Qualifikation: DFB-Frauen auf EM-Kurs
Gegen eine chancenlose Schweiz haben die Deutschen Fußball-Frauen einen Kantersieg eingefahren. Damit kann das Team von Silvia Neid schon fast für die EM 2013 planen.
© Sigi Tischler/dpa

Die Stürmerin Celia Okoyino da Mbabi feiert eins ihrer vier Tore.
Die deutschen Fußball-Frauen sind auf dem Weg zur Europameisterschaft 2013 nicht aufzuhalten. Angeführt vom Sturmduo Celia Okoyino da Mbabi und Anja Mittag machte das Team von Bundestrainerin Silvia Neid das Euro-Ticket mit einem 6:0 (3:0)-Erfolg in der Schweiz so gut wie perfekt.
Mit ihren Länderspieltoren 12 bis 15 dieses Jahres bewies da Mbabi (16./38./70./85. Minute) gegen die Schweizerinnen erneut ihre sehr gute Form. Der Angreiferin von Bad Neuenahr gelang im vierten Spiel in Serie mindestens ein Dreierpack. Mittag (24.) erzielte das zwischenzeitliche 2:0, die Schweizerin Marie Egli (64.) traf per Eigentor.
"Es macht einfach Riesenspaß. Heute wäre aber noch mehr drin gewesen, wir haben noch einiges ausgelassen", sagte da Mbabi. Zwar bemängelte Trainerin Neid einige Unaufmerksamkeiten in der Anfangsphase: "Insgesamt sind wir aber schon sehr zufrieden." Mit 19 Punkten aus sieben Spielen führt der zweimalige Weltmeister seine Qualifikationsgruppe souverän vor Spanien an. Weil die restlichen Aufgaben gegen Rumänien Ende Mai sowie in Kasachstan und gegen die Türkei im September als lösbar gelten, darf der Titelverteidiger bereits für das EM-Turnier in Schweden planen.
Schweizerinnen spielen zu Beginn mutig
Kurzfristig musste Bianca Schmidt mit einem Magen-Darm-Infekt passen, so dass Linda Bresonik auf die rechte Abwehrseite rückte und Lira Bajramaj im Mittelfeld zu ihrem Startelfdebüt in diesem Jahr kam. Die neuformierte Verteidigung mit Spielführerin Saskia Bartusiak, die nach einer Gelbsperre zurückkehrte, wirkte zunächst überrascht von den mutig anstürmenden Schweizerinnen. Sandy Maendly zwang die deutsche Torhüterin Almuth Schult schon nach gut zwei Minuten aus 13 Metern zu einer Flugeinlage.
Doch nach einer ausgeglichenen Anfangsphase stand die Vertreterin der verletzten Nadine Angerer nicht mehr im Fokus. Stattdessen setzten die Frauen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Heimteam früh unter Druck und zogen ein sicheres Kombinationsspiel auf. Nach gutem Einsatz von Mittag auf der rechten Seite spitzelte da Mbabi (16.) den Ball zur Führung über die Linie. Acht Minuten später legte die Torjägerin ihrer Sturmpartnerin zum 2:0 auf.
Schon vor der Pause beseitigte da Mbabi per Kopf eingeleitet von einer Mittag-Flanke die letzten Zweifel am 15. Sieg im 16. Spiel gegen den Nachbarn. "Celia hat momentan wirklich einen Lauf. Sie ist immer drauf aus, ein Tor zu machen", sagte DFB-Managerin Doris Fitschen.
Nach einem hektischen Start in die zweite Halbzeit misslang Egli eine Rettungsaktion vor Mittag, die Schweizerin grätschte den Ball ins eigene Netz. Da Mbabi krönte ihre Leistung endgültig mit zwei weiteren Kopfballtreffern.









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