EM 2012: Ronaldo schickt die Niederlande nach Hause
Trotz Führung verlieren die Holländer auch gegen Portugal und verpassen ohne Punkte die Viertelfinal-Qualifikation. Für Portugal traf Ronaldo doppelt. Der Spielbericht.
© Michael Buholzer / Reuters

Portugals Spieler Cristiano Ronaldo feiert sein zweites Tor gegen Dänemark.
Portugal – Niederlande 2:1 (1:1)
Portugals Stürmer Cristiano Ronaldo hat die Holländer erstmals seit 32 Jahren bereits nach der EM-Vorrunde auf die Heimreise geschickt und seine Mannschaft souverän ins Viertelfinale geführt. Der Superstar von Real Madrid krönte seine überragende Vorstellung beim 2:1 (1:1) gegen die Niederlande mit zwei Toren und besiegelte damit im Alleingang das Aus des am Ende punktlosen Vize-Weltmeisters.
Nach dem EM-Debakel kommt der Trainer der Niederlande, Bert van Marwijk, trotz seines bis 2016 verlängerten Vertrages in Bedrängnis. Dabei hatte sich der frühere BVB-Trainer nach den Pleiten gegen Dänemark und Deutschland geläutert gezeigt.
Die Oranjes fingen das Spiel mit dem Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar sowie van der Vaart offensiv an. Wesley Sneijder vergab in der 4. Minute die erste gute Möglichkeit, wenig später kam dann Hoffnung auf. Rafael van der Vaart traf aus 20 Metern mit einem Linksschuss.
Ronaldo beweist sein Können
Die frühe Führung beflügelte die Holländer jedoch nicht wie erwartet. Stattdessen übernahmen die Portugiesen nun die Kontrolle und deckten die defensiven Mängel des Gegners auf.
Vor allem Ronaldo bewies nach zwei dürftigen Auftritten seine Extraklasse. In der 16. Minute traf er nur den Außenpfosten, in der 23. Minute scheiterte er mit einem Kopfball an Holland-Keeper Maarten Stekelenburg, in der 28. Minute aber schob Ronaldo dann nach toller Vorarbeit von João Pereira zum Ausgleich ein. Den hätte zuvor auch schon Helder Postiga besorgen können, doch der nach einem Fehlpass von Gregory van der Wiel frei durchlaufende Angreifer schoss am Tor vorbei.
Anders als die Niederländer spielten die Portugiesen nach ihrem Tor souverän weiter. Ronaldo war auf der linken Seite nicht zu stellen: Zunächst scheiterte der 27-Jährige mit einem Schuss aus fast 40 Metern an Stekelenburg, dann verfehlte er mit einem Kopfball knapp das Ziel.
Auch nach dem Wechsel drehte sich das Spiel um Ronaldo: Zunächst legte Portugals Kapitän glänzend für Nani (72.) auf, doch der Profi von Manchester United scheiterte aus fünf Metern an Stekelenburg. Zwei Minuten später behielt Ronaldo im Strafraum die Übersicht und schoss das 2:1. Einen dritten Treffer verhinderte in der Nachspielzeit der Pfosten.
Portugal: Rui Patricio - Pereira, Bruno Alves, Pepe, Coentrão - Raul Meireles (72. Custódio), Miguel Veloso, João Moutinho - Nani (87. Rolando), Hélder Postiga (64. Nélson Oliveira), Cristiano Ronaldo
Niederlande: Stekelenburg - van der Wiel, Vlaar, Mathijsen, Willems (67. Afellay) - Nigel de Jong, van der Vaart - Robben, van Persie, Sneijder - Huntelaar
Schiedsrichter: Rizzoli (Italien)
Zuschauer: 37 445
Tore: 0:1 van der Vaart (11.), 1:1 Cristiano Ronaldo (28.), 2:1 Cristiano Ronaldo (74.)
Gelbe Karten: Pereira / Willems, van Persie
Beste Spieler: Cristiano Ronaldo, Nani / van der Vaart, Stekelenburg









...ist man als Sportsfreund verpflichtet, die Leistung des sich selbst "CR7" nennenden Spielers anzuerkennen.
Eine Verpflichtung, den Mann gut zu finden, sehe ich glücklicherweise nicht.
Wer nach dem Tor mit beiden Händen die Mannschaftskollegen zu sich winkt, um sich gebührend feiern zu lassen, muss sich nicht über mangelnde Sympathie-Noten wundern.
hätten sie früher schon umstellen müssen- ich halte nichts
von Robben und hätte mir noch ein paar andere von der
Bank gewünscht.
Nun ist es zu spät, schade, aber tolle Einzelspieler machen
eben nicht die gleiche Arbeit wie ein richtiges Team.
Als hätten die nicht verstanden dass Fussball ein
Mannschaftssport ist.
aber er ist präsent, recht ballsicher und macht seine Buden.
DAs reicht gegen "aufmüpfige" Holländer,..die trotz guter Einzelleistungen von der Rolle sind.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren