Fußball-EMFrankreich und England enttäuschen

Nach einer müden Partie trennen sich Frankreich und England unentschieden. Beide Mitfavoriten konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Der Spielbericht

Der englische Verteidiger Glen Johnson (l.) im Zweikampf gegen Frankreichs Franck Ribery

Der englische Verteidiger Glen Johnson (l.) im Zweikampf gegen Frankreichs Franck Ribery

 Frankreich-England 1:1 (1:1)

Frankreich und England haben sich nach enttäuschendem Ergebnisfußball unentschieden in Donezk getrennt. Beide Teams konnten ihre Ambitionen auf das Viertelfinale nicht untermauern: England steht in der zweiten Partie am Freitag gegen Schweden weiter unter Druck. Auch Frankreich kann sich im nächsten Spiel gegen den Co-Gastgeber Ukraine keinen Ausrutscher leisten.

Nach nervösem Beginn beider Teams startete James Milner in der 15. Minute die erste gelungene Aktion. Er umkurvte Hugo Lloris im französischen Tor, schoss aber aus spitzem Winkel vorbei.

Frankreich war den Engländern technisch deutlich überlegen, doch das Team von Trainer Roy Hodgson ließ der Équipe Tricolore wenig Raum zur Entfaltung. Die Folge: Das Spiel verstrich ohne Glanzpunkte - bis zur 30. Minute. Eine Freistoßflanke von Kapitän Steven Gerrard köpfte Lescott von Manchester City zu seinem ersten Länderspieltor für England ein.

Frankreich erhöhte daraufhin den Druck und verlagerte das Spiel mehr und mehr in die englische Hälfte. Nach einem Freistoß von Nasri bot sich Alou Diarra (35.) gleich eine doppelte Kopfballchance. Joe Hart im englischen Tor parierte reaktionsschnell. Nasri ließ seinem Teamkollegen von Manchester City kurz darauf jedoch keine Chance. Nach kurzem Zuspiel von Ribéry traf er per Distanzschuss zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit zogen sich die Franzosen wieder etwas zurück. England konnte aber keine gefährlichen Aktionen starten. Auf einen Schuss auf das Tor warteten die Anhänger der der Briten vergeblich. Auch die Franzosen waren wenig zielstrebig. Ribéry mühte sich, wurde jedoch von mindestens zwei Kontrahenten gestört. Ein zu großes Risiko wollte keines der beiden Teams mehr eingehen.Erst in den Schlussminuten gewann das Spiel noch mal an Dynamik. Jungstar Danny Welbeck fälschte einen Schuss von Yohan Cabaye (80.) gerade noch zum Eckball ab. Karim Benzema (84.) konnte eine Chance nicht nutzen. England zog sich immer mehr zurück. Doch eine echte Schlussoffensive konnten die Franzosen nicht mehr starten.

Frankreich: Lloris - Debuchy, Rami, Mexès, Evra - Cabaye (84. Ben Arfa), Diarra, Malouda (85. Martin) - Nasri, Ribéry - Benzema

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England: Hart - Johnson, Terry, Lescott, Cole - Milner, Gerrard, Parker (78. Henderson), Oxlade-Chamberlain (77. Defoe) - Young - Welbeck (90.+1 Walcott)

Schiedsrichter: Rizzoli (Italien)

Zuschauer: 47.400

Tore: 0:1 Lescott (30.), 1:1 Nasri (39.)

Gelbe Karten: - / Oxlade-Chamberlain, Young

Beste Spieler: Cabaye, Nasri / Lescott, Gerrard

 
Leserkommentare
    • Altlas
    • 11.06.2012 um 21:49 Uhr

    So ein langweiliges Spiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
    Naja, mal schauen wie die Engländer und Franzosen gegen die anderen Gegner unterhalten...

  1. Also jetzt glaub ich nicht mehr, dass Frankreich was grosses reisst. Alle Mannschaften sind nun durch.
    Italien hat mir am besten gefallen.
    Wenn Deutschland sich steigert , kann man auch Deutschland zum Favoriten zählen. Spanien hat offenbar keine Luft mehr. Und Holland kriegn vorn ja nix rein und stehen in der Abwehr auch nicht so dolle.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Beide Teams haben ein Unentschieden erzielt, mit dem Sie sehr gut leben können. Der Respekt, den man zum Teil zu recht voreinander hatte, lähmte das Spiel und die Engländer standen mir persönlich zum Teil viel zu tief und defensiv. Auch das Kontern mit 2-3 Mann war noch nicht zwingend. Auf der anderen Seite hat man gesehen, wie schnell es denn gehen kann. Gleiches gilt auch für Frankreich.
    In meinen Augen ist eine der besten Europameisterschaften, aller Zeiten, weil nicht absehbar ist, wer am Ende den Titel holt. Spanien, Italien, Niederlande, Deutschland, immernoch auch Frankreich, England, Russland, Portugal alle können sich gegenseitig schlagen und was möchte man mehr, als Fußballfan :)

    Beide Teams haben ein Unentschieden erzielt, mit dem Sie sehr gut leben können. Der Respekt, den man zum Teil zu recht voreinander hatte, lähmte das Spiel und die Engländer standen mir persönlich zum Teil viel zu tief und defensiv. Auch das Kontern mit 2-3 Mann war noch nicht zwingend. Auf der anderen Seite hat man gesehen, wie schnell es denn gehen kann. Gleiches gilt auch für Frankreich.
    In meinen Augen ist eine der besten Europameisterschaften, aller Zeiten, weil nicht absehbar ist, wer am Ende den Titel holt. Spanien, Italien, Niederlande, Deutschland, immernoch auch Frankreich, England, Russland, Portugal alle können sich gegenseitig schlagen und was möchte man mehr, als Fußballfan :)

  2. Was Roy Hodgson nach ein paar Wochen im Amt, mit ausgedünntem Kader, zwei vierer Reihen (man traute seinen Augen nicht) auf den Platz gebracht hat, war so übel nicht.

  3. Beide Teams haben ein Unentschieden erzielt, mit dem Sie sehr gut leben können. Der Respekt, den man zum Teil zu recht voreinander hatte, lähmte das Spiel und die Engländer standen mir persönlich zum Teil viel zu tief und defensiv. Auch das Kontern mit 2-3 Mann war noch nicht zwingend. Auf der anderen Seite hat man gesehen, wie schnell es denn gehen kann. Gleiches gilt auch für Frankreich.
    In meinen Augen ist eine der besten Europameisterschaften, aller Zeiten, weil nicht absehbar ist, wer am Ende den Titel holt. Spanien, Italien, Niederlande, Deutschland, immernoch auch Frankreich, England, Russland, Portugal alle können sich gegenseitig schlagen und was möchte man mehr, als Fußballfan :)

    Antwort auf "Revision"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte England | Frankreich | Fußball-EM | Italien | Ukraine | Donezk
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