RelegationsspielHertha akzeptiert Abstieg

Hertha BSC verzichtet auf weiteren Einspruch gegen die Wertung des Relegationsspiels. Damit ist der Berliner Fußballverein Zweitligist, Fortuna Düsseldorf steigt auf. von dpa

Der Kapitän von Hertha BSC, Levan Kobiashvili, nach dem Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf

Der Kapitän von Hertha BSC, Levan Kobiashvili, nach dem Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf  |  © Tobias Schwarz/Reuters

Hertha BSC hat sich endgültig mit dem Abstieg in die 2. Fußballbundesliga abgefunden. Die Berliner verzichteten auf einen weiteren Einspruch vor dem Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2). In einer Mitteilung des Vereins hieß es: " Hertha BSC nimmt nach eingehender, reiflicher Überlegung davon Abstand, das ständige Schiedsgericht des DFB anzurufen".

Damit haben neben dem Hauptstadtklub endlich auch der Bundesliga-Aufsteiger aus Düsseldorf und die Deutsche Fußball Liga Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Die Relegationspartie am 15. Mai in Düsseldorf war unter chaotischen Umständen zu Ende gegangen. Zuschauer hatten noch vor dem Schlusspfiff das Spielfeld gestürmt, erst nach einer mehr als 20-minütigen Unterbrechung war die Partie fortgesetzt worden. Das 2:2 besiegelte nach dem verlorenen Hinspiel den erneuten Abstieg der Hertha. Das Bundesgericht des DFB hatte einen Protest der Berliner abgewiesen.

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Der Verein habe die schriftliche Urteilsbegründung "gründlich studiert, analysiert und darüber hinaus eine juristische Expertise" erstellen lassen, hieß es. Daraus ginge hervor, dass die Erfolgschancen eines Einspruchs zu gering seien.

Hertha legt Einspruch gegen Strafen ein

Einen Tag zuvor hatte Hertha seine Einspruchsbegründung gegen die Strafen für die Vorfälle beim Relegationsspiel beim DFB hinterlegt. Der DFB-Kontrollausschuss hatte von Hertha im Anschluss an das Spiel eine Geldstrafe von 50.000 Euro gefordert. Außerdem sollte die Öffentlichkeit im ersten Heimspiel der neuen Saison teilweise ausgeschlossen werden. Insgesamt dürfen laut Strafantrag nur 20.000 Tickets (davon 5.000 für Gästefans) verkauft werden. Hertha hatte seinen Widerstand gegen den Antrag bereits am 13. Juni angekündigt.

Am kommenden Sonntag beginnt der Berliner Verein unter ihrem neuen Cheftrainer Jos Luhukay mit dem Training für die Saison 2012/13.

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Leserkommentare
  1. Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Verkennen darf man bei den vorhergehenden Einsprüchen nicht, dass die Hertha-Oberen auch Verantwortung tragen auch für die vielen Mitarbeiter des Vereins. Vielleicht sind sie auch rechtlich verpflichtet, alles zu tun, um den Verein zu schützen und würden sich bei Unterlassung strafbar machen. Bei Aktiengesellschaften ist das so, bei Vereinen weiß ich das nicht sicher. War alles etwas unschön. Gut das es vorbei ist.

    Und jetzt zählt wieder die EM. Freitag geht`s weiter.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Bundesliga | DFB | Fußball | Fortuna Düsseldorf | Hertha BSC | Bundesgericht
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