Olympia-FavoritenGold, Gold, Gold, Gold, Gold

Dabei sein ist nicht alles! Alle Nationen wollen bei Olympia möglichst weit vorne im Medaillenspiegel landen. Wer hat die besten Chancen? von 

Der Deutsche Olympische Sportbund erhofft sich, das Ergebnis aus Peking zu wiederholen. Damals landete Deutschland auf Rang 5 der Nationenwertung. Traditionell sind die Deutschen im Rudern und Reiten Weltspitze. Ansonsten ist das Aufgebot breit gefächert, Gold ist unter anderem im Schießen, im Hockey, im Schwimmen, im Fechten und in der Leichtathletik möglich.

Athleten: 395

Medaillen 2008:  16x Gold, 10x Silber, 15x Bronze

Die Stars: Britta Steffen und Paul Biedermann, beide von Beruf Schwimmer und miteinander liiert, könnten das Sportlerpärchen dieser Spiele werden. Fabian Hambüchen möchte seine Karriere mit Gold am Reck krönen. Von diesen Stars abgesehen ist Olympia in Deutschland stets die Zeit für jene Athleten, die sonst wenig Aufmerksamkeit erhalten. Gewichtheber Matthias Steiner zeigte dies vor vier Jahren, als er nach seinem Olympiasieg zum Sportler des Jahres gekürt wurde.

Gut zu wissen: Deutschland reist mit dem kleinsten Olympia-Aufgebot seit der Wiedervereinigung an. Schuld daran sind die Ballsportarten, die in der Qualifikation schwach abschnitten. Deutsche Handballer, Basketballer, Wasserballer und Fußballer fehlen in London .

Doping: Hierzulande findet der Anti-Doping-Kampf eine breitere Öffentlichkeit als in anderen Ländern. Trotzdem gab es in der jüngeren Vergangenheit kleinere und größere Skandale. Zuletzt sorgten die Blut-Bestrahlungen am Olympia-Stützpunkt in Erfurt für Diskussionen.

Prognose: Deutschland hat viele Goldhoffnungen, aber nur wenige -favoriten. Rang 3 der Medaillenwertung ist nur mit viel Glück erreichbar. Realistisch ist eine Position zwischen 5 und 7.

Anzeige
Leserkommentare
  1. ... einen Staat wie die USA (311,5 Mio. Einwohner) mit einem Zwergstaat wie Andorra (85.000 Einwohner) zu vergleichen.

    Dass eine bürgerreiche Nation mehr potentielle Sportler besitzt als ein bürgerarmes Kleinland ergibt sich ja von selbst.

    Schließlich hat Berlin ja auch mehr Sporttreibende als Oberrüsselbach (absolut betrachtet)... :-)

  2. ist nur sehr begrenzt, da hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. So ist es möglich, dass ein Einzelsportler in mehreren Disziplinen Medaillen holt (z. B. 100m, 200m; Einzel/Doppel/Vierer; Reck, Barren; usw.), während es in Mannschaftssportarten immer nur eine Goldmedaille für ein Land gibt. Eine Goldmedaille z. B. im Basketball, wo Superstars wie James und Bryant antreten, ist m.E. wertiger als z. B. eine im Kanu (wobei ich nichts geen Randsportarten sagen will, diese haben sich die alle 4 Jahre eintretende Aufmerksamkeit natürlich verdient). So bleibt der Spiegel nur eine nette Spielerei.

    • narmer
    • 25. Juli 2012 14:05 Uhr

    "'Ich habe nicht mehr die Leichtigkeit, die ich noch mit 16 hatte', erklärte die 17-Jährige."

    Vielen Dank für diese Pointe!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Beim Turnen sind das Welten. Besonders bei den jungen Frauen, wenn die Proportionen sich so plötzlich verändern. Und in einem Jahr kann man mit 16 noch ziemlich wachsen. Aus beidem folgt ein ganz anderes Kraft-Last-Verhältnis...

  3. "Alle Nationen wollen bei Olympia möglichst weit vorne im Medaillenspiegel landen."

