Deutschland – Niederlande: Mario Gomez, Held und Antiheld
Mario Gomez entscheidet auch das zweite EM-Spiel für Deutschland. An ihm zeigt sich, in welchen Extremen Fußballer bewertet werden.
© Uefa via Getty Images

Mario Gomez während der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Holland
Im Pressekonferenz-Raum riecht es um 0:27 Uhr nach Schweiß. Der niederländische Nationalcoach und Joachim Löw haben schon gesprochen. Knapp 30 Reporter, erschöpft, glücklich, sitzen da und warten. Da sagt der ältere Herr, der beim DFB für die Journalistenbetreuung zuständig ist: "Los geht’s! Männer, der Bus kommt, der Flieger wartet!" – "Geht ja wohl gar nicht!" antwortet einer. – "Nee", ein anderer. Ein Knurren und eine Aufforderung schwingt durch den Raum: "Sag da Bescheid, der Bus muss warten – Gomez kommt gleich!"
Ein Fußballspiel schreibt immer mehr als eine Geschichte. Mario Gomez weiß das. Aber er weiß an diesem Abend auch, dass seine Geschichte jene dieses Spiels ist. Deshalb muss er nach den Fernseh- und Radiointerviews, den Mediengesprächen in der Mixed Zone auch noch zur offiziellen Pressekonferenz. 2:1 hat die Nationalelf gegen die Niederlande gewonnen. Beide Tore hat er geschossen. Beim ersten hat er sich mit dem Ball am Fuß gedreht, als wäre er beim Tanz. Beim zweiten hat er den Ball aus vollem Lauf in die obere Torecke gewuchtet. Viel schönere Tore gab es bei dieser EM noch nicht. Doch Gomez lässt jetzt alle wissen, wie traurig er war.
Wenn alle über einen diskutieren, dann sei das schwer abzuschütteln, sagt er. Er habe "einen riesengroßen Druck" verspürt. Dass dieser Druck schwer wie Hunderte von Kilo war, hatte er vorher schon in die TV-Kameras gesagt. Und auch diesen Satz: "Da schießt man ein Tor, denkt, man ist angekommen und kriegt drei Tage lang in die Fresse."
Mit dem einen Tor meint Gomez seinen Treffer im ersten EM-Spiel. Gegen Portugal hatte sich die Nationalelf zu einem 1:0-Sieg gerumpelt. Man kann sagen, ohne Gomez hätten sie nicht gewonnen. Doch schon kurz nach dem Spiel hatte Mehmet Scholl, der Fußballexperte der ARD, gesagt, Gomez wäre viel zu wenig gelaufen. Die ARD hat Scholl genau für solche Analysen engagiert. An diesem Abend sagte Scholl auch noch, er hatte zwischendurch Angst, dass sich Mario Gomez "wundliegt und mal gewendet werden muss." Diese Worte waren die Geschichte des Portugalspiels.
Mehmet Scholl und Mario Gomez kennen sich, beide arbeiten für den FC Bayern, und Scholl ist bekannt für seine Sprüche. "Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt!", hatte er mal auf die Frage nach seinem Lebensmotto gesagt. Vermutlich hat sich Scholl längst für seine Beleidigung bei Mario Gomez entschuldigt. Die Sache könnte aus der Welt sein. Wenn es nicht so eine gute Geschichte wäre.
1168 Nachrichtenartikel findet Google News zum Wundliegen-Thema. Das ist viel, im Mediengeschäft, das zum Fußball gehört, aber nicht überraschend. Auch für Mario Gomez nicht. Wer seinen Frust verstehen will, muss weiter als die vergangenen drei Tage zurück schauen.







Ich verstehe sowieso nicht, warum bei diesem Thema so ein Fass aufgemacht wird. Scholl hat nur gesagt, dass Mario mehr aus seinem Spiel machen könnte, wenn er sich denn mal am Spiel beteiligen würde. Er könne noch viel besser werden, wenn er nicht immer nur vorne auf die Bälle warten würde. Und damit hat er absolut Recht. Eigentlich unfassbar, was die Medien aus diesem Streit gemacht haben. Mich wundert auch, dass Ulli sich noch nicht zu Wort gemeldet hat. Das würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen. Fakt ist, Mario darf weiter seine Bälle reinstolpern und Klose geht bald in Rente. Nachwuchs ist nicht in Sicht und somit dürfte sein Platz auch sicher sein.
