Bundesliga-VorschauSchreibt Grass bald ein Bayern-Gedicht?

Der FC Bayern wird wieder zur Gefahr. Tim Wiese wird vermisst. Michael Preetz führt ein Selbstgespräch. Und Gladbach macht uns traurig. Die Bundesliga-Vorschau

Hoffentlich vernebelt die Aschewolke Werder-Torwart Tim Wiese und dem Rest der Bundesligaspieler nicht den Blick

Hoffentlich vernebelt die Aschewolke Werder-Torwart Tim Wiese und dem Rest der Bundesligaspieler nicht den Blick

Wer spielt wann gegen wen?

SC Freiburg – 1. FC Nürnberg
1. FC Kaiserslautern – TSG Hoffenheim
Bayern München – FC Augsburg
VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund
VfB Stuttgart – FSV Mainz 05
1. FC Köln – Werder Bremen (alle Samstag, 15.30)
Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC (Samstag, 18.30)
Schalke 04 – Hannover 96 (Sonntag, 15.30)
Hamburger SV – Bayer Leverkusen (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Die Bayern zeigen sich von ihrer besten Seite, lösen alle drei bis vier Tage ihre Aufgaben mit Konstanz, und die heißt Sieg. Getrieben sind sie vom Durst nach drei Titeln, vielleicht auch ein bisschen von der Sorge, dreimal Zweiter zu werden. Nach Marseille und vor Dortmund und Madrid trifft der FCB auf das kleine Augsburg. Zwar ist die über zwei Jahrtausende alte Römer- und Fuggerstadt die historisch bedeutendere als die Pfütze München. Doch die Fußballzahlen lesen sich anders. Die Augsburger kostet ein Bundesliga-Punkt 425.000 Euro, die Bayern mehr als das Dreifache. Augsburg ist die Elf mit dem niedrigstem Ballbesitz der Liga (rund 44 Prozent), die Bayern die mit dem höchsten (61 Prozent). Bis Mitte Oktober blieb Augsburg ohne Sieg, die Mannschaft schien alle Experten zu bestätigen, die dem FCA den sofortigen Wiederabstieg prophezeiten. In der Rückrundentabelle liegt das Team aber auf Rang 10, hat dieses Jahr erst zweimal verloren, auch weil das Winterschnäppchen Ja-Cheol Koo eine Verstärkung ist. Ein besonders wichtiger Baustein ist der Trainer. Jos Luhukay hat sich ein Kollektiv ohne Stars erzogen und streut geschickt veraltet anmutende Elemente der Manndeckung in sein Defensivkonzept ein. Als Kandidat für die drei letzten Plätze gelten inzwischen andere, größere Vereine als der FC Augsburg. Gelingt dem Bundesliganeuling auch bei seinem ersten Ausflug in den einschüchternden Münchner Palast die Überraschung?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Gladbach gegen Hertha. Die Hertha gefällt allenfalls durch die Kapriolen ihres Managers Michael Preetz. Erst soll er nach dem vorigen Heimspiel Journalisten aus dem Weg gegangen sein. Dann hat er sich interviewt und sein Selbstgespräch veröffentlicht. Zum Schluss musste der Pressesprecher für Preetz in die Bresche springen und dessen Tagesablauf protokollieren, um die Beflissenheit seines Chefs zu beweisen. Auf der Homepage von Hertha steht nun: "15:48: Anruf vom Tagesspiegel beim Pressesprecher, Rückruf des Pressesprechers und Beantwortung Fragen um 15:52." Das ist wahrhaft letzte Tinte. Für Gladbach aber vergießen wir eine Träne der Rührung. Das Team, das uns bis vor wenigen Wochen so begeisterte, hat seinen Schwung verloren. Vermutlich wird es ihn auch nicht wiederfinden, zumal am Saisonende wichtige Spieler den Verein verlassen werden, vielleicht auch der Trainer. Es war einmal Borussia. Da schauen wir traurig.

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Wer steht im Blickpunkt?

