Fußball-EMEngland wirft die Ukraine aus dem Turnier

Ein Treffer von Rooney sichert Englands Einzug ins EM-Viertelfinale. Co-Gastgeber Ukraine scheidet aus – und beklagt sich über ein nicht gewertetes Tor. Der Spielbericht

Oleg Blochin, Trainer der Ukraine, nachdem seinem Team ein reguläres Tor aberkannt wurde

Oleg Blochin, Trainer der Ukraine, nachdem seinem Team ein reguläres Tor aberkannt wurde

England - Ukraine 1:0 (0:0)

Stürmerstar Wayne Rooney hat England mit einem strittigen Zittersieg ins EM-Viertelfinale geführt und die ukrainische Heim-Party beendet. Der 26-Jährige schoss die "Three Lions" mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg als Gruppensieger in die K.o.-Runde gegen Italien und kickte nach Polen auch den zweiten Gastgeber aus dem Turnier. Allerdings profitierten die Engländer von einer krassen Fehlentscheidung von Referee Viktor Kassai, der ein klares Tor für die Ukraine von Marko Devic (62. Minute) nicht anerkannte. Dafür war Rooney (48.) bei seinem ersten Auftritt nach Rotsperre vor 48.700 Zuschauern am Dienstagabend in der Donbass Arena in Donezk unter Mithilfe von Keeper Andrej Pjatow erfolgreich.

"Three Lions"-Kapitän Steven Gerrard zog ein positives Fazit. "Um erfolgreich zu sein, brauchst du ein bisschen Glück." Ukraine-Trainer Oleg Blochin war sauer. "Wir waren besser, wir hatten die besseren Chancen", sagte er. "Die Schiedsrichter waren schuld, sie haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer." Englands Keeper Joe Hart meinte zur strittigen Szene zurückhaltend: "Das ist eine Tatsachenentscheidung."

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Die Ukraine musste den ersten Schock schon vor Anpfiff verkraften. Wegen Problemen im linken Knie stand Stürmerstar Andrej Schewtschenko nicht in der Startelf. Auch der frühere Bundesligaprofi Andrej Woronin spielte nicht von Beginn an. Stattdessen setzte Trainer Oleg Blochin im Angriff auf Devic und Artjom Milewski, um den "Fluch von Donezk" zu besiegen: Noch nie hatte die Ukraine hier gewonnen. Das Duo sorgte für reichlich Verwirrung bei den "Three Lions".  

Erstmals nach seiner Rotsperre stand Wayne Rooney im Team. Für den 26 Jahre alten Profi von Manchester United musste Andy Carroll auf die Bank. Vor den Augen des umstrittenen Präsidenten Viktor Janukowitsch und von Chelsea-Mäzen Roman Abramowitsch erlebte Rooney einen unangenehmen Empfang. Die Anhänger des Co-Gastgebers aus Gruppe D pfiffen ihn von allen "Three Lions"-Kickern am lautesten aus.

Angetrieben von den eigenen Fans ging die Ukraine entschlossen in das Duell. Das Team um Kapitän und FC-Bayern-Stratege Anatoli Timoschtschuk bestimmte das Tempo. Einen Schuss von Devic (12.) aus etwa 14 Metern blockte Englands Deckung. Oleg Gussew (22.) zielte nur knapp über Joe Harts Kasten. Fast im Gegenzug hatte Pjatow Probleme bei einem Freistoß von Kapitän Steven Gerrard Gerrard (24.).

Rooney kam wie auch seine Teamkollegen nur träge in die Partie. Gegen die agilen Ukrainer konzentrierte sich der Weltmeister von 1966 erstmal auf die Defensive. Timoschtschuk deckte den Stürmerstar zunächst sicher. Einen Kopfball nach einer Flanke von Ashley Young setzte Rooney (28.) aus fünf Metern völlig frei neben das Tor.

Die Partie nahm Fahrt auf. Andrej Jarmolenko (30.) ließ Ashley Cole – mit 21 EM- oder WM-Partien Englands Rekord-Turnierspieler – nach einer Körpertäuschung stehen, scheiterte jedoch an Hart. Zum Ende der Halbzeit musste die Ukraine für das hohe Anfangstempo bezahlen, der Kontrahent strahlte dennoch keine große Gefahr aus.

Nach dem Wechsel war die Elf von Trainer Roy Hodgson sofort hellwach. Der unsichere Pjatow ließ eine abgefälschte Gerrard-Flanke durch die Hände rutschen – Rooney drückte den Ball aus einem Meter per Kopf über die Linie. Es war sein erstes Tor im Nationaldress nach mehr als neun Monaten.

