Düsseldorf – Berlin: Wird das Chaosspiel wiederholt?
Durch das 2:2 ist Fortuna Düsseldorf aufgestiegen. Doch ein Protest der Berliner hätte gute Chancen. Und: Der Vorfall wird Konsequenzen für den ganzen Profifußball haben.
© Patrick Stollarz/AFP/Getty Images

Nach dem Platzsturm in Düsseldorf
Wird das Spiel wiederholt?
Herthas Chancen auf ein Wiederholungsspiel stehen gut. Das Spiel wurde nach der Unterbrechung zwar wieder angepfiffen, regulär beendet und mit 2:2 gewertet. Die Berliner fühlen sich aber benachteiligt und werden wohl Einspruch gegen die Wertung der Partie einlegen. Dafür hat der Verein bis Donnerstag Zeit und kann sich dabei auf Paragraf 17, Absatz 2b der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB berufen. Danach kann Einspruch erhoben werden im Falle einer "Schwächung der eigenen Mannschaft durch einen während des Spiels eingetretenen Umstand, der unabwendbar war ..." Im Laufe des Mittwochs will die Hertha sich entscheiden. Bereits am Dienstagabend dachte Herthas Manager Michael Preetz über einen Einspruch nach: "Es ist unsere Verantwortung, darüber nachzudenken. Das sind wir auch unseren Fans schuldig", sagte er. Über den Einspruch entscheidet das Sportgericht des DFB.
Die Herthaner argumentieren, dass sie nur unter Zwang zurück aufs Spielfeld kamen. Sie halten die letzten neunzig Sekunden des Spiels für irregulär, weil sie sich durch die Düsseldorfer Fans direkt an den Seitenlinien und der aufgeheizten Atmosphäre bedroht sahen. Christoph Schickhardt, der Anwalt von Hertha BSC, sagte, seine Mannschaft sei nur auf Bitten der Polizei wieder aufs Spielfeld zurückgekehrt, "um eine Eskalation – man hat von einem Blutbad gesprochen – zu verhindern". Zudem sprach er davon, dass Herthas Spieler "Todesangst" gehabt hätten. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit äußerte sich. "Wenn das kein Grund ist für einen Abbruch, was denn sonst", sagte er.
Welche Strafen drohen Düsseldorf?
Die deutschen Fußballverbände DFB und DFL reagierten am Mittwoch mit einer gemeinsamen Erklärung, die harte Strafen vermuten lässt. Der Fortuna droht ein Wiederholungsspiel. Den sportlichen Aufstieg müssten sie sich erneut verdienen. Dagegen wollen sie sich wehren. "Der Spielablauf kann nicht infrage gestellt werden", sagte Fortunas Manager Wolf Werner. "Ich gehe fest davon aus, dass wir aufgestiegen sind." Wahrscheinlicher ist eine hohe Geldstrafe und/oder eine Platzsperre. Beide Strafen kommen regelmäßig zum Einsatz. Die Zweitligisten Hansa Rostock und Dynamo Dresden mussten in dieser Spielzeit Geisterspiele, also Partien vor leeren Rängen, austragen, weil ihre Fans zuvor randaliert hatten. Der FC St. Pauli durfte das erste Spiel dieser Saison nicht im heimischen Stadion austragen, weil ein Fan im April 2011 beim Spiel gegen Schalke 04 einen Schiedsrichterassistenten mit einem vollen Bierbecher am Kopf getroffen hatte.
Warum wurde das Spiel nicht abgebrochen?
Wohl aus Sicherheitsgründen. Der Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte die Spieler nach dem Platzsturm der Düsseldorfer Fans in die Kabine. Die Partie war für zwanzig Minuten unterbrochen. Als das Spielfeld wieder geräumt war, entschied sich Stark dafür, das Spiel wieder anzupfeifen. Das war regelkonform: Schließlich waren noch neunzig Sekunden der offiziellen Nachspielzeit zu spielen und ein Tor der Hertha hätte den Ausgang der Relegation gedreht. Zudem hatte die Polizei Stark in dieser Entscheidung bekräftigt. Sie sah die Sicherheit im Stadion gewährleistet. Hätte Stark das Spiel nicht wieder angepfiffen und damit den Fortuna-Aufstieg zunächst gestoppt, hätte die Situation im Stadion tatsächlich eskalieren können. Lob bekam Stark für seine Entscheidung vom DFB-Schiedsrichterchef Herbert Fandel: "Aus unserer Sicht hat er das sauber bis zum Ende abgewickelt", sagte er.






Und wenn es nur für Sekunden galt weiterzuspielen, so wurde das Spiel nicht aus fußballerischen oder gar statuellen Gründen angepfiffen sondern um dem Mob Befriedigung zu schenken. Diese Motive gehören nicht zum Fußball, dann könnte die kommende Saison der Bundesliga bei manchen Spielständen vielleicht auch schon mal vorab vom "Fan" abgebrochwen werden.
Das Ergebnis ist irregulär.
Wirklich? Danke für den Lacher.
Aber natürlich. Ist ja ein "Mob" - amüsier mich immer noch köstlich friedlich feiernde Fans als "Mob" zu bezeichenen. Haben halt nen Pfiff falsch interpretiert und den Platz gestürmt. Waren die feindselig? Gewalttätig? Nö, als der Fehler klar war sind die schön brav wieder vom Spielfeld. Mob? Das ich nicht lache.
"Blutbad", "Todesangst". Was für a Schmarrn. Die Herthaner sehen einfach nur die Möglichkeit trotz sportlich verspielter Erstliga-Zugehörigkeit doch eben dort zu verbleiben. Wären se ehrlich, würden se das nicht machen. Hoff ich auch drauf. Waren immerhin sportlich genug wieder aufs Spielfeld zu gehen.
Sorry, wenn das Spiel abgebrochen hätte werden sollen, dann als die Hertha Fans es für 10 Minuten unterbrochen haben. Ohne Bengalos aufm Spielfeld keine 7 Minuten Nachspielzeit.
Speziell als Spieler und Ordner die beseitigt haben kamen immer noch welche aufs Feld geflogen. Das war wirklich gefährlich. N Mob war das aber auch nicht.
Eigentlich waren ja nur 90 Sekunden irregulär, wenn sich die Herta-Spieler wirklich bedroht fühlten und nur auf Druck von Polizei weiterspielten - reicht es da nicht nochmals 90s zu spielen?
Wirklich? Danke für den Lacher.
Aber natürlich. Ist ja ein "Mob" - amüsier mich immer noch köstlich friedlich feiernde Fans als "Mob" zu bezeichenen. Haben halt nen Pfiff falsch interpretiert und den Platz gestürmt. Waren die feindselig? Gewalttätig? Nö, als der Fehler klar war sind die schön brav wieder vom Spielfeld. Mob? Das ich nicht lache.
"Blutbad", "Todesangst". Was für a Schmarrn. Die Herthaner sehen einfach nur die Möglichkeit trotz sportlich verspielter Erstliga-Zugehörigkeit doch eben dort zu verbleiben. Wären se ehrlich, würden se das nicht machen. Hoff ich auch drauf. Waren immerhin sportlich genug wieder aufs Spielfeld zu gehen.
Sorry, wenn das Spiel abgebrochen hätte werden sollen, dann als die Hertha Fans es für 10 Minuten unterbrochen haben. Ohne Bengalos aufm Spielfeld keine 7 Minuten Nachspielzeit.
Speziell als Spieler und Ordner die beseitigt haben kamen immer noch welche aufs Feld geflogen. Das war wirklich gefährlich. N Mob war das aber auch nicht.
Eigentlich waren ja nur 90 Sekunden irregulär, wenn sich die Herta-Spieler wirklich bedroht fühlten und nur auf Druck von Polizei weiterspielten - reicht es da nicht nochmals 90s zu spielen?
Ich kann die Entscheidung vom Schiri nachvollziehen, denn ein Abbruch hätte wohl wirklich ins Chaos geführt. Allerdings hätte ich als Berliner schon Angst gehabt da nochmal rauszugehen, man stelle sich mal vor die hätten noch ein Tor geschossen ob die Fans nochmal auf den Rängen geblieben wären? Also meiner Meinung nach muss das Spiel wiederholt werden!
sogar Herr Wowereit was sagt .....
dass das spiel nicht abgebrochen wurde und keine sperenzchen machen, wenn es ein wiederholungsspiel gibt.
mit gegenerischen fans direkt am spielfeldrand, welcher fußballer kann da unbeschwert spielen? was wäre denn passiert, wenn ein herthaner ein tor geschossen hätte? wäre der vielleicht gelyncht worden?
ich bin kein fan der hertha und finde auch nichts dabei, wenn eine mannschaft, die so herumgegurkt hat absteigt.
aber so geht es halt gar nicht.
ich würde als hertha-verantwortlicher keine sekunde nachdenken, eine wiederholung zu beantragen. ich würde es unverzüglich tun.
Wirklich? Danke für den Lacher.
