Friedrich: "Der SC Freiburg hat es schwieriger als der VfL Wolfsburg"
© Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Corny Littmann fürchtet eine weitere Distanzierung des Fußballs von den Fans.
Hitzlsperger: Das kann ich im Detail aus der Ferne nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist Klopp der zentrale Kopf. Er hat Persönlichkeit, Charisma, Kompetenz, Energie, Echtheit. Das passt perfekt nach Dortmund, diese Mannschaft, diese Art Fußball schlägt dort Wurzeln. Hinzu kommt, dass Klopp eine enorm hohe Aufmerksamkeit durch Medien und Öffentlichkeit aushält.
Littmann: Mich würde interessieren, meine Herren Fußballer: Ist was dran an der geläufigen These, dass ein Trainer heute zur Hälfte ein guter Psychologe sein muss?
Hitzlsperger: Das halte ich für übertrieben, aber Verständnis und Menschenführung sind Kernkompetenzen.
Friedrich: Das finde ich auch zu hoch veranschlagt, aber eine ganz zentrale Aufgabe ist: Er muss ein Gefühl dafür haben, welche Spieler zueinander passen – und muss sie dann bei der Stange halten, auch die Ersatzspieler. So wie das Jupp Heynckes in München tut. Auch Favre – das letzte Mal, das ich mein Lieblingsbeispiel anführe – achtet auf homogene Teams. Wenn man das Psychologie nennen will, bitte schön.
ZEIT ONLINE: Was für ein Menschenführer ist der Trainer Felix Magath, Herr Littmann, die andern beiden werden befangen sein?
Littmann: Ich habe Herrn Magath immer als sehr freundlichen Menschen kennengelernt. Was man so hört, soll er zu seinen Spielern aber nicht immer so freundlich sein, sondern ein Schleifer.
Hitzlsperger: Es gibt auch freundliche Schleifer.
Friedrich: Man kann von Magath ja halten, was man will, aber er hat Erfolg.
Littmann: Ein Finanzmakler hat auch ab und an mal Erfolg. Ich verbinde Magath mit hohem Verschleiß. Wie viele Spieler muss er noch verpflichten, bis alles passt?
Hitzlsperger: Das liegt auch an seinen Befugnissen, die er von seinen Chefs eingeräumt bekommt. Da müssten Sie den Vorstand fragen.
Littmann: Aber Magath ist doch alles in Wolfsburg.
Friedrich: Es stimmt schon, durch Volkswagen hat der VfL ganz andere Möglichkeiten als der SC Freiburg, der hat es definitiv schwieriger.
Hitzlsperger: Ich will mal Magath verteidigen. Darf ich daran erinnern, dass er 2009 mit Wolfsburg Meister wurde? Außerdem holt er meist Talente und setzt darauf, dass deren Marktwert steigt. Top-Stars kauft er keine.
ZEIT ONLINE: Herr Hitzlsperger, Ihre Bescheidenheit ehrt Sie. Magath hat Sie gekauft.
Hitzlsperger: Moment, ich war ablösefrei.
Littmann: Ich würde gerne von den beiden Profis wissen: Herr Friedrich, Herr Hitzlsperger, wie fühlt man sich als Spekulationsobjekt?
Friedrich: Das ist ganz normal, das ist Profisport, kein Hobbysport. Wir sind so gepolt.
Hitzlsperger: Wir profitieren ja auch von den Mechanismen der Branche. Das kann man schon eine Weile aushalten.
Littmann: Wie geht das zusammen mit Ihrem Urteil über Dortmund?






"Die Schere könnte in der Tat noch größer werden. Dabei verdienen Fußballer schon gigantisch, etwa im Vergleich mit Ärzten. Was die Gehälter betrifft, sind wir an einem heiklen Punkt. Oder darüber hinaus."
Finde ich sehr gut von Herrn Friedrich dass er dort eine vernünftige Selbstreflexion betreibt und merkt dass er und seine Kollegen langsam wirklich wahnsinnige Gehälter erhalten. Gerade der Vergleich mit Ärzten ist gut und wirft natürlich die klassische Frage auf, worauf das Gehalt eines Menschen basieren soll: Wieviel Verantwortung er trägt? Wieviel die Gesellschaft bereit ist für seine Leistung zu zahlen? Wie lange und aufwändig seine Ausbildung war?
Ich habe hohen Respekt vor Profi-Fussballern und gönne ihnen ein üppiges Gehalt. Schließlich schaue ich auch gerne Fußball, sowohl hinter dem TV (meistens) wie auch im Stadion (ab und zu). Dennoch scheint mir das die Gehälter der Fussballer langsam wirklich absurde Ausmaße angenommen haben. Gerade im Hinblick auf sprunghaft steigende Ticketpreise ist das schwerlich vermittelbar.
