DopingLance Armstrong büßt alle Tour-de-France-Titel ein

Die Anti-Doping-Agentur Usada hat angekündigt, Lance Armstrong seine Titel zu entziehen. Der vielfache Sieger der Tour de France hat im Rechtsstreit kapituliert.

Der frühere US-Radprofi Lance Armstrong muss alle Siegtitel vom Radrennen Tour de France abgeben. Das folgt aus seiner Entscheidung, sich nicht länger gegen Dopingvorwürfe in den USA zu wehren. Er wird alle sieben Titel als Tour-Sieger verlieren und lebenslang gesperrt.

Armstrong verzichtete in dem Verfahren der US-Anti-Doping-Agentur Usada auf die anstehende Anhörung. Medienberichten zufolge entspricht das einem Doping-Eingeständnis. Armstrong begründete den Entschluss in einem Statement auf seiner Internetseite damit, dass das gesamte Verfahren einen "zu hohen Preis" von ihm und seiner Familie gefordert habe.

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Hätte er eine Chance gesehen, in einer fairen Umgebung die Vorwürfe widerlegen zu können, hätte er "die Chance wahrgenommen", schrieb er. "Aber ich weigere mich, in einem einseitigen und unfairen Prozess mitzumachen." Es gebe einen Punkt, an dem man sagen müsse: "Genug ist genug."

Die Entscheidung, dass es eine weitere Anhörung geben sollte, war Anfang der Woche gefallen. Ein Richter in Armstrongs Heimatstadt Austin wies die Klage des Ex-Radprofis ab, der die Ermittlungen der Usada gegen sich blockieren und eine weitere Anhörung verhindern wollte. Der 40-jährige Texaner wird seit Jahren mit Doping-Vorwürfen konfrontiert. Die Ermittler werfen ihm jahrelanges Doping und Handel mit illegalen Substanzen vor. Der siebenmalige Gewinner der Tour de France soll Teil einer regelrechten "Doping-Verschwörung" gewesen sein.

Unklar, ob Jan Ullrich nachträglich zum Sieger ernannt würde

Trotz seines Verzichts auf die Anhörung gab Armstrong Doping-Vergehen nicht zu.

Bei der Tour de France 1999 war der Radprofi gemeinsam mit einigen anderen Fahrern positiv auf das Steroidhormon Kortikoid getestet worden, der Befund war allerdings folgenlos geblieben. Auch danach hatte es immer wieder Anschuldigungen gegeben. So war Armstrong in dem französischen Buch L.A. Confidential des Dopings beschuldigt worden: Demnach hatte er beispielsweise einen Mitarbeiter um Make-Up gebeten, um Nadelstiche am Arm zu verdecken. 2005 hatte zudem ein Mitarbeiter angegeben, Steroide in Armstrongs Apotheke gefunden zu haben, berichtete die New York Times unter Berufung auf das Buch. 

Armstrong hatte die Tour von 1999 bis 2005 in Serie gewonnen. Unklar blieb, ob der deutsche Jan Ullrich bei einer Aberkennung der Titel nachträglich zum Sieger ernannt werden würde. Ullrich hatte in den Jahren 2000, 2001 und 2003 hinter Armstrong Platz zwei erreicht.

 
Leserkommentare
  1. Lance Armstrong ist einer der wenigen Radsportler, die man getrost als mehrfachen Millionär bezeichnen darf. Nicht so sehr sind es die Preisgelder, die ihm zu einem Millionär gemacht haben, die sind im Radsport nicht so üppig, würden bei sieben Tour Siegen aber auch schon zu einer ordentlichen Summe gereicht haben. Er hat es verstanden, sich perfekt zu vermarkten und da dürften in der Vergangenheit ein paar hübsche Sümmchen zusammen gekommen sein.

