Spanischer Fußball : Coach Guardiola verlässt FC Barcelona zum Saisonende

Nach dem Aus in der Champions-League will Josep Guardiola nicht mehr in Barcelona trainieren. Nachfolger wird der langjährige Assistent des Erfolgscoachs, Tito Vilanova.
Barcelonas Trainer Josep Guardiola © Pierrre-Philippe Marcou/AFP/Getty Images

Josep Guardiola beendet seine Erfolgsära als Fußball-Trainer des FC Barcelona . Der 41-Jährige informierte Club-Präsident Sandro Rosell vor dem Training, dass er seinen Vertrag bei den Katalanen nicht verlängert und den Verein am Saisonende verlässt. Guardiola übergibt das Amt an seinen langjährigen Assistenten Tito Vilanova.

"Das ist keine einfache Entscheidung für mich", sagte Guardiola. "Es ist für mich an der Zeit, zu gehen." Barcelona war am Dienstag gegen den FC Chelsea im Champions-League-Halbfinale ausgeschieden und liegt im Meisterschaftsrennen vier Spieltage vor Saisonende sieben Punkte hinter dem Rivalen Real Madrid .

Der ehemalige spanische Nationalspieler hatte nach einer Saison als Coach des B-Teams 2008 von Frank Rijkaard die erste Mannschaft übernommen. Dabei führte Guardiola Barcelona zu zwei Erfolgen in der Champions League (2009, 2011), drei Meistertiteln (2009-2011), dem Weltpokal (2009, 2011) und einem Sieg im spanischen Königspokal (2009).

Unter dem früheren defensiven Mittelfeldspieler entwickelte Barca seinen Tiki-taka-Stil weiter und dominierte mit rasantem Kurzpassstil sowie einem laufintensivem Pressing den Vereinsfußball.

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Kommentare

11 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Rätselhaft

In der Kurzmeldung, unterhalb der Überschrift, heist es *Nachfolger wird der langjährige Assistent des Erfolgscoachs Tito Vilanova*, im letzten Satz dann aber *Als mögliche Nachfolger werden Ernesto Valverde ..., ... Laurent Blanc und Marcelo Bielsa ... gehandelt* - was ist den nun die korrekte Medlung?

Enorme Erwartungshaltung

Meiner Meinung nach etwas übertrieben konsequent. Doch es wird schwer für Guardiola werden, auf gleichem Niveau weiter zu machen. Er kann sich praktisch nur selbst übertreffen und die Erwartungen sind enorm. Nach dem Ausscheiden im Halbfinale der Championsleague war sofort die Rede von einer Krise. Insofern verständlich.

Ich denke nicht,

... dass sich dies wesentlich auf Barcas Spiel auswirken wird. Die entscheidende Frage für den Erfolg eines Barca-Trainers ist diejenige, ob er die Spieler ausreichend zu motivieren vermag. Das Spielsystem steht, völlig unabhängig vom Personal, und ist übrigens schon längst auch dem Barca-Nachwuchs in Fleisch und Blut übergegangen.

Achja: ich denke, so was wie ein echter Stürmer im Kader wäre nicht verkehrt. Das ist vielleicht das einzige, was sich Guardiola ankreiden lassen muss.