DFB-Sportgericht: Hertha unterliegt im Abstiegs-Streit – und kämpft weiter
Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Hertha BSC nach dem Chaos-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf abgewiesen. Doch Hertha will nicht absteigen und legt Berufung ein.
© Getty Images

Beim Relegationsspiel waren Düsseldorfer Fans zwei Minuten vor dem eigentlichen Ende der Begegnung aufs Spielfeld gerannt.
Das Bundesliga-Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC, das im Fan-Tumult endete, wird nicht wiederholt. So entschied es das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes, das den Einspruch von Hertha BSC als unbegründet abwies. Die Berliner wären mit dem Urteil in die zweite Bundesliga abgestiegen, wollen aber erneut Einspruch vor dem DFB-Bundesgericht einlegen, wie Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt mitteilte.
Der Rechtsbeistand äußerte sich enttäuscht. "Ich kann das Urteil nicht verstehen. Der Richter hat von einem positiv besetzten Platzsturm gesprochen. Muss es denn Verletzte geben? Die, die als erste über den Zaun geklettert sind, waren keine Kinder", sagte Schickhardt nach der Urteilsverkündung.
Hertha hatte nach der 2:2 ausgegangenen Partie in Düsseldorf protestiert, weil Fortuna-Anhänger schon zwei Minuten vor dem Abpfiff den Rasen stürmten. Daraufhin hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel für 21 Minuten unterbrochen. Als die Fans den Rasen wieder verlassen hatten, pfiff Stark die Partie noch einmal für 93 Sekunden an.
"Der Einspruch hatte keinen Erfolg, weil kein Einspruchsgrund nachzuweisen war", hatte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz sein Urteil begründet. "Der Schiedsrichter hat jederzeit regelkonform gehandelt, und die von Hertha BSC behauptete einseitige Schwächung durch die Unterbrechung konnte nicht belegt werden." Die Entscheidung sei dem Gericht nicht leicht gefallen.
Verständnis für Hertha
Lorenz äußerte Verständnis für Herthas Widerspruch: "Auch wenn der Einspruch keinen Erfolg hatte, sagen wir ausdrücklich, dass wir Verständnis haben, dass der Verein nach diesem Strohhalm gegriffen hat."
Hertha-Manager Michael Preetz hatte den Einspruch mit der Ausnahmesituation begründet. "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich", hatte er argumentiert. Entscheidet die nächste Instanz genauso, wäre Herthas Abstieg in die zweite Liga endgültig.
Neben der Wertung des Spiels prüft der DFB zudem noch das Verhalten einiger Hertha-Spieler, die Schiedsrichter Stark nach dem Schlusspfiff angegriffen haben sollen. Gegen die Berliner Profis Lewan Kobiaschwili, Christian Lell, Thomas Kraft und Andre Mijatović ermittelt deshalb der DFB-Kontrollausschuss. Diese Fälle will das Gericht später behandeln.









... die einzig vernünftige Entscheidung, unabhängig von allen Emotionen, die im Spiel sind. Das Spiel wurde regelkonform beendet, damit ist ein Wiederholungsspiel hinfällig.
Heißt das, die Fans dürfen jetzt bei allen Bundesligaspielen direkt an der Außenlinie stehen, von der ersten Minute an?
Heißt das, die Fans dürfen jetzt bei allen Bundesligaspielen direkt an der Außenlinie stehen, von der ersten Minute an?
Anja & Tanja, die beiden Event-Hools, stürmen den Rasen.
Fast hätte ich Pipi in die Hose gemacht. Danke für Ihren Beitrag ^^
Dieses Foto (und Ihr Kommentar dazu) bringen das Verhalten der Hertha-Verantwortlichen nach diesem Spiel auf den Punkt.
Eine Mannschaft, die die ganze Saison über zu keinem Zeitpunkt als solche beschrieben werden dürfte, die am Ende auch noch in beiden Relegationsspielen unterlegen war, ist so tief angelangt wie es nur geht.
Nachdem alle gesehen haben mit welcher Motivation die Fortunen den PLatz gestürmt haben, nachdem alle gesehen haben, wie sich die Hertha-Spieler weigerten, das Spiel ordnungsgemäß zu Ende zu bringen,
[...]
