London 2012: Ruderin Drygalla verlässt Olympiateam wegen NPD-Kontakten
Überraschend hat eine deutsche Athletin das olympische Dorf verlassen. Die Ruderin soll mit einem NPD-Funktionär zusammen sein. Die Vorwürfe sind schon länger bekannt.
Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla hat am gestrigen Donnerstag überraschend das Olympische Dorf in London verlassen.
Anlass der plötzlichen Abreise sind einem Bericht des NDR zufolge Kontakte der Ruderin in die rechtsextreme Szene. Der Lebensgefährte Drygallas soll demnach Michael Fischer sein, der im vergangenen Jahr Direktkandidat der NPD für den mecklenburgischen Landtag war. Er soll Mitglied der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock sein und regelmäßig für ein NPD-nahes Internetportal schreiben.
Besonders heikel: Die Vorwürfe sind nicht neu, berichtet der NDR. Bereits im März 2011 seien Meldungen bekannt geworden, dass die Sportlerin mit einem Neonazi aus Rostock liiert sei. Infolge dessen schied Drygalla aus dem Polizeidienst aus, möglicherweise auf Druck der Polizeiführung, so der Bericht. Der Chef de Mission, Michael Vesper, räumte ein, dass es schon früher Gerüchte über mögliche Verquickungen der Sportlerin mit der rechtsextremen Szene gegeben habe: "Ich weiß, dass das vor einigen Monaten mal möglicherweise im Gespräch war."
Auf einer antifaschistischen Internetseite wurden zudem Fotos von der Sportlerin veröffentlicht, die sie in einem rechtsextremistischen Umfeld zeigen.
"Die Beziehung der beiden ist seit langem bekannt", sagt Rechtsextremismus-Experte Günther Hoffmann der tageszeitung. Ähnlich äußerte sich Linken-Bundestagsabgeordnete Petra Pau, die auch Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss ist: "Frau Drygalla wird ein strammer Hang ins Nazi-Millieu nachgesagt. Das ist nicht neu und das war nicht unbekannt. Dennoch wurde sie sportlich von Behörden und Organisationen zur Olympia-Reife gefördert und in das deutsche Vorzeige-Team berufen", sagte sie der taz.
Abreise am Donnerstag
Die 23 Jahre alte Drygalla, Mitglied des im Hoffnungslauf gescheiterten Deutschland-Achters der Frauen, hatte das olympische Dorf nach einem Gespräch mit Vesper sowie DRV-Sportdirektor Mario Woldt verlassen. Darin habe die Rostockerin bekräftigt, "dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta und den in der Präambel der DOSB-Satzung niedergelegten Grundsätzen bekennt", sagte Vesper.
Um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen, habe Drygalla dann jedoch von sich aus erklärt, dass sie das olympische Dorf verlassen werde. "Die Mannschaftsleitung begrüßt diesen Schritt", sagte Vesper.
Privates Umfeld wird geprüft
Der Deutsche Ruderverband (DRV) kündigte an, nach den Olympischen Spielen das private Umfeld Drygallas zu klären und danach über mögliche Konsequenzen zu entscheiden. "Wir werden noch im August ein weiteres Gespräch mit Nadja Drygalla führen. Danach werden wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise besprechen und natürlich auch kommunizieren", teilte der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel mit. Er nahm Drygalla am Freitag in Schutz: "Sie hat mehrfach beteuert, mit der rechten Szene nichts zu tun zu haben."
Auch der Leiter des deutschen Olympia-Teams verteidigte die Athletin auf einer Pressekonferenz: "Wichtig ist, wie sie selber denkt und handelt", sagte er. "In Deutschland ist jeder für die eigenen Taten und Handlungen verantwortlich, und nicht für die seines Umfelds", sagte Vesper. Der DOSB dulde unter seinen Sportlern keine Fremdenfeindlichkeit. Beim "leisesten Hinweis" darauf wäre solch ein Sportler nicht mehr Mitglied der deutschen Mannschaft. Allerdings könne es nicht Aufgabe des Sportbunds sein, dass auch das Umfeld der Sportler geprüft werde.
Vesper verwehrte sich gegen die Einschätzung, der Rechtsextremismus reiche in den deutschen Leistungssport hinein: "Das ist eine Unterstellung, die ich allerschärfstens zurückweise." Es gebe nicht den geringsten Hinweis in diese Richtung.







da hat wohl die Gesinnungspolizei eingegriffen ...
Auf einer Pressekonferenz am Freitag nahm der Leiter des deutschen Olympia-Team die Athletin erneut in Schutz. "Wichtig ist, wie sie selber denkt und handelt", sagte er. "In Deutschland ist jeder für die eigenen Taten und Handlungen verantwortlich, und nicht für die seines Umfelds", sagte Vesper.
mit so einer leichtfertigen Haltung macht es sich Vsper nicht nur furchtbar einfach. er verharmlost auch die verbindung damit. ein schlechteres Vorbild kann man nicht sein. und so Leute tragen hohe Verantwortung...
Wenn ich eine tolle Frau kennenlerne, dann interessiert mich ihre politische Einstellung herzlich wenig (es sei denn Sie haben vor mit ihr tagein, tagaus über Politik diskuttieren möchten). Und ob Sie Polizistin oder sonst was ist, spielt ja wohl keine Rolle. Niemand sagt, dass sie sich nicht an geltendes Recht hält. Und sollte ich mal wegen meiner Partnerwahl den Job verlieren, dann sehen wir uns vor Gericht.
Dann scheint es ja vor allem die körperlichen Qualitäten zu gehen, nicht um die inneren Werte. Das fände ich schade.
nur 4 Wochen kennen und dann geht es wieder auseinander?