    Geld wird also nicht das Problem sein, das hat er. Es ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass ihm seine Titel aberkannt würden, wenn die Beweise ans Tageslicht kommen. Aus dem größten Radchampion aller Zeiten würde der größte Betrüger aller Zeiten werden und das verträgt sich nicht mit seinem selbst aufgebauten Image. So kann er immer behaupten, es ist nichts bewiesen, es handelte sich um eine Verschwörung und je nach Vertragsdetails muss er nicht mal was zurückzahlen. Er ist ja nicht des Dopings überführt worden, er hat sich nur einem Verfahren entzogen. Je nach Formulierung kann das zu Vertragsstrafen führen oder eben auch nicht.

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  2. Man muss schon trennen zwischen der Annahme, es gehe sauber zu, und dem Wunsch, es möge sauber zugehen. Bei ersterem sollte man allerdings auch differenzierter vorgehen - zu empfehlen ist da das Blog "Science of Sports". Aber wer glaubt ein sauberer Armstrong führe nachweislich gedopten Leuten um Minuten davon, der glaubt entweder an Supermenschen oder daran dass Doping nichts bringt (oder dass die Doper komplett unsportlich sind und sich nur auf den 2. Platz gespritzt haben, was am meisten an der Realität vorbeigeht).

    Der Wunsch, es möge doch ehrlich zugehen (nach allem was man weiss, ist durch die "Waffengleichheit" bei den Spitzenfahrern die Realität gar nicht so weit davon entfernt), ist ehrenwert und verständlich. Ich selbst liebe den Radsport, aber ich kann einfach nichts anderes sagen als dass es ein schrecklicher Sumpf ist, bei dem man alle unter Generalverdacht stellen muss. Welchen Spass hat man mit einem Olympiasieger Vinokurov, wenn man dessen (bekannt gewordene) Dopinghistorie kennt? Wer glaubt einem Froome noch seine These von einer lange unerkannten Krankheit, deren Heilung seinen Formsprung erkläre?

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    daß der Poster auf den ich reagiert habe, doch bitte die Kirche im Dorf lassen soll und nicht den Eindruck erwecken, daß alle die sauberen Sport wünschen, naiv, dumm, oder sonstwas sind, nur nicht clever. Ich kann solche Aussagen nicht ab, weil ich selber jahrelang intensiv Sport getrieben habe. Bei uns wäre nur der Ansatz sofort mit entsprechenden Maßnahmen ( Ausschluß aus dem Verein, Mannschaft ) geahndet worden. So nun zu Herrn Amstrong. Bei dem werde ich eine Fernsehübertragung an einem "der Berge" nie mehr in meinem Leben vergessen, wie er mit Jan Ullrich auf gleicher Höhe fuhr und Jan fast am verrecken war. Da stand der Mann auf und lies ihn stehen, als wenn er gerade auf's Rad gestiegen wäre, mit einem Grinsen im Gesicht, welches ich nicht mehr beschreiben kann. Ne und nochmal ne, das ging gar nicht!!! Trotzdem ist es schade für diesen wunderbaren Sport, daß er sich so hat vereinahmen lassen, aber auch hier: Geld regiert die Welt!!! Leider, leider!!!

    daß der Poster auf den ich reagiert habe, doch bitte die Kirche im Dorf lassen soll und nicht den Eindruck erwecken, daß alle die sauberen Sport wünschen, naiv, dumm, oder sonstwas sind, nur nicht clever. Ich kann solche Aussagen nicht ab, weil ich selber jahrelang intensiv Sport getrieben habe. Bei uns wäre nur der Ansatz sofort mit entsprechenden Maßnahmen ( Ausschluß aus dem Verein, Mannschaft ) geahndet worden. So nun zu Herrn Amstrong. Bei dem werde ich eine Fernsehübertragung an einem "der Berge" nie mehr in meinem Leben vergessen, wie er mit Jan Ullrich auf gleicher Höhe fuhr und Jan fast am verrecken war. Da stand der Mann auf und lies ihn stehen, als wenn er gerade auf's Rad gestiegen wäre, mit einem Grinsen im Gesicht, welches ich nicht mehr beschreiben kann. Ne und nochmal ne, das ging gar nicht!!! Trotzdem ist es schade für diesen wunderbaren Sport, daß er sich so hat vereinahmen lassen, aber auch hier: Geld regiert die Welt!!! Leider, leider!!!

