Mein Olympia: Männer können nicht über Wasser bleiben
Warum nicht mal Synchronschwimmen schauen? Die Junior-Vizemeisterin Elisabeth Schönfeldt beschreibt Training mit Bleikugeln und warum Männern die Wasserlage fehlt.
© MARTIN BUREAU/AFP/GettyImages

Das russische Synchronschwimm-Team
Ich habe 2000 mit dem Synchronschwimmen begonnen, nachdem ich den Sport bei Olympia im Fernsehen gesehen hatte. Ich fand es so faszinierend, dass ich selber angefangen habe.
Synchronschwimmen sieht unglaublich beeindruckend aus, vor allem bei den Gruppenwettbewerben, wenn acht bis zehn Schwimmer exakt das Gleiche machen. Besonders schön finde ich die Show-Elemente, also Heber, bei denen die Sportlerinnen aus dem Wasser katapultiert werden und Salti und Spagate und Drehungen machen. Davon werden wir am heutigen Freitag im olympischen Team-Finale einige sehen.

Elisabeth Schönfeldt (20) ist eine deutsche Synchronschwimmerin. Sie ist deutsche Vize-Juniorenmeisterin im Duett.
Das Wichtigste beim Synchronschwimmen ist die Wasserlage. Der Kopf, der Bauch und die Füße müssen über Wasser sein. Vielen fällt es jedoch schwer, den ganzen Körper an der Wasseroberfläche zu halten. Männern etwa, sie können nicht an Wettkämpfen teilnehmen: Sie haben einen anderen Schwerpunkt als Frauen und können dadurch ihre Beine nicht über dem Wasser halten. Es gibt in Deutschland nur einen männlichen Synchronschwimmer, der auch Wettkämpfe schwimmt. International dürfen die Männer gar nicht mitmachen.
Viele Zuschauer denken, Synchronschwimmen sei ein einfacher Sport. Sie sehen nur die Ästhetik, aber erkennen nicht die enorme Anstrengung. Sowohl Kraft als auch Ausdauer sind sehr wichtig. Man muss sehr lange die Luft anhalten können und gleichzeitig punktuell Kraft ausüben. Eine drei- bis vier minütige Kür kann ganz schön anstrengend sein.
Wir müssen deshalb viel trainieren. In der Vorbereitungsphase machen wir fast nur Krafttraining, was manche kaum glauben mögen. Wir nähen Bleikügelchen an die Wade, damit wir schwerer im Wasser sind und uns anstrengen müssen, oben zu bleiben.
Erst vor den Wettkämpfen im Juni und Juli stehen die Küren im Vordergrund. Wir trainieren in dieser Phase sechsmal die Woche ungefähr 2-3 Stunden pro Tag. In dieser Zeit nutzen wir sehr intensiv Videoanalysen und schauen uns die Küren immer und immer wieder an.
- Mein Olympia
Jeder Tag rappelvoll mit Spannung, Medaillen und Tränen: Bei den Sommerspielen der 30. Olympiade wird es in 26 Sportarten 302 Entscheidungen geben. Da den Überblick zu behalten ist nicht leicht. In der täglichen Serie "Mein Olympia" versuchen wir es. Am Morgen eines jeden Olympiatages lassen wir einen Sportler oder jemanden, der sich mit einer Sportart auskennt, erzählen, weshalb sein Olympia-Moment wichtig wird.
- London 2012
Vom 27. Juli bis zum 12. August 2012 richtet London die größte Sportveranstaltung der Welt aus. Insgesamt werden mehr als 10.000 Sportler aus mehr als 200 Ländern in England erwartet. Außerdem werden ungefähr 30.000 Journalisten aus aller Welt aus London von den Spielen berichten. Insgesamt stehen 6,6 Millionen Tickets zum Verkauf.
- Olympia auf ZEIT ONLINE
In unserem Ticker verpassen Sie keinen olympischen Wettkampf, keine Medaille und keinen Termin der Sommerspiele in London. Den an jedem Olympiatag spannendsten Wettkampf stellen wir in der Serie "Mein Olympia" vor. Alle Interviews, Reportagen und Essays der Redaktion finden Sie auf der Olympia-Seite. Die englische Hauptstadt London ist nach 1908 und 1948 die erste Metropole, die zum dritten Mal Gastgeber der Spiele ist. Für ZEIT ONLINE berichten Christian Spiller und Christof Siemes aus London. Im Blog der Sportredaktion lesen Sie die Erfahrungen der Olympiareporter.
