Bundesliga, 33. Spieltag : Augsburg und Hamburg bleiben in der Liga

Schalke 04 sichert sich Platz drei. Augsburg und Hamburg retten sich. Köln und die Hertha müssen weiter zittern. Der FC Bayern und der BVB gewinnen. Alle Spielberichte
Schalke-Fans verabschieden Raúl © Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Schalke 04 – Hertha BSC 4:0 (1:0)

Hertha BSC kann mit Trainer Otto Rehhagel weiter auf den Verbleib in der Bundesliga hoffen. Zwar gingen die Berliner beim FC Schalke 04 unter. Dank der gleichzeitigen Niederlage des Tabellen-16. 1. FC Köln können sie aber noch den Relegationsplatz erreichen. Dafür bräuchten die Berliner jedoch ein Heimsieg kommenden Samstag gegen 1899 Hoffenheim.

Schalke sicherte sich im letzten Heimspiel mit Stürmerlegende Raúl, der in der 84. Minute das 3:0 markierte, vorzeitig den dritten Tabellenplatz und den direkten Einzug in die Champions League. Die übrigen Treffer steuerten Klaas-Jan Huntelaar (32./88.) mit seinen Saisontoren 26 und 27 sowie Lewis Holtby (73.) bei.

In seinem elften Spiel als Hertha-Trainer wirbelte Rehhagel seine Elf wieder einmal kräftig durcheinander. Roman Hubnik und Christoph Janker standen in der Innenverteidigung wieder zur Verfügung. Zudem rückten Ronny, Nikita Perdedaj und Änis Ben-Hatira für Andreas Ottl, Tunay Torun und Pierre-Michael Lasogga in die Elf, der über 90 Minuten der Druck und die Verunsicherung anzumerken war.

Schalkes Coach Huub Stevens war beim letzten Heimauftritt von Superstar Raúl, der von den Fans gefeiert und nach dem Spiel mit großem Applaus verabschiedet wurde, froh, dass Lars Unnerstall rechtzeitig fit wurde. Bereits in der 4. Minute wurde der Schalke-Torhüter von Ronny per Distanzschuss geprüft. Das war es dann aber auch mit den zum Teil stümperhaften Berliner Offensivbemühungen.

Weil sich auch Schalke zunächst schwertat und viele Fehlpässe produzierte, plätscherte die Partie bei fast sommerlichen Temperaturen eine gute halbe Stunde vor sich hin. Eine echte Tormöglichkeit konnte sich kein Team erspielen. Dann schlug Huntelaar zu: Zunächst scheiterte der Niederländer mit einem Kopfball (31.) am gut reagierenden Thomas Kraft, nur wenige Sekunden später aber unterstrich er seine Torjäger-Qualitäten. Nach einem feinen Pass von Joel Matip ließ der "Hunter" dem Hertha-Schlussmann aus zwölf Metern keine Chance. Kurz darauf hätte der Stürmer sogar auf 2:0 erhöhen können, doch sein Kopfball landete nur am Außenpfosten.

Nach dem Wechsel erhöhte Schalke den Druck und hätte durch Jurado (47.) und Huntelaar (50.), der nach einem Querpass von Lewis Holtby das leere Hertha-Tor verfehlte, die Partie frühzeitig entscheiden müssen. Ein wirkliches Aufbäumen der Berliner bei ihrem sechsten Spiel auf Schalke hintereinander ohne eigenes Tor war auch danach nicht zu sehen. Holtby, Raúl und erneut Hunterlaar machten in der Schlussphase dann alles klar.

FC Schalke 04: Unnerstall (90. Schober) - Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs - Jones (85. Höger), Holtby - Farfán, Raúl, Jurado (88. Marica) - Huntelaar

Hertha BSC: Kraft - Lell (53. Ebert), Hubnik, Janker, Bastians - Ronny, Perdedaj - Ben-Hatira, Raffael, Rukavytsya (71. Torun) - Ramos (46. Lasogga)

Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Zuschauer: 61 673 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Huntelaar (32.), 2:0 Holtby (73.), 3:0 Raúl (84.), 4:0 Huntelaar (87.)

Gelbe Karten: Jones (14) / Ben-Hatira (2)

Beste Spieler: Matip, Huntelaar / Kraft

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Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Bravo FC Augsburg!

Aus dem absoluten Underdog ist eine Mannschaft geworden, die richtig schwer zu schlagen ist. Neben Mönchengladbach hat sich selbst der Dt. Meister 90 Minuten die Zähne an ihr ausgebissen.

Ob es auf Dauer reichen wird, in der BL zu bestehen, ist egal. Aus Sicht des Vereins hat man eine sensationelle Saison hinter sich - das können nicht viele von sich behaupten.

Recht so

Diese Saison des HSV war unteirdisch. Eigentlich hätten die absteigen müssen. Mit so einer Performance auch noch die Klasse halten geht eigentlich gar nicht. Man kann nur hoffen, dass die Sommerpause genutzt wird, um sich und das Team mal auf Reset zu setzen.

So kann man sich nichts dafür kaufen, wenn man sich rühmen kann, der Dino der Bundesliga zu sein. Dann lieber absteigen als so eine würdelose Saison.

gratulation nach augsburg

.. entgegen den zu beginn der saison von den fachleuten allerorts geäußerten abstiegsprognosen hat sich der fca
als echte mannschaft gezeigt und sinen verbleib in der ersten liga durchaus gerechtfertigt.
der meister der unentschieden entwickelte sich gerade in der zweiten hälfte der spielzeit als echt harte nuss.
man möchte hoffen das der verein auch weiterhin seine
bodenhaftung nicht verliert und den kampf um die
manifestierung in der ersten liga im nächsten jahr noch erfolgreicher bestreitet ..