Englands Hoffnungsträger kam immer besser ins Spiel. Zunächst mehr Ballverteiler hinter Danny Welbeck, sorgte Rooney später in der Spitze für mehr Gefahr. Unter "Schewa, Schewa"-Rufen verpasste die Ukraine zweimal hauchdünn. Erst köpfte Milewski (61.) frei übers Tor, dann rettete John Terry nach einem Schuss von Devic. Der Ball war allerdings klar hinter der Torlinie, wurde von dem ungarischen Referee Kassai aber nicht anerkannt.

In der 70. Minute kam der heiß ersehnte Stürmerstar Schewtschenko. Die Ukraine warf in den letzten Minuten dieser am Ende leidenschaftlichen Partie nochmal alles nach vorne – vergebens.

England: Hart - Johnson, Terry, Lescott, Cole - Gerrard, Parker - Milner (70. Walcott), Young - Rooney (87. Oxlade-Chamberlain) - Welbeck (82. Carroll)

Ukraine: Pjatow - Gussew, Chatscheridi, Rakizki, Selin - Jarmolenko, Timoschtschuk, Konopljanka - Garmasch (78. Nasarenko) - Devic (70. Schewtschenko), Milewski (77. Butko)

Schiedsrichter: Kassai (Ungarn)

Zuschauer: 48.700

Tor: 1:0 Rooney (48.)

Gelbe Karten: Cole, Gerrard / Rakizki, Schewtschenko, Timoschtschuk

Beste Spieler: Rooney, Hart / Timoschtschuk

 
Leserkommentare
    • Spez
    • 19.06.2012 um 23:15 Uhr

    Der Torrichter hätte dieses Tor erkennen müssen. Nach der krassen Fehleinschätzung gestern (nicht gegebener Elfmeter Kroatien-Spanien), in der sich der Torrichter ebenfalls als vollkommen überflüssig herausgestellt hat, stellt sich die Frage nach dem Nutzen dieser gut dotierten Posten. Ich hoffe, dass nun der Weg frei wird für technische Methoden, wie begrenzte Anzahl von Videobeweisen oder Ballsensoren. Auf jeden Fall kann man wohl auf Torrichter verzichten, denn wenn sich die Schiedsrichter auf diese verlassen - sind sie wohl genau das.

    10 Leserempfehlungen
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    • JayB
    • 20.06.2012 um 0:18 Uhr

    Erstmal: das Tor, wenn sie es gegeben hätten, wäre sowieso irregulär gewesen, aufgrund einer Abseitsstellung; dann hätten sich die Engländer halt aufgeregt. Zum zweiten: der Linienrichter hätte es evtl. besser gesehen, weil er wegen eines größeren Abstands nicht so einen großen Winkel beim Blick auf den Ball hat wie der Hintertor-Schiri, der eigentlich zu nah dran ist; er stand auch etwas zu weit links, also war der Winkel zu groß, der Pfosten im Weg usw. Man darf ihn nicht kritisieren.

    Ich bin für Chip im Ball für Tor oder kein Tor. Nur ja keinen Videobeweis!

    Alles in allem war es heute lange nicht so schlimm wie gestern mit Kroatien. Dass ihnen da der Elfer verwehrt wurde, ist einfach nicht zu fassen!

    • Spez
    • 20.06.2012 um 0:25 Uhr

    Aber ob es jetzt der Torrichter hätte sehen können, oder der Linienrichter. Eigentlich beide, denn knapp ist was anderes. Aber das können weder Sie noch ich endgültig beurteilen, da ich noch nie als Torrichter auf dem Platz war und ich nicht weiß wie das aus seiner Perspektive aussieht. Im Ergebnis lässt sich aber festhalten: Die beiden Torrichter sind sinnlos.
    Die Abseitsstellung stimmt. Die habe ich aber auch erst nachträglich gesehen (Videobeweis;)) und war knapp. War jetzt im Verhältnis ein kleinerer Fehler, als dieses eindeutige Tor nicht zu erkennen. Ich bin da jedoch bei Abseits sowieso nicht sehr dogmatisch, da sich für mich der Sinn der Regel nicht im Millimetermaß ausdrückt. Grundsätzlich ganz nach den offiziellen Regeln haben Sie jedoch mit Ihrer Ansicht recht.

    Sorry, wie könnte so was bei EM passieren? Was heißt „Pech“?
    Im 21.Jahrhundert sah die ganze Welt mehr als deutlich, dass ein Schiedsrichter ein grobes Fehler begeht und Keiner greift ein? Was soll das? Dieses Spiel musste sofort gestoppt und Ergebnis sofort korrigiert werden und zwar, von oberer Instanz, wer immer das ist.
    Dies einfach „als Pech“abtun und weiter gelten lassen... wo leben wir?
    Noch mal:
    Das Spiel soll eigentlich ab der Minute des Fehlentscheidung gerechtigkeitsorientiert mit dem Ergebnis 1:1 neu bis zur Ende gespielt und nur dann anerkannt werden.

