Olympia 2012 : Sebastian Brendel holt Gold im Einer-Canadier

Der viermalige Europameister hat auf dem Dorney Lake in Eton die Olympia-Konkurrenz hinter sich gelassen. Es ist der erste deutsche Sieg in der Disziplin seit 2000.
Der deutsche Ruderer Sebastian Brendel © Harry How/Getty Images

Der Kanute Sebastian Brendel hat die siebte deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London gewonnen. Der viermalige Europameister wurde auf dem Dorney Lake in Eton im Einer-Canadier über 1.000 Meter Olympiasieger. Silber ging an David Cal aus Spanien , Bronze an den Kanadier Mark Oldershaw.

Brendel war sich schon früh relativ sicher, dass er triumphiert. "Das ist Wahnsinn. Nach 200 Metern habe ich gemerkt, dass es irgendwas wird", sagte Brendel.

Der Potsdamer errang den ersten deutschen Sieg im Einer-Canadier seit dem Erfolg von Andreas Dittmer 2000.

Zuvor hatte Max Hoff die Bronzemedaille im Kajak-Einer über 1.000 Meter geholt. Der 29 Jahre alte Europameister aus Essen musste sich nur dem Norweger Eirik Veras Larsen und dem Kanadier Adam van Koeverden geschlagen geben. "Es war ein schwieriges Rennen. Die anderen beiden sind grandios gefahren. Ich habe mich schwergetan", bilanzierte der zweimalige Weltmeister.

Es war die erste deutsche Olympia-Medaille in dieser Disziplin seit dem Bronze-Gewinn des Berliners André Wohllebe 1988 in Seoul .

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Wer fährt schon Kanu?

In "Randsportarten" ist es immer leichter Medallien zu gewinnen. In London starten nicht einmal 50 Nationen im Kanu-Sprint; davon max. 15-20 ernsthaft (alle aus Industriestaaten, die sich die Infrastruktur dafür leisten können).

Bei der Leichtathletik sind über 200 Nationen am Start. In Peking kamen die Medalliengewinner aus ca. 40 Nationen und die Finalteilnehmer aus ca. 70 Nationen.

Der Trend ist in Randsportarten der Gleiche

Die Sportwelt wird halt in allen Disziplinen größer und damit die Konkurrenz härter.

Schaue ich mir "meinen" Sport - das Fechten - an, dann sieht man es extrem. So haben die französischen Fechter nicht eine Medallie gewonnen, das war früher DIE Großmacht. Deutsche, Russen und Ungarn ebenfalls mit recht schmaler Ausbeute. von den alten Platzhirschen nur Italien mit der bekannten Stärke, allerdings auch nur im Florett. China und Südkorea dafür bärenstark.

Irgendwie wird es damit

wohl zusammenhängen, jedoch sind auch die meisten Disziplinen in der Leichtathletik Randsportarten, und das noch im größeren Ausmaß als Kanusport (Diskus, Hammerwurf, Stabhochsprung und andere und dennoch kommen unsere Athleten da meistens auf keinen grünen Zweig.
Im Schwimmsport trifft dies natürlich zu. Da ist die Konkurrenz immer stark, jedoch ist dies selbst in Deutschland ein Breitensport.