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.
Fast hätte ich Pipi in die Hose gemacht. Danke für Ihren Beitrag ^^
Dieses Foto (und Ihr Kommentar dazu) bringen das Verhalten der Hertha-Verantwortlichen nach diesem Spiel auf den Punkt.
Eine Mannschaft, die die ganze Saison über zu keinem Zeitpunkt als solche beschrieben werden dürfte, die am Ende auch noch in beiden Relegationsspielen unterlegen war, ist so tief angelangt wie es nur geht.
Nachdem alle gesehen haben mit welcher Motivation die Fortunen den PLatz gestürmt haben, nachdem alle gesehen haben, wie sich die Hertha-Spieler weigerten, das Spiel ordnungsgemäß zu Ende zu bringen,
[...]
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.
Ich kann das Urteil ansich verstehen, allerdings bedeutet das jetzt auch, dass legitimiert wird auf den Platz zu rennen um eine Unterbrechung zu erzwingen.
Das hätten die Bayern am Samstag in der 86. Minute mal machen sollen :D
wenn man so eine Spielwiederholung hätte erzwingen können.
Dann könnte demnächst jede Fangemeinde den Rasen stürmen, wenn der Spielstand gerade mal nicht passt.
Abgesehen davon handelt es sich hier nach wie vor um ein Missverständis euphorischer Fans und nicht um wilde Hooligans, die auf Krawall aus sind. (Gefärlich ist es natürlich trotzdem)
Und beim übernächsten Mal werden mit Pfefferspray und Elektroschockern bewaffnete Ordner da stehen und das ohne Rücksicht auf Krawall oder Überschwang verhindern.
wenn man so eine Spielwiederholung hätte erzwingen können.
Dann könnte demnächst jede Fangemeinde den Rasen stürmen, wenn der Spielstand gerade mal nicht passt.
Abgesehen davon handelt es sich hier nach wie vor um ein Missverständis euphorischer Fans und nicht um wilde Hooligans, die auf Krawall aus sind. (Gefärlich ist es natürlich trotzdem)
Und beim übernächsten Mal werden mit Pfefferspray und Elektroschockern bewaffnete Ordner da stehen und das ohne Rücksicht auf Krawall oder Überschwang verhindern.
aber der DFB hat den Anschein einer fairen Verhandlung gewahrt. So funktioniert Rechtsprechung in Deutschland.
...kann ich nicht objektiv darlegen warum ich der Meinung bin, dass unter Berücksichtigung aller Fakten eine Wiederholung von vornherein auszuschließen war. Deshalb versuch ichs erst garn nicht:
Wie geil ist das denn!!! Fortuna endlich wieder erstklassig!!
Keine Frage, dass Hertha den Abstieg verdient hat. Insofern ist die Wiederholung des Spiels ohne Belang.
Allerdings hat der DFB mit diesem Urteil eine Chance vertan, künftig für mehr Disziplin in den Stadien und für mehr Verantwortungsbewusstsein bei den Vereinsführungen und den Fans zu sorgen. Es kann nicht sein, dass es rechtsfreie Räume gibt, in denen große Gruppen von Menschen ihrer Unversehrtheit nicht sicher sein können. Es darf nicht dem Glück oder dem Zufall überlassen bleiben, ob man sich im Strudel von glücklichen Fans oder frustrierten Chaoten befindet. Der DFB wird sich zu der Verantwortung bekennen müssen.
..... wie Sie sagen, dann können doch diese Spiele ausfallen. Man setzt eine Kommision ein, die dann bestimmt oder erwägt, wer einen Aufstieg oder einen Abstieg verdient hat.
hätte der DFB pro Hertha entschieden.
Dann denken sich alle Fans, ist der Verein am Scheitern in einem wichtigen Spiel, stürmen wir den Platz und die Jungs bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Chance.
Nach meinem Kenntnisstand haben die Herthaner Fans mit Bengalos angefangen, selbst wenn nicht, beide Gruppierungen haben sie benutzt.
