Usain Bolt ist wieder Olympiasieger über 100 Meter. Der Jamaikaner siegte in London vor 80.000 Zuschauern in 9,63 Sekunden vor seinem Landsmann und Weltmeister Yohan Blake mit 9,75 Sekunden. Dritter wurde der frühere Dopingsünder Justin Gatlin aus den USA in 9,79 Sekunden.

Seine enorme Schrittlänge gab den Ausschlag für Bolt , er benötigte für die Strecke 41 Schritte, Blake 46. Nach dem Sieg bedankte sich Bolt im ZDF bei seinem deutschen Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt: "Der Doktor ist ein großer Mann."

Bolt verfehlte seinen Weltrekord von 9,58 Sekunden nur knapp und holte seine vierte olympische Goldmedaille. Vor vier Jahren hatte Bolt bereits in Peking dreimal Gold gewonnen. Für die Spiele in London hatte er ähnliche Erfolge angekündigt. Der schnellste Mann der Welt will bei diesen Spielen seinen Status als Leichtathletik-Legende festigen.

Auf seiner Lieblingsstrecke, den 200 Metern, rechnet er sich ebenso eine Gold-Chance aus. Zum Abschluss will der Schützling von Trainer Glen Mills seine zweiten Sommerspiele durch einen Sieg mit Jamaikas Sprintstaffel über 4 x 100 Meter krönen.

Bei der WM 2011 in Daegu hatte Bolt als Top-Favorit den Titel nach einem spektakulären Fehlstart eingebüßt, dadurch war der Weg für seinen Trainingspartner Yohan Blake frei. Ende Juni 2012 bei der Olympia-Ausscheidung in Kingston gewann Blake über 100 und 200 Meter.