In den Wochen vor den Wettkämpfen sieht man sein Team öfter als seine Eltern. Die Gruppe ist wie eine zweite Familie. Der Zusammenhalt ist für mich unglaublich wichtig. Man bleibt auch der Gruppe wegen am Ball, weil man niemanden enttäuschen will.
Leider kann man mit Synchronschwimmen in Deutschland kein Geld verdienen. Dadurch, dass der DSV keine Medaillenchancen für die Synchronschwimmer sieht, ist das Budget recht gering.
Je älter man wird, desto weniger kann man die Schule mit dem Sport vereinbaren. Das Durchschnittsalter der Nationalmannschaft liegt deshalb bei fünfzehn Jahren. Ich war auch in der Jugendnationalmannschaft für zwei Jahre, habe aber am Ende Schule und Studium vorziehen müssen.
Aufgezeichnet von Tobias Escher









... die Schweden. "Männer im Wasser" (2008) Schwedische Komödie. q.e.d.
weil sie zu schlecht sind?
Frauen nehmen doch auch an allen anderen Wettkämpfen teil, obwohl sie viel schlechter sind als die Männer. Frauen schwimmen langsam, rennen langsam, springen niedrig, stoßen nah, schießen schlecht, fechten unpräzise, usw.!
Es ist schon ein wenig befremdlich mit solch einer blöden Headline Werbung für seinen Sport machen zu wollen.
Beine? Oder besser deren Behaarung? Wer weiß. Oder wir Männer müßten uns später vorgehalten lassen, wir hätte diesen Sport zu einer Funsportart verkommen lassen :)
"2. Männer können nicht an Wettkämpfen teilnehmen,
weil sie zu schlecht sind?"
Ist doch nicht schlimm, wenn wir beim Wasserbalett schlecht sind.
Dafür können Frauen kein Autofahren! Man muss sich nur die Leistung der Damen bei der DTM anschauen.
Bevor auf meinen Kommentar sehr wütende Reaktionen folgen möchte ich schon einmal vorweg nehmen, dass diese Aussage durchaus ironisch gemeint st, wobei... ;)
"2. Männer können nicht an Wettkämpfen teilnehmen,
weil sie zu schlecht sind?"
Ist doch nicht schlimm, wenn wir beim Wasserbalett schlecht sind.
Dafür können Frauen kein Autofahren! Man muss sich nur die Leistung der Damen bei der DTM anschauen.
Bevor auf meinen Kommentar sehr wütende Reaktionen folgen möchte ich schon einmal vorweg nehmen, dass diese Aussage durchaus ironisch gemeint st, wobei... ;)
Beine? Oder besser deren Behaarung? Wer weiß. Oder wir Männer müßten uns später vorgehalten lassen, wir hätte diesen Sport zu einer Funsportart verkommen lassen :)
"2. Männer können nicht an Wettkämpfen teilnehmen,
weil sie zu schlecht sind?"
Ist doch nicht schlimm, wenn wir beim Wasserbalett schlecht sind.
Dafür können Frauen kein Autofahren! Man muss sich nur die Leistung der Damen bei der DTM anschauen.
Bevor auf meinen Kommentar sehr wütende Reaktionen folgen möchte ich schon einmal vorweg nehmen, dass diese Aussage durchaus ironisch gemeint st, wobei... ;)
"2. Männer können nicht an Wettkämpfen teilnehmen,
weil sie zu schlecht sind?"
Ist doch nicht schlimm, wenn wir beim Wasserbalett schlecht sind.
Dafür können Frauen kein Autofahren! Man muss sich nur die Leistung der Damen bei der DTM anschauen.
Bevor auf meinen Kommentar sehr wütende Reaktionen folgen möchte ich schon einmal vorweg nehmen, dass diese Aussage durchaus ironisch gemeint st, wobei... ;)
was heißt hier männer können nicht?
richtige männer wollen nicht.
dann müßten sie nämlich ihre stachelbeerwaden aus dem wasser recken, wie sieht das denn aus?
rasiert wird beim mann nur für die sekunden, nicht für die schönheit ...;-)
erlaube ich mir hier noch ein Zitat aus Wikipedia aus dem Artikel Synchronschwimmen einzufügen:
"Ursprünglich nur von Männern ausgeführt, wurde es in den 1950er Jahren zu einer nur von Frauen betriebenen Sportart."
Wer hats erfunden? :-)
Frau muss ja nicht unbedingt die Geschichte des Synchronschwimmens kennen, um es zu mögen und zu betreiben.
Aber dann hätte sie sich auch den peinlich falschen und offensichtlich verächtlichen Absatz über angeblich unfähige Männer sparen können.
Synchronschwimmen und Rhythmische Sportgymnastik sind die letzten beiden sexistischen olympischen Disziplinen, bei denen offensichtlich der sportliche Charakter lediglich eine Alibifunktion hat und es tatsächlich nur um das heteronormative Zurschaustellen von Körpern bzw das Angaffen geht.
Das ist schließlich auch die einzige Begründung dafür, warum bei diesen Sportarten Männer nicht zugelassen sind.
Zeit das zu ändern. Frauen dürfen schließlich auch alles.
"Synchronschwimmen und Rhythmische Sportgymnastik sind die letzten beiden sexistischen olympischen Disziplinen, bei denen offensichtlich der sportliche Charakter lediglich eine Alibifunktion hat und es tatsächlich nur um das heteronormative Zurschaustellen von Körpern bzw das Angaffen geht."
Sie haben Beach-Volleyball vergessen, wo Frauen gezwungen werden, mit dem knappsten Outfits im Sand zu spielen. Die Sporthöschen verdienen fast schon das Prädikant Tanga, so minimalistisch fallen sie aus.
Generell lässt sich allerdings sagen, Synchronschwimmen wird wohl schwer unterschätzt. Welch koordinative Fähigkeiten, Kraft und Ausdauer gefragt sind, das ist schon aller Ehrenwert. Warum Männer dabei nicht zugelassen sind, erschließt sich mir allerdings nicht. Frauen rennen ja auch langsamer und man lässt sie trotzdem rennen.
Wo lesen Sie aus diesem Artikel eigentlich Männerbashing heraus? Ich lese da nur heraus, dass Männer einen anderen Körperschwerpunkt haben als Frauen, was ja grundsätzlich richtig ist. Ob dieser fehlender Körperschwerpunkt Synchronschwimmen unmöglich macht, wage ich zu bezweifeln, lernen kann man schließlich mit dem entsprechenden Training so ziemlich alles. Das Training für Männer sieht dann eben anders aus und die eigentliche Übung wahrscheinlich auch, was dann eben zu einer anderen Bewertungskriterien als bei Frauen führen würde. Aber da i.d.R. Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer antreten, wäre dieses Problem lösbar.
Warum müssen einige ZEIT-Foristen gleich immer die große verbale Keule schwingen, statt einer erst 20jährigen sachlich zu erklären, dass all die von ihr erwähnten Fakten lösbar wären, würde man nur wollen. Letztlich gilt, Frauen wurden und werden im Sport öfters benachteiligt als Männer, denn in so manchen Disziplinen fehlen sie komplett oder sind erst seit einigen Jahren (recht erfolgreich) auch bei Olympia zugelassen (Stabhochspringen, Boxen, um nur einige zu nennen).
"Synchronschwimmen und Rhythmische Sportgymnastik sind die letzten beiden sexistischen olympischen Disziplinen, bei denen offensichtlich der sportliche Charakter lediglich eine Alibifunktion hat und es tatsächlich nur um das heteronormative Zurschaustellen von Körpern bzw das Angaffen geht."
Sie haben Beach-Volleyball vergessen, wo Frauen gezwungen werden, mit dem knappsten Outfits im Sand zu spielen. Die Sporthöschen verdienen fast schon das Prädikant Tanga, so minimalistisch fallen sie aus.
Generell lässt sich allerdings sagen, Synchronschwimmen wird wohl schwer unterschätzt. Welch koordinative Fähigkeiten, Kraft und Ausdauer gefragt sind, das ist schon aller Ehrenwert. Warum Männer dabei nicht zugelassen sind, erschließt sich mir allerdings nicht. Frauen rennen ja auch langsamer und man lässt sie trotzdem rennen.
Wo lesen Sie aus diesem Artikel eigentlich Männerbashing heraus? Ich lese da nur heraus, dass Männer einen anderen Körperschwerpunkt haben als Frauen, was ja grundsätzlich richtig ist. Ob dieser fehlender Körperschwerpunkt Synchronschwimmen unmöglich macht, wage ich zu bezweifeln, lernen kann man schließlich mit dem entsprechenden Training so ziemlich alles. Das Training für Männer sieht dann eben anders aus und die eigentliche Übung wahrscheinlich auch, was dann eben zu einer anderen Bewertungskriterien als bei Frauen führen würde. Aber da i.d.R. Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer antreten, wäre dieses Problem lösbar.
Warum müssen einige ZEIT-Foristen gleich immer die große verbale Keule schwingen, statt einer erst 20jährigen sachlich zu erklären, dass all die von ihr erwähnten Fakten lösbar wären, würde man nur wollen. Letztlich gilt, Frauen wurden und werden im Sport öfters benachteiligt als Männer, denn in so manchen Disziplinen fehlen sie komplett oder sind erst seit einigen Jahren (recht erfolgreich) auch bei Olympia zugelassen (Stabhochspringen, Boxen, um nur einige zu nennen).
"Synchronschwimmen und Rhythmische Sportgymnastik sind die letzten beiden sexistischen olympischen Disziplinen, bei denen offensichtlich der sportliche Charakter lediglich eine Alibifunktion hat und es tatsächlich nur um das heteronormative Zurschaustellen von Körpern bzw das Angaffen geht."
Sie haben Beach-Volleyball vergessen, wo Frauen gezwungen werden, mit dem knappsten Outfits im Sand zu spielen. Die Sporthöschen verdienen fast schon das Prädikant Tanga, so minimalistisch fallen sie aus.
Generell lässt sich allerdings sagen, Synchronschwimmen wird wohl schwer unterschätzt. Welch koordinative Fähigkeiten, Kraft und Ausdauer gefragt sind, das ist schon aller Ehrenwert. Warum Männer dabei nicht zugelassen sind, erschließt sich mir allerdings nicht. Frauen rennen ja auch langsamer und man lässt sie trotzdem rennen.
Wo lesen Sie aus diesem Artikel eigentlich Männerbashing heraus? Ich lese da nur heraus, dass Männer einen anderen Körperschwerpunkt haben als Frauen, was ja grundsätzlich richtig ist. Ob dieser fehlender Körperschwerpunkt Synchronschwimmen unmöglich macht, wage ich zu bezweifeln, lernen kann man schließlich mit dem entsprechenden Training so ziemlich alles. Das Training für Männer sieht dann eben anders aus und die eigentliche Übung wahrscheinlich auch, was dann eben zu einer anderen Bewertungskriterien als bei Frauen führen würde. Aber da i.d.R. Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer antreten, wäre dieses Problem lösbar.
Warum müssen einige ZEIT-Foristen gleich immer die große verbale Keule schwingen, statt einer erst 20jährigen sachlich zu erklären, dass all die von ihr erwähnten Fakten lösbar wären, würde man nur wollen. Letztlich gilt, Frauen wurden und werden im Sport öfters benachteiligt als Männer, denn in so manchen Disziplinen fehlen sie komplett oder sind erst seit einigen Jahren (recht erfolgreich) auch bei Olympia zugelassen (Stabhochspringen, Boxen, um nur einige zu nennen).
Wenn sie klug ist lernt sie vielleicht daraus. Jetzt wird nicht über ihren Sport diskutiert, sondern über die blöde Aussage, dass Männer nicht fähig sind beim Synchronschwimmen mitzumachen – Pech gehabt.
Dabei hätte sie auch ganz einfach über Grazie, Anmut, Komplexität, Kraft, Ausdauer oder sonstwas schreiben können. Mich hätte z.B auch interessiert wie lang die besten Athletinnen unter Wasser bleiben können.
Männer würden beim Sychronschwimmen eine ebenso gute Figur machen wie Frauen beim Fußballspielen. Ich melde mich nächste Woche an ;-)
Wenn sie klug ist lernt sie vielleicht daraus. Jetzt wird nicht über ihren Sport diskutiert, sondern über die blöde Aussage, dass Männer nicht fähig sind beim Synchronschwimmen mitzumachen – Pech gehabt.
Dabei hätte sie auch ganz einfach über Grazie, Anmut, Komplexität, Kraft, Ausdauer oder sonstwas schreiben können. Mich hätte z.B auch interessiert wie lang die besten Athletinnen unter Wasser bleiben können.
Männer würden beim Sychronschwimmen eine ebenso gute Figur machen wie Frauen beim Fußballspielen. Ich melde mich nächste Woche an ;-)
Wenn sie klug ist lernt sie vielleicht daraus. Jetzt wird nicht über ihren Sport diskutiert, sondern über die blöde Aussage, dass Männer nicht fähig sind beim Synchronschwimmen mitzumachen – Pech gehabt.
Dabei hätte sie auch ganz einfach über Grazie, Anmut, Komplexität, Kraft, Ausdauer oder sonstwas schreiben können. Mich hätte z.B auch interessiert wie lang die besten Athletinnen unter Wasser bleiben können.
Männer würden beim Sychronschwimmen eine ebenso gute Figur machen wie Frauen beim Fußballspielen. Ich melde mich nächste Woche an ;-)
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