Insgesamt eine sehr interessante Ausgabe dieser Kolumne, weiter so!
weil es gibt soviele verschiedene Ärtze von 80.000 Jahreseinkommen, wo mehr oder weniger jeder 2.Liga Fußballer schon mehr verdient, bis hin zu den Vereinsärzten die soviel wie ihre Kollegen verdienen.
Fußballer verdienen teilweise soviel oder mehr wie Manager großer Firmen.
weil es gibt soviele verschiedene Ärtze von 80.000 Jahreseinkommen, wo mehr oder weniger jeder 2.Liga Fußballer schon mehr verdient, bis hin zu den Vereinsärzten die soviel wie ihre Kollegen verdienen.
Fußballer verdienen teilweise soviel oder mehr wie Manager großer Firmen.
"Schließlich schaue ich auch gerne Fußball, sowohl hinter dem TV ....."
Verpasst man da nicht das Meiste?
Ähm lol, jetzt wo sie's sagen sehe ich den Fehler. Ich schätze ich lese zuviele englische Zeitungen, da man im Englischem "behind the TV" sagen kann wen jemand VOR'M Fernseher sitzt...
Ähm lol, jetzt wo sie's sagen sehe ich den Fehler. Ich schätze ich lese zuviele englische Zeitungen, da man im Englischem "behind the TV" sagen kann wen jemand VOR'M Fernseher sitzt...
Ähm lol, jetzt wo sie's sagen sehe ich den Fehler. Ich schätze ich lese zuviele englische Zeitungen, da man im Englischem "behind the TV" sagen kann wen jemand VOR'M Fernseher sitzt...
... ich stelle es einfach gern einmal in Frage, dass Spieler ( und Berater ) größere Gehälter ablehnen würden, damit die sogenannte Schere nicht weiter auseinander driftet, also sollte man sich öffentlich auch nicht so sehr darum sorgen. Warum versuchen sich etliche Spieler im Ausland? Sicherlich nicht, weil sie dort weniger verdienen. Das Märchen, diesen Schritt zu gehen, um den Horizont zu erweiteren, glaubt doch keiner mehr.
Ebenso stelle ich es gern in Frage, ob sich ein Großteil der Fans wirklich für Gehälter ihrer Idole interessieren. Leidenschaft, Wille und Liebe zum Verein zählen sicherlich weitaus mehr, als ein Spieler, der für ein paar Taken mehr in der nächsten Saison einfach das Logo eines anderen Vereines knutscht. Spieler, die auch in schweren Zeiten beim Verein bleiben, gibt es doch heutzutage kaum noch. Bedauerlich.
Ach kommt schon: Spitzensport ist Unterhaltungsindustrie! Da wird keiner was hinterfragen solange die Show stimmt. That's mankind!
Und deswegen bleib ich Freiburgfan!
die gehälter der fussballer bestimmen sich nicht nacht dem gerechtigkeitsempfinden, sondern dass man mit ihnen geld verdient.
sie sind der mittelpunkt, über den der umsatz läuft, also notwendiges element, je besser um so mehr umsatzpotential des vereins, um so teurer.
und da ist man in europa schon lange über das ziel hinausgeschossen, weil es sich nicht mehr rechnet. das ist ein prolblem der hobbybesitzer, die wirtschaftliche aspekte nicht beachten müssen.
das zieht aber den fussball insgesamt in den wirtschaftlichen sumpf.
da wird es noch einige desaster geben ...
Die große Gefahr für die Popularität besteht darin, dass diejenigen Zuschauer, die nicht zahlen, auch nichts zu sehen bekommen. Aus archivierten Beiträgen werden die Spielszenen rausgeschnitten, bei Youtube wird gelöscht. Jetzt kann man nur einmalig bei der arg verkürzten Sportschau gucken oder man hat das Spiel bei Sky gesehen, ansonsten wird ein schönes Tor/eine strittige Szene nicht mehr einsehbar sein. Je mehr die TV-Firmen für die Übertragungsrechte hinblättern müssen, desto mehr werden sie "Piraterie" zu verhindern versuchen und graben damit Ihrer Geschäftsgrundlage, der Popularität in der Breite der Gesellschaft, das Grab.
Zu den Gehältern: Dort ist es das gleiche, wie bei allen, die extrem hohe Einkommen haben. Die sollten einfach höher besteuert werden. Wenn einige Profis dann lieber ins Ausland gehen wollen- Tschüss! Deutschland wird wegen der 50+1-Regel und der dezentralen TV-Einnahmenverteilung eh nicht mit der Finanzkraft der Investoren-gestützen Liebhaber-Vereine mithalten können. Nachhaltiger ist das deutsche System allemal.
weil es gibt soviele verschiedene Ärtze von 80.000 Jahreseinkommen, wo mehr oder weniger jeder 2.Liga Fußballer schon mehr verdient, bis hin zu den Vereinsärzten die soviel wie ihre Kollegen verdienen.
Fußballer verdienen teilweise soviel oder mehr wie Manager großer Firmen.
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