  3. Liebe Zeit Redaktion!

    Als Mediziner schmerzt mich sowas...
    "positiv auf das Steroidhormon Kortikoid getestet"
    Die in der Formulierung angedeutete Spezifität der Bezeichnung für die Substanz ist irreführend. "Kortikoide" sind eine Gruppe von Substanzen die em Kortison struktur-ähnlich sind - (daher das "-oid").
    Das ist zwar etwas spitzfindig (verzeihung), aber eine Publikation Ihrer Qualität sollte nicht in einer Formulierung Spezifität sugerrieren, in der keine ist.
    Ist ähnlich spezifisch wenn man sagen würde: "Die Wissenschaft hat ein neues Mitglied der Fauna entdeckt - ein Tier!"

    LG

    Alex

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  4. In den USA wird ermittelt, in Deutschland eingestellt.

    Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Freiburg gegen die beiden 'Mediziner' Dr. Lothar Heinrich und Prof. Dr. Andreas Schmid im WORTLAUT:

    http://www.interpool.tv/d...

    http://www.interpool.tv/d...

  5. Sie sollten aber zur Kenntnis nehmen, dass die Leistungen der Riis/Ulle/Pantani/Armstrong-Ära heute nicht mehr erreicht werden.

    http://www.sportsscientis...

    Das besagt nichts, aber einfach "Superlative, sonst schaut keiner hin" zu sagen ist zu einfach.

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    Antwort auf "Was lernen wir daraus?"
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    Vielleicht wurden meine Worte mißverstanden, aber genau das sage ich. Wenn ich mich recht erinnere, war es war es ein amerikanischer Spitzenfahrer, der Ende der 80er Jahre mit dem Kommentar "Es ist schon seltsam, wenn der Schnitt von einem auf das andere Jahr um 6 km/h steigt", seine Karriere beendete.
    Ich schaue mir Radsport schon lange nicht mehr an, habe aber selbst leidenschaftlich diesen Sport (außerhalb von Wettbewerbern, messe mich nicht mit Pillenschluckern, gerade die Amateurszene ist komplett verseucht), betrieben, bis ich aus gesundheitlichen Gründen stark reduzieren mußte. Mein Motto war immer: "Wer schneller am Berg ist als ich, ist gedopt". Klingt arrogant, trifft aber der Sache Kern. Es kostet extreme Willensstärke über Stunden starke Belastungen und Schmerzen zu ertragen. Der Geist sagt dem Körper, deutlich bevor er berlastet, das nichts mehr geht. Also kämpfst du erst einmal gegen deinen Geist. Irgendwann schaltest du ihn ab. Das ist sehr schwer zu erlernen. Einfacher ist es nachzuhelfen.

    Ja, es ist einfach zu sagen, das ohne Superlativen niemand mehr hinschaut. Manchmal stimmen aber eben die einfachen Dinge im Leben. Wenn nichts passiert, geht keiner mehr hin. Viele Zuschauer und auch die Berichterstatter brauchen diesen Kick, sie leben davon.
    Das war übrigens im Alten Rom schon so. Wer's nicht glaubt, lese Zeitung und schaue fern.

    Vielleicht wurden meine Worte mißverstanden, aber genau das sage ich. Wenn ich mich recht erinnere, war es war es ein amerikanischer Spitzenfahrer, der Ende der 80er Jahre mit dem Kommentar "Es ist schon seltsam, wenn der Schnitt von einem auf das andere Jahr um 6 km/h steigt", seine Karriere beendete.
    Ich schaue mir Radsport schon lange nicht mehr an, habe aber selbst leidenschaftlich diesen Sport (außerhalb von Wettbewerbern, messe mich nicht mit Pillenschluckern, gerade die Amateurszene ist komplett verseucht), betrieben, bis ich aus gesundheitlichen Gründen stark reduzieren mußte. Mein Motto war immer: "Wer schneller am Berg ist als ich, ist gedopt". Klingt arrogant, trifft aber der Sache Kern. Es kostet extreme Willensstärke über Stunden starke Belastungen und Schmerzen zu ertragen. Der Geist sagt dem Körper, deutlich bevor er berlastet, das nichts mehr geht. Also kämpfst du erst einmal gegen deinen Geist. Irgendwann schaltest du ihn ab. Das ist sehr schwer zu erlernen. Einfacher ist es nachzuhelfen.