Christian Heidel. Die Woche, in der er sein zwanzigjähriges Arbeitsjubiläum begeht, wird der FSV Mainz seinem Manager zuliebe mit einem Sieg in Stuttgart abschließen und die letzten nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren. Heidel hat Verdienste für den Verein und für das ganze Fußballland. Nicht nur hat er dabei geholfen, einen langweiligen Zweitligisten mit geringen Mitteln in einen attraktiven Bundesligastandort zu verwandeln. Auge und Händchen hat Heidel vor allem als Trainer-Scout bewiesen. Sowohl Jürgen Klopp als auch Thomas Tuchel hat er ins Profilager befördert, beide Male zur Überraschung aller. Für den Fastnachtsverein ist das "Mainzelmännchen" (Sport Bild) mit dem südhessischen Akzent aber nicht nur Macher, sondern glaubwürdiger Repräsentant. Die Vertreter des Gegners kommen lange nicht so gut rüber.

Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Eine Redaktion, die sich nicht an ihre eigene Netiquette hält, in diesem besonderen Fall billige Polemik und mangelnde Sachlichkeit, muss sich nicht über mangelnden Respekt wundern.

    MfG
    AoM

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Überschriften, die als beleidigend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz

    5 Leserempfehlungen
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    Lesen Sie doch den ganzen Artikel. Unten steht das Zitat, auf das in der Überschrift Bezug genommen wird, und dessen Autor:

    Was war das Zitat der Woche?

    "Die Bayern müssen aufpassen. Sie sind international so dominant – wenn sie so weitermachen, schreibt Günter Grass noch ein Gedicht über sie."

    Harald Schmidt

    Lesen Sie doch den ganzen Artikel. Unten steht das Zitat, auf das in der Überschrift Bezug genommen wird, und dessen Autor:

    Was war das Zitat der Woche?

    "Die Bayern müssen aufpassen. Sie sind international so dominant – wenn sie so weitermachen, schreibt Günter Grass noch ein Gedicht über sie."

    Harald Schmidt

  2. Lesen Sie doch den ganzen Artikel. Unten steht das Zitat, auf das in der Überschrift Bezug genommen wird, und dessen Autor:

    Was war das Zitat der Woche?

    "Die Bayern müssen aufpassen. Sie sind international so dominant – wenn sie so weitermachen, schreibt Günter Grass noch ein Gedicht über sie."

    Harald Schmidt

    Antwort auf "[...]"
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    Selten einmal (von mir) ausgewählte Sendungen in den Mediatheken.
    Von daher ist mir nicht geläufig, was ein Großmeister des belanglosen, spät abendlichen Schwatzens von sich gegeben hat.
    Ich habe durchaus Sinn für Humor, aber nicht bei einer Sache, die wesentlich ernstere Kreise zieht, als eine Fussballelf.

    MfG
    AoM

    Selten einmal (von mir) ausgewählte Sendungen in den Mediatheken.
    Von daher ist mir nicht geläufig, was ein Großmeister des belanglosen, spät abendlichen Schwatzens von sich gegeben hat.
    Ich habe durchaus Sinn für Humor, aber nicht bei einer Sache, die wesentlich ernstere Kreise zieht, als eine Fussballelf.

    MfG
    AoM

  3. Bayern mit dem Problemen Israel und seine Nachbarn zu vergleichen ... alles für ein gute Quote ... Manche werden zu Faust....

    3 Leserempfehlungen
    • cgpb
    • 07.04.2012 um 14:33 Uhr

    Den Verweis auf das Grass-Gedicht ist für meinen Geschmack intellektuell zu verschrobener Humor, der sich mir auch nur nach dreimaligem Überdenken nicht erschließen möchte. Vielleicht sollte ich Denis Scheck mal fragen.

