Der Frühling ist schon da, der Sommer kommt auch bald. So schön Drinnensport auch ist: Es wird Zeit, nach draußen zu gehen. Welche Sportarten die Redaktion am liebsten treibt, haben wir auf den nächsten Seiten zusammengetragen. Aber was machen Sie? Das interessiert uns. Wir freuen uns über Kommentare oder Leserartikel.

Kubb: Der König muss fallen.

Till Schwarze: Kubb

Ein wunderbarer Grund, draußen zu sein, ist das Spiel mit dem Klotz (Kubb auf Schwedisch). Genauer gesagt: den Klötzen. Der Aufwand ist nicht groß: Mindestens ein weiterer Mitspieler, ein paar Meter freie Fläche, die Kubb-Figuren und so wenig Regen wie möglich. Kubb kann fast überall gespielt werden: am Strand, auf der Wiese, im Park. Besondere Vorkenntnisse oder sportliche Fähigkeiten braucht es nicht. Nur der Spielablauf sollte klar sein. Eine gewisse Geschicklichkeit beim Werfen kann helfen.

Beim Wikingerschach oder Bauernkegeln, wie das aus Skandinavien importierte Kubb bei uns auch genannt wird, treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Ziel ist es, mit den Staffellaufstab-ähnlichen Wurfhölzern die Holzklötze des Gegners umzuschmeißen und damit aus dem Spiel zu nehmen. Sind alle Kubbs des Gegners gefallen, darf am Ende der König in der Mitte des Spielfelds abgeworfen werden – fällt auch er, ist das Spiel gewonnen.

So einfach es klingt, so schwer kann es werden. Trainiert werden Geschicklichkeit, Hand-Auge-Koordination, Wurftechnik und der Teamgeist. Abhängig von der Treffsicherheit der Spieler kann sich eine Partie Kubb zu einer ausgedehnten Nachmittagsbeschäftigung entwickeln. Bei bis zu zwölf Spielern und einer dem Boule ähnlichen Laisser-faire-Stimmung stört das aber nicht. So lassen sich Kubb-Partien prima mit Picknick oder Grillen verbinden.

Kosten: Ein Kubb-Spiel mit König, Klötzen, Wurfhölzern und Eckstäben fürs Spielfeld gibt es für etwa 15 bis 40 Euro. Wer besonderen Ehrgeiz entwickelt und die entsprechende Begabung besitzt, kann sich seine Figuren auch selbst aus Holz schnitzen.
Regeln: als PDF-Dokument hier 
Dachverband: keiner, Infos gibt es bei kubbturnier.de
Herkunft: Entstanden im 14. Jahrhundert in Skandinavien, in Deutschland bekannt seit etwa zehn Jahren.