    Ja, es ist einfach zu sagen, das ohne Superlativen niemand mehr hinschaut. Manchmal stimmen aber eben die einfachen Dinge im Leben. Wenn nichts passiert, geht keiner mehr hin. Viele Zuschauer und auch die Berichterstatter brauchen diesen Kick, sie leben davon.
    Das war übrigens im Alten Rom schon so. Wer's nicht glaubt, lese Zeitung und schaue fern.

  6. Ich glaube Armstrong kein Wort wenn er sagt er war nicht gedopt. Allerdings fehlt mir für die Aberkennung der Titel dann doch irgendwie der unumstößliche Beweis. Aussagen von Ehemaligen sind wunderbar, alles schön und gut. Aber wo sind bitte die positiven A- und B-Proben?
    Wieso blieb der Befund 1999 folgenlos?

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    Wenn genug Menschen zeuge eines Mordes waren, braucht man auch nicht unbedingt die Tatwaffe zu finden, um den Täter zu verurteilen.

    Für den positiven Befund 1999 konnte Armstrong rückwirkend eine Ausnahmegenehmigung einreichen, die die Zufuhr des Mittels ärztlich begründete. Schon damals ein lächerliches Vorgehen der UCI, aber leider zu der Zeit oft so üblich.

    Wenn genug Menschen zeuge eines Mordes waren, braucht man auch nicht unbedingt die Tatwaffe zu finden, um den Täter zu verurteilen.

    Für den positiven Befund 1999 konnte Armstrong rückwirkend eine Ausnahmegenehmigung einreichen, die die Zufuhr des Mittels ärztlich begründete. Schon damals ein lächerliches Vorgehen der UCI, aber leider zu der Zeit oft so üblich.

  7. Das Märchen vom sauberen Berufs(rad)sportler finde ich seit längerem so lustig wie der Glaube, dass Großaufträge in der Wirtschaft ohne Schmiermittel zu aquirieren seien...
    An die große Kohle geht es halt nur über Spitzenleistungen. Selbst Tennisspielerinnen müssen, vor der eigenen Parfummarke oder Werbemillionen, selbst bei wunderhübschen Aussehen, hin und wieder einen Ball übers Netz spielen...
    Armstrong war doch, mit seiner Krankheits-und Genesungsgeschichte, für den ganzen Radsportzirkus (das Vorspiel einer Tour de France Etappe muss man mal erlebt haben) einer der Glücksfälle die das System um Veranstalter, Teams, Sponsoren und Medien brauchen. Die wirklich Doofen sind Die, welche "gebeichtet" haben und anschließend als vom System Geächtete sportlich, wirtschaftlich und meist auch psychisch kaputt sind. Über die gibts dann auch vergleichsweise sehr wenig Schlagzeilen und Artikel.... liebe ZEIT

    Eine Leserempfehlung
  8. Es wäre an der Zeit, im Profisport generell leistungssteigernde Maßnahmen (gemeinhin als Doping verunglimpft) zu akzeptieren. Die Tour de France, die Deutsche Fußball-Liga, die National Hockey League, ... sind Wirtschaftsunternehmen und die Sportler Unternehmer und zugleich moderne Gladiatoren.
    Wenn es keine Kriminalisierung von medizinisch assistierter Leistung gäbe, was wäre daran so schlimm?
    Die Welt lechzt nach Helden. Lance Armstrong ist ein solcher, auch wenn ihm jetzt die Titel geraubt werden sollen.
    Zum Ausdruck kommt nur, dass ein Großteil unserer Gesellschaft - nicht nur im Sport! - gar keine Leistung und gar keinen Wettbewerb will. Und das ist das eigentlich bedenkliche Faktum!

