Hamburger SV: Auf den Chaosklub ist Verlass
Kein Geld, Prügel im Training und ein Gönner, der sich einmischt – schon Wochen vor Saisonbeginn gibt der Hamburger SV ein katastrophales Bild ab.
Die vergangene Spielzeit wird nicht in die Annalen der Vereinsgeschichte des Hamburger SV eingehen: Der Trainer Michael Oenning wurde nach sechs Spielen und einem Punkt früh entlassen, nach einer mehrwöchigen Suche nach einem Nachfolger kam Thorsten Fink, der als Ziel vollmundig einen Europa-League-Qualifikationsplatz ausgab, seinen Verein am Ende aber gerade so in der Liga halten konnte. In der neuen Spielzeit soll nun alles besser werden, doch bereits Wochen vor Anpfiff des ersten Spiels geht es beim HSV drunter und drüber.
Mit großem Tamtam stellte der Klub am Donnerstag sein neuestes Prestige-Projekt vor: den "HSV-Campus", eine neue Jugendanlage inklusive Trainingsplätze, eines Internats und einer Tribüne für Trainings-Kiebitze. Finanzieren kann der HSV das Projekt, das 12,5 Millionen Euro kosten soll, jedoch nicht im Alleingang, sondern nur mithilfe der eigenen Anhänger. Diese sollen den Neubau über eine Anleihe unterstützen. Was als strategischer Meilenstein für die Zukunft des Vereins verkauft wurde, zeigt bei näherem Hinsehen vor allem zwei Probleme auf: Es ist ein weiteres Indiz für die finanzielle Schieflage der Hamburger. Und die Hansestädter sind Jahre zu spät. Klubs wie Borussia Dortmund oder Mainz 05 steckten bereits vor langer Zeit Millionen-Beträge in die Infrastruktur ihrer Jugendbereiche.
Notwendig scheint die Investition allemal. Der HSV war in den letzten Jahren eher für ineffektive Star-Einkäufe als für koordinierte Jugendarbeit bekannt. Selbst die Talente aus der Region gingen zu St. Pauli, nach Bremen oder Hannover. Stattdessen verpflichteten die Verantwortlichen teure Flops wie den Altstar Ruud van Nistelrooy oder den Stürmer Marcus Berg. "Unser Campus ist wichtiger als ein großer Transfer", sagte der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow folglich.
Nur einen Tag später karikierte ein alter Bekannter die Aussage Jarchows. Klaus Michael Kühne, milliardenschwerer Unternehmer und Gönner der Rothosen, meldete sich mit einer Pressemitteilung zu Wort, in der er medienwirksam die Rückkehr von Rafael van der Vaart forderte. Obwohl der Spielmacher der Tottenham Hotspurs, dessen Name schon in den Tagen zuvor über den Trainingsplatz waberte, seinem ehemaligen Verein via Bild-Zeitung absagte, möchte Kühne sich im Poker um den Niederländer nicht geschlagen geben: "Mit van der Vaart hätte der HSV nach einigen bitteren Jahren endlich die Perspektive, zu einem Spitzenklub heranzureifen und an den Wettbewerben im europäischen Fußball teilzunehmen", teilt er mit.
Schwer vorstellbar, dass Kühnes Schritt mit den HSV-Verantwortlichen abgesprochen war. Im Gespräch mit Sport-Bild gab Kühne sogar zu, die Meinung des Vorstands zu diesem Thema nicht zu kennen. "Jarchow ist offenbar schwer erreichbar", sagte er. Gelungene Kommunikation sieht anders aus.






taete es dem HSV gut, mal ein paar Jahre in der zweiten Liga zu verbringen. Der Schuh der ersten ist zu gross.
Rund 49 Jahre in der Bundesliga, kein Verein hat das geschafft. Welcher Schuh ist zu groß, wem?
http://www.fussballdaten....
Nuff said.
Rund 49 Jahre in der Bundesliga, kein Verein hat das geschafft. Welcher Schuh ist zu groß, wem?
http://www.fussballdaten....
Nuff said.
Rund 49 Jahre in der Bundesliga, kein Verein hat das geschafft. Welcher Schuh ist zu groß, wem?
