EuropameisterschaftMerkel guckt EM-Spiel gegen Griechenland im Stadion

Erst war der Kalender zu voll, nun wird die Kanzlerin bei der Partie gegen Griechenland doch auf der Tribüne sitzen. Dafür ließ sie eigens ein Euro-Treffen verschieben. von afp, dpa und reuters

Angela Merkel beim Essen mit der deutschen Nationalmannschaft in Sopot

Angela Merkel beim Essen mit der deutschen Nationalmannschaft in Sopot  |  © Guido Bergmann/AFP/GettyImages

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am Freitag das Viertelfinalspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland in Danzig . Merkel habe ihren Terminkalender entsprechend ändern können, um das Spiel live zu erleben, sagte ein Regierungssprecher. Die Kanzlerin freue sich auf eine "spannende und faire Partie".

Merkel kann dabei sein, weil ein Treffen europäischer Regierungschefs am Freitagnachmittag in Rom um zwei Stunden vorverlegt wurde. Merkel wird also vor dem Spiel mit Italiens Ministerpräsident Mario Monti , dem französischen Staatspräsidenten François Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy über die Schuldenkrise beraten. Sie hatte um die Verschiebung gebeten und dankte dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti für das Entgegenkommen.

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Die Bundeskanzlerin folgt mit dem Besuch in Danzig einer Einladung des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk . Es ist ihr erster Besuch bei der laufenden Fußball-Europameisterschaft. Bei den Gruppenspielen im Mitgastgeberland Ukraine hatte die Kanzlerin noch darauf verzichtet, der deutschen Mannschaft im Stadion zuzusehen.

Schäuble tippt auf 3:1 für Deutschland

Ob auch der designierte griechische Ministerpräsident Antonis Samaras nach Danzig reisen wird, blieb zunächst unklar. Das Spiel wird wegen des angespannten Verhältnisses zwischen Griechenland und Deutschland in der Euro-Krise auch von politischen Kommentatoren gespannt erwartet.

Eine politische Dimension des Besuchs wies Merkels Sprecher aber zurück: "Es handelt sich um ein Fußballspiel, da geht es ausschließlich um Sport". Sollte Samaras ebenfalls im Stadion sein, werde Merkel ihn "herzlich begrüßen", die Politik aber außen vor lassen. Merkel gehe es darum, die deutsche Mannschaft "persönlich zu unterstützen".

Die Spieler reagierten positiv: Es sei ein "sehr gutes Gefühl", dass von der politischen Seite "volle Unterstützung" da sei, sagte Nationalspieler Thomas Müller . Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gab in der ZEIT seinen Tipp für das Spiel ab. Es werde kein leichtes Spiel, aber die deutsche Mannschaft sei in Topform. "Und daher glaube ich, dass Deutschland 3:1 gewinnt."
 

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Leserkommentare
  1. wenn es sich für frau merkel lediglich um ein fussballspiel handelte und nicht um politik, hätte sie die deutsche mannschaft auch durchaus in der ukraine unterstützen können.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • H.v.T.
    • 20. Juni 2012 17:37 Uhr

    Nun ja, die Bundeskanzlerin hat eben nicht Ihren Terminkalender.

    Weshalb sind Sie nicht einfach zufrieden, dass es die Bundeskanzlerin nun einrichten konnte ?

  2. Der Umweltgipfel in Rio ist auch viel zu langweilig! Und Hand auf's Herz, wir wollen doch alle lieber uns're Kanzlerin jubeln sehen...

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    • keibe
    • 20. Juni 2012 17:15 Uhr

    für eine Bundeskanzlerin nicht beliebig vermehrbar. Da gilt es denn doch Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können und anschließend beherzt Prioritäten zu setzen.

    "Und Hand auf's Herz, wir wollen doch alle lieber uns're Kanzlerin jubeln sehen..."

    und wenn es doch nichts zu jubeln gäbe? ! Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Bundeskanzlerin Deutschland so richtig Glück gebracht hat, kurz vorm Ziel eben doch nichts gewonnen und wer saß auf der Tribüne WM 2006 - EM 2008 ?

    Grüße
    P.G. Della Rovere

    • keibe
    • 20. Juni 2012 17:15 Uhr

    für eine Bundeskanzlerin nicht beliebig vermehrbar. Da gilt es denn doch Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können und anschließend beherzt Prioritäten zu setzen.

    Antwort auf "Super!!!!!!"
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    Antwort auf "Die Zeit ist auch "
  4. Jetzt brauch ich zum Spiel gucken nicht bloß Bier und Popcorn, sondern auch 'ne Tüte für besondere Momente.

    Wieso überhaupt "ausschließlich Sport"? Hat man nicht im Vorfeld mit wüsten Hetztiraden gegen die Ukraine die politische Dimension selbst hineingetragen?

    • H.v.T.
    • 20. Juni 2012 17:37 Uhr

    Nun ja, die Bundeskanzlerin hat eben nicht Ihren Terminkalender.

    Weshalb sind Sie nicht einfach zufrieden, dass es die Bundeskanzlerin nun einrichten konnte ?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    weshalb sollte mich dieser besuch in irgendeiner form befriedigen? es ist nicht meine kanzlerin.

  5. nannte sie der Pressesprecher vom DFB. Ist Frau Merkel eigentlich so eine Art "Maskottchen" oder die Regierungschefin.

    Wäre für solche Angelegenheiten wie Fussball nicht der Bundespräsident zuständig?

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    • H.v.T.
    • 20. Juni 2012 17:45 Uhr

    Goal News: "Bringt uns Merkel! Ihr werdet Griechenland niemals aus der Euro-Zone befördern. Europa ist wieder einmal außer sich wegen der bankrotten Griechen"

    http://www.kicker.de/news...

    Die Griechen sehen das kommende Spiel wohl unter politischen Gesichtspunkten.

  6. ...in Gdansk Oliva, und nicht in Sopot.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, AFP
  • Schlagworte Angela Merkel | Wolfgang Schäuble | Antonis Samaras | Mario Monti | Thomas Müller | Bundesfinanzminister
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