Aber natürlich. Ist ja ein "Mob" - amüsier mich immer noch köstlich friedlich feiernde Fans als "Mob" zu bezeichenen. Haben halt nen Pfiff falsch interpretiert und den Platz gestürmt. Waren die feindselig? Gewalttätig? Nö, als der Fehler klar war sind die schön brav wieder vom Spielfeld. Mob? Das ich nicht lache.
"Blutbad", "Todesangst". Was für a Schmarrn. Die Herthaner sehen einfach nur die Möglichkeit trotz sportlich verspielter Erstliga-Zugehörigkeit doch eben dort zu verbleiben. Wären se ehrlich, würden se das nicht machen. Hoff ich auch drauf. Waren immerhin sportlich genug wieder aufs Spielfeld zu gehen.
Sorry, wenn das Spiel abgebrochen hätte werden sollen, dann als die Hertha Fans es für 10 Minuten unterbrochen haben. Ohne Bengalos aufm Spielfeld keine 7 Minuten Nachspielzeit.
Speziell als Spieler und Ordner die beseitigt haben kamen immer noch welche aufs Feld geflogen. Das war wirklich gefährlich. N Mob war das aber auch nicht.
Ihr Kommentar ist bester Beleg dafür, dass harte Sanktionen greifen müssen. Das sagt keine Herthafan, sondern jemand, der eigentlich der Fortuna zugewandt ist.
Das waren keine friedlich harmlosen Fans, die aufs Spielfeld gerannt sind! Das waren Massen an Fans, die an sich schon unkontrollierbar sind, wie man gesehen hat - und die hatten dort nichts zu suchen. Sie waren auch nicht erst in den letzten Minuten der Nachspielzeit dort, sondern schon in den letzten Minuten der regulären Spielzeit.
Wollen Sie die Garantie abgeben dafür, was diese angeblich nur friedlichen Fans in einer völlig unkontrollierbaren Position gemacht hätten, wenn Hertha noch ein Tor geschossen hätte? Freudenjubel? Wohl kaum.
Wie "absolut friedlich" sie waren, konnte man daran sehen, dass mitten in der Masse diverse bengalische Feuer gezündet wurden. In einer Menschenmenge kommt das beinahe dem Zünden von Brandsätzen gleich und ist sau gefährlich.
Wenn Fußballfans meinen, ihrer Freude so Ausdruck verleihen zu müssen, dann muss man sie in ganz empfindlich in die Schranken weisen!
Das Stichwort "Todesangst" ist wohl übertrieben. Aber Angst um die körperliche Unversertheit der Hertha-Spieler hatte ich schon vom Bildschirm aus. Das ist völlig gerechtfertigt, diese Angst zu haben und sollte von Fortuna-Fans nicht lächerlich gemacht werden!
1.Liga-würdig hat sich die Fans beider Mannschaften nicht gezeigt. Eigentlich ist da nur eine Konsequenz logisch: Beide in die zweite, wenn nicht in die dritte.
ich hätt so gern das Gesicht von koltoroc gesehen u. seinen Kommentar gelesen, wenn das ganze umgekehrt gewesen wäre!
das mit dem mob ist überzeichent, es war übereiferfreude, das sollte nicht überzeichnet werden und man darf auch keine was wäre wenn killer aus den fans machen.
bis hierher ok.
aber das ereignis war zum nachteil von berlin. sie haben anspruch auf ihre chance bis zum spielschluß. die wurde ihnen genommen, die minute nach dem spektakel dranzuhängen ist nur noch eine ordnungsmaßnahme aber keine chance mehr.
also muß wiederholt werden.
Ihr Kommentar ist bester Beleg dafür, dass harte Sanktionen greifen müssen. Das sagt keine Herthafan, sondern jemand, der eigentlich der Fortuna zugewandt ist.
Das waren keine friedlich harmlosen Fans, die aufs Spielfeld gerannt sind! Das waren Massen an Fans, die an sich schon unkontrollierbar sind, wie man gesehen hat - und die hatten dort nichts zu suchen. Sie waren auch nicht erst in den letzten Minuten der Nachspielzeit dort, sondern schon in den letzten Minuten der regulären Spielzeit.
Wollen Sie die Garantie abgeben dafür, was diese angeblich nur friedlichen Fans in einer völlig unkontrollierbaren Position gemacht hätten, wenn Hertha noch ein Tor geschossen hätte? Freudenjubel? Wohl kaum.
Wie "absolut friedlich" sie waren, konnte man daran sehen, dass mitten in der Masse diverse bengalische Feuer gezündet wurden. In einer Menschenmenge kommt das beinahe dem Zünden von Brandsätzen gleich und ist sau gefährlich.
Wenn Fußballfans meinen, ihrer Freude so Ausdruck verleihen zu müssen, dann muss man sie in ganz empfindlich in die Schranken weisen!
