NationalelfLöw plant mit Klose, Reus und Schürrle

Überraschung in der deutschen Aufstellung: Gegen Griechenland sollen Miroslav Klose, Marco Reus und André Schürrle in die Startelf rücken. Gomez, Müller und Podolski bleiben draußen. von dpa

Die deutsche Nationalelf hatte bis jetzt sicherlich die stärkste Ersatzbank des Turniers. Da saßen: Miroslav Klose , zweitbester Torschütze der Länderspielgeschichte, Toni Kroos , das Jahrhunderttalent von vor ein paar Jahren, Mario Götze, das Jahrhunderttalent der Gegenwart, Marco Reus, der beste Spieler der abgelaufenen Bundesligasaison und Per Mertesacker, Abwehrrecke, dem die Fans des FC Arsenal mittlerweile einen eigenen Song gewidmet haben.

Gegen Griechenland plant Joachim Löw offenbar nun, aus seiner Bank auch Kapital zu schlagen. Wie kicker und Sport1 berichten, will der Bundestrainer die deutsche Fußballnationalmannschaft im Viertelfinale in Danzig gleich auf drei Positionen verändern. Für Mario Gomez soll erstmals Miroslav Klose im Sturmzentrum beginnen. Zudem wird berichtet, dass auf den Außenpositionen Marco Reus für Thomas Müller und André Schürrle für Lukas Podolski auflaufen sollen.

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"Ich scheue mich nicht davor, andere Entscheidungen zu treffen und zu wechseln", hatte Löw zuvor schon zu möglichen Veränderungen gesagt. Mario Gomez wurde zuletzt trotz seiner drei Turniertore immer wieder dafür kritisiert, sich zu wenig am Spiel seiner Mannschaft zu beteiligen. Klose gilt dagegen eher als mitspielender Stürmer.

Noch mehr überraschen aber die Umbesetzungen im Mittelfeld. Podolski und Müller konnten zwar bis jetzt auch nicht vollends überzeugen, gelten aber als Vertrauensleute des Bundestrainers. Die Entscheidungen für die schnellen Außenspieler Schürrle und Reus deuten darauf hin, dass Löw gegen die athletischen, großen griechischen Innenverteidiger auf Wendigkeit und Dribblings setzt.

Zudem wird Jerome Boateng für Lars Bender wieder auf die Position des rechten Außenverteidigers rücken. Weiter auf einen EM-Einsatz warten muss dagegen der Dortmunder Mario Götze.

Löw würde nicht zum ersten Mal mitten im Turnier mit einem größeren personellen Wechsel überraschen. Bei der vergangenen EM-Endrunde 2008 hatte der Bundestrainer nach einer Verletzung von Torsten Frings beim 3:2 im Viertelfinale gegen Portugal Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes neu in die Startelf gestellt und sogar einen Systemwechsel vorgenommen.

In den Tagen vor dem Griechenland-Spiel hatte Löw alle Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten.

Die tatsächlichen Aufstellungen veröffentlichen der Deutsche Fußball-Bund ( DFB ) und die Uefa erst 75 Minuten vor dem Spielbeginn um 20.45 Uhr.

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Leserkommentare
  1. 1. na ja

    erst schreibt der hansi bei mir ab, jetzt liest der löw auch noch mit, dann wird das ja doch noch was mit dem europameister ;-)

    überraschend sind die veränderungen nicht, weil sie sich sportlich aus den bisherigen spielen und den defiziten ergeben und gegen die griechen ohnehin zwingend schnelle leute, die auch eins zu eins gehen, gefragt sind.

    überraschend ist, dass löw nach drei spielen doch noch über seinen schatten springt. jetzt soll ihn der fussballgott aber auch mit einem ordentlichen sieg belohnen, denn die aufstellung ist endlich mal eine ansage des trainers. so muss das sein ...

    2 Leserempfehlungen
  2. Oje, wenn es jetzt schief geht, bin ich schuld 8).

  3. Wenn es denn stimmt, möge der Fussballgott mit Jogi sein. Schürrle macht sein Tor aus 20 Metern, Reus spielt die Griechen schwindelig (Neuer ist jetzt in deiner Mannschaft, Marco!) und Klose ist mit dem Kopf zur Stelle.
    Von mir aus kann es losgehen.

  4. Die Hobbybundestrainer haben es natürlich schon immer gewusst. Ich dagegen bin ziemlich baff. Das hätte ich nicht gedacht. Zwei Stammkräfte rauszunehmen und es mit dem "Nachwuchs" zu riskieren, in so einem Spiel: Dazu gehören Mut, Geradlinigkeit und ein großes Selbstvertrauen. Argumentativ kann ich nichts dagegenhalten. Das könnte durchaus funktionieren. Mit Risikobereitschaft, Mut und überraschenden Entscheidungen steigen die Chancen auf den Titel. Freu mich schon auf das Spiel gleich.

    5 Leserempfehlungen
  5. Taktisch auf jeden Fall ein guter Zug zum Viertelfinale mit einer deutlich veränderten Aufstellung zu kommen. Wenn das heute klappt hat Löw künftig sogar 2 unterschiedliche Spielsysteme die er je nach Gegner einsetzen kann. Von der Spielanlage her dürfte heute jedenfalls mehr Tempo drin sein.

    Eine Leserempfehlung
  6. Guckt mal das Video auf dieser Seite: http://www.lemonde.fr/euro2012/video/2012/06/22/centre-d-archimede-pour-la-tete-de-socrate_1723332_1616919.html#xtor=EPR-32280274-[NL_Sport]-20120622-[titres_secondaires]
    ich lache noch :)

    • JayB
    • 22. Juni 2012 18:09 Uhr

    Millionen von Bundestrainern geben Jogi recht. Ich selbst hätte offensiv mit Klose, Reus, Mesut und Müller begonnen… Schürrle und Götze dann als mögliche Einwechslungen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dacapo
    • 22. Juni 2012 19:46 Uhr

    Nur gut, dass Sie sich schon mitgezählt haben.

  7. muss dringend Alarm gemacht werden durch wusselige Spieler,
    die auch mit enger Deckung umgehen können.
    Klose war eh klar, denn es wird ein Mitspieler benötigt und
    das ist Gomez eher nicht.
    Also, hört sich spannend an und es wird spannend werden-
    hoffentlich ohne Verlängerung und Elfmeterschiessen.

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Joachim Löw | Miroslav Klose | Lukas Podolski | Mario Gomez | DFB | Thomas Hitzlsperger
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