London 2012: Turner Nguyen holt erste deutsche Mehrkampfmedaille seit 76 Jahren
Der Favorit Hambüchen belegt Platz 15, doch sein Kollege Marcel Nguyen verblüfft die Turnwelt mit Silber im Mehrkampf und holt die siebte deutsche Medaille des Tages.
Der Turner Marcel Nguyen hat überraschend den zweiten Platz im Mehrkampf belegt. Durch eine Aufholjagd gewann er die erste Medaille eines deutschen Mehrkämpfers seit 1936.
76 Jahre nach dem Olympiasieg von Alfred Schwarzmann in Berlin musste der 24-jährige Unterhachinger in der ausverkauften North Greenwich Arena mit 91,031 Zählern nur dem Favoriten Kohei Uchimura (92,690) den Vortritt lassen. Dritter wurde der Amerikaner Danell Leyva mit 90,698 Zählern. Fabian Hambüchen sank dagegen nach drei schweren Fehlern auf Rang 15.
Der Bayer Nguyen startete mit dem letzten Platz am Seitpferd mäßig, steigerte sich aber von Gerät zu Gerät und bewies bei seinen schwierigen Übungen am Barren und Reck Nervenstärke. Immer näher kämpfte er sich an die Podestplätze heran. Vor den abschließenden beiden Durchgängen rangierte er überraschend auf dem dritten Platz und krönte seine Leistung mit einer herausragenden Vorführung am Boden.
Enttäuschender Auftritt von Hambüchen
Nachdem im Vorfeld der Spiele nahezu die gesamte Aufmerksamkeit auf Hambüchen und Vizeweltmeister Philipp Boy gerichtet war, ging Marcel Nguyen ruhig und beharrlich seinen lange unbemerkten Weg, obwohl er im Mai Europameister am Barren wurde.
Für Hambüchen begann der wichtigste Wettkampf seiner Karriere nach fehlerfreiem Durchgang am Boden mit einem schweren Fehler bei der Schere in den Handstand am Pferd ("Jurtschenko"), der von den Kampfrichtern hart bestraft wurde. Ein Protest der Mannschaftsleitung wurde von der Jury abgelehnt. Platz 22 im Zwischenklassement war die Folge.
Nach dem Sturz war der Wettkampf für ihn faktisch vorüber. Hambüchen hat nun im Reckfinale am kommenden Dienstag eine weitere Chance auf eine Medaille. Nguyen steht in den Finals am Boden und Barren.
Deutsche Medaillen im Rudern, Judo und Zeitfahren
Weitere deutsche Medaillen hatten zuvor die Ruderer gewonnen, erst Julia Richter und Carina Bär Silber im Doppelvierer. Anschließend holte der Ruder-Achter der Herren die dritte Goldmedaille für Deutschland.
Jeweils Silber gewannen außerdem Judith Arndt und Tony Martin im Zeitfahren sowie Kerstin Thiele in der Judo-Gewichtsklasse bis 70 Kg. Bronze gab es für Hannes Aigner bei seinem Olympia-Debüt im Kanuslalom.









Gratulation an Ngyuen! Unglaublich flinker Kerl und dabei trotz aller Schluderer extrem elegant. Schön, dass er es im Mehrkampffinale geschaft hat, sich zu behaupten. Sicher wird man auch in Zukunft viel von ihm hören dürfen.
Schade fand ich es um Philipp Boy, der bei Olympia leider vor allem durch Verletzungen und Stürze auffiel sowie durch die Tatsache, dass er dennoch gekämpft hat wie ein Löwe.
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danke knueppelhart, endlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen, was eigentlich das Problem ist mit Spitzensportlern aus Zuwandererfamilien in Dt. Nationalmannschaften, es ist schlicht und einfach NEID, sonst nichts
Tatsächlich ist Boy ein deutscher Nachname. Ich kenne jemanden, der ebenfalls so heißt, gleiche Schreibweise, und der "deutsch" ist. Das wird ihnen auch ein Blick in die Wikipedia bestätigen, wenn Sie nach dem Namen Boy suchen.
Mal ganz abgesehen davon, dass es nun wirklich egal ist, wie die Leute heißen.
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Da nehmen nun 2 junge deutsche Sportler an den olympischen Spielen teil, wobei einer von ihnen eine Medaille gewinnt und schon gibts es Kommentare und Gedanken,die mal wieder in das negativ, nationalistische abdriften. Das beide nicht aus typischen Zuwandererfamilien kommen scheint man nicht zu reflektieren. Für manche reicht es ja schon aus, wenn ein Elternteil nicht "arisch" ist, um gewisse Ressantiments zu empfinden. Nürnberg lässt grüssen.