Hier geht es um Partnerschaften, da kennt man sich bereits, kann Grundelemente des anderen einordnen und in Bezug zu sich selber stellen.
Und natürlich kommt im Zuge des Kennenlernes irgendwann auch politische Standpunkte zur Sprache.
Oder wie leben hier einige ihre Beziehungen? Alles Politische und Berufliche bleibt außen vor?
Ich beurteile meinen Partner doch nicht nach seiner politischen Vorstellung! So lange er mich da raushält. Da kann er für mich auch ruhig für die NPD antreten, ist mir vollkommen wurscht. Ich suche mir meinen Partner ja auch nicht nach der Arbeit aus. Und bitte verwechseln Anhänger der NPD nicht immerzu mit Nazis. Anghörige der Linken sind ja auch nicht alle Kommunisten. Und obwohl ich sehr links eingestellt bin, habe ich nach wie vor nicht vor mit meinem Partner über Politik zu debattieren, das kann ich mit meinen Kumpels in der Kneipe. Und wenn man sich vernünftig verhält und auf ordentlichem Niveau dskuttiert, dann funktioniert das schon, ob Sie es glauben oder nicht.
Dann scheint es ja vor allem die körperlichen Qualitäten zu gehen, nicht um die inneren Werte. Das fände ich schade.
nur 4 Wochen kennen und dann geht es wieder auseinander?
Hier geht es um Partnerschaften, da kennt man sich bereits, kann Grundelemente des anderen einordnen und in Bezug zu sich selber stellen.
Und natürlich kommt im Zuge des Kennenlernes irgendwann auch politische Standpunkte zur Sprache.
Oder wie leben hier einige ihre Beziehungen? Alles Politische und Berufliche bleibt außen vor?
Ich beurteile meinen Partner doch nicht nach seiner politischen Vorstellung! So lange er mich da raushält. Da kann er für mich auch ruhig für die NPD antreten, ist mir vollkommen wurscht. Ich suche mir meinen Partner ja auch nicht nach der Arbeit aus. Und bitte verwechseln Anhänger der NPD nicht immerzu mit Nazis. Anghörige der Linken sind ja auch nicht alle Kommunisten. Und obwohl ich sehr links eingestellt bin, habe ich nach wie vor nicht vor mit meinem Partner über Politik zu debattieren, das kann ich mit meinen Kumpels in der Kneipe. Und wenn man sich vernünftig verhält und auf ordentlichem Niveau dskuttiert, dann funktioniert das schon, ob Sie es glauben oder nicht.
Man kann es auch Gesinnungsschnüffelei nennen.
Und in diesem Fall auch Sippenhaft.
Ich bin selbst Ausländer und absolut gegen Nazis aller couleur.
Aber diese Frau wurde weggemobbt und von Olympia weggezwungen,
ohne irgendeine strafbare Tat (vorher) begangen zu haben.
Sie hat sich auch nie "neonazistisch", also ausländerfeindlich
und/oder herablassend gegenüber wem auch immer,
und sei es gegenüber diesem Staat, geäußert.
Sie hat nur ihr Herz an eine Person verloren,
die NPD-Funktionär ist. Mehr hat sie nicht getan.
Ist das also nicht schon Hexenjagd, Sippenhaft, sind das
nicht eben genau diese Methoden der Diktatur,
die man bekämpfen will - und die man jetzt gegen diese Frau
anwendet, die, das nur als kuriose Anmerkung, einen
polnischen Nachnamen hat ?
Political correctness und vermeintliches Gutmenschentum
ersticken mehr und mehr die Freiheit. Orwell grüßt von fern ...
Dann scheint es ja vor allem die körperlichen Qualitäten zu gehen, nicht um die inneren Werte. Das fände ich schade.
Jeder werde glücklich nach seiner "Fasson" - und nicht
nach Ihrer und der von Ihresgleichen. Oder soll jeder
und jedem vorgeschrieben werden, wen er oder sie lieben
darf und wen nicht ? Liebe kann man nicht mit rationalen Gründen
messen, so wie Sie und Ihresgleichen es hier dauernd auch dieser jungen Frau vorwerfen.
Jeder werde glücklich nach seiner "Fasson" - und nicht
nach Ihrer und der von Ihresgleichen. Oder soll jeder
und jedem vorgeschrieben werden, wen er oder sie lieben
darf und wen nicht ? Liebe kann man nicht mit rationalen Gründen
messen, so wie Sie und Ihresgleichen es hier dauernd auch dieser jungen Frau vorwerfen.
nur 4 Wochen kennen und dann geht es wieder auseinander?
Hier geht es um Partnerschaften, da kennt man sich bereits, kann Grundelemente des anderen einordnen und in Bezug zu sich selber stellen.
Und natürlich kommt im Zuge des Kennenlernes irgendwann auch politische Standpunkte zur Sprache.
Oder wie leben hier einige ihre Beziehungen? Alles Politische und Berufliche bleibt außen vor?
"Kreidet man der Frau die Gesinnung und/oder Verbrechen ihres Freundes an? Sind wir in D schon wieder so weit?"
Erinnert sich noch jemand an das Modell Vanessa Hessler, Ex-Freundin eines Gaddafi-Sohnes?
http://www.ftd.de/lifesty...
... als Folge erlaubter politischer Betätigung - und davon ist hier nicht einmal die Rede - sind vom Grundgesetz nicht gedeckt.
Wenn sie oder das Team eine Entscheidung trifft, die innerhalb der sportlichen Regularien einwandfrei ist, bringt es nichts, zynischerweise mit dem Grundgesetz zu argumentieren.
Wenn sie oder das Team eine Entscheidung trifft, die innerhalb der sportlichen Regularien einwandfrei ist, bringt es nichts, zynischerweise mit dem Grundgesetz zu argumentieren.