Wer spielte wie gegen wen?

VfB Stuttgart – Werder Bremen 4:1
Schalke 04 – Borussia Dortmund 1:2
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg 0:2
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – FC Augsburg 1:2
Bayer Leverkusen – Hertha BSC 3:3
Bayern München – FSV Mainz 05
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 3:0
SC Freiburg – TSG Hoffenheim 0:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Hertha, entgegen unserer Vorhersage . Dabei hätten wir es wissen müssen. Ein Blick auf die Torfolge im Hinspiel, die sich als identisch mit der im Rückspiel erweisen sollte, hätte genügt: 2:0, 2:3, 3:3. Drei Tore in fünfzehn Minuten, zwei davon in Unterzahl, und eine solche Moral hatten wir der Hertha einfach nicht zugetraut. Auch dass Otto Rehhagel ein solches Händchen beweisen sollte, die Torschützen Pierre-Michel Lasogga und Tunay Torun (2) hatte er kurz zuvor eingewechselt. Nach dem Abpfiff waren die Berliner mit der Beute von einem Punkt sogar unzufrieden. Lebt die Hertha tatsächlich noch oder sind es letzte Zuckungen wie die von Aalen, die noch in der Pfanne zappeln?

Welches Spiel konnten Sie mit guten Gewissen verpassen?

Bayern-Spiele gehören zu den Höhepunkten jedes Spieltags. Die eine Hälfte des Lands heult, wenn sie verlieren, die andere, wenn sie gewinnen. Doch diesmal hat es keinen gejuckt. Nachdem der Tabellenführer die schwere Hürde in Schalke genommen hatte, ließen ihn die Bayern im Abendspiel gegen Mainz kapitulierend davonziehen. Jupp Heynckes setzte fünf Stammkräfte auf die Bank, um für das Champions-League-Halbinfale morgen Kraft zu sparen. Thomas Tuchel versuchte, Real Madrid zu imitieren, wenigstens äußerlich: "Wir haben extra die weißen Trikots angezogen." Ein desillusionierter Ex-Meister, ein Bundesligatopspiel als Test für den Europapokal, ein Sparringpartner aus Mainz – dieses Duell musste und wollte sich keiner antun.

Wer stand im Blickpunkt?

Sebastian Kehl . Zum Titelgewinn im Vorjahr trug der Kapitän Borussia Dortmunds wenig bei, nur sechs Mal kam er zum Einsatz, zwei Mal musste er sogar in der zweiten Mannschaft aushelfen. An mehr hinderten ihn Verletzungen und die starken Konkurrenten Nuri Sahin und Sven Bender. Auch wenn Sahin ging, traute man dem heute 32-Jährigen vor der Saison keine Schlüsselrolle zu, zumal zwei junge Hochtalentierte, Ilkay Gündogan und Moritz Leitner, für seine Position verpflichtet wurden. Doch Kehl, der älteste BVB-Spieler, ist eine der Überraschungen der Saison, er gehört zur Stammbesetzung des Tabellenführers. Am Samstag gelang ihm ein wichtiger Beitrag zum Dortmunder Titel, dem dritten mit Kehl nach 2002 und 2011. Es war ein schweres Spiel. Die Atmosphäre war giftig, Fans schmierten Parolen mit Schweineblut an die Stadionmauern, Schalkes Elf machte dem BVB zu schaffen, war der Führung nahe. Aber mit seinem Tor entschied Kehl das Revierderby. Er behielt die Nerven, staubte einen liegengebliebenen Ball aus kurzer Entfernung ab. Es war kein schönes Tor, aber es nahm dem Gegner den Glauben und es beseitigte die letzten Zweifel an der Dortmunder Meisterschaft.