Tore gemacht, die das Prädikat Weltklasse verdienen Punkt.
Ich bin bisher auch kein Gomez Fan, aber die gestrige Leistung muss man mal ganz objektiv honorieren, denn dafür ist ein Mittelstürmer auf dem Platz, er muss Tore machen und das hat Gomez im Gegensatz zu 2008 EM und 2010 WM bei diesem Turnier bisher gemacht.
Wie es nun für Ihn weitergeht wird sich zeigen, bleibt er auf diesem Niveau und wird mit genialen Pässen bedient kann er zum Stürmer des Turniers werden, denn trotz allem muss man die guten Pässe/Chancen auch erst mal reinmachen ! Siehe im Gegensatz dazu die kläglichen Versuche von Ronaldo gestern bei Portugal !
Bei der Chancenverwertung hat es bei anderen Turnieren öfter gehapert bei Gomez, vielleicht ist der Knoten jetzt geplatzt.
Und ein Spieler kann sich auch weiter entwickeln, schaun mer mal...
Außerdem ist es gut zu wissen, das Deutschland mit Klose zur Zeit noch einen weiteren Weltklassemann im Zentrum hat.
Es ist Zeit endlich mal berechtigte Kritik an anderen Offensivkräften zu äußern und da sehe ich Podolski ganz tief im Focus. Der hat in meinen Augen bisher so gut wie nichts gebracht und auch ein Müller ist alles andere als eine Bank bisher.
Hier würde ich von Löw gegen Dänemark endlich mal erwarten, das er Schürrle und/oder auch Götze mal eine Chance gibt, sich zu beweisen und zwar nicht nur 10 Minuten...
nicht auf den Pkt. bringen können. Hätte er verk*** würden heute alle über Gomez herfallen, weiß jedoch nicht warum der so gepusht wird.
Nehme an er ist das Spiegelbild der Gesellschaft, die was leisten werden nicht erwähnt und die Blender und Underperformer an der Spitze, verkaufen dann die Ergebnisse als ihre eigenen.
Denn wie Paul "Bear" Bryant Jr. sagte " "Offense wins games; Defense wins championships"
Aber noch sind sie ja nicht durch. Und man hat schon Pferde si wissen schon sehen.
Sie übersehen, dass Gomez ein anderer Spielertyp ist als z.B. Klose. Neben seiner Torgefährlichkeit schafft er es, mit seinem Stellungsspiel und seinen Laufwegen Räume für die Mittelfeldspieler zu schaffen. Ein gutes Beispiel dafür war das 1:0 gegen Holland: Hier schoss Gomez nicht nur das Tor, er erarbeitete durch sein Laufverhalten überhaupt erst den Raum, den Schweinsteiger dann nutzen konnte. Klose - der sich viele Bälle selber aus dem Mittelfeld holt - und Gomez lassen sich daher nicht wirklich vergleichen. Gomez Spiel ohne Ball mag unauffälliger sein als das von Klose, es ist aber auf seine Art genau so effektiv und keinesfalls schlechter.
Tore gemacht, die das Prädikat Weltklasse verdienen Punkt.
Ich bin bisher auch kein Gomez Fan, aber die gestrige Leistung muss man mal ganz objektiv honorieren, denn dafür ist ein Mittelstürmer auf dem Platz, er muss Tore machen und das hat Gomez im Gegensatz zu 2008 EM und 2010 WM bei diesem Turnier bisher gemacht.
Wie es nun für Ihn weitergeht wird sich zeigen, bleibt er auf diesem Niveau und wird mit genialen Pässen bedient kann er zum Stürmer des Turniers werden, denn trotz allem muss man die guten Pässe/Chancen auch erst mal reinmachen ! Siehe im Gegensatz dazu die kläglichen Versuche von Ronaldo gestern bei Portugal !