    Kommt drauf an, was man unter "Nation" versteht.
    Die Staatsbürger der jeweiligen Nationen dürften zum Großteil ein sehr entspanntes bis uninteressiertes Verhältnis zum Medaillenspiegel haben.
    Bei den nationalen Sport- und Politfunktionären dürfte das allerdings deutlich anders gelagert sein. Dort schmückt man sich (zum Zwecke der Werbung in eigener Sache) gern mit dem nationalen Ranking im Medaillenspiegel. Sofern es vorzeigbar ist, versteht sich ...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Korrekt. Große Sportereignisse (Olympia, WM, EM usw.)waren leider schon immer eine Bühne für Funktionäre aller Art und sind oft von diesen zur Selbstdarstellung missbraucht worden. Die Wirkung haben schon Diktatoren im Alten Rom und im vergangenen Jh. erkannt. In der heutigen Zeit wird diese Darstellungswirkung noch verstärkt durch den Medienhype. Das eigentliche SPORTereignis tritt hierdurch, befördert auch durch das Zählen von Medaillen in einem Medaillenspiegel, immer mehr in den Hintergrund.

  4. ein Recht bzw. einen Anspruch darauf zu haben, dass die Sportler, die in erster Linie für sich selber bzw. ihre Mannschaft antreten, gefälligst (in unserem Fall) "Gold für Deutschland" holen. Schaffen sie es nicht, glaubt die "Nation", kollektiv beleidigt sein und die Sportler hierfür angreifen zu dürfen. Als ob die Sportler der Nation hierüber Rechenschaft schuldig wären. Das ist das eigentlich Perfide an der Medaillenzählerei.

  5. Korrekt. Große Sportereignisse (Olympia, WM, EM usw.)waren leider schon immer eine Bühne für Funktionäre aller Art und sind oft von diesen zur Selbstdarstellung missbraucht worden. Die Wirkung haben schon Diktatoren im Alten Rom und im vergangenen Jh. erkannt. In der heutigen Zeit wird diese Darstellungswirkung noch verstärkt durch den Medienhype. Das eigentliche SPORTereignis tritt hierdurch, befördert auch durch das Zählen von Medaillen in einem Medaillenspiegel, immer mehr in den Hintergrund.

    Antwort auf "Definitionsfrage"
  6. Beste Chancen haben Ana Bolika und Do Ping. Usain Bolt meint dazu: "I do not inject, i inhale".

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    das Thema und der Spruch. Aber auch hier gilt, wie übrigens überall: Nicht Alle(s) über einen Kamm scheren. Sicher gibt es spezielle Sportarten, wo Doping ein besonderes Problem ist (z. B. Rad, Gewichtheben, Leichtathletik etc.). In Mannschaftssportarten wohl eher weniger. Vielen Sportlern ( auch und gerade den noch verbliebenen "Amateuren", aber auch "Stars" wie James, Sharapova, Federer etc., die sich Doping aufgrund ihres Status´gar nicht "erlauben" könnten), tut man mit Pauschalurteilen sicher Unrecht. Aber Doping wird, nicht zuletzt unter dem öffentlichen Druck des Gewinnenmüssens und eines Medaillenspiegels, leider immer ein Thema bleiben.

  7. das Thema und der Spruch. Aber auch hier gilt, wie übrigens überall: Nicht Alle(s) über einen Kamm scheren. Sicher gibt es spezielle Sportarten, wo Doping ein besonderes Problem ist (z. B. Rad, Gewichtheben, Leichtathletik etc.). In Mannschaftssportarten wohl eher weniger. Vielen Sportlern ( auch und gerade den noch verbliebenen "Amateuren", aber auch "Stars" wie James, Sharapova, Federer etc., die sich Doping aufgrund ihres Status´gar nicht "erlauben" könnten), tut man mit Pauschalurteilen sicher Unrecht. Aber Doping wird, nicht zuletzt unter dem öffentlichen Druck des Gewinnenmüssens und eines Medaillenspiegels, leider immer ein Thema bleiben.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das Wort zum Sonntag klingt ja ganz schön, ich stimme aber #7 zu. Ohne Doping läuft nichts. Da können Sie behaupten, was Sie wollen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service