TennisFederer holt zum siebten Mal Wimbledon-Titel

Roger Federer hat zum siebten Mal Wimbledon gewonnen und damit die Bestmarke von Pete Sampras eingestellt. In der Weltrangliste ist er wieder auf Platz eins.

Roger Federer feiert seinen Sieg.

Roger Federer feiert seinen Sieg.

Der 30-jährige Schweizer Roger Federer bezwang beim wichtigsten Rasenturnier der Welt den Lokalmatador Andy Murray mit 4:6, 7:5, 6:3, 6:4. Mit seinem ersten Grand-Slam-Turniersieg seit mehr als zwei Jahren kehrt der Schweizer zurück auf Weltranglistenplatz eins.

Federer machte mit seinem insgesamt 17. Grand-Slam-Erfolg zudem die britischen Hoffnungen auf den ersten Wimbledon-Titelträger seit 76 Jahren zunichte. Der 25-jährige Schotte Murray war der erste britische Wimbledon-Finalist seit 1938.

Anzeige

Federer egalisiert nun noch eine weitere Bestmarke des Amerikaners Pete Sampras für die Ewigkeit: Er beginnt am Montag seine 286. Woche an der Spitze des ATP-Rankings – und ist damit nun gemeinsam mit Sampras der Rekord-Weltranglisten-Erste. "Ich bin es gewohnt, dass Roger meine Rekorde bricht. Ich kann dagegen nichts machen", hatte der 2002 zurückgetretene Amerikaner schon vor dem Match gesagt. "Aber es ist leichter, wenn dir jemand die Rekorde abjagt, den du bewunderst und als Freund betrachtest."

Die "Murray-Mania" in Großbritannien erreichte dagegen nicht ihren erhofften Höhepunkt. Zum Finale wehte über der Downing Street No. 10 extra statt des Union Jack die schottische Saltire-Flagge. Dem Boulevard-Blatt Sun lag eine "Andy-Gesichtsmaske" bei. Tickets wurden für 5.000 Pfund auf den Schwarzmarkt gehandelt. Auf der Tribüne drängelten sich die VIP-Gäste. Glamour-Kicker David Beckham sagte: "Ein großer Moment für unser Land." In der Royal Box tummelten sich auch Hobby-Tennisspielerin Herzogin Kate samt Schwester Pippa.

Leserkommentare
  1. 1. Whoow

    Was für eine Leistung - mein Respekt

    3 Leserempfehlungen
    • Zack34
    • 08.07.2012 um 20:00 Uhr
    Eine Leserempfehlung
  2. Grossartiger Sportler und Gentleman genau wie sein Vorbild Pete Sampras.

    Gratulation absolut verdienter Sieger.

    Eine Leserempfehlung
  3. In solchen Moment wird ein Spiel fast schon zur Nebensache, wenn ein Murray nach seiner Ansprach - den Tränen nahe - sich neben Federer stellt und nach ein paar Worten vom Schweizer wieder mit einem Lächeln auf dem Gesicht dasteht.

    Einfach ganz großes Tennis!

    3 Leserempfehlungen
  4. Der hatte den ersten Satz und spielte längere Zeit besser im zweiten. Aber so ist es oft gegen Fed: in einem ungünstigen Moment etwas nachlassen und der dreht sofort auf und schlägt zu.

    Und man muss es geniessen solange es noch dauert: einen so elegant spielenden Champion dürfte es viele, viele Jahre nicht mehr geben.

    Federer kann jetzt zuversichtlich nach Olympia (auch in Wimbledon) und Flushing Meadows schauen.

    5 Leserempfehlungen
  5. Mehr noch als Psychologie ist es Konzentration, was heute auch beim Maestro zu sehen war. In den richtigen Momenten kann er sein Konzentrationslevel um ein Vielfaches steigern.
    Würde sogar sagen, dass Murray psychologisch einem Federer überlegen ist, aber letzterer ist einfach der deutlich technisch/taktisch bessere Spieler. Was Psychologie-Vorteil bedeutet hat man immer bei Nadal-Federer gesehen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dass Murray Federer psychologisch überlegen ist, bezweifle ich, obwohl Federer da auch Schwächen hat.
    Murray hat bisher vier Grand-Slam-Finals verloren, ohne im Gegenzug einen Titel für sich verbuchen zu können (was übrigens in der Open Era noch kein Spieler geschafft hat.)
    Ich habe es bei Andy Murray in keinem GS-Finale erlebt, dass er sein ganzes Können abruft. In diesem Finale hat er sehr gut angefangen, ist aber bereits nach dem Satzausgleich mental eingebrochen.

    Dass Murray Federer psychologisch überlegen ist, bezweifle ich, obwohl Federer da auch Schwächen hat.
    Murray hat bisher vier Grand-Slam-Finals verloren, ohne im Gegenzug einen Titel für sich verbuchen zu können (was übrigens in der Open Era noch kein Spieler geschafft hat.)
    Ich habe es bei Andy Murray in keinem GS-Finale erlebt, dass er sein ganzes Können abruft. In diesem Finale hat er sehr gut angefangen, ist aber bereits nach dem Satzausgleich mental eingebrochen.

    • Zack34
    • 08.07.2012 um 20:50 Uhr
  6. Ja aber Psychologie ist nicht gleich Konzentrationsfähigkeit!
    Wer "Niederlagen" schnell wegsteckt, kann sich deswegen noch lange nicht gut konzentrieren. So wie z.B. Nadal/Murray.
    Es hilft dabei (ganz klar), aber es ist eine andere Sache.
    Federer neigt z.B. oft dazu, einer missglückten Aktion oder einem Versagen länger "nachzutrauern" und verliert schonmal den Faden. Murray tut das kaum. Selbst im 4. Satz heute hat er wirklich alles gegeben. Ein Federer hätte da bei der gleichen Übermacht schon eher mal abgeschenkt.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service