Bei der Chancenverwertung hat es bei anderen Turnieren öfter gehapert bei Gomez, vielleicht ist der Knoten jetzt geplatzt.
Und ein Spieler kann sich auch weiter entwickeln, schaun mer mal...
Außerdem ist es gut zu wissen, das Deutschland mit Klose zur Zeit noch einen weiteren Weltklassemann im Zentrum hat.
Es ist Zeit endlich mal berechtigte Kritik an anderen Offensivkräften zu äußern und da sehe ich Podolski ganz tief im Focus. Der hat in meinen Augen bisher so gut wie nichts gebracht und auch ein Müller ist alles andere als eine Bank bisher.
Hier würde ich von Löw gegen Dänemark endlich mal erwarten, das er Schürrle und/oder auch Götze mal eine Chance gibt, sich zu beweisen und zwar nicht nur 10 Minuten...
nicht auf den Pkt. bringen können. Hätte er verk*** würden heute alle über Gomez herfallen, weiß jedoch nicht warum der so gepusht wird.
Nehme an er ist das Spiegelbild der Gesellschaft, die was leisten werden nicht erwähnt und die Blender und Underperformer an der Spitze, verkaufen dann die Ergebnisse als ihre eigenen.
Denn wie Paul "Bear" Bryant Jr. sagte " "Offense wins games; Defense wins championships"
Aber noch sind sie ja nicht durch. Und man hat schon Pferde si wissen schon sehen.
Sie übersehen, dass Gomez ein anderer Spielertyp ist als z.B. Klose. Neben seiner Torgefährlichkeit schafft er es, mit seinem Stellungsspiel und seinen Laufwegen Räume für die Mittelfeldspieler zu schaffen. Ein gutes Beispiel dafür war das 1:0 gegen Holland: Hier schoss Gomez nicht nur das Tor, er erarbeitete durch sein Laufverhalten überhaupt erst den Raum, den Schweinsteiger dann nutzen konnte. Klose - der sich viele Bälle selber aus dem Mittelfeld holt - und Gomez lassen sich daher nicht wirklich vergleichen. Gomez Spiel ohne Ball mag unauffälliger sein als das von Klose, es ist aber auf seine Art genau so effektiv und keinesfalls schlechter.
Lass dir von ein paar Neidern nicht den Spaß verderben.
Erfolg erzeugt Neider, das ist leider so. Man muss das positiv sehen, nur wenn man etwas hat, was andere nicht haben, kann Neid entstehen. Neid ist eine Form der Anerkennung, wenn auch die unangenehmste...
und freue Dich, wenn Du noch möglichst oft so gute Vorlagen von Deinen Mizspielern bekommst, so dass die Vollstreckung vereinfacht wird. Und sage auch danke an den niederländischen Torwart. Auf so einen wirst Du auch nicht wieder so schnell treffen. Auf die Kritik von Mehmet Scholl hast Du souverän reagiert. Das war gut so. Scholl musste zu seiner aktiven Zeit auch Häme verkraften. Das ist auszuhalten anlässlich der Vergoldung Eurer Künste.
und freue Dich, wenn Du noch möglichst oft so gute Vorlagen von Deinen Mizspielern bekommst, so dass die Vollstreckung vereinfacht wird. Und sage auch danke an den niederländischen Torwart. Auf so einen wirst Du auch nicht wieder so schnell treffen. Auf die Kritik von Mehmet Scholl hast Du souverän reagiert. Das war gut so. Scholl musste zu seiner aktiven Zeit auch Häme verkraften. Das ist auszuhalten anlässlich der Vergoldung Eurer Künste.
... wer genau hingesehen hat, dem ist nicht entgangen, dass zumindest Gomez ihn Ernst genommen hat. Schon in der Anfangsphase waren Szenen zu beobachten, die einen Gomez bei der Defensivarbeit am eigenen 16-er zeigten.
Interessant finde ich allerdings, dass der Name Podolski in keiner Kritik auftaucht. Dass der überhaupt auf dem Platz war, habe ich erst gegen Ende des Spiels mitbekommen.
Bei der deutschen Mannschaft kristallisiert sich in meinen Augen übrigens Mats Hummels immer mehr als Schlüsselspieler heraus. Er hat auch gestern wieder mit sehr kritischen Interventionen und gutem Stellungsspiel etliche potenziell brandgefährliche Situationen im Keim erstickt.
Zum Turnier ganz allgemein: nach wie vor bleiben die Maßstäbe, die Spanier und Italiener in ihrem ersten Spiel gesetzt haben, unübertroffen. Davon sind alle anderen Mannschaften noch sehr weit entfernt.
hat sich vor dem Gegentor wie ein Anfänger austanzen lassen. Er zeigt zwar eine gute Leistung, aber man möge ihn nicht in den Himmel heben.
dass jedes Spiel eine eigene Entwicklung nimmt und vor allem von der Taktik der Mannschaften lebt. Wenn ein Spiel schön zum Anschauen ist, heißt das noch lange nicht, dass die Mannschaften besser sind, als die eines Spiels, in dem sich 2 Teams nahezu neutralisieren.
Deutschland hat gegen die beiden Mitfavoriten der "Todesgruppe" gewonnen und trotz allem wird lieber kritisiert und der Gegner schlecht geredet, weil die Spiele nicht mit offenem Visier geführt wurden und es die Kreativabteilungen dadurch natürlich viel schwerer haben.
Aus dem Italien-Spanien-Spiel habe ich persönlich nur herausgelesen, dass Spanien dieses mal, im Gegensatz zu den letzten beiden Turnieren, nicht mehr der große Turnierfavorit ist.
Ich sehe mittlerweile eh nur die deutsche Mannschaft einen Tick über dem Rest, zumal Jogi Löw seine Geheimwaffen wie Schürrle, Reus oder vielleicht auch Götze bislang noch in der Hinterhand behalten konnte.
dass der Name Podolski in keiner Kritik auftaucht.Dass der überhaupt auf dem Platz war, habe ich erst gegen Ende des Spiels mitbekommen."
Schade, da haben Sie was verpasst.
Er hat nämlich Van der Wiel (info: Spieler der Oranjes), ordentlich Holland sehen lassen, und einige deutsche Angriffe eingeleitet.
...war perfekt auf das spanische System eingestellt. Deswegen entstand durch die gewohnt sehr offensiven Spanier und den defensiv disziplinierten, aber trotzdem sehr schnell umschaltenden und auch (!) auf Sieg spielenden, Italienern auch rassige Partie.
Die Italiener können gegen Irland/Kroatien genauso gut noch zweimal hässlich 0:0 spielen.
Das Spiel gestern war prinzipiell ähnlich. Unserer Mannschaft liegen offensive und defensiv eher desorganisierte Gegner (vgl Niederlande 2011/2012, England und Argentinien 2010) und wir eher aus der Defensive aus agieren können.
Gegen verteidigende Portugiesen fiel der N11 dagegen wenig ein. Das liegt mMn vor allem an den Spielern der Offensive, die ganz auf das "schnelle Umschaltspiel" ausgelegt sind.
Özil ist zwar universell stark, mit Platz aber beträchtlich mehr. Podolski hat keinerlei Kreativität, Spielwitz und besitzt kaum Fähigkeiten im 1:1. Tja und Müller ist irgendwie nicht richtig in Fahrt. So bekommt Gomez eben aufgrund dieser Sachen die dringend benötigten Vorlagen nicht.
Ich denke mal, dass Löw die Italiener genau analysiert, denn Spanien in dieser Form ist definitiv zu schlagen.
Weiterhin hoffe ich eher auf Spanien denn als Italien zu treffen.
