Der Dortmunder Mats Hummels und seine Freundin © Roland Weihrauch/picture alliance/dpa

Wer spielte wie gegen wen?

Hannover 96 - SC Freiburg 0:0
FC Augsburg - FC Schalke 04 1:1
Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 2:0
SV Werder Bremen - FC Bayern München 1:2
Hertha BSC - 1. FC Kaiserslautern 1:2
1. FC Nürnberg - Hamburger SV 1:1
1. FC Köln - VfB Stuttgart 1:1
1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen 0:1
FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 0:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Mönchengladbach. Dem letzten Dortmunder Schritt zur Meisterschaft war nicht nur ein atemberaubendes Fußballspiel vorausgegangen. Es produzierte auch drei Szenen, die schöner waren, als alles andere, was sich sonst so an diesem Spieltag in den Stadien zutrug:

Erste Szene: Das 2:0 von Shinji Kagawa, das Tor zur Meisterschaft, ein Dortmund-Tor. Zwei schnelle, vertikale Pässe, schon hat der Japaner den Ball, läuft einfach an Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen vorbei und schiebt den Ball ins Tor.

Fußball - Dortmund feiert die Titelverteidigung des BVB Eindrücke rund um das Fußballspiel Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach von den Feierlichkeiten aus Dortmund

Zweite Szene: Sekunden später zeigt Jürgen Klopp an der Seitenauslinie sein prall gefülltes Jubel-Repertoire. Er rennt zum Torschützen, vollführt unterwegs eine Mischung aus Beckerfaust und Kloppsäge, rutscht kurz bevor er Kagawa erreicht fast auf einer am Boden liegenden Plane aus, nimmt den Torschützen wie ein Kleinkind auf den Arm und reckt es dem Meisterhimmel entgegen.

Dritte Szene: Natürlich gab es die obligatorischen Bierduschen und die ebenso unvermeidbaren ineinander verkeilten Männerkörper. Die Borussia aber brachte noch eine feminine Note in die Feierei. Die Frauen und Freundinnen – Typ blond und langbeinig – fielen ihren Meistermännern um den Hals, knutschten sie, machten Erinnerungsfotos vor der Südtribüne. Selbst beim Feiern macht der BVB eine gute Figur.

Welches Spiel konnten Sie guten Gewissens verpassen?

Da gewinnt Kaiserslautern nach 21 Partien mal wieder ein Spiel und muss trotzdem absteigen, wie seit Samstag feststeht. Das ist traurig. Noch trauriger war, was der Gegner aus Berlin bei diesem für den Klassenerhalt so wichtigen Spiel auf den Rasen brachte. Mutlos, leidenschaftslos, dilettantisch: Die Hertha spielte so, als ob sie bereits aufgegeben hätte. Dabei hätten die Berliner mit einem Sieg auf den Relegationsplatz vorrücken können. Selbst die Hertha-Fans verfielen in Apathie. Fast 52.000 kamen, bis zur Halbzeit schrien und pfiffen sie noch, auf das ihre Mannschaft doch erwachen möge. In der zweiten Hälfte gaben auch sie auf.

Wer stand im Blickpunkt?

Franck Ribéry. Am Mittwoch, in der Halbzeitpause des Spiels gegen Real Madrid, soll der Franzose seinem Kollegen Arjen Robben eine verpasst haben. Die Sache sei geregelt, hieß es aus München, von einer Geldstrafe für den Franzosen war die Rede.Robbens Veilchen war noch nicht verwelkt, da hatte er in der Schlussminute beim Spiel in Bremen schon wieder Ribérys Faust vor der Nase. Diesmal aber war der Franzose zärtlicher. Gerade hatte er den 2:1-Siegtreffer für sein Team erzielt, da lief er zur Auswechselbank, auf der Robben es sich gemütlich gemacht hatte. Ribéry streckte die Faust aus. Robben tat es ihm gleich, ihre Handknochen berührten sich zart. Der Gruß der harten Jungs als Geste der Versöhnung.