Dortmunds Trainer Jürgen Klopp © Patrick Stollarz/AFP/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – SpVgg Greuther Fürth (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayer 04 Leverkusen – SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

1. FC Nürnberg – Borussia Dortmund

TSG Hoffenheim – Eintracht Frankfurt
Werder Bremen – Hamburger SV

FC Schalke 04 – FC Augsburg

Fortuna Düsseldorf – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – Hannover 96 (Sonntag, 15.30 Uhr)
FC Bayern München – VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?


Das Rheinderby zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach. Beide Teams konnten ihre Auftaktspiele gewinnen, weshalb diese Partie als echtes Spitzenspiel daherkommt. Der Sieger könnte gar Tabellenführer werden. Zugegeben, dazu gehört am zweiten Spieltag nicht viel. Andererseits dürfte dies die Stimmung bei der Heimpremiere der Düsseldorfer nach 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz zusätzlich befeuern. Nur dürfen dieses Mal nur 30.000 statt der üblichen 56.000 Zuschauer ins Stadion, weil ein paar Fortuna-Fans im Relegationsspiel gegen die Berliner Hertha zu früh auf den Rasen liefen . Eine sehr kluge Maßnahme der Fußballoffiziellen. Nicht auszudenken, wenn die Düsseldorfer wieder zu früh dran wären. Wieder Todesängste allerorten, und das in der Eliteliga, zur besten Sendezeit. In welchem Keller guckt eigentlich Otto Rehhagel?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?


Das Nord- und Federvieh-Derby Werder Bremen gegen den Hamburger SV. Auf der einen Seite stehen die Bremer, die wegen ihres Sponsoring-Deals mit einem Geflügelfabrikanten ziemlich gerupft wurden. Der Politiker Jürgen Trittin und der Fernsehkoch Rainer Sass legten diese Woche aus Protest ihre Werder-Ehrenämter nieder. Mit ihnen traten mindestens 300 weitere Mitglieder aus dem Verein aus. Ihnen gegenüber steht der Hamburger SV, der sich nach dem verpatzten Saisonstart mit Hühnerhaufen-Vergleichen noch geschmeichelt fühlen muss. Beim Bundesliga-Dino (waren das nicht auch mal Vögel?) wird im Moment alles infrage gestellt. Zuletzt teilte Uwe Seeler gegen Sportchef Frank Arnesen aus . Angesichts dieser Ausgangslage würde es uns nicht wundern, wenn die Partie eher vogelwild denn bärenstark wird.

Wer steht im Blickpunkt?


Javier Martínez, der Neuzugang des FC Bayern München und Rekordtransfer der Bundesliga. Auch wenn er nach Aussage seines Neu-Trainers Jupp Heynckes mit großer Wahrscheinlichkeit nicht spielen wird, dürften die Kameras auf ihn gerichtet sein. Als Bayern-Fan bleibt ob des Trubels nur eins: Sich in aller Ruhe zurücklehnen und ein paar Gläschen des offiziellen Bayern-Weins genießen. Diesen kann man seit Neuestem im Fanshop erwerben, nebst passendem Korkenzieher und Waffeleisen . Schließlich müssen die 40 Millionen Euro für den Spanier irgendwie wieder reingeholt werden.
 Für Martínez bleibt indes nur zu hoffen, dass ihn nicht dasselbe Schicksal ereilt wie Marco Reus, der nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund von seinen Kollegen rücksichtslos gemobbt wird:


Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?


Hoffentlich nicht über rechtsextreme Fans in Fußballstadien. Nachdem Anfang des Jahrtausends die Nazis weitestgehend aus den Arenen gedrängt schienen, mehrten sich in den vergangenen Wochen die rechtsextremen Vorkommnisse. Es begann im DFB-Pokal, als Chemnitzer Fans einen Dresdner Spieler mit Affenlauten begrüßten. In Cottbus wurde vergangene Woche über Verbindungen zwischen Nazigruppierungen und der Fanszene des heimischen Vereins Energie berichtet . Am größten waren die Diskussionen aber tief im Westen beim Meister Borussia Dortmund. Im Westfalenstadion solidarisierten sich vergangenes Wochenende Zuschauer über ein Plakat mit dem Nationalen Widerstand Dortmund, einer rechtsradikalen Organisation, die kürzlich verboten wurde. Dies war der zweite Fall innerhalb kürzester Zeit, nachdem im Pokal bereits einige BVB-Anhänger Rico Malt gedachten , der ein Kopf der sächsischen Nazi-Szene war. Die Dortmunder reagierten schnell und hart. Die betroffenen Fans bekamen Stadionverbot , Borussia Dortmund berief einen runden Tisch mit der Stadt ein, um den rechtsradikalen Tendenzen entgegenzuwirken.