Wer spielte wie gegen wen?

Hannover 96 – FC Schalke 04 2:2
VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg 0:1
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 2:1
SpVgg Greuther Fürth – Bayern München 0:3
Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 0:1
FC Augsburg – Fortuna Düsseldorf 0:2
Borussia Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 2:1
SC Freiburg – FSV Mainz 05 1:1
Borusia Dortmund – Werder Bremen 2:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Freiburg gegen Mainz. Richtig gelesen. Vermutlich werden einige Experten einen der beiden Vereine als möglichen Absteiger eingestuft haben, manche vielleicht sogar alle beide. Wenn sie sich da mal nicht irren. Dieses 1:1 sah nicht wie ein Abstiegsduell aus. Die Fußballfreunde durften sich an einer schnellen Partie auf technisch gutem Niveau erfreuen. Das Führungstor der Freiburger war ein besonderes Häppchen, ein xaviesker Pass von Karim Guédé, fand Max Kruse, der auf geradlinigste Weise abschloss: Mitnahme rechts, Vorlage rechts, Schuss links – alles im Apollo-11-Tempo. Kurz später eine spektakuläre Szene auf der Gegenseite: Elkin Sotos Scherenschlag wehrte der Freiburger Tormann Oliver Baumann in Julius-Brink-Manier ab. Auch nach dem Schlusspfiff blieb es unterhaltsam, es soll laut zugegangen sein zwischen den beiden befreundeten Wutgickeln Christian Streich und Thomas Tuchel. "Wieso kommst du zehn Mal und zeigst mir die Faust? Irgendwann geb' ich dir nicht mehr die Hand", soll Tuchel geschrien haben. Tuchel und Streich kennen sich aus der Jugendarbeit, beide schätzen sich, wollten sich jeweils gegenseitig schon verpflichten. "Ob das mit mir und Thomas gemeinsam klappen würde?", fragte Streich neulich im Gespräch mit der FR . "Um Gottes willen! Man kann eine Ex-Freundin haben, die man auf eine Art bis zum letzten Atemzug liebt. Und beide wissen doch: Zusammen geht es nicht."

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

HSV gegen Nürnberg . Jedem Anfang soll ein Zauber innewohnen. Doch in Hamburg war der Existenzkampf schon vor dem 1. Spieltag ausgerufen worden. Da beförderte die Heimniederlage gegen Nürnberg, einen weiteren Pokalverlierer aus der Vorwoche, den Pessimismus beim Gründungsmitglied der Bundesliga zusätzlich. Keine Ideen, keine Genauigkeit im Angriffsspiel, allenfalls ein paar zufällige Torchancen – das erinnerte ans Vorjahr, in dem sich der HSV gerade so noch retten konnte. Auch pfiffen die Hamburger Fans wieder auf Heiko Westermann, den Kapitän. Dabei ist er einer der engagiertesten, zweikampfstärksten und torgefährlichsten im Team. Alles beim Alten also in Hamburg, auch der Trainer Thorsten Fink, seinem Selbstverständnis nach kein Mann für die kleinen Schritte, sondern die gewaltigen Sprünge, blieb sich treu: "Eine Zitterpartie wird es dieses Jahr nicht geben", sagte er nach dem Spiel überzeugt. Das kann man natürlich auf zweierlei Weise interpretieren.

Wer stand im Blickpunkt?

Die Aufsteiger. Zwei von dreien siegten. Während der Neuling Greuther Fürth gegen die Bayern ohne Chance blieb, ist der Wiederaufsteiger Eintracht Frankfurt mit einem sehr überzeugenden 2:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen in die Bundesliga zurückgekehrt, musste sogar mit (in Frankfurt sagt man: üblicher) Benachteiligung durch den Schiedsrichter leben (in Frankfurt singt man: "Fußballmafia DFB"). Auch Fortuna Düsseldorf feierte mit einem 2:0-Sieg in Augsburg ein Comeback, nach fünfzehn Jahren Abwesenheit. Zwei Spieler standen dabei im Blickpunkt. Der eine ist Jens Langeneke, der Abwehrspieler gab sein Bundesliga-Debüt mit 35 Jahren. Das ist außergewöhnlich in der Epoche der Jugendlichkeit. Der zweite ist Dani Schahin. Der Sohn einer Russin und eines Libanesen wurde eingewechselt und schoss kurz darauf zwei Tore, eins schöner als das andere. Am Abend wurde er sogar ins Sportstudio eingeladen, wo er aber weniger gut zielte.