London 2012 : Bolt bleibt schnellster Mann der Welt

Usain Bolt hat zum zweiten Mal olympisches Gold im Sprint über 100 Meter gewonnen. Mit 9,63 Sekunden gewinnt er deutlich vor Yohan Blake und Justin Gatlin.
Usain Bolt nach dem Sieg über 100 Meter bei den Olympischen Spielen in London © Cameron Spencer/Getty Images

Usain Bolt ist wieder Olympiasieger über 100 Meter. Der Jamaikaner siegte in London vor 80.000 Zuschauern in 9,63 Sekunden vor seinem Landsmann und Weltmeister Yohan Blake mit 9,75 Sekunden. Dritter wurde der frühere Dopingsünder Justin Gatlin aus den USA in 9,79 Sekunden.

Seine enorme Schrittlänge gab den Ausschlag für Bolt , er benötigte für die Strecke 41 Schritte, Blake 46. Nach dem Sieg bedankte sich Bolt im ZDF bei seinem deutschen Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt: "Der Doktor ist ein großer Mann."

Bolt verfehlte seinen Weltrekord von 9,58 Sekunden nur knapp und holte seine vierte olympische Goldmedaille. Vor vier Jahren hatte Bolt bereits in Peking dreimal Gold gewonnen. Für die Spiele in London hatte er ähnliche Erfolge angekündigt. Der schnellste Mann der Welt will bei diesen Spielen seinen Status als Leichtathletik-Legende festigen.

Auf seiner Lieblingsstrecke, den 200 Metern, rechnet er sich ebenso eine Gold-Chance aus. Zum Abschluss will der Schützling von Trainer Glen Mills seine zweiten Sommerspiele durch einen Sieg mit Jamaikas Sprintstaffel über 4 x 100 Meter krönen.

Bei der WM 2011 in Daegu hatte Bolt als Top-Favorit den Titel nach einem spektakulären Fehlstart eingebüßt, dadurch war der Weg für seinen Trainingspartner Yohan Blake frei. Ende Juni 2012 bei der Olympia-Ausscheidung in Kingston gewann Blake über 100 und 200 Meter.

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Kommentare

33 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Doping King Usain Bolt

Wer glaubt, dass Usain Bolt nicht gedopt ist, der glaubt noch an den Weihnachtsmann!!!! In Jamaika dürfen keine internationalen dopingkontrollen durchgeführt werden. Man hat in den letzten 2 Jahren schon mehr als 5 Läufer aus Jamaika des Doping überführt. Ben Johnson kommt aus Jamaika!!! Die amerikanischen Sprinter gehen nach Jamaika um zu trainieren. Warum wohl? Welche Leistungen man bringen kann, wenn man in alle Ruhe dopen kann, hatte damals die DDR gezeigt. Bei den Frauen 400m 47.60. Die wird so schnell keiner laufen. 90 % der Sprinter die unter 10 Sek gelaufen sind, hat man des Dopings überführt und da soll natürlich Usain Bolt mit seinem Weltrekord nicht gedopt sein? LOL.

Usain Bolt: bleib auf dem Teppich, du bist der King des Dopings!!!

Da stellen Sie ja eine schöne Milchmädchenrechnung auf.

"90 % der Sprinter die unter 10 Sek gelaufen sind, hat man des Dopings überführt ..."

Ihnen ist aber gestern schon aufgefallen, dass wenn man die Halbfinals zusammenrechnet, insgesamt 10 Menschen unter 10 Sekunden gelaufen sind.

Auch wenn ich mir die Vergangenheit revue passieren lasse, geht Ihre seltsame Rechnung nicht auf.

:-O

Trainingskontrollen

Daher ist es zumindest verwunderlich, dass es einen Olympiasieger geben kann, dessen Heimatland keine Trainingskontrollen zulässt, wie ich in einem anderen Kommentar gelesen habe. Wieso können überhaupt Jamaikaner starten, wenn sie nicht unangemeldet beim Training getestet werden können?

Und gab es bei dem spektakulären Fehlstart Bolts bei irgendeiner WM nicht auch zumindest Gemunkel, er habe sich so der Dopingkontrolle entzogen?

Aufgespritzte Mastbullen

Der drittplatzierte und wegen wiederholten Dopings lange Zeit gesperrte Justin Gatlin stellte damals gedopt einen Weltrekord in 9.77 sekunden auf, was im später wegen Dopings aberkannt wurde. Nun ist er wieder zurück und läuft "ungedopt" eine Zeit von 9.79 ...

muss man noch mehr sagen?

ätzend

Die kontrollmechanismen haben ja gezeigt wie ineffektiv sie sind. Offenbar besteht ja kein Interesse an sauberen Spielen.

Welche Auswirkungen zum Beispiel Testosteron hat, kann mir hier gut nachlesen:
http://www.faz.net/aktuel...

Außerdem empfehle ich diese Seite, wo man sich umfassend und wissenschaftlich über dopingpraktiken und dopingsysteme informieren kann:
http://www.cycling4fans.d...

alles traurig

ein argument dafür, dass doping eben nur das maximale 1% ausmacht. gedopt war er nur 2 hundertstel schneller..

es ist alles nur noch traurig. beim triathlon erreichen zwei damen zeitgleich das ziel, und die richter prüfen minutenlang anhand des videobeweises, wem die goldmedaille zusteht. sie hätten sich vorher lieber mal die "dschungel-olympiade" ansehen sollen um den ursprünglichen olympischen gedanken zu begreifen.

Burger als Wunderwaffe

Klaus Eder plauderte mal in einem Vortrag über seine Eindrücke als Physiotherapeut bei der Olympiade 2008. Auch über Usain Bolts Weltrekord hatte er deutliche Worte übrig.
Wenn sich jemand vor einem 100 m Sprint bei einer bekannten Fastfood-Kette gegen 2 Uhr früh zwei Doppelwhooper und Pommes reinwürgt, dem kauft man ein paar Studen später diesen Wahnsinnslauf nicht so einfach ab.