    Ja, so eine Wiederholung wäre eine Premiere und eine Mega- Ausnahme. Aber! So ein grobes und offensichtliches Fehler des Schiedsrichters ist ebenso eine extreme Ausnahme und durfte normalerweise nie und niemals akzeptiert werden. Und es kann nicht sein, dass alles so einfach weiter...nach dem Motto „traditionsgemäß“ läuft. Millionen haben einen schockierenden Absurdum als Fehlentscheidung erlebt und Keiner unternimmt was? Unglaublich!

    Fazit: Diese EM darf nicht weiter laufen, weil die Spielregeln auf das äußerste verletzt sind.
    Das Ergebnis ist nicht korrekt. Das Spiel soll ab der Minute wiederholt werden.
    Wenn Fußball-Oberrichter und Präsidenten dieses Präzedenzfall als legitim und „Pech“ weiter erklären und gelten lassen, sehe ich diese Entscheidung als skandalös!

    • JayB
    • 20.06.2012 um 0:18 Uhr

    Erstmal: das Tor, wenn sie es gegeben hätten, wäre sowieso irregulär gewesen, aufgrund einer Abseitsstellung; dann hätten sich die Engländer halt aufgeregt. Zum zweiten: der Linienrichter hätte es evtl. besser gesehen, weil er wegen eines größeren Abstands nicht so einen großen Winkel beim Blick auf den Ball hat wie der Hintertor-Schiri, der eigentlich zu nah dran ist; er stand auch etwas zu weit links, also war der Winkel zu groß, der Pfosten im Weg usw. Man darf ihn nicht kritisieren.

    Ich bin für Chip im Ball für Tor oder kein Tor. Nur ja keinen Videobeweis!

    Alles in allem war es heute lange nicht so schlimm wie gestern mit Kroatien. Dass ihnen da der Elfer verwehrt wurde, ist einfach nicht zu fassen!

    • Spez
    • 20.06.2012 um 0:25 Uhr

    Aber ob es jetzt der Torrichter hätte sehen können, oder der Linienrichter. Eigentlich beide, denn knapp ist was anderes. Aber das können weder Sie noch ich endgültig beurteilen, da ich noch nie als Torrichter auf dem Platz war und ich nicht weiß wie das aus seiner Perspektive aussieht. Im Ergebnis lässt sich aber festhalten: Die beiden Torrichter sind sinnlos.
    Die Abseitsstellung stimmt. Die habe ich aber auch erst nachträglich gesehen (Videobeweis;)) und war knapp. War jetzt im Verhältnis ein kleinerer Fehler, als dieses eindeutige Tor nicht zu erkennen. Ich bin da jedoch bei Abseits sowieso nicht sehr dogmatisch, da sich für mich der Sinn der Regel nicht im Millimetermaß ausdrückt. Grundsätzlich ganz nach den offiziellen Regeln haben Sie jedoch mit Ihrer Ansicht recht.

    Sorry, wie könnte so was bei EM passieren? Was heißt „Pech“?
    Im 21.Jahrhundert sah die ganze Welt mehr als deutlich, dass ein Schiedsrichter ein grobes Fehler begeht und Keiner greift ein? Was soll das? Dieses Spiel musste sofort gestoppt und Ergebnis sofort korrigiert werden und zwar, von oberer Instanz, wer immer das ist.
    Dies einfach „als Pech“abtun und weiter gelten lassen... wo leben wir?
    Noch mal:
    Das Spiel soll eigentlich ab der Minute des Fehlentscheidung gerechtigkeitsorientiert mit dem Ergebnis 1:1 neu bis zur Ende gespielt und nur dann anerkannt werden.

    Ja, so eine Wiederholung wäre eine Premiere und eine Mega- Ausnahme. Aber! So ein grobes und offensichtliches Fehler des Schiedsrichters ist ebenso eine extreme Ausnahme und durfte normalerweise nie und niemals akzeptiert werden. Und es kann nicht sein, dass alles so einfach weiter...nach dem Motto „traditionsgemäß“ läuft. Millionen haben einen schockierenden Absurdum als Fehlentscheidung erlebt und Keiner unternimmt was? Unglaublich!

    Fazit: Diese EM darf nicht weiter laufen, weil die Spielregeln auf das äußerste verletzt sind.
    Das Ergebnis ist nicht korrekt. Das Spiel soll ab der Minute wiederholt werden.
    Wenn Fußball-Oberrichter und Präsidenten dieses Präzedenzfall als legitim und „Pech“ weiter erklären und gelten lassen, sehe ich diese Entscheidung als skandalös!

