BundesligaHSV verliert auch mit van der Vaart
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Bayern München - FSV Mainz

Bayerns Spieler Bastian Schweinsteiger und Elkin Soto von Mainz kämpfen um den Ball.

Bayerns Spieler Bastian Schweinsteiger und Elkin Soto von Mainz kämpfen um den Ball.  |  © dpa/picture-alliance

Bayern München - FSV Mainz 05: 3:1 (2:0)

Auch ohne Rib & Rob stürmt der FC Bayern weiter einem Topstart in die neue Fußballsaison entgegen. Der Münchner Rekordmeister wies den FSV Mainz 05 spielerisch in die Schranken und durfte sich nach dem kaum gefährdeten 3:1 (2:0) über seinen dritten Sieg in der dritten Bundesligapartie freuen.

Vier Tage vor dem ersten Härtetest auf internationaler Ebene gegen den FC Valencia kompensierte der FCB auch mühelos den kurzfristigen Ausfall seiner filigranen Flügelzange. Mit Oberschenkelbeschwerden hatten Franck Ribéry und Arjen Robben passen müssen, die Teamkollegen aber ließen sich davon nicht beeindrucken und stellten den ersten Erfolg gegen Mainz seit eineinhalb Jahren durch Tore von Mario Mandzukic (2. Spielminute), Bastian Schweinsteiger (13.) und Toni Kroos (90./+2) sicher. Für etwas Spannung sorgte Adam Szalai mit seinem Elfmetertor (59.), danach kamen die Mainzer aber zu keinen Ausgleichschancen mehr.

Richtig rund lief es bei der Elf von Trainer Jupp Heynckes vor allem in der Anfangsviertelstunde, danach ließen es seine Spieler lockerer angehen. Dass die drei Punkte trotzdem nie in Gefahr gerieten, war vor allem der weitgehenden Mainzer Ungefährlichkeit zu verdanken. Noch in der vergangenen Saison hatten die Rheinhessen vier Zähler gegen die Bayern geholt, diesmal hatten sie kaum etwas entgegenzusetzen.

Bestens eingelebt an der Säbener Straße hat sich inzwischen vor allem die kroatische Stürmer-Neuerwerbung Mandzukic. Der frühere Wolfsburger traf im fünften Saisonpflichtspiel seines neuen Clubs bereits zum sechsten Mal, wenn man auch das Supercup-Duell mit Doublesieger Borussia Dortmund aus dem August dazurechnet. Schon nach 90 Sekunden brauchte er allein vor dem FSV-Tor nur noch seinen linken Fuß für die Führung hinzuhalten, nachdem ihn Thomas Müller mit einem exzellenten Querpass vorher in Szene gesetzt hatte.

Kurz darauf legte Nationalspieler Schweinsteiger per Kopf das zweite Tor nach – da blinzelte kurz sogar die Sonne durch den bis dato ziemlich bedeckten Nachmittagshimmel, und auf der Tribüne setzten die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß (wie gehabt mit rot-weißem-Schal) ihr Siegerlächeln auf.

Den Mainzern gefiel das nicht – am wenigsten ihrem Trainer Thomas Tuchel, der die erste knappe Viertelstunde fast ständig direkt an der Seitenlinie anzutreffen war und seine Unzufriedenheit mit wilden Armbewegungen zum Ausdruck brachte. Schon vor der Pause reagierte er und brachte in Elkin Soto und Szalai zwei zusätzliche Offensivkräfte.

Beim 1:2 profitierten die Gäste aber ausschließlich vom Einsatz Dantes, der Julian Baumgartlinger im Strafraum umrannte. Den Strafstoß verwandelte Szalai sicher. Auf der Gegenseite verpassten die Münchner allerdings gleich mehrmals weitere Treffer.

Jerome Boateng (52.) per Kopf, Kroos (56./80.) mit Versuchen aus der Ferne, Mandzukic aus der Nähe (66.), Müller (70.) und Xherdan Shaqiri (72.) mit Außennetzschüssen – das dritte Tor wollte zunächst keinem gelingen. Grund zum Fanjubel gab es dafür eine Viertelstunde vor Schluss noch mal, als 40-Millionen-Mann Javier Martínez eingewechselt wurde. Für den Spanier war es der zweite Kurzeinsatz im Bayerndress, unmittelbar vor Schluss legte er auf Kroos ab, der dann doch noch zum 3:1 einschoss.

Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Luiz Gustavo, Schweinsteiger - Müller, Kroos, Shaqiri (76. Javi Martínez) - Mandzukic (89. Pizarro)

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FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Zabavnik - Baumgartlinger, Kirchhoff, Caligiuri (37. Soto) - Risse (37. Szalai), Nicolai Müller - Choupo-Moting (79. Ivanschitz)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Mandzukic (2.), 2:0 Schweinsteiger (13.), 2:1 Szalai (59./Foulelfmeter), 3:1 Kroos (90.+2)

Gelbe Karten: Luiz Gustavo (2) / Bungert (1), Kirchhoff (2)

Beste Spieler: Schweinsteiger, Müller / Wetklo

Leserkommentare
    • lxththf
    • 15. September 2012 19:25 Uhr

    Da werden manchmal Spieler umgetreten, oder bekommen einen Ellbogencheck und es passiert nichts, aber Hauptsache der Torjubel wird reglementiert. Eine Gelb Rote Karte, obwohl der Spieler (Huzsti) sich einfach nur emotional über sein Tor gefreut hat. Bitte, bitte schafft endlich solche sinnlosen Regeln ab und bestraft die unsportlichen Sachen, denn andernfalls wird der Fußball sein steriles Kommerzimage nicht los. Warum gibt es eigentlich überhaupt die Regel, dass man sich beim Torjubel (also einer Spielunterbrechung) nicht das Trikot ausziehen darf?

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    • KönigX
    • 16. September 2012 21:37 Uhr

    Da es irgendwann mal so lief das sich das Trikot bei allem vom Leib gerissen wurde, und oft auch die unterbekleidung als Werbefläche verwendetet wurde...

    Nichts desto trotz hätte auch eine Gelbe Karte ausgereicht...

    Ich kann diese blödsinnige Begründung "er war ja nur emotional" nicht mehr hören. Ich reise mir auch nicht ständig mein T-Shirt vom Leib, wenn ich mal "emotional" werde.

    Wieso es dafür gelb gibt? Ganz einfach: u.a. weil in den Regeln steht, dass jeder Spieler ein Trikot tragen muss, man verstößt also gegen diese Regel.

    Es ist immer wieder erschreckend, wie schlecht Fußballer die Regeln ihres Spiels kennen.

  1. "Schalkes neuer Mann Affelay bemühte sich zwar sehr, wie schon beim 0:3 zum Saisonauftakt gegen den FC Bayern München, wirkte er aber oft überfordert."

    In welcher Saison soll das denn gewesen sein? Meines Wissens spielt Schalke gegen Bayern München erst am kommenden Samstag. Und Affelay muss beim Saisonauftakt vor dem Fernseher überfordert gewesen sein - gegen Hannover stand er nicht auf dem Platz. Dort endete das übrigens Spiel 2:2 und nicht 0:3.

    Aber sonst: alles richtig! Trotz der späten Uhrzeit ...

  2. Ich finde das man dies als eine Situation bewerten kann. Gelb hätte gereicht.

  3. 4. Werder

    wurde um den Sieg gebracht weil ein reguläres Tor nicht anerkannt wurde. DAS ist der eigentliche Skandal des Spiels.

  4. so langsam nimmt die Liga Fahrt auf und bringt wieder spannende Unterhaltung.
    Das Hannoverspiel hätte der Schiedsrichter nach dem 3:2 ruhig abpfeifen können, das Tor fiel in der Nachspielzeit - Huszti dann mit gelb- rot zu bestrafen für seinen Jubel, war unverhältnismäßig.

    Hallo, Herr Hoeneß, Ihr kleines regionales Problem hat gestern richtig Spaß bereitet und ich hoffe, dass sich diese Mannschaft mit ihrem traumhaften Zuspiel auch am Dienstag über 3 Punkte freuen kann.

    • lxththf
    • 16. September 2012 16:36 Uhr

    zu Beginn einer Saison abschaffen, bzw. die WM-Quali vielleicht als Sommerturnier spielen. Das stört nur alle Teams in allen Ligen im Fluß und verzerrt das Bild. 3 Spieltage und 2 Länderspielunterbrechungen.

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    • Infamia
    • 17. September 2012 10:25 Uhr

    Egal wie sie es machen, es wird irgendwie immer Geplärre um den richtigen Modus geben. Sommerturnier schön und gut. Wann, wo und wie soll das stattfinden?

    Ich halte die gegenwärtige Austragung der Quali für sinnvoller als ein eigens dafür kreiertes Turnier auszurichten. Die Spieler hätten dann ja irgendwann kaum noch Zeit zur Regeneration, weil sie dann praktisch jedes Jahr ein Turnier haben. Eine EM, eine WM und jeweils ein Jahr davor ein Qualifikationsturnier.

    Recht machen kann man es nie allen. Und wenn Bayern dann nicht Meister wird, darf ich mir dann jedesmal anhören, sie hätten die meisten Spieler gestellt und es hätte länger gebraucht, um sich zu regenieren und zusammen mit der Mannschaft zu trainieren.

  5. freu : )

    • dachsus
    • 16. September 2012 20:21 Uhr
    8. [...]

    Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/kvk

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