    Zum Thema Gladbach: Das Team bewies vor zwei Wochen im DFB-Pokal-Spiel gegen Bayern eine gute Form, am Wochenende danach spielten sie ebenfalls gegen Hoffenheim gut auf, leider reichte die Kraft nur bis zur 70. Minute. Das reichte dann nicht aufgrund der Chancenverwertung, die in etwa der von Borussia Dortmund entspricht.

    Dass es danach eine uninspirierte Niederlage gegen aufstrebende Hannoveraner gab, ist schade, jedoch wäre es zu weitreichend, hier vom Ende eines Liedes zu sprechen. Eine Krise von 3 Wochen haben bis auf Dortmund diese Saison sämtliche Mannschaften durchlebt.

    Selbst nach Weggang von Dante, Neustätter und Reus bleiben mit Arango, Camargo, Hermann, Jantschke, Brouwers, Nordtveit und Ter Stegen einige Erfolgssäulen, auf denen mit vorraussichtlich 40 Millionen zusätzlichen Einnahmen, die Eberl Favre für den Kader zusprach, viel aufgebaut werden kann.

  4. Von wegen "Angel_of_Mercy", keine Gnade lassen Sie hier walten. Aber immerhin sind Sie bei der Lektüre bis zum Titel gekommen.
    Vielleicht liegen aber bei den Bayernfans (ich unterstelle mal, dass Sie zu dieser Spezies gehören) auch nur die Nerven blank, weil die speziellen Süderer in dieser Saison zu "Vize-München" mutieren könnten. Schau'n mer mal.

    Was aber die Unverschämtheit erster Güte von Oliver Fritsch im Artikel (den ich in Gänze gelesen habe) angeht, nämlich die grossartigen Gladbacher sowohl für die noch laufende als auch die kommende Spielzeit quasi abzuschreiben, dies ist nun wirklich...öh...mir fehlen die Worte ...äh... jedenfalls nicht nett.
    "Wir" werden solchen Unkenrufern auffem Platz schon die entsprechende Antwort geben. Schaut ihr mal!

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    Redaktion

    "Wir werden solchen Unkenrufern auffem Platz schon die entsprechende Antwort geben."

    Ich fänds gut, ich fände eine Fortsetzung der Gladbach-Story in der nächsten Saison gut. Aber mir fehlt ein wenig der Glaube.

    Redaktion

    "Wir werden solchen Unkenrufern auffem Platz schon die entsprechende Antwort geben."

    Ich fänds gut, ich fände eine Fortsetzung der Gladbach-Story in der nächsten Saison gut. Aber mir fehlt ein wenig der Glaube.

  5. Selten einmal (von mir) ausgewählte Sendungen in den Mediatheken.
    Von daher ist mir nicht geläufig, was ein Großmeister des belanglosen, spät abendlichen Schwatzens von sich gegeben hat.
    Ich habe durchaus Sinn für Humor, aber nicht bei einer Sache, die wesentlich ernstere Kreise zieht, als eine Fussballelf.

    MfG
    AoM

    • Dr.FF
    • 07.04.2012 um 17:15 Uhr

    Grass als Bayern-Barde, das wär's! Er könnte sein Poem vom Münchner Rathausbalkon aus vortragen und sich selbst auf der Harfe begleiten - als eine Art Troubadix unserer Tage.

    Überhaupt - mir fällt auf die Schnelle kaum ein humorloserer Dichter ein als Grass. (Gut, vielleicht Walser).

    Wandelndes Weltgewissen, verdienter Träger des dauererigierten Zeigefingers und Chefmoralist der Nation - da bleibt halt kein Platz für "Humor".

    Leider.

  6. Ist das Thema hier Fussball? Womöglich eine Replik auf den Artikel selbst angesagt?

    Immerhin gras(s)ieren die Fohlen derzeit noch auffem Platz, machen sich warm, um dem Hauptstadtklub, welcher gerne in der 1. Liga verbleiben soll, eine letzte Niederlage zuzufügen.

    Wie spannend ist aber erst der kommende Mittwoch. BVB vs Süderer. Da geht es um nicht wenig. Ich freue mich drauf.

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