Das Stichwort "Todesangst" ist wohl übertrieben. Aber Angst um die körperliche Unversertheit der Hertha-Spieler hatte ich schon vom Bildschirm aus. Das ist völlig gerechtfertigt, diese Angst zu haben und sollte von Fortuna-Fans nicht lächerlich gemacht werden!
1.Liga-würdig hat sich die Fans beider Mannschaften nicht gezeigt. Eigentlich ist da nur eine Konsequenz logisch: Beide in die zweite, wenn nicht in die dritte.
ich hätt so gern das Gesicht von koltoroc gesehen u. seinen Kommentar gelesen, wenn das ganze umgekehrt gewesen wäre!
das mit dem mob ist überzeichent, es war übereiferfreude, das sollte nicht überzeichnet werden und man darf auch keine was wäre wenn killer aus den fans machen.
bis hierher ok.
aber das ereignis war zum nachteil von berlin. sie haben anspruch auf ihre chance bis zum spielschluß. die wurde ihnen genommen, die minute nach dem spektakel dranzuhängen ist nur noch eine ordnungsmaßnahme aber keine chance mehr.
also muß wiederholt werden.
es ist doch gar nichts passiert. Die Fans haben den Rasen geräumt. Das dauert nun mal seine Zeit.
Aber Fussball ist ein Geschäft und Hertha kämpft mit allen Mitteln gegen den Abstieg und zeitweilige Bedeutungslosigkeit.
habe ich düsseldorfer Offizielle in der düsseldorfer Kurve gesehen, aber keine berliner Offiziellen in der berliner Kurve.
Das besagt, dass ich mich entweder verguckt habe oder aber allen Beteiligten klar war, dass die Chaoten vornehmlich in der berliner Kurve standen.
Wenn man ernsthaft das Verhalten der Fans beeinflussen möchte muss man auch klar machen das es Konsequenzen gibt für Fehlverhalten.
Sollte das Spiel wiederholt werden wird es solche Bilder nie wieder geben.
Es kann nicht sein, dass die Vereine nicht an den Kosten solcher Polizeieinsätze nicht beteiligt sind, aber gleichzeitig so wenig in Ordner investieren dass auf beiden Seiten hunderte Bengalos ins Stadion kommen.
Hier wäre die perfekte Möglichkeit den Fans und ihren Vereinen auf zu zeigen das der Verein unter krassem Fehlverhalten der Fans auch zu leiden hat.
Die Bengalos beim 2 zu 1 gab es auf beiden Seiten. Stark hat gesagt das er beim nächsten Vorfall das Spiel abbricht.
Wen mehrere 1000 Fans das Spielfeld ,teilweise mit gezündeten Bengalos stürmen halte ich das für einen Zwischenfall nachdem man nicht mehr weiter spielen kann. Anscheinend sind die Herthaspieler auch erst nach Bitte der Polizei zur Beruhigung der Massen wieder heraus gekommen.
Dann wurde noch eine Minute von den Zweien unterschlagen.
Ein Wiederholungsspiel ohne Publikum wäre die gerechte Konsequenz und ein Zeichen für die Zukunft.
Die Bengalos beim 2 zu 1 gab es auf beiden Seiten. Stark hat gesagt das er beim nächsten Vorfall das Spiel abbricht.
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Ich möchte nicht mit Hrn. Stark tauschen. Was soll er denn machen? Beim 2:2 flogen Knallkörper aus dem Berliner Block. Wäre das der "nächste Vorfall" gewesen? Hätte er unmittelbar nach dem Ausgleich abbrechen sollen? Da wäre die Situation richtig eskaliert.
Sein Fehler war, das Spiel nicht zu _unter_brechen, als die ersten Zuschauer am Spielfeldrand standen.
Das Platzstürmen selbst empfand ich als neutraler Zuschauer nicht als bedrohlich.
Die Bengalos beim 2 zu 1 gab es auf beiden Seiten. Stark hat gesagt das er beim nächsten Vorfall das Spiel abbricht.
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Ich möchte nicht mit Hrn. Stark tauschen. Was soll er denn machen? Beim 2:2 flogen Knallkörper aus dem Berliner Block. Wäre das der "nächste Vorfall" gewesen? Hätte er unmittelbar nach dem Ausgleich abbrechen sollen? Da wäre die Situation richtig eskaliert.
Sein Fehler war, das Spiel nicht zu _unter_brechen, als die ersten Zuschauer am Spielfeldrand standen.
Das Platzstürmen selbst empfand ich als neutraler Zuschauer nicht als bedrohlich.
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