...und nicht anders sind wir (die HSV-Fans) gewöhnt. Immer hübsch weiter draufkloppen in den Medien. [...]
Nebenbei bemerkt, hat weder Thorsten Fink nach Dienstantritt in der letzten Saison das Ziel EL ausgegeben, noch Hat Slobo Rajkovic Tolgay Arslan ins Gesicht geschlagen. Liest sich halt spektakulärer...so kennen wir das, immer schön drauf usw. usf.
P.S.: Ich finde, der hier in einem Nebensatz erwähnte Plan des HSV-Campus hätte mal dazu dienen können etwas Positives über den HSV zu schreiben. Aber das interessiert ja keinen...
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls
"P.S.: Ich finde, der hier in einem Nebensatz erwähnte Plan des HSV-Campus hätte mal dazu dienen können etwas Positives über den HSV zu schreiben. Aber das interessiert ja keinen..."
dass der HSV nach allen anderen Proficlubs jetzt auch mal ein paar Nachwuchskicker fördern will, ist echt keine Meldung für die Zeit. Beschweren sie sich doch bitte beim Eimsbüttler-Wochenblatt.
"P.S.: Ich finde, der hier in einem Nebensatz erwähnte Plan des HSV-Campus hätte mal dazu dienen können etwas Positives über den HSV zu schreiben. Aber das interessiert ja keinen..."
dass der HSV nach allen anderen Proficlubs jetzt auch mal ein paar Nachwuchskicker fördern will, ist echt keine Meldung für die Zeit. Beschweren sie sich doch bitte beim Eimsbüttler-Wochenblatt.
http://www.fussballdaten....
Nuff said.
Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern.
Wie lange wollen eingefleischte HSV-Fans noch darauf rumreiten, dass sie der Dino der Bundesliga sind? Wenn das bedeutet, der HSV darf kritiklos in den Niederungen der 1. Liga rumdümpeln, frage ich mich ernsthaft, ob das zukünftig der Anspruch des HSV und der HSV-Fans sein soll.
Erfolg von gestern ist wertlos und allenfalls was für Nostalgiker.
Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern.
Wie lange wollen eingefleischte HSV-Fans noch darauf rumreiten, dass sie der Dino der Bundesliga sind? Wenn das bedeutet, der HSV darf kritiklos in den Niederungen der 1. Liga rumdümpeln, frage ich mich ernsthaft, ob das zukünftig der Anspruch des HSV und der HSV-Fans sein soll.
Erfolg von gestern ist wertlos und allenfalls was für Nostalgiker.
Auf den Chaosklub ist verlass?
Ich würde mir wünschen das die Überschrift noch von der Redaktion geändert wird.
Ich frage, mich, was die Kommentatoren von 2, 3 und 5 geritten hat. Was gibt es beim HSV derzeit schönzureden? Der HSV ist derzeit eine Chaostruppe und je öfters man dies, hier die ZEIT, ausspricht, desto größer die Chance, dass ich irgendwann bald mal was ändert.
Und im Zweifel ist der Abstieg in die 2. Liga heilsamer, als so eine verkorkste Saison wie die 2011/2012 in der Endlosschleife.
Nur zum Erinnern anbei die Abschlusstabelle der abgelaufenen Saison:
http://de.wikipedia.org/w...
Der HSV lag vor drei Vereinen auf dem 15.Platz. Diese drei Vereine hatten m. E. in dieser Verfassung nahezu während der gesamten Saison kaum ein Format für die Erstklassigkeit. Wäre nur von einem dieser Vereine eine durchschnittliche Erstligareife gezeigt worden, hätte den Dino HSV der Abstieg, zumindest die Relegation gedroht.
Die derzeitige Entwicklung erscheint mir konzeptionslos.
Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern.
Wie lange wollen eingefleischte HSV-Fans noch darauf rumreiten, dass sie der Dino der Bundesliga sind? Wenn das bedeutet, der HSV darf kritiklos in den Niederungen der 1. Liga rumdümpeln, frage ich mich ernsthaft, ob das zukünftig der Anspruch des HSV und der HSV-Fans sein soll.
Erfolg von gestern ist wertlos und allenfalls was für Nostalgiker.
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