    • Lieps
    • 19.06.2012 um 23:37 Uhr

    Wollen wir doch ehrlich ein. Polen und die Ukraine sind doch im Fußball nur europäisches Mittelmaß. Gewiss sind die Hoffnungen der Gastgeberländer weit aus höher als die fußballerischen Mittel gewesen.Ich sage dieses, obwohl in der Auswahl Polens drei "Dortmunder" standen.
    Das Ausscheiden von Polen und Rußland ist für mich ein Zeichen göttlicher Gerechtigkeit, aber Schadenfreude empfinde ich nicht. Wünschen wir der deutschen Manschaft einen Sieg im Viertelfinale gegen Griechenland in der traditionsreichen Hansestadt Danzig. Das Team gehört zu den vier besten Manschaften Europas und hat das Potential dafür.

    Sport frei: Lieps
    Preußischer Diplomat

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    • em-y
    • 20.06.2012 um 3:00 Uhr

    Goettliche Gerechtigkeit wofuer? Was haben Ihnen die Polen (und nun auch die Russen) denn angetan, dass sie mit Fussballniederlagen bestraft gehoeren?

    erreichen manche rassistischen Kommentare.

    Ich finde es schön zu sehen wie diese Länder auch einen Anlass wie die EM ganz gut organisieren und durchführen können. Also ein Glück, dass es gewisse geschichtliche Korrekturen gab wodurch manche Herrenmenschen auf ein erträgliches Mass zurecht gestutzt wurden.

    Fussballerisch gesehen ist es wirklich schade wenn die UEFA /FIFA sich nach wie vor der vorhandenen Technik verweigert und dadurch solche Fehlentscheidungen wie gestern möglich sind. Den ganzen Altherren-Verein sollte man doch boykottieren.

    • Nevil
    • 20.06.2012 um 11:59 Uhr

    Bisher habe auch ich immer gedacht, der Ball sei rund und alle "Verschwörungsteorien" abstrus. Aber nach den letzten Vorrundenspielen von Kroatien und der Ukraine bin ich mir da nicht mehr so sicher. Da gibt der ach so gute deutsche Schiedsrichter Stark einen klaren Elfmeter nicht und der junge Torschiedsrichter sieht aus ein paar Metern Entfernung nicht, dass der Ball hinter der Torlinie im englischen Tor angekommen war! Zufall? Wohl kaum! Da steckt bestimmt die Denke dahinter, die Sie hier an den Tag legen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Nämlich dass es die "großen" Mannschaften wie Italien, Spanien, England usw. mal nicht ins Viertelfinale schaffen, sondern von sog. Underdogs ausgebremst werden, und zwar verdient und nicht nur mit viel Dusel.
    Und kommen Sie mir nicht mit Griechenland. Die Hellenen hatten wir ja damals alle lieb, weil sie von Rehhagel trainiert worden sind. Ob das am Freitag nach dem Spiel immer noch so wäre, wage ich zu bezweifeln...

    • em-y
    • 20.06.2012 um 3:00 Uhr

    Goettliche Gerechtigkeit wofuer? Was haben Ihnen die Polen (und nun auch die Russen) denn angetan, dass sie mit Fussballniederlagen bestraft gehoeren?

    erreichen manche rassistischen Kommentare.

    Ich finde es schön zu sehen wie diese Länder auch einen Anlass wie die EM ganz gut organisieren und durchführen können. Also ein Glück, dass es gewisse geschichtliche Korrekturen gab wodurch manche Herrenmenschen auf ein erträgliches Mass zurecht gestutzt wurden.

    Fussballerisch gesehen ist es wirklich schade wenn die UEFA /FIFA sich nach wie vor der vorhandenen Technik verweigert und dadurch solche Fehlentscheidungen wie gestern möglich sind. Den ganzen Altherren-Verein sollte man doch boykottieren.

    • Nevil
    • 20.06.2012 um 11:59 Uhr

    Bisher habe auch ich immer gedacht, der Ball sei rund und alle "Verschwörungsteorien" abstrus. Aber nach den letzten Vorrundenspielen von Kroatien und der Ukraine bin ich mir da nicht mehr so sicher. Da gibt der ach so gute deutsche Schiedsrichter Stark einen klaren Elfmeter nicht und der junge Torschiedsrichter sieht aus ein paar Metern Entfernung nicht, dass der Ball hinter der Torlinie im englischen Tor angekommen war! Zufall? Wohl kaum! Da steckt bestimmt die Denke dahinter, die Sie hier an den Tag legen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Nämlich dass es die "großen" Mannschaften wie Italien, Spanien, England usw. mal nicht ins Viertelfinale schaffen, sondern von sog. Underdogs ausgebremst werden, und zwar verdient und nicht nur mit viel Dusel.
    Und kommen Sie mir nicht mit Griechenland. Die Hellenen hatten wir ja damals alle lieb, weil sie von Rehhagel trainiert worden sind. Ob das am Freitag nach dem Spiel immer noch so wäre, wage ich zu bezweifeln...