Das extrem organisierte und aggressive italienische System ist Horror für die N11, es sei denn die Squadra Azzurra hat ihr Pulver bereits verschossen.
hat sich vor dem Gegentor wie ein Anfänger austanzen lassen. Er zeigt zwar eine gute Leistung, aber man möge ihn nicht in den Himmel heben.
dass jedes Spiel eine eigene Entwicklung nimmt und vor allem von der Taktik der Mannschaften lebt. Wenn ein Spiel schön zum Anschauen ist, heißt das noch lange nicht, dass die Mannschaften besser sind, als die eines Spiels, in dem sich 2 Teams nahezu neutralisieren.
Deutschland hat gegen die beiden Mitfavoriten der "Todesgruppe" gewonnen und trotz allem wird lieber kritisiert und der Gegner schlecht geredet, weil die Spiele nicht mit offenem Visier geführt wurden und es die Kreativabteilungen dadurch natürlich viel schwerer haben.
Aus dem Italien-Spanien-Spiel habe ich persönlich nur herausgelesen, dass Spanien dieses mal, im Gegensatz zu den letzten beiden Turnieren, nicht mehr der große Turnierfavorit ist.
Ich sehe mittlerweile eh nur die deutsche Mannschaft einen Tick über dem Rest, zumal Jogi Löw seine Geheimwaffen wie Schürrle, Reus oder vielleicht auch Götze bislang noch in der Hinterhand behalten konnte.
dass der Name Podolski in keiner Kritik auftaucht.Dass der überhaupt auf dem Platz war, habe ich erst gegen Ende des Spiels mitbekommen."
Schade, da haben Sie was verpasst.
Er hat nämlich Van der Wiel (info: Spieler der Oranjes), ordentlich Holland sehen lassen, und einige deutsche Angriffe eingeleitet.
...war perfekt auf das spanische System eingestellt. Deswegen entstand durch die gewohnt sehr offensiven Spanier und den defensiv disziplinierten, aber trotzdem sehr schnell umschaltenden und auch (!) auf Sieg spielenden, Italienern auch rassige Partie.
Die Italiener können gegen Irland/Kroatien genauso gut noch zweimal hässlich 0:0 spielen.
Das Spiel gestern war prinzipiell ähnlich. Unserer Mannschaft liegen offensive und defensiv eher desorganisierte Gegner (vgl Niederlande 2011/2012, England und Argentinien 2010) und wir eher aus der Defensive aus agieren können.
Gegen verteidigende Portugiesen fiel der N11 dagegen wenig ein. Das liegt mMn vor allem an den Spielern der Offensive, die ganz auf das "schnelle Umschaltspiel" ausgelegt sind.
Özil ist zwar universell stark, mit Platz aber beträchtlich mehr. Podolski hat keinerlei Kreativität, Spielwitz und besitzt kaum Fähigkeiten im 1:1. Tja und Müller ist irgendwie nicht richtig in Fahrt. So bekommt Gomez eben aufgrund dieser Sachen die dringend benötigten Vorlagen nicht.
Ich denke mal, dass Löw die Italiener genau analysiert, denn Spanien in dieser Form ist definitiv zu schlagen.
Weiterhin hoffe ich eher auf Spanien denn als Italien zu treffen.
Das extrem organisierte und aggressive italienische System ist Horror für die N11, es sei denn die Squadra Azzurra hat ihr Pulver bereits verschossen.
Ich denke, dass Klose vielen Fans einfach sympathischer ist mit seiner bescheidenen Art. Klose opfert sich für die Mannschaft auf, hilft hinten mit aus, hat in der Vergangenheit viele entscheidende und schöne Tore geschossen. Und er ist beinahe demütig dankbar, noch mitspielen zu dürfen (siehe ZEIT-Interview). Klose ist einfach volksnäher.
Bei Gomez hat man den Eindruck, er ist 88 Minuten eines Spiels damit beschäftigt, seine Frisur zu richten. In den übrigen 2 Minuten schießt er Tore. Letzteres ist entscheidend, aber bei den Sympathiewerten wird er Klose nicht mehr einholen.
"Bei Gomez hat man den Eindruck, er ist 88 Minuten eines Spiels damit beschäftigt, seine Frisur zu richten."
Ich denke, man sollte sich jetzt auch mal ehrlich selbst fragen, woher dieser Eindruck kommt. Sicher nicht, weil es so ist. Gomez wirkt nun wirklich nicht arrogant und mehr als die Haare wieder hinterstrechen, wenn Sie reinhängen, macht er ja auch nicht.
Klar, Klose ist ein sympathischer Typ. Und er hat der Nationalmannschaft sehr viel gegeben. Hinzu kommt, dass ihm nurnoch fünf Tore fehlen, um Gerd Müller in der Torstatistik einzuholen. Eigentlich hätte er es schon verdient,
dass man ihm diese Möglichkeit noch gibt - aber so ist eben Fußball/Sport. Vielleicht kann er die noch in Freundschafts-Länderspielen schießen oder schafft sogar hier im Tounier noch etwas... gönnen würd ichs ihm.
Entscheidend bei einem Stürmer ist nicht ob er irgendwem sympathisch ist, sondern ob er Tore schießt. Meinetwegen kann er dann seine Frisur richten so lange er will.
"Bei Gomez hat man den Eindruck, er ist 88 Minuten eines Spiels damit beschäftigt, seine Frisur zu richten."
Ich denke, man sollte sich jetzt auch mal ehrlich selbst fragen, woher dieser Eindruck kommt. Sicher nicht, weil es so ist. Gomez wirkt nun wirklich nicht arrogant und mehr als die Haare wieder hinterstrechen, wenn Sie reinhängen, macht er ja auch nicht.
Klar, Klose ist ein sympathischer Typ. Und er hat der Nationalmannschaft sehr viel gegeben. Hinzu kommt, dass ihm nurnoch fünf Tore fehlen, um Gerd Müller in der Torstatistik einzuholen. Eigentlich hätte er es schon verdient,
dass man ihm diese Möglichkeit noch gibt - aber so ist eben Fußball/Sport. Vielleicht kann er die noch in Freundschafts-Länderspielen schießen oder schafft sogar hier im Tounier noch etwas... gönnen würd ichs ihm.
Entscheidend bei einem Stürmer ist nicht ob er irgendwem sympathisch ist, sondern ob er Tore schießt. Meinetwegen kann er dann seine Frisur richten so lange er will.
Natrülich muss einer das wegstecken. Manche können es besser andere weniger gut. Und ein wenig distanziert wirkt er immer undsien Jubekl anfasg war schon vom "seht her, ich wars".
Das "Deutsche" an der ganzen Sache Fussball ist eben auch, dass "schöne" und gestylte Fussballer nicht so gelitten sind. Die Geduld mit Rudi Völler in seiner wenig Tore Phase war ungleich größer. Und "Kampfschwein" Klose passt in die Tradition.
Da kommt eben immer gleich der Verdacht "Weichei". Aber man sieht ja, dass sich das ändert. Im Fuball Deutschland der 1960iger- 1990iger Jahre und der Vokuhila Phase hätte er vermutlich gar keine zweite Chance bekommen. In Italien hätte er vom Aussehen dagegen bestens gepasst.
Manche werden selbst noch dann meckern, wenn Deutschland Europameister wird.
Entweder sie spielen schön aber das Ergebniss stimmt nicht, oder sie gewinnen, dann haben aber andere wie Spanien oder Italien besseren Fussball gezeigt...
Traurig.
..mit schönem Fußball 90 Minuten lang. Diese ideale Möglichkeit bleibt auch noch. Das darf man nicht erwarten, schon gar nicht fordern oder einklagen, aber wünschen darf es sich der Fan.
..mit schönem Fußball 90 Minuten lang. Diese ideale Möglichkeit bleibt auch noch. Das darf man nicht erwarten, schon gar nicht fordern oder einklagen, aber wünschen darf es sich der Fan.
Abwarten und das Tor schießen.
Das erste Tor von ihm war einfach Weltklasse.
Tatsächlich war er einer derjenigen, die damals am meisten in Bewegung waren.
Tatsächlich war er einer derjenigen, die damals am meisten in Bewegung waren.