Ich habe übrigens generell den Eindruck, das es leider vielen nicht passt, wenn Menschen, die für Deutschland starten und nicht europäisch genug aussehen,als " deutscher" Sportler nicht gewollt sind.
Sicher und leider fällt es einigen schwer, das die deutsche Olympiamannschaft nicht mehr wie 1936 in Berlin optisch aufgestellt ist. Ups.. aber auch da gabs ja einige erfolgreiche Teilnehmer, die nicht ins deutsche Weltbild passten.
Mein Eindruck, wenn schon über nichtdeutsches Aussehen/Namen in diesem Zusammenhang gemosert wird,dann Gute Nacht !
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danke knueppelhart, endlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen, was eigentlich das Problem ist mit Spitzensportlern aus Zuwandererfamilien in Dt. Nationalmannschaften, es ist schlicht und einfach NEID, sonst nichts
Tatsächlich ist Boy ein deutscher Nachname. Ich kenne jemanden, der ebenfalls so heißt, gleiche Schreibweise, und der "deutsch" ist. Das wird ihnen auch ein Blick in die Wikipedia bestätigen, wenn Sie nach dem Namen Boy suchen.
Mal ganz abgesehen davon, dass es nun wirklich egal ist, wie die Leute heißen.
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Da nehmen nun 2 junge deutsche Sportler an den olympischen Spielen teil, wobei einer von ihnen eine Medaille gewinnt und schon gibts es Kommentare und Gedanken,die mal wieder in das negativ, nationalistische abdriften. Das beide nicht aus typischen Zuwandererfamilien kommen scheint man nicht zu reflektieren. Für manche reicht es ja schon aus, wenn ein Elternteil nicht "arisch" ist, um gewisse Ressantiments zu empfinden. Nürnberg lässt grüssen.
Ich habe übrigens generell den Eindruck, das es leider vielen nicht passt, wenn Menschen, die für Deutschland starten und nicht europäisch genug aussehen,als " deutscher" Sportler nicht gewollt sind.
Sicher und leider fällt es einigen schwer, das die deutsche Olympiamannschaft nicht mehr wie 1936 in Berlin optisch aufgestellt ist. Ups.. aber auch da gabs ja einige erfolgreiche Teilnehmer, die nicht ins deutsche Weltbild passten.
Mein Eindruck, wenn schon über nichtdeutsches Aussehen/Namen in diesem Zusammenhang gemosert wird,dann Gute Nacht !
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Ich hatte ironisch beanstandet, dass "knüppelhart", das Deutschtum reklamierend, die Namen der zwei deutschen Turner falsch geschrieben hatte. Und dass der Kommentar insgesamt "sinnfrei", m.a.W. neben der Sache sei. Inwiefern ist diese kleine Sottise gegen einen Kommentar, den die Redaktion selbst als "unsachlich" für löschenswert befunden hat, sachlich verfehlt?
Ich hatte ironisch beanstandet, dass "knüppelhart", das Deutschtum reklamierend, die Namen der zwei deutschen Turner falsch geschrieben hatte. Und dass der Kommentar insgesamt "sinnfrei", m.a.W. neben der Sache sei. Inwiefern ist diese kleine Sottise gegen einen Kommentar, den die Redaktion selbst als "unsachlich" für löschenswert befunden hat, sachlich verfehlt?
danke knueppelhart, endlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen, was eigentlich das Problem ist mit Spitzensportlern aus Zuwandererfamilien in Dt. Nationalmannschaften, es ist schlicht und einfach NEID, sonst nichts
Wenn ein Elternteil Deutsch ist (bei Marcel Nguyen ist es die Mutter) ist es wohl nicht korrekt, ihn gleich aus einer ganzen Zuwandererfamilie kommen zu lassen.
Tatsächlich ist Boy ein deutscher Nachname. Ich kenne jemanden, der ebenfalls so heißt, gleiche Schreibweise, und der "deutsch" ist. Das wird ihnen auch ein Blick in die Wikipedia bestätigen, wenn Sie nach dem Namen Boy suchen.
Mal ganz abgesehen davon, dass es nun wirklich egal ist, wie die Leute heißen.
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zuschlagen, dann bleibt kein Auge trocken.
Lieps
Preußischer Diplomat
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