FußballNeuer TV-Vertrag bringt Bundesliga 2,5 Milliarden Euro

Mit dem Verkauf der Fernseh-Rechte kann die Fußball-Bundesliga ihre Einnahmen deutlich steigern. Den Zuschlag erhielten erneut ARD-Sportschau, ZDF und Sky. von afp, dpa und reuters

Die Fußball-Bundesliga erlöst mit dem Verkauf der Fernseh-Rechte bis 2017 rund 2,5 Milliarden Euro. Dabei setzt der Ligaverband DFL auf die bisherigen Sender. Die Zusammenfassungen der Spiele am Samstag laufen auch ab der Saison 2013/14 in der Sportschau der ARD ab 18:30 Uhr. Das aktuelle sportstudio des ZDF kann am späten Samstagabend weiterhin Berichte von den Begegnungen zeigen.

Die Live-Übertragungen werden auch ab der übernächsten Saison vom Bezahlfernsehsender Sky übertragen, wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mitteilte. Neu ist, dass Sky sein komplettes Bundesliga-Programm auch auf allen Internetwegen verbreiten darf. Die Telekom , die derzeit noch die IPTV-Rechte hält und als Liga total verbreitet, ging bei der Versteigerung leer aus.

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Neu im Spiel ist der Medienkonzern Axel Springer . Er darf Höhepunkte der Spiele eine Stunde nach Spielschluss im Internet gegen Bezahlung zeigen, am folgenden Tag dann auch kostenlos. Der Konzern kündigte an, dass die Spielberichte auf bild.de gezeigt werden. Die Zusammenfassungen sollen bis zu sechs Minuten lang sein. Ein konkreter Preis für stehe noch nicht fest.

Sky zahlt fast doppelt so viel wie bisher

Mit den neuen Verträgen steigert die Bundesliga ihre Einnahmen deutlich. Sie erlöst mit den Senderechten pro Saison 628 Millionen Euro, bisher sind es 412 Millionen Euro. "Das ist ein Quantensprung", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball .

Den deutlichsten Zuschlag muss Sky zahlen. Der Bezahlsender gibt für die vier Spielzeiten ab 2013/14 fast doppelt so viel für die Live-Rechte aus. Insgesamt lässt sich das  Unternehmen die Übertragungsrechte gut 1,9 Milliarden Euro kosten. Im Schnitt werde Sky Deutschland damit 485,7 Millionen Euro pro Spielzeit für die Fernseh-, Internet- und Web-TV-Rechte zahlen. Bisher waren es 250 Millionen Euro, allerdings ohne die Internet-Rechte.

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Leserkommentare
  1. ...für Ihre Gebühren :-)

    3 Leserempfehlungen
  2. kann man(n) weiterhin darauf hofen, dass die spitzenspiele weiterhin auf eurosport 2 (zwar auf englisch/ in andere europäische sprachen, aber das ist ja nichts so schlimm...) und das gibts sogar als gratis HD stream :-)

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    • TDU
    • 17. April 2012 14:03 Uhr

    Auch wenn das zunehmende "Traum, Boooh, Jubilieren zunehmend auf die Nerven geht. Die Fachleute bleiben und die ausschliesslich "am Geld muss mehr Geld bringen" Interessierten, die Verwerter und späteren Aaasgeier, jedoch ohne die "Reinigungsfunktion" der Originale bleiben weiter aussen vor.

  3. Da ist sicher ein Teil der neuen Volksempfängerabgabe schon verhackstückt.
    Doch leider kommt bei den kleinen Vereinen nichts an und die Jugendarbeit....

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  4. Ich persönlich finde die wenigen Änderung zum Status Quo irgendwie traurig. Wieder einmal hat man m.E. die Chance verpasst durch viele Akteure den Wettbewerb untereinander zu entfachen. Gerade das Produkt Bundesliga ist nach wie vor sehr uninteressant vermarktet und ich kann mir in der Konstellation beim besten Willen nicht vorstellen, dass es Sky schafft wesentlich mehr Abbonenten zu bekommen. Etwas mehr Wettbewerb in der Endkundenvermarktung ist dringend nötig.

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  5. Nach meiner Meinung sind die Beträge, die inzwischen Richtung Bundesliga wandern ungesund und maßlos.
    Es geht immer mehr um ein Geschäft, bei dem der Sport eine untergeodrnete Rolle spielt.
    Der Gebührenzahler sieht dann 22 Millionäre über den Rasen laufen, die völlig übersättigt vergessen, daß sie eigentlich eine Mannschaft sind. Noch dazu wird die Veranstaltung von Fußball-Rentnern kommentiert, die von den Fernsehanstalten als vermutlich zu hoch bezahlte Co-Moderatoren engagiert wurden. Dekadenz pur!

    7 Leserempfehlungen
  6. Wie viel zahlen ARD + ZDF?
    Immerhin sind es meine Gebühren, schaue nie Fußball.
    Wer sich für Sport interessiert, hat eine Menge andere Sender zur Auswahl.

    6 Leserempfehlungen
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    ...bei mir hingegen sind Sportschau und Sportstudio fast das einzige, dass ich auf diesen Sendern sehe.
    Wer den ganzen Rest – schlechte Dokus, schlechte Soas, blödsinnige Fragerunden, uninteressante Talkshows – sehen will, hat eine Menge anderer Sender zur Auswahl.

    schaue überhaupt kein Fernsehen und lasse mich höchst selten von öffentlich-rechtlichen Angeboten informieren. Ich informiere mich im Internet (oder kauf nen Magazin), zur Not auch über werbefinanzierte Seiten. In meiner Peer-Group ist es sehr ähnlich.

    Wie praktisch dass es nächstes Jahr die Zwangsabgabe gibt...

  7. ...bei mir hingegen sind Sportschau und Sportstudio fast das einzige, dass ich auf diesen Sendern sehe.
    Wer den ganzen Rest – schlechte Dokus, schlechte Soas, blödsinnige Fragerunden, uninteressante Talkshows – sehen will, hat eine Menge anderer Sender zur Auswahl.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Öffentlich rechtliche"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    So läuft es nun mal in unserer freien Gesellschaft mit ihrer sozialen Marktwirtschaft. Einige Wenige gönnen sich ein großes Stück vom Kuchen, das Geld dafür wird dann ab 2013 zwangseingetrieben!
    Und ich besitze keinen Fernseher und kann auch ohne Fußballberichterstattung sehr gut leben!

    namens "Sportschau" tue ich mir nicht an. Außerdem finde ich es albern, das Reporter Zusammenfassungen kommentieren, als würde es sich dabei um ein Live-Reportage handeln.

    Sie haben recht. Auf den öffentlich-rechtlichen Sendern läuft ziemlich viel Unsinn, welcher mit einem "Bildungsauftrag" und einer "Grundversorgung mit Informationen" verdammt wenig zu tun hat.

    Nur kann man aus der Aussage, man schalte die Sender nur noch wegen Fußball ein, eben nicht rechtfertigen, dass ein dreistelliger Millionenbetrag an Gebühren für Fußball ausgegeben wird. Die logische Konsequenz ist vielmehr, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt auf ein vernünftiges Niveau zurecht zu stutzen. Die Zeiten, in denen nur ein öffentliches Gebilde Rundfunk anbieten kann, sind endgültig vorbei.

    Wer Fußball schauen will, soll bitte dafür extra zahlen. Was soll diese Quersubvention?!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
  • Schlagworte ARD | Telekom | ZDF | Axel Springer | Bundesliga | Christian Seifert
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