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    .. .ich hätte es nie für möglich gehalten, so eine Empfehlung zu geben, aber ich sehe die Faktenlage genauso. Völlig richtig.
    Doping ist übringens in den Leistungsgesellschaften der Industrieländer weit verbreitet. Und auch legal, fängt morgens mit Kaffee und Tee an ;-)
    Und für die Ankläger dieser ominösen Behörde ist der Fall Armstrong das Dopingmittel, damit machen die Karriere. Und das völlig ohne Wettbewerb und Leistung.
    Und den Schwachsinn und die Heuchelei zeigt auch, daß Ullrich jetzt möglcherweise einige der Toursiege zu gesprochen bekommen soll. Alles völlig unglaubwürdig. Na ja, ich denke, Armstrong hat in den Momenten der gewonnenen Bergetappen die Leistung erbracht und seine Momente im Leben gehabt. Das Verfahren ändert daran nix. Die Ermittler machen Karriere, haben jetzt ihre Siege, ohne jemals eine ähnliche Leistung erbringen zu müssen. Und Ullrich hat nie öffentlich auf irgendeiner Pressekonferenz herumgeheult und sich zerknirscht entschuldigt, weil er die Heuchelei der ganzen Leistungsgesellschaft nicht mitmacht. Er sagte, das er niemanden betrogen hat, klar, alle wissen wie es läuft. Ende

    "Es wäre an der Zeit, im Profisport generell leistungssteigernde Maßnahmen (gemeinhin als Doping verunglimpft) zu akzeptieren. Die Tour de France, die Deutsche Fußball-Liga, die National Hockey League, ... sind Wirtschaftsunternehmen und die Sportler Unternehmer und zugleich moderne Gladiatoren.
    Wenn es keine Kriminalisierung von medizinisch assistierter Leistung gäbe, was wäre daran so schlimm?"

    Eine Freigabe ist menschenverachtend. Ein Doper will sich einen Leistungsvorteil verschaffen, nicht seine Sportart schaffen. Eine Tour de France können Sie und ich bei entsprechendem Training fahren. Gibt man Doping frei, täte man denen Unrecht, die nicht dopen wollen, denn die gibt es eben auch. Sie wären für immer und ewig chancenlos und könnten ihre Sportart an den Nagel hängen. Es müsste härter und mehr gedopt werden, um den Leistunsvorteil zu erhalten. Die Folge wären mehr Spätfolgen bis hin zu mehr Toten während und nach der aktiven Karriere.

    Außerdem kollidiert eine Freigabe mit dem Medikamentengesetz. Es gibt keine eigens für Sportarten hergestellte Dopingmittel, es handelt sich immer um Medikamente mit Nebenwirkungen (z.B. Leistungssteigerung). Man nimmt die Nebenwirkungen in Kauf, weil die eigentliche Krankheit bekämpft werden muss und die Nebenwirkungen kalkulierbarer sind als die eigentliche Krankheit. 1 Sekunde langsamer ist kein Problem, die Nebenwirkung schon. Kein seriöser Arzt verschreibt Ihnen ein Mittel, wenn das Problem kleiner als die Nebenwirkung ist.

    ist kein Newton'sches Axiom!

    In meinem Weltbild entspricht Epo-Lance der Definition von "Betrüger".

    In Ihrem mag das anders sein, aber machen Sie bitte nicht den Fehler Ihre eigenen, persönlichen und privaten Ansichten als allgemeinverbindlich zu halten...

    Es ist sicher eine "Leistung", besser zu Betrügen als die anderen (ist ja nun nicht so, daß der Rest des Feldes alles Messdiener waren...), bewundernswert ist sie aber in meinen Augen nicht!