Die Attacken auf Schiri Stark zeigen mir keine Todesangst der Spieler sondern Enttäuschung und Wut, wegen dem Abstieg, wegen der verkorksten Saison.
..... wie Sie sagen, dann können doch diese Spiele ausfallen. Man setzt eine Kommision ein, die dann bestimmt oder erwägt, wer einen Aufstieg oder einen Abstieg verdient hat.
hätte der DFB pro Hertha entschieden.
Dann denken sich alle Fans, ist der Verein am Scheitern in einem wichtigen Spiel, stürmen wir den Platz und die Jungs bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Chance.
Nach meinem Kenntnisstand haben die Herthaner Fans mit Bengalos angefangen, selbst wenn nicht, beide Gruppierungen haben sie benutzt.
Die Attacken auf Schiri Stark zeigen mir keine Todesangst der Spieler sondern Enttäuschung und Wut, wegen dem Abstieg, wegen der verkorksten Saison.
Sicherlich können 95% diese Situation nicht richtig bewerten, irgendwie hat irgendwo jeder seine Sympatien für Verein A oder B.
Grundsätzlich (als nicht Hertha - nicht Düsseldorf Fan) finde ich diese Entscheidung, so wie sie gefallen ist, falsch.
Der Fan wird aufhorchen und in Zukunft vielleicht eingreifen, scheint es doch so einfach zu sein ein Spiel zu beeinflussen.
In meinen Augen gäbe es nur eine korrekt Entscheidung, sowohl Hertha, als auch Fortuna bekommen keine Lizenz für die Erste Liga.
Wie man nun in Zukunft verhindern will, dass so etwas wieder passiert, erschließt sich mir aus dem Urteil überhaupt nicht.
Das Urteil taugt nicht als Präzedenzfall, da es hier vermutlich v.a. um die Frage ging, ob den Spielern unter "Todesangst" ein Weiterspielen unmöglich war. Es wurde nicht grundsätzlich abgelehnt, dass ein Platzsturm das Spiel unverhältnismäßig beeinflusst hat.
...dann könnten Fans der verlierenden Mannschaft in Zukunft immer kurz vor Schluss auf den Platz rennen, um so ein neues Spiel zu erzwingen.
Das Urteil taugt nicht als Präzedenzfall, da es hier vermutlich v.a. um die Frage ging, ob den Spielern unter "Todesangst" ein Weiterspielen unmöglich war. Es wurde nicht grundsätzlich abgelehnt, dass ein Platzsturm das Spiel unverhältnismäßig beeinflusst hat.
...dann könnten Fans der verlierenden Mannschaft in Zukunft immer kurz vor Schluss auf den Platz rennen, um so ein neues Spiel zu erzwingen.
Das lapidare "unbegründet" ist ja wohl eine Farce ?!
Oder wollte man die unliebsame Angelegenheit einfach mal eben dem dfb Bundesgericht zuschieben...?!
Denn der dfb sitzt in der KLemme und hat schon viel zu lange den Fan Ausschreitungen oft tatenlos zugeschaut oder hat einige wenige Vereine hart bestraft, während z. B. Düsseldorf jetzt ungeschoren davon kommen soll ?!
Beispiel gefällig: St. Pauli gegen Schalke im dfb Pokal, ein Pauli Fan wirft einen Getränkebecher, ein Linienrichter wird getroffen, Spielabbruch und Wertung des Spiels zugunsten von Schalke mit 2:0.
Aber in Düssseldorf waren es "angeblich" reguläre Verhältnisse, das hunderte Fans schon deutlich vor dem Platzsturm direkt am Spielfeldrand standen ? Keine, potentiell oder reale einschüchternde Wirkung auf Schiedrichtergespann oder Herta Spieler ?....
So sehr ich es auch Düsseldorf gönnen würde, aber auf diese unwürdige Weise geht das nicht in Ordnung...
Ich bin mal gespannt wie es weiter geht...
Ich bin auch weder Fan von Düsseldorf, noch von Hertha, obwohl meine Sympathien eindeutig bei Berlin lagen, jedenfalls vor dem Spiel.
