmal 120 Sekunden später streifte ein Kopfball von Jermaine Jones nach Freistoß vom Linksverteidiger Christian Fuchs nur knapp über das Bayer-Gehäuse.

Und wer sonst als Schalkes Torjäger vom Dienst hätte die Führung erzielen sollen? Huntelaars platziertem und wuchtigem Kopfball ging wie so oft eine Maßflanke von Fuchs voraus. Für den Niederländer, der bereits ein Angebot zur vorzeitigen Verlängerung seines bis 2013 datierten Vertrags hat, war es der insgesamt 40. Treffer im 38. Pflichtspiel.

Von Leverkusen war bis zur Halbzeit praktisch nichts zu sehen. Weder Renato Augusto noch die anderen Offensivspieler konnten Timo Hildebrand im Schalker Tor auch nur ansatzweise in Verlegenheit bringen. Die Königsblauen kontrollierten die Partie, auch wenn Huntelaars vermeintlichem zweitem Treffer wegen Abseits die Anerkennung verweigert wurde.

Hildebrand musste erstmals in der 47. Minute eingreifen, als er einen Distanzschuss von Simon Rolfes über die Latte lenkte. Nach dem kurzen Bayer-Strohfeuer übernahm der Revierclub wieder das Kommando und hätte durch Jefferson Farfan (53.), zweimal Huntelaar (55./66.), Raúl (66.) sowie Draxler im Nachschuss die Führung ausbauen können. Doch Torwart Leno, der beste Bayer-Akteur, stand dem zweiten Treffer im Wege – bis zur 86. Minute, als erneut Huntelaar mit dem Kopf zur Stelle war.

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Jones, Holtby (86. Höger) - Farfán (87. Pukki), Raúl, Draxler (76. Obasi) - Huntelaar
Bayer Leverkusen: Leno - da Costa (28. Derdiyok), Schwaab, Toprak, Kadlec (65. Oczipka) - Reinartz, Rolfes - Castro, Renato Augusto, Schürrle (71. Barnetta) - Kießling
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Huntelaar (18.), 2:0 Huntelaar (86.)
Gelbe Karten: Jones (9) / Kadlec (2), Toprak (4)
Beste Spieler: Huntelaar, Jones / Leno, Rolfes

Leserkommentare
  1. 1. na ja

    statt nur dortmund zu beschreiben, würde die desolate leistung der kölner das spiel besser wiedergeben.
    köln hat eine abwehr, wo sich vier spieler gegenseitig decken während hinter ihnen die vier dortmunder frei stehen.
    das muss man gesehen haben, um es zu glauben.

    im klartext, köln kennt kein stellungspiel und keine laufwege.
    mit 56 gegentreffern ist köln die schießbude der liga.

    keine ahnung was die trainieren, es ist auf jeden fall das falsche ...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Keiner redete über die abwehr die den spielern 2 3 meter platz gaben. Kaum kommen zwei Mannschaften die spielen koennen und es sieht wieder anders aus.

    "köln hat eine abwehr, wo sich vier spieler gegenseitig decken während hinter ihnen die vier dortmunder frei stehen."

    Das war ein genialer Spielzug, den man auf Lehrvideos bannen sollte um zu zeigen, wie genau man es NICHT macht. Sowas habe ich ihn der Kreisklasse noch nicht gesehen....

  2. Keiner redete über die abwehr die den spielern 2 3 meter platz gaben. Kaum kommen zwei Mannschaften die spielen koennen und es sieht wieder anders aus.

    Antwort auf "na ja"
    • Hickey
    • 26. März 2012 9:56 Uhr

    Genau wie bei den Bayern...wer die Spiele gesehen hat weiß,

    Hoffenheim, Basel sowie Hertha BSC waren nicht auf dem Platz, höchstens als Galleonsfiguren.

    Das gleiche mit Köln gestern gg Dortmund, die Kölner waren die ersten 15 Minuten präsent und ab dann haben die ausgeschaltet.

  3. Insofern hat sowohl das Spiel Köln gegen Dortmund aber auch die hochgejubelten Spiele von Bayern gegen Hoffenheim, Basel und Herta gezeigt, was passiert, wenn eine gut trainierte, taktisch Reife Mannscahft auf eine konditionell, taktisch schlechte und lustlose Mannschaft trifft.

    Fazit: Wenn Dortmund die Form hält wird es schwer für Bayern, die Meisterschaft noch zu gewinnen. Ihre letzte Chance dürfte das im April ? anstehende sogenannte "6 Punkte" Spiel gegeneinander sein. Wenn bis dahin der 5 Punkte Vorsprung Bestand hat und Bayern diesen direkten Vergleich nicht gewinnt oder gar verliert, dann "ist der Drops wohl geluscht".

  4. "köln hat eine abwehr, wo sich vier spieler gegenseitig decken während hinter ihnen die vier dortmunder frei stehen."

    Das war ein genialer Spielzug, den man auf Lehrvideos bannen sollte um zu zeigen, wie genau man es NICHT macht. Sowas habe ich ihn der Kreisklasse noch nicht gesehen....

    Antwort auf "na ja"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Mario Gomez | Cacau | Dennis Aogo | Toni Kroos | Bundesliga | Fußball
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