    Und daß die Gesellschaft Aufrichtigkeit offenbar höher Einschätzt als erschwindelte Siege, finde ich kein Grund zum Bedauern!

    .. .ich hätte es nie für möglich gehalten, so eine Empfehlung zu geben, aber ich sehe die Faktenlage genauso. Völlig richtig.
    Doping ist übringens in den Leistungsgesellschaften der Industrieländer weit verbreitet. Und auch legal, fängt morgens mit Kaffee und Tee an ;-)
    Und für die Ankläger dieser ominösen Behörde ist der Fall Armstrong das Dopingmittel, damit machen die Karriere. Und das völlig ohne Wettbewerb und Leistung.
    Und den Schwachsinn und die Heuchelei zeigt auch, daß Ullrich jetzt möglcherweise einige der Toursiege zu gesprochen bekommen soll. Alles völlig unglaubwürdig. Na ja, ich denke, Armstrong hat in den Momenten der gewonnenen Bergetappen die Leistung erbracht und seine Momente im Leben gehabt. Das Verfahren ändert daran nix. Die Ermittler machen Karriere, haben jetzt ihre Siege, ohne jemals eine ähnliche Leistung erbringen zu müssen. Und Ullrich hat nie öffentlich auf irgendeiner Pressekonferenz herumgeheult und sich zerknirscht entschuldigt, weil er die Heuchelei der ganzen Leistungsgesellschaft nicht mitmacht. Er sagte, das er niemanden betrogen hat, klar, alle wissen wie es läuft. Ende

    "Es wäre an der Zeit, im Profisport generell leistungssteigernde Maßnahmen (gemeinhin als Doping verunglimpft) zu akzeptieren. Die Tour de France, die Deutsche Fußball-Liga, die National Hockey League, ... sind Wirtschaftsunternehmen und die Sportler Unternehmer und zugleich moderne Gladiatoren.
    Wenn es keine Kriminalisierung von medizinisch assistierter Leistung gäbe, was wäre daran so schlimm?"

    Eine Freigabe ist menschenverachtend. Ein Doper will sich einen Leistungsvorteil verschaffen, nicht seine Sportart schaffen. Eine Tour de France können Sie und ich bei entsprechendem Training fahren. Gibt man Doping frei, täte man denen Unrecht, die nicht dopen wollen, denn die gibt es eben auch. Sie wären für immer und ewig chancenlos und könnten ihre Sportart an den Nagel hängen. Es müsste härter und mehr gedopt werden, um den Leistunsvorteil zu erhalten. Die Folge wären mehr Spätfolgen bis hin zu mehr Toten während und nach der aktiven Karriere.

    Außerdem kollidiert eine Freigabe mit dem Medikamentengesetz. Es gibt keine eigens für Sportarten hergestellte Dopingmittel, es handelt sich immer um Medikamente mit Nebenwirkungen (z.B. Leistungssteigerung). Man nimmt die Nebenwirkungen in Kauf, weil die eigentliche Krankheit bekämpft werden muss und die Nebenwirkungen kalkulierbarer sind als die eigentliche Krankheit. 1 Sekunde langsamer ist kein Problem, die Nebenwirkung schon. Kein seriöser Arzt verschreibt Ihnen ein Mittel, wenn das Problem kleiner als die Nebenwirkung ist.

    ist kein Newton'sches Axiom!

    In meinem Weltbild entspricht Epo-Lance der Definition von "Betrüger".

    In Ihrem mag das anders sein, aber machen Sie bitte nicht den Fehler Ihre eigenen, persönlichen und privaten Ansichten als allgemeinverbindlich zu halten...

    Es ist sicher eine "Leistung", besser zu Betrügen als die anderen (ist ja nun nicht so, daß der Rest des Feldes alles Messdiener waren...), bewundernswert ist sie aber in meinen Augen nicht!

    Und daß die Gesellschaft Aufrichtigkeit offenbar höher Einschätzt als erschwindelte Siege, finde ich kein Grund zum Bedauern!

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