Gomez ist ein wuchtiger und effizienter Strafraumstürmer, der für seine Torquote höchsten Respekt verdient hat. Er ist im Moment wahrscheinlich der weltweit beste Strafraumstürmer.
Aber Gomez ist eben auch technisch limitiert. Er ist darauf angewiesen, dass er im Strafraum mit "tödlichen" Zuspielen bedient wird - wie gestern zwei mal von Schweinsteiger. Schafft es die gegnerische Mannschaft, die Zuspiele auf Gomez zu verhindern, dann ist Gomez nutzlos und man kann dann mit Gomez auch keinen alternativen Spielansatz umsetzen. Ins Aufbauspiel kann man Gomez kaum einbinden, denn bei ihm gehen dann mindestens 70% der Bälle verloren. Vor dem Strafraum mal 3 gegenerische Spieler in einer Einzelaktion auszudribbeln, ist auch nicht das Spiel von Gomez.
Eine Mannschaft verliert mit Gomez an Variabilität, was man im Übrigen im letzten Jahr auch immer wieder bei Bayern München beobachten konnte. Das Spiel muss mit Gomez im Team auf Gomez zugeschnitten sein. Ein Klose ist variabler, kann sich weit zurück fallen lassen und auch anderen auflegen. Gomez' Assistquote liegt nahe null.
Das Gomez so großen Wert auf sein Äußeres legt und teilweise mit einer lustig anmutenden Popertolle aufläuft, führt sicher auch dazu, dass die Stammtische der Republik eher mit Typen wie Müller oder Schweinsteiger sympathisieren, als mit "Schönling" Gomez.
Letztlich entscheidet aber der Erfolg und solange Gomez seine Tore macht und Deutschland gewinnt, verbietet sich Fundamentalkritik an Gomez.
Tor.
Zuerst einmal: Wenn ein Stürmer keine Zuspiele bekommt, so ist jeder Stürmer nutzlos...
Ich gebe Ihnen Recht, dass Gomez ein eindeutiger Strafraumstürmer ist und im Vergleich zu Klose auch weniger Spielimpulse liefert. Daraus aber zu schließen, dass das gesamte Spiel einer Mannschaft weniger variabel sei, halte ich für zu kurz gedacht.
Ein Gomez bindet durch seine Torgefahr 2 Innenverteidiger, was anderen Spielern wiederum mehr Möglichkeiten und Räume eröffnet. Ich sehe unser Problem, wenn wir denn eins haben (müssen;-)), in der Formschwäche unserer Außenspieler.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass die gegnerischen Trainer natürlich ihre Mannschaften genau auf dieses Spiel der deutschen, nämlich im letzten Drittel häufig über die Außen zu spielen, einstellen.
Die fehlende Variabilität bei den Bayern liegt sicher nicht an Gomez, sondern an der gesamten Spielanlage, die weiterhin eher auf Ballsicherung, Ballkontrolle und relativ langsames Aufbauspiel über die Außen basiert.
Tor.
Zuerst einmal: Wenn ein Stürmer keine Zuspiele bekommt, so ist jeder Stürmer nutzlos...
Ich gebe Ihnen Recht, dass Gomez ein eindeutiger Strafraumstürmer ist und im Vergleich zu Klose auch weniger Spielimpulse liefert. Daraus aber zu schließen, dass das gesamte Spiel einer Mannschaft weniger variabel sei, halte ich für zu kurz gedacht.
Ein Gomez bindet durch seine Torgefahr 2 Innenverteidiger, was anderen Spielern wiederum mehr Möglichkeiten und Räume eröffnet. Ich sehe unser Problem, wenn wir denn eins haben (müssen;-)), in der Formschwäche unserer Außenspieler.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass die gegnerischen Trainer natürlich ihre Mannschaften genau auf dieses Spiel der deutschen, nämlich im letzten Drittel häufig über die Außen zu spielen, einstellen.
Die fehlende Variabilität bei den Bayern liegt sicher nicht an Gomez, sondern an der gesamten Spielanlage, die weiterhin eher auf Ballsicherung, Ballkontrolle und relativ langsames Aufbauspiel über die Außen basiert.
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