Die deutschen Radsportlerinnen Miriam Welte und Kristina Vogel haben Gold im Teamsprint gewonnen und damit für den vierten deutschen Olympiasieg in London gesorgt. Das Duo aus Kaiserslautern und Erfurt war im Finale gegen China zunächst unterlegen, profitierte dann aber von einer Disqualifikation der Kontrahentinnen wegen eines Wechselfehlers. Bronze ging an das australische Duo. Die Chinesinnen wurden wegen der Disqualifikation auf den zweiten Platz heruntergestuft und erhielten Silber.

Welte und Vogel waren schon dank der Disqualifikation von Großbritannien in der ersten Runde vom dritten auf den zweiten Platz vorgerückt und damit bei der olympischen Premiere des Wettbewerbs ins Finale gekommen. Den Gastgeberinnen wurde vor 6.000 Zuschauern im neuen Velodrom ebenfalls ein Wechselfehler zum Verhängnis.

Im Endlauf hatten die deutschen Weltmeisterinnen auf der Bahn gegen das Duo aus China kaum eine Chance. Die Asiatinnen hatten im ersten Wettbewerb sowohl in der Qualifikation als auch in der ersten Runde den Weltrekord verbessert. Zunächst hatten die Britinnen in der Qualifikation den Weltrekord unterboten.

Die männlichen Kollegen von Welte und Vogel waren in London ebenfalls erfolgreich. Sie holten die Bronzemedaille im Bahnradwettbewerb. René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy setzten sich im kleinen Finale gegen Australien durch.