  1. 3. Nun ja

    Ich freue mich für meine Landsleute, auch wenn die ukrainischen Gastgeber sich ihr Tor zugegebenermaßen verdient hatten. Blöde Entscheidung.

    Ich finde, die Ukrainer haben heute Abend toll gespielt und für Spannung gesorgt. Respekt den Gastgebern.

    Zumindest kann ich meine England-Fahne im Rheinhessischen Kaff mit (naja, einigermaßen) ruhigem Gewissen hängen lassen. Bisher waren die Dorfbewohner sehr tolerant (vielleicht halten sie unser Haus auch für das Hauptquartier des Roten Kreuzes). Falls irgendwann die Deutschen auf die Engländer treffen sollten - ganz großes SOLLTEN -, muß ich allerdings damit rechnen, vorläufig gelyncht zu werden. ;)

    2 Leserempfehlungen
  2. Die haben mit so viel Herz und Elan gespielt, dass es mir sehr leid tat, dass sie nicht wenigstens unentschieden gespielt haben. Sogar meine massive Wunschstauung half nicht! :-(

    Verdient haben sie es aber auf jeden Fall! Und, dass der Torrichter überflüssig ist, hat sich seit gestern schon zwei Mal gezeigt.

    @SubspaceEcho: Die "vorläufige Lynchung" bitte aufnehmen, das hört sich nicht nur interessant, sondern sogar zukunftsträchtig an ;-).

    2 Leserempfehlungen
  3. also, es ist nun- so weit ich mich erinnere- die Dritte
    krasse Fehlentscheidung- fast, als hätte die Uefa neben
    den alleinigen Bilderrechten auch noch das Elfmeterschiessen
    verboten.
    Da wäre mir dann eine Tatsachenentscheidung doch lieber-
    das ginge doch schnell-per Funk- würde nicht mal ne
    Minute vom Spiel nehmen.
    Es wäre ein komplett anderes Spiel geworden beim anerkannten
    Treffer der Ukrainer- schade.
    Und nu? Haben wir die bald verdammte Situation, die wir
    nicht mögen. Klar fliegt England gegen Italien raus.. und
    dann müssen wir gegen die im Halbfinale spielen-
    leider- denn da sehen wir durchgängig schlecht aus-
    also so eine Konstellation habe ich mir nicht gewünscht-
    Chance der Dezimierung besteht auch nicht, denn die
    Engländer stehen gegen Italien in der spätestens 75 Minute
    mit einem Mann weniger auf dem Platz und dies Plus 4
    gelben Karten.
    Wir werden also den klassischen italienischen Sportsgeist
    sehen und im Halbfinale ausscheiden!

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    vor dem Halbfinale kommt das Viertelfinal, das müssen auch wir erst noch spielen. Das scheinen viele, inklusive Reporter mal wieder zuvergessen.

    Sie wissen also schon, dass Deutschland die Griechen rauswirft...ich denke das kann durchaus anders kommen.

    Vielleicht stehen im HF die Teams die Niemand erwartet hat:
    GR-ENG-TSCH-FRA.

    Grüße

    Pitti Griffi Della Rovere

    vor dem Halbfinale kommt das Viertelfinal, das müssen auch wir erst noch spielen. Das scheinen viele, inklusive Reporter mal wieder zuvergessen.

    Sie wissen also schon, dass Deutschland die Griechen rauswirft...ich denke das kann durchaus anders kommen.

    Vielleicht stehen im HF die Teams die Niemand erwartet hat:
    GR-ENG-TSCH-FRA.

    Grüße

    Pitti Griffi Della Rovere

    • JayB
    • 20.06.2012 um 0:18 Uhr

    Erstmal: das Tor, wenn sie es gegeben hätten, wäre sowieso irregulär gewesen, aufgrund einer Abseitsstellung; dann hätten sich die Engländer halt aufgeregt. Zum zweiten: der Linienrichter hätte es evtl. besser gesehen, weil er wegen eines größeren Abstands nicht so einen großen Winkel beim Blick auf den Ball hat wie der Hintertor-Schiri, der eigentlich zu nah dran ist; er stand auch etwas zu weit links, also war der Winkel zu groß, der Pfosten im Weg usw. Man darf ihn nicht kritisieren.

    Ich bin für Chip im Ball für Tor oder kein Tor. Nur ja keinen Videobeweis!

    Alles in allem war es heute lange nicht so schlimm wie gestern mit Kroatien. Dass ihnen da der Elfer verwehrt wurde, ist einfach nicht zu fassen!

    2 Leserempfehlungen
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    • fse69
    • 20.06.2012 um 11:20 Uhr

    "...Alles in allem war es heute lange nicht so schlimm wie gestern mit Kroatien. Dass ihnen da der Elfer verwehrt wurde, ist einfach nicht zu fassen!..."

    ... und widerspreche da auch Experten wie Urs Meyer. Es gibt nämlich eine der zahllosen Kameraperspektiven, die in der Wiederholung aus nächster Distanz zeigt, dass Ramos den Ball mit der Sohle tatsächlich einen klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde vor dem kroatischen Angreifer berührt. Da die Sohle nicht in Richtung Fuß des Gegners sondern ersichtlich auf den Ball zielt - der Kontakt zum gegnerischen Fuß entsteht dadurch, dass auch dessen Bewegung Richtung Ball geht - wäre die korrekte Entscheidung nicht Elfmeter sondern indirekter Freistoß wegen gefährlichen Spiels gewesen, da es keine Rolle spielt, ob ein "gefährliches Spiel" inner- oder außerhalb des Strafraums stattfindet.

    • fse69
    • 20.06.2012 um 11:20 Uhr

    "...Alles in allem war es heute lange nicht so schlimm wie gestern mit Kroatien. Dass ihnen da der Elfer verwehrt wurde, ist einfach nicht zu fassen!..."

    ... und widerspreche da auch Experten wie Urs Meyer. Es gibt nämlich eine der zahllosen Kameraperspektiven, die in der Wiederholung aus nächster Distanz zeigt, dass Ramos den Ball mit der Sohle tatsächlich einen klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde vor dem kroatischen Angreifer berührt. Da die Sohle nicht in Richtung Fuß des Gegners sondern ersichtlich auf den Ball zielt - der Kontakt zum gegnerischen Fuß entsteht dadurch, dass auch dessen Bewegung Richtung Ball geht - wäre die korrekte Entscheidung nicht Elfmeter sondern indirekter Freistoß wegen gefährlichen Spiels gewesen, da es keine Rolle spielt, ob ein "gefährliches Spiel" inner- oder außerhalb des Strafraums stattfindet.

  4. U N G L A U B L I C H ! ! !
    Da geht es im Fußball bei Sieg bzw. Niederlage fast immer um richtig viel Kohle, aber die Entscheidungsträger sperren sich gegen eine Technik, die im internationalen Eishokey u. Tennis, sowie im amerik. Football u. Basketball lange erfolgreich eingesetzt wird. Es ist absurd und irgendwie auch nicht mehr erklär u. vermittelbar, das zwar alle Ballkontakte erfaßt, zurückgelegte Wege aller Spieler metergenau berechnet und Statistiken über gewonnene od. verlorene Zweikämpfe sowie prozentualer Ballbesitz noch während des Spiels veröffentlicht werden, aber ein Handspiel, ein grobes Foul oder die Torfrage, die so sehr spielentscheidend sein kann, nicht genau erfasst und ausgewertet werden darf. Dabei geht das in Sekundenschnelle u. kann sofort an den Schiri gefunkt werden.
    ES IST EINFACH NUR ARMSELIG,..... und irgendwie auch leider mal wieder typisch deutsch ! ! !
    Reinhard M. aus Gelsenkirchen-Erle

    2 Leserempfehlungen
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    Genau, dass es immer noch keinen Videobeweis gibt, ist so typisch deutsch. Echt blöd, diese typischen Deutschen, wie heißen sie noch gleich? Platini und ähm... ähm... Blatter! Echt mal. Weg mit den Deutschen!

    Genau, dass es immer noch keinen Videobeweis gibt, ist so typisch deutsch. Echt blöd, diese typischen Deutschen, wie heißen sie noch gleich? Platini und ähm... ähm... Blatter! Echt mal. Weg mit den Deutschen!

    • Spez
    • 20.06.2012 um 0:25 Uhr
    8. Sorry

    Aber ob es jetzt der Torrichter hätte sehen können, oder der Linienrichter. Eigentlich beide, denn knapp ist was anderes. Aber das können weder Sie noch ich endgültig beurteilen, da ich noch nie als Torrichter auf dem Platz war und ich nicht weiß wie das aus seiner Perspektive aussieht. Im Ergebnis lässt sich aber festhalten: Die beiden Torrichter sind sinnlos.
    Die Abseitsstellung stimmt. Die habe ich aber auch erst nachträglich gesehen (Videobeweis;)) und war knapp. War jetzt im Verhältnis ein kleinerer Fehler, als dieses eindeutige Tor nicht zu erkennen. Ich bin da jedoch bei Abseits sowieso nicht sehr dogmatisch, da sich für mich der Sinn der Regel nicht im Millimetermaß ausdrückt. Grundsätzlich ganz nach den offiziellen Regeln haben Sie jedoch mit Ihrer Ansicht recht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • JayB
    • 20.06.2012 um 0:37 Uhr

    Nur ist der Reiz des Fußballspiels, dass so wenig wie möglich unterbrochen wird. Ein Videobeweis hieße Time-Out, Uhr wird angehalten usw., anders als z.B. bei Wartezeiten vor Freistößen. (Dafür gibt's die Nachspielzeit.) Außerdem bedeutet Videobeweis keinen Automatismus: eine Mannschaft hat z.B. 2mal pro Halbzeit das Recht, einen Videobeweis anzufordern. Was wenn sie zweimal daneben liegt? Und dann, beim dritten Mal, wenn sie richtig gelegen hätte, ist ihr Kontingent aufgebraucht. Das wäre noch tragischer, ganz abgesehen davon, dass Spielunterbrechungen Scheibenkleister sind. Wir sind doch hier nicht beim American Football. Also Chip im Ball, mit direkter Vibration am Arm des Schiedsrichters, falls der Ball hinter der Linie ist. Nur dafür. Alles andere bleibt Tatsachenentscheidung. Das ist doch der Reiz des Spiels, der menschliche Faktor, das große Drama. Die Technik muss so weit wie möglich draußen bleiben… bzw. andersrum: wenn Technik, dann nur für das Allernötigste, und das ist für mich ausschließlich Tor oder kein Tor. Eine Abseitsstellung? Geschenkt. Tatsachenentscheidung. Elfmeter oder nicht? Geschenkt. Großes Drama… aber immer noch besser als all diese anderen technik-getöteten überregulierten HiTech-Sportarten. Ach ja, und diese dusseligen Torraumschiedsrichter brauchen wir wirklich nicht. :)

    • fse69
    • 20.06.2012 um 10:06 Uhr

    "... Ich bin da jedoch bei Abseits sowieso nicht sehr dogmatisch, da sich für mich der Sinn der Regel nicht im Millimetermaß ausdrückt. Grundsätzlich ganz nach den offiziellen Regeln haben Sie jedoch mit Ihrer Ansicht recht...."

    Mit dem Abseits ist es so eine Sache. Die Richtlinien für die Schiedsrichter lauten: im Zweifel für den Angreifer (Daran hält sich leider kein Mensch, aber das ist eine andere Baustelle)! Das beinhaltet allerdings zwangsläufig, dass man hochoffiziell hinnimmt, Treffer zu zählen, die unter objektiven Kriterien aus knappen Abseitspositionen entstanden sind. Was sich widersprüchlich anhört, ist ja irgendwo auch logisch. Seit dem die Abseitsregelung reformiert wurde und gleiche Höhe kein Abseits mehr ist - der eine oder andere wird sich daran erinnern, dass dem nicht immer so war - haben wir es mit einer Konstellation zu tun, die Menschen ohne technische Hilfsmittel rein physikalisch betrachtet nicht zweifelsfrei entscheiden können.

    • Spez
    • 20.06.2012 um 10:38 Uhr

    @fse69 Sie haben Recht. Da es im Zweifel für den Angreifer heißt, war es gestern sogar eine korrekte Entscheidung, da ein unzweifelhaftes Erkennen der Abseitsposition nicht möglich war.
    @JayB
    Ich kann Ihnen da folgen. Vom Videobeweis bin ich auch nicht vollkommen überzeugt, aber ich muss sie insoweit korrigieren, dass kein flüssiges Spiel möglich ist, denn im Rugby findet der Videobeweis ebenfalls Anwendung. Ich hoffe aber zumindest, dass die FIFA jetzt ihre dogmatische Haltung bezüglich technischen Hilfsmitteln generell aufgibt.

    Nach meinem Empfinden reden wir hier von 2 bis max. 5cm.
    Was ist denn Ihrer Meinung nach knapp?
    Im nächsten Satz schreiben Sie "können weder Sie noch ich endgültig beurteilen, da ich noch nie als Torrichter auf dem Platz war" mit dieser Meinung scheinen wir beide ziemlich alleine zu sein - dass man, dieses zu beurteilen kein Torrichter sein muss, zeigt doch eindeutig die große Mehrheit der Kommentare, die da gehen von "katastrophal" bis zum Vorwurf der Bestechlichkeit.
    So sehr ich über das Ausscheiden der Ukraine enttäuscht bin, viel mehr enttäuscht mich die mangelnde Objektivität, mit der Redakteure, Kolumnisten und die meisten Forenmitglieder sich auslassen.

    • JayB
    • 20.06.2012 um 0:37 Uhr

    Nur ist der Reiz des Fußballspiels, dass so wenig wie möglich unterbrochen wird. Ein Videobeweis hieße Time-Out, Uhr wird angehalten usw., anders als z.B. bei Wartezeiten vor Freistößen. (Dafür gibt's die Nachspielzeit.) Außerdem bedeutet Videobeweis keinen Automatismus: eine Mannschaft hat z.B. 2mal pro Halbzeit das Recht, einen Videobeweis anzufordern. Was wenn sie zweimal daneben liegt? Und dann, beim dritten Mal, wenn sie richtig gelegen hätte, ist ihr Kontingent aufgebraucht. Das wäre noch tragischer, ganz abgesehen davon, dass Spielunterbrechungen Scheibenkleister sind. Wir sind doch hier nicht beim American Football. Also Chip im Ball, mit direkter Vibration am Arm des Schiedsrichters, falls der Ball hinter der Linie ist. Nur dafür. Alles andere bleibt Tatsachenentscheidung. Das ist doch der Reiz des Spiels, der menschliche Faktor, das große Drama. Die Technik muss so weit wie möglich draußen bleiben… bzw. andersrum: wenn Technik, dann nur für das Allernötigste, und das ist für mich ausschließlich Tor oder kein Tor. Eine Abseitsstellung? Geschenkt. Tatsachenentscheidung. Elfmeter oder nicht? Geschenkt. Großes Drama… aber immer noch besser als all diese anderen technik-getöteten überregulierten HiTech-Sportarten. Ach ja, und diese dusseligen Torraumschiedsrichter brauchen wir wirklich nicht. :)

    • fse69
    • 20.06.2012 um 10:06 Uhr

    "... Ich bin da jedoch bei Abseits sowieso nicht sehr dogmatisch, da sich für mich der Sinn der Regel nicht im Millimetermaß ausdrückt. Grundsätzlich ganz nach den offiziellen Regeln haben Sie jedoch mit Ihrer Ansicht recht...."

    Mit dem Abseits ist es so eine Sache. Die Richtlinien für die Schiedsrichter lauten: im Zweifel für den Angreifer (Daran hält sich leider kein Mensch, aber das ist eine andere Baustelle)! Das beinhaltet allerdings zwangsläufig, dass man hochoffiziell hinnimmt, Treffer zu zählen, die unter objektiven Kriterien aus knappen Abseitspositionen entstanden sind. Was sich widersprüchlich anhört, ist ja irgendwo auch logisch. Seit dem die Abseitsregelung reformiert wurde und gleiche Höhe kein Abseits mehr ist - der eine oder andere wird sich daran erinnern, dass dem nicht immer so war - haben wir es mit einer Konstellation zu tun, die Menschen ohne technische Hilfsmittel rein physikalisch betrachtet nicht zweifelsfrei entscheiden können.

    • Spez
    • 20.06.2012 um 10:38 Uhr

    @fse69 Sie haben Recht. Da es im Zweifel für den Angreifer heißt, war es gestern sogar eine korrekte Entscheidung, da ein unzweifelhaftes Erkennen der Abseitsposition nicht möglich war.
    @JayB
    Ich kann Ihnen da folgen. Vom Videobeweis bin ich auch nicht vollkommen überzeugt, aber ich muss sie insoweit korrigieren, dass kein flüssiges Spiel möglich ist, denn im Rugby findet der Videobeweis ebenfalls Anwendung. Ich hoffe aber zumindest, dass die FIFA jetzt ihre dogmatische Haltung bezüglich technischen Hilfsmitteln generell aufgibt.

    Nach meinem Empfinden reden wir hier von 2 bis max. 5cm.
    Was ist denn Ihrer Meinung nach knapp?
    Im nächsten Satz schreiben Sie "können weder Sie noch ich endgültig beurteilen, da ich noch nie als Torrichter auf dem Platz war" mit dieser Meinung scheinen wir beide ziemlich alleine zu sein - dass man, dieses zu beurteilen kein Torrichter sein muss, zeigt doch eindeutig die große Mehrheit der Kommentare, die da gehen von "katastrophal" bis zum Vorwurf der Bestechlichkeit.
    So sehr ich über das Ausscheiden der Ukraine enttäuscht bin, viel mehr enttäuscht mich die mangelnde Objektivität, mit der Redakteure, Kolumnisten und die meisten Forenmitglieder sich auslassen.

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