Aber dieses Urteil war doch trotzdem gar nicht anders zu fällen. Anders als beim Spielabbruch in St. Pauli wurde doch dieses Spiel vom Schiedsrichter objektiv regulär zu Ende gebracht.
Dass es subjektive Kriterien gab, die Einfluss genommen haben (angebliche Angst der Hertha-Spieler, 20minütige Spielunterbrechung etcetera), ist doch unbestreitbar, aber die können doch auf ein solches Urteil keinen Einfluss haben.
Ich bin sicher, dass Düsseldorf und Berlin für ihr Fan- und Spielerverhalten bestraft werden, aber das hat doch mit der Spielwertung nichts zu tun.
Kritik am DFB und der Sportgerichtsbarkeit halte ich für vollkommen unangebracht in diesem Fall. Es gab kein anderes mögliches Urteil.
Ich kann mich Ruhrstädter anschliessen, es gab schon Abbrüche bei weit weniger "spielverändernden" Vorkommnissen.
Durch den Platzsturm wurde Hertha eindeutig der Schwung durch das 2:2 genommen, und es gibt genug Beispiele für Spiele, die in letzter Minute gedreht wurden. Entgegen des Lobes für Wolfgang Stark in den Medien, hat er eine entscheidende Mitschuzld an den Geschehnissen. Er hätte meiner Meinung nach das Spiel unterbrechen müssen, als die Düsseldorfer zu hunderten an den Seitenlinien standen. Denn welcher Fussballer wäre von einer solchen Präsenz "feindlicher" Fans nicht eingeschüchtert? Hätte Stark das Spiel zu diesem Zeitpunkt unterbrochen bis wieder alle Zuschauer auf den Tribünen gewesen wären, gäbe es keinerlei Diskussionsbedarf.
Dass die Herthaspieler wirklich erschüttert waren, kann man den vermeintlichen Aktionen nach dem Spiel entnehmen. Nur unter massiver psychischer Belastung käme ein Profispieler auf die Idee, einen Schiedsrichter tätlich anzugreifen...
Ich bin auch weder Fan von Düsseldorf, noch von Hertha, obwohl meine Sympathien eindeutig bei Berlin lagen, jedenfalls vor dem Spiel.
Aber dieses Urteil war doch trotzdem gar nicht anders zu fällen. Anders als beim Spielabbruch in St. Pauli wurde doch dieses Spiel vom Schiedsrichter objektiv regulär zu Ende gebracht.
Dass es subjektive Kriterien gab, die Einfluss genommen haben (angebliche Angst der Hertha-Spieler, 20minütige Spielunterbrechung etcetera), ist doch unbestreitbar, aber die können doch auf ein solches Urteil keinen Einfluss haben.
Ich bin sicher, dass Düsseldorf und Berlin für ihr Fan- und Spielerverhalten bestraft werden, aber das hat doch mit der Spielwertung nichts zu tun.
Kritik am DFB und der Sportgerichtsbarkeit halte ich für vollkommen unangebracht in diesem Fall. Es gab kein anderes mögliches Urteil.
Ich kann mich Ruhrstädter anschliessen, es gab schon Abbrüche bei weit weniger "spielverändernden" Vorkommnissen.
Durch den Platzsturm wurde Hertha eindeutig der Schwung durch das 2:2 genommen, und es gibt genug Beispiele für Spiele, die in letzter Minute gedreht wurden. Entgegen des Lobes für Wolfgang Stark in den Medien, hat er eine entscheidende Mitschuzld an den Geschehnissen. Er hätte meiner Meinung nach das Spiel unterbrechen müssen, als die Düsseldorfer zu hunderten an den Seitenlinien standen. Denn welcher Fussballer wäre von einer solchen Präsenz "feindlicher" Fans nicht eingeschüchtert? Hätte Stark das Spiel zu diesem Zeitpunkt unterbrochen bis wieder alle Zuschauer auf den Tribünen gewesen wären, gäbe es keinerlei Diskussionsbedarf.
Dass die Herthaspieler wirklich erschüttert waren, kann man den vermeintlichen Aktionen nach dem Spiel entnehmen. Nur unter massiver psychischer Belastung käme ein Profispieler auf die Idee, einen Schiedsrichter tätlich anzugreifen...
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