Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Die ARD überträgt am Montagabend die Partie Jahn Regensburg gegen den FC Bayern . So gerne wir in den "Warum zeigen die Öffentlich-Rechtlichen im Pokal stets die Bayern?"-Mecker-Modus verfallen würden, muss erwähnt werden, dass die Alternativen fehlen. Im Vergleich zu Spielen wie FC Oberneuland gegen den BVB oder Falkensee-Finkenkrug gegen den VfB Stuttgart erscheint das bayerische Duell wirklich attraktiv. Einzige Alternative wäre das West-Derby Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach gewesen, allerdings sollte man bei Partien mit Aachener Beteiligung im Moment vorsichtig sein – zu groß ist die Gefahr, dass die aufstrebenden faschistischen Fangruppierungen die Plattform nutzen, um in die Schlagzeilen zu geraten.

Welches Spiel dürfen Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Alle anderen. "Der DFB-Pokal hat seine ganz eigenen Gesetze" – dem Erfinder dieses Slogans gebührt ein Marketing-Preis. Seit Jahren wird der eher zweifelhafte Wert des Pokals dadurch aufgewertet, dass ab und an ein Drittligist einen Top-Klub schlägt. Statistisch gesehen gewinnen jedoch 16 der 18 Bundesligisten ihre Erstrundenspiele mühelos und erzielen dabei zwischen 3 und 30 Toren. Bevor sie jetzt rätseln, welche zwei Vereine es an diesem Wochenende erwischen könnte: Nutzen Sie Ihre Zeit sinnvoller. Sie könnten etwa Ihre Geographie-Kenntnisse aufzufrischen. Wo liegen gleich noch einmal Großaspach, Hennef oder Schönberg? Apropos Schönberg: Deren Spieler haben vor der Partie gegen den  VfL Wolfsburg das Tor vernagelt:


 

Für Fans anderer Klubs war der Wiesenhof-Deal ein gefundenes Fressen.

Wer steht im Blickpunkt?

Seit klar ist, dass Wiesenhof in Zukunft die Bremer Brust zieren wird, protestieren die Fans in Scharen. Sie möchten nicht, dass ihr Klub von einem Unternehmen gesponsert wird, das bei Tierschützern in der Kritik steht . Auf der Werderaner Geschäftsstelle hat man mit solch einem Protest offensichtlich nicht gerechnet, schließlich sorgten in der Vergangenheit politisch brisante Sponsorendeals für wenig Aufsehen. Bestes Beispiel hierfür ist der Deal zwischen dem FC Schalke und dem russischen Energie-Monopolisten Gazprom. Scheint so, als ob Fußballfans Geflügel wichtiger ist als Außenpolitik.

Worüber werden nach dem DFB-Pokal alle reden?

Zumindest in Baden über den Marsch der Nöttinger. Der Fünftligist FC Nöttingen hat mit dem Bundesligisten Hannover 96 ein attraktives Los erwischt. Um möglichst viel Geld mit dem Ticketverkauf zu verdienen, beschloss der Verein, das Spiel in einem größeren Stadion auszutragen. Des Kassenwarts Freud, des anderen Leid: Eine Gruppe von Nöttinger Fans möchte unbedingt am Ritual festhalten, zu Fuß zum Stadion zu gehen. Nun müssen sie ins 80 Kilometer entfernte Reutlingen wandern . Traditionen sind im Fußball halt wichtig.