Fußball-EMIrland chancenlos gegen Kroatien

Giovanni Trapattoni und seinen Iren droht ein frühes EM-Aus. Gegen Kroatien unterlagen sie klar, der Wolfsburger Mandžukić traf doppelt. Der Spielbericht von dpa

Irland –Kroatien 1:3 (1:2)

Die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren verloren in Posen ihr erstes Gruppenspiel gegen Kroatien . Für das spielerisch klar bessere Team von Slaven Bili ć war der Bundesliga-Profi Mario Mandžukić vom VfL Wolfsburg mit zwei Toren der entscheidende Mann. Der 26 Jahre alte Stürmer erzielte in der 3. Minute mit dem bislang schnellsten Treffer bei dieser Endrunde die Führung und besiegelte den Sieg kurz nach der Pause (48.). Nach dem Ausgleich für Irland durch Sean St. Ledger (19.) hatte bereits Nikica Jelavi ć (43.) für die erneute Führung für Kroatien gesorgt.

Durch den Erfolg übernahm der WM-Dritte von 1998 die Tabellenführung in der Vorrundengruppe C, in der mit Titelverteidiger Spanien und Italien allerdings noch zwei anspruchsvolle Gegner warten. Die Hoffnungen der Iren auf das erstmalige Erreichen eines EM-Viertelfinals sind durch die erste Niederlage seit 14 Spielen auf ein Minimum gesunken.

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Rund 25.000 Fans aus Irland unterstützten ihre Mannschaft. Nach dem frühen Gegentreffer traf St. Ledger per Kopf ins Spiel zurück. Danach ließen sich die Iren jedoch wieder von den Kroaten zurückdrängen. Die nächste Chance für das kroatische Team bot sich Ivan Perisi ć (22.) vom deutschen Meister Borussia Dortmund, der mit einem Schuss aus 20 Metern an Irlands Keeper Shay Given scheiterte.

Das irische Team stand phasenweise mit allen elf Mann in der eigenen Hälfte. Die Kroaten konnten ihre spielerische Überlegenheit zunächst jedoch nicht zur Geltung bringen. Luca Modri ć (33.) und Perisi ć (36.), die als Spielemacher auftraten, zielten zu ungenau.

Die erneute Führung für die Kroaten war dann überfällig, auch wenn sie glücklich fiel. Irlands Verteidiger Stephen Ward bediente mit einem missglückten Abwehrschlag Jelavi ć und der Stürmer vom FC Everton verwandelte den Schuss mit einem Sprung über den herauseilenden Given in ein Tor für die eigene Mannschaft.

Kurz nach dem Wechsel sah der Torwart von Aston Villa nicht gut aus. Ein Kopfball von Mandžukić sprang erst an den Pfosten, dann an Givens Kopf und dann ins Tor. Die letzte Chance zum Anschlusstreffer hätte das Strafraum-Foul des Frankfurters Gordon Schildenfeld an Robbie Keane bedeuten können. Der Schiedsrichter pfiff jedoch nicht.

Irland: Given – O'Shea, St. Ledger, Dunne, Ward – Whelan, Andrews – McGeady (54. Cox), Duff – Doyle (53. Walters), Keane (75. Long)

Kroatien: Pletikosa – Srna, Corluka, Schildenfeld, Strinić – Vukojević – Rakitić (90.+2 Dujmovic), Modric, Perisić (89. Eduardo) – Mandžukić, Jelavić (72. Kranjcar)

Schiedsrichter: Kuipers ( Niederlande )

Zuschauer: 39.550

Tore: 0:1 Mandžukić (3.), 1:1 St. Ledger (19.), 1:2 Jelavić (43.), 1:3 Mandžukić (48.)

Gelbe Karten: Andrews / Kranjcar, Modrić

Beste Spieler: Andrews, Duff / Mandžukić, Perisić

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Schlagworte Bundesliga | Fußball | Giovanni Trapattoni | Robbie